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Bildung: Schulpflicht von 6 bis 15 Jahren. Einschulungsquote im Primarbereich 92%, im sekundären Bereich 85%. Universitäten u.a. in Athen, Thessaloniki und Patras. Analphabetenrate: Männer 1,7%, Frauen 4,7%.

Kultur: Der Einfluß der altgriechischen Kultur auf Europa ist kaum zu überschätzen. Griechische Künstler und Wissenschaftler haben das Altertum und die Antike geprägt. Durch die Kolonisation des Mittelmeerraumes und die Ausdehnung des griechisch geprägten Römischen Reiches verbreiteten sich Wissen und Kunst der Griechen über weite Teile Europas.

Familienstruktur: Die griechische Gesellschaft ist auch heute noch patriarchalisch orientiert, auch wenn Frauen in den vergangenen Jahrzehnten mehr Rechte erlangt haben. Familie, Glaube, Tradition und Bildung sind wichtige Werte. Die Griechen sind stolz auf ihr reiches kulturelles Erbe. Die Familie spielt in der griechischen Gesellschaft eine zentrale Rolle. Familienmitglieder verlassen sich aufeinander, wenn Hilfe oder Unterstützung benötigt wird. Ältere Familienangehörige genießen besonderen Respekt und besitzen ein hohes Maß an Autorität. Zum Thema “nichteheliche Lebensgemeinschaften” gibt es in der griechischen Gesellschaft, wie in anderen Ländern auch, unterschiedliche Auffassungen. So leben beispielsweise in den großen Städten wie Athen oder Thessaloniki viele Paare ohne Trauschein zusammen. Im Gegensatz dazu sind die Sitten auf dem Land noch stärker von traditionellen Werten geprägt und weniger freizügig. Die griechischen Frauen heiraten im Durchschnitt im Alter zwischen 20 und 26, die Männer zwischen 25 und 35 Jahren.

Umgangsformen: Zur Begrüßung geben sich die Menschen normalerweise die Hand. Freunde und Verwandte nehmen sich in den Arm und küssen sich, junge Männer klopfen sich oft gegenseitig auf die Schultern. Es gibt viele verschiedene Begrüßungen, deren Verwendung von der jeweiligen Situation abhängt. Einen guten Morgen kann man sich beispielsweise mit den Worten Kaliméra sas wünschen. Kalispéra sas bedeutet “Guten Abend”. Gute Freunde und Familienmitglieder reden sich mit dem Vornamen an, aber bei Bekannten und Fremden wird die Anrede mit dem Titel und dem Nachnamen gewählt.

Freizeit: Die Griechen spielen gerne Fußball und verbringen ihre Freizeit mit anderen Sportarten wie Basketball, Schwimmen und Segeln. Am liebsten aber trifft man sich zu Hause, in Cafés (Kafenia) oder Gasthäusern, um sich zu unterhalten. In den Städten gehen viele Menschen außerdem gerne ins Kino oder ins Theater. Aufgrund des mediterranen Klimas verbringen die Menschen einen Großteil ihrer Freizeit im Freien.

Sport: Griechenland, die Wiege der Olympischen Spiele, hat 2004 die 28. Sommerspiele ausgerichtet. Insgesamt errangen griechische SportlerInnen 30mal Gold, 42mal Silber und 36mal Bronze bei den Spielen.

Weltkulturerbe: Apollontempel von Bassae; Ruinenstätte Delphi; Akropolis von Athen; Berg Athos; Meteora-Klöster; Frühchristliche und byzantinische Denkmäler von Saloniki; Antike Stadt Epidauros; mitteralterliche Stadt Rhodos; Ruinen von Olympia; Mystras; Insel Delos; Klöster Daphni, Hosios, Lukas und Nea Moni auf der Insel Chios; Pythagoreion und Heraion von Samos; Archäologische Stätte Verjina; Archäologische Stätten von Mykene und Tiryns; Historische Altstadt mit dem Kloster des Hl. Johannes und der Höhle der Apokalypse auf der Insel Patmos (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier)

Soziales

Öffentl. Gesundheitsausgaben (am BIP)(in %) 4,2
Öffentl. Ausgaben für Altersversorgung (am BIP)(in %) (2003) 12,3
Öffentl. Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP)(in%) 4,0
Med. Versorgung (Anz. Ärzte je 1000 Einw.) 4,4
Krankenhausbetten (je 1000 Einw.) 4,7
Säuglingssterblichkeit (je 1000 Geb.) 4
Muttersterblichkeit (je 100 000 Einw.) 9
HIV-Infektionsrate (in %) 0,2
Lebenserwartung Männer 77
Lebenserwartung Frauen 82

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