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Bildung: Allgemeine Schulpflicht von 6 bis 14 Jahren. Einschulungsquote im primären Bereich 96,6%. Es gibt verschiedene Formen der höheren Sekundarschule (naturwissenschaftlich, klassisch, technisch, berufsbezogen). Parma (gegründet 1066) und Bologna (1088) sind die ältesten Universitäten Europas und waren Vorbild für das frühe europäische Hochschulsystem. Insgesamt mehr als 50 Hochschulen; die traditionsreichsten in Modena (1175), Perugia (1200), Padua (1222), Neapel, Pavia (1224), Siena (1240) und Rom (1303). Analphabetenrate: Männer 1,4%, Frauen 2,4%. Kultur: Die italienischen Einflüsse auf die europäische Kultur können kaum hoch genug eingeschätzt werden. Beginnend mit der römischen Antike über die Renaissance bis in die heutige Zeit haben Dichter und Denker, Musiker, Architekten und Maler aus dem italienischen Raum Europa entscheidend geprägt. Familienstruktur: Viele Paare sind jahrelang verlobt, weil die Italiener mit einer Heirat oft warten, bis sie eine Ausbildung abgeschlossen und eine Arbeit gefunden haben. Eine Scheidung ist gesetzlich erst dann möglich, wenn die Ehepartner bereits mindestens drei Jahre getrennt gelebt haben. Im Norden des Landes gibt es in den meisten Familien nur ein oder zwei Kinder. Größere Familien sind im Süden üblich, wo häufig mehrere Generationen unter einem Dach wohnen. Der Norden und der Süden Italiens unterscheiden sich auch darin, dass die Frauen im Norden größere gesellschaftliche Freiheiten genießen und im Beruf bessere Chancen haben.Umgangsformen: Eine formlose Begrüßung unter Freunden ist Ciao (Hallo oder Tschüs). Bei etwas offizielleren Anlässen hört man eher Buon giorno (Guten Tag) oder Buona sera (Guten Abend). Oft gehen Italiener gleichen Geschlechts Arm in Arm. Titel haben nach wie vor große Bedeutung. Mittlerweile ist auch die Anrede mit dem Vornamen sehr verbreitet. Cafés sind überall in Italien wichtige Treffpunkte. Hier kann man meist im Stehen frühstücken, zwischendurch schnell einen Kaffee trinken oder einen Imbiss einnehmen. Zum Essen geht man in ein Restaurant. Freizeit: Sowohl in kleinen Dörfern
wie in den Großstädten gehört ein Abend- oder Sonntagsspaziergang (Corso)
durch den Ort oder die Stadt zu den festen Gewohnheiten. Die mit Abstand am weitesten
verbreitete und beliebteste Sportart ist Fußball. Radrennen haben in Italien eine lange
und immer noch lebendige Tradition. Viele der besten Hersteller von Rennrädern und
Zubehör sind in Italien beheimatet, und viele Italiener schwingen sich am Abend oder an
den Wochenenden für eine Tour aufs Rad. In den Alpen und anderen Gebirgsregionen sind
auch Wandern, Klettern, Skifahren oder Familienausflüge mit dem Auto in die Berge sehr
beliebt. Im September packt viele Italiener die Jagdlust, doch gerät diese
Freizeitbeschäftigung aus Gründen des Naturschutzes immer mehr in die Kritik. Die Kunst,
vor allem die Musik, nimmt noch immer einen wichtigen Platz im Leben vieler Italiener ein.
Die Oper ist traditionell auch ein volkstümliches Vergnügen; berühmt sind die
Aufführungen in der Arena von Verona. Weltberühmt und viel besucht sind die
Kunstschätze der Museen und Galerien in Florenz und Rom. Italien gehört auch beim Film
zu den wichtigsten Nationen. Doch seit der Zeit, als italienische Regisseure wie
beispielsweise Federico Fellini auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs standen, ist die Zahl der
Kinobesucher zurückgegangen, und die meisten der heute gezeigten Filme kommen hier wie
überall aus Amerika und wurden ins Italienische synchronisiert. Auch in Italien ist
längst der Fernseher der Mittelpunkt vieler Familien. Weltkulturerbe: Felsenzeichnungen im Val Camonica (Lombardei); Kirche und Dominikanerkonvent Santa Maria delle Grazie mit Leonardo da Vincis "Abendmahl" in Mailand; Historisches Zentrum von Rom, Basilika St. Paul "vor den Mauern" in Rom und Vatikanstadt; Historisches Zentrum von Florenz; Venedig und seine Lagune; Domplatz von Pisa; Historisches Zentrum von San Gimignano; Felsarchitektur der Sassi di Matera; Vicenza und die Villen des Architekten Palladio in der Region Venetien; Historisches Zentrum von Siena; Historisches Zentrum von Neapel; Crespi d'Adda (typische Gewerbewohnsiedlung aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert) in Neapel; Ferrrara: Stadt der Renaissance; Castel de Monte; "Trulli" (Rundbauten) von Alberobello; Frühschristliche Baudenkmäler und Mosaike von Ravenna; Historisches Zentrum von Pienza; Königliches Schloß in Caserta mit Park, Aquädukt und der San-Leucio-Anlage; Residenzen des Hauses Savoyen in Turin und Umgebung; Botanischer Garten in Padua; Kathedrale, Torre Civica und Piazza Grande in Modena; Archäologische Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata; Römische Villa von Casalet (Sizilien) mit ihren Mosaiken; Nuraghe (bronzezeitliche Turmbauten) von Barumini (Sardinien); Kulturlandschaften Portovenere und Cinque Terre; Kulturlandschaft Küste von Amalfi; Archäologische Stätten von Agrint; Nationalpark Cilento Val di Diano mit Paestum, Velia und der Kartause von Padua; Historisches Zentrum von Urbino; Archäologische Fundstätten und die Basilika des Patriarchen von Aquileia; Hadransvilla bei Tivoli (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier) Soziales
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