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Die Regierung verfolgt eine sozial geprägte marktwirtschaftliche Politik. Leitlinie ist eine sozial abgefederte Modernisierung Frankreichs. Ziel ist es, ein wieder nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erreichen, den Staatshaushalt zu konsolidieren und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Dabei wird großes Augenmerk auf ausländische Direktinvestitionen gelegt. Im Jahr 2003 erreichten diese ca. 47 Mrd. USD und damit in der EU eine Spitzenposition.

Die in Frankreich gesetzlich fixierte 35-Stunden-Woche wurde im Januar 2005 weiter flexibilisiert. Damit ist für die französische Industrie eine bessere Regelung getroffen worden, die auch den Investitionsstandort Frankreich stärkt.

2004 wurden die Einkommenssteuersätze erneut leicht gesenkt. Steuerliche Erleichterungen wurden ebenfalls bei Schenkungen und Konsumentenkrediten eingeräumt. Der Regierung von Premierminister Raffarin ist es im Jahr 2004 gelungen, das vorgesehene reale Nullwachstum des Haushalts einzuhalten und so die Defizitquote auf 3,7% durch strikte Ausgabenkontrolle, Personaleinsparungen und Kürzungen bei nahezu allen Ressortausgaben zu begrenzen. Auch 2005 soll das Ziel der Haushaltskonsolidierung nach den Vorstellungen der französischen Regierung durch einen Prozess erreicht werden, bei dem das wieder gewonnene Wachstum den finanziellen Spielraum für die Rückführung der Defizitquote und der Staatsverschuldung schafft.

Die französische Volkswirtschaft hatte 2004 aufgrund des privaten Konsums eine erfreulich dynamische Entwicklung erfahren, die lediglich im dritten Quartal durch die gestiegenen Weltmarktpreise bei Erdöl aber auch Stahl und den schwachen Dollar einen leichten Einbruch erfahren hat. 2004 lag das Wirtschaftswachstum bei 2,3 %. Für 2005 wird von einer Wachstumsprognose in Höhe von ca. 2,2 Prozent ausgegangen.

Die Inflationsrate lag im Jahre 2004 mit 2,1 Prozent leicht über der des Euro-Raums, was wegen der substantiellen Erhöhung der Tabaksteuer ein Einmaleffekt war. 2005 wird mit einer Inflationsrate von 1,6 Prozent gerechnet.

Die deutlich spürbare Erholung der konjunkturellen Lage, mit deren Fortsetzung auch 2005 gerechnet wird, ist auf einen spürbaren Anstieg vor allem der privaten Binnennachfrage zurückzuführen. Weitere Konjunkturimpulse gehen von der Investitionstätigkeit der Unternehmen aus, die vor allem wieder produktivitätssteigernde Ersatzinvestitionen vornehmen, während der Export einen geringen Beitrag zum Wachstum leistete.

Wirtschaftliche Kennziffern:

BSP (in US$) 2 297,748 Mrd.
Zuwachsrate des BIP(in %) 2,1
Anteil am BIP
Landwirtschaft (in %) 2
Industrie (in %) 21
Dienstleistungen (in %) 77
Arbeitslosigkeit (in %) 9,4
Inflationsrate (in %) 1,9
Staatseinnahmen (in US$) 869,572 Mrd.
Körperschaftssteuer (in %) 33
Staatsausgaben (in US$) 919,019 Mrd.
Leistungsbilanzsaldo (in US$) -33,289 Mrd.
Devisenreserven (in US$) 74,360 Mrd.
Ausländische Direktinvestitionen (in US$) 70,868 Mrd.
Militär
Allgemeine Wehrpflicht (in Monate) nein
Streitkräfte (Mann) 254 895
davon Armee 133 500
Luftwaffe 63 600
Marine 43 995
Militärausgaben (am BIP)(in %) 2,5
Waffenhandelsanteil an den Importen (in %) 0,3
Waffenhandelsanteil an den Exporten (in %) 1
Ausstattung Waffengattungen
Landstreitkräfte (Kampfpanzer)

614

Marine
Flugzeugträger 1
U-Boote

6

Kreuzer 1
Zerstörer

12

Fregatten

20

Patrouillenboote

35

Luftwaffe (Kampfflugzeuge)

478

Nuklearwaffen
See- bzw. U-Boot-gestützte ballistische Raketen (SLBM)

64

SLMB befinden sich in x Atom-U-Booten

4

Frankreichs Waffenexporte steigen rasant an: Wie die staatliche Rüstungsagentur am 18.09.2006 mitteilte, verkaufen französische Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich Waffensysteme für über fünf Milliarden Euro ins Ausland und werden 2007 voraussichtlich sechs Milliarden Euro im Export umsetzen. 2005 waren es noch 4,1 Milliarden Euro. Weltweit steht Frankreich für zehn bis 15 Prozent der Waffenverkäufe.

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