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Bildung: Allgemeine Schulpflicht von 6 bis 16 Jahren. Der Besuch staatlicher Schulen ist kostenlos. Unterrichtssprache: Litauisch; 14,4% aller Schüler werden in Russisch, Polnisch, Belorussisch oder Jiddisch unterrichtet. Unis in Kaunas und Vilnius. Analphabetenrate: Männer 0,4%, Frauen 0,7%. Kultur: Bedingt durch die Geschichte des Landes dominierten seit dem 14. Jahrhundert mitteleuropäische, vor allem polnische und ab dem 18. Jahrhundert russische Einflüsse in der Kultur. Familienstruktur: Litauer heiraten in der Regel im Alter von 20 bis 30 Jahren. Allerdings warten viele Paare, bis sie sich eine Lebensgrundlage geschaffen haben. Da Wohnraum knapp ist, leben die meisten jungen Ehepaare einige Jahre bei den Eltern, von denen sie auch oft finanziell unterstützt werden. Es wird immer üblicher, vor oder anstelle einer Heirat zusammenzuleben. Die Trauung muss im Standesamt vollzogen werden, aber viele Paare heiraten außerdem noch kirchlich. In ländlichen Gebieten können Hochzeiten sehr aufwendig sein und zwei Tage dauern. Traditionelle Bräuche erfreuen sich neuer Beliebtheit. Bei einem davon müssen die Freunde des Bräutigams den mit Blumen versperrten Heimweg des frisch verheirateten Paares mit Süßigkeiten und Schnaps freikaufen. Die letzte dieser Blumenblockaden versperrt den Eingang des Hauses, in dem das Paar wohnt. Traditionell begrüßen die Eltern das junge Ehepaar an der Tür mit Brot, Salz und Weingläsern voll Wasser. Familien haben durchschnittlich ein bis zwei Kinder. Der Vater wird allgemein als Familienoberhaupt angesehen, aber beide Elternteile sind verantwortlich für die Kindererziehung und in der Regel auch erwerbstätig. In Städten leben die meisten Menschen in Wohnungen, auf dem Land überwiegen Einfamilienhäuser. Viele Menschen in Städten besitzen oder pachten kleine Gärten vor der Stadt, wo sie Nahrungsmittel anbauen oder sich einfach erholen.Umgangsformen: Bei Männern ist es üblich, einander zur Begrüßung die Hände zu schütteln, während Frauen weniger dazu neigen. Bei beruflichen Kontakten gehört Händeschütteln dazu. Die Anrede für einen Mann heißt Ponas (Herr). Dann folgt der Nachname. Frauen werden mit Ponia (Frau, bei verheirateten Frauen) oder Panele (Frau, bei unverheirateten Frauen) angesprochen. Vor dem Nachnamen kann auch die Berufsbezeichnung stehen. Gute Freunde können einander auf die Wange küssen. Erwachsene verwenden Vornamen bei der Anrede erst, wenn sie dazu aufgefordert werden. Junge Leute spricht man mit dem Vornamen an. Die gebräuchlichsten Grußformeln sind Labas diena (Guten Tag), Labas rytas (Guten Morgen), Labas vakaras (Guten Abend), Labas (Hallo) und Sveikas oder Sveiki (beides bedeutet Wie geht's?, aber Sveiki ist verbreiteter). Geselligkeit findet in Litauen hauptsächlich zu Hause statt. Pünktlichkeit ist selbstverständlich. Selbst bei kurzen Besuchen ist es üblich, eine ungerade Anzahl Schnittblumen mitzubringen, die vor dem Überreichen ausgepackt werden. Gäste zum Abendessen bringen häufig Blumen und Wein mit. Unangekündigte Besuche sind selbst unter Freunden und Nachbarn nicht üblich, obwohl auch unerwartete Gäste willkommen sind. Freizeit: Beliebte Sportarten sind Basketball, Fußball, Rudern, Volleyball, Radfahren, Tennis und Skifahren. Familien gehen gerne zum Camping. Kulturelle Ereignisse sind in der Regel gut besucht, besonders Musikveranstaltungen. Weltkulturerbe: Altstadt von Vilnius (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier) Soziales
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