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Es besteht in Frankreich für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung - soweit dringend erforderlich bei Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern usw., die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen. Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland". Ansonsten erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen. Im französichen Überseedepartement La Réunion ist es in den letzten Wochen zu einer epidemieartigen Häufung von Chikungunya Fieber gekommen. Diese Viruserkrankung wird von Mücken übertragen, ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar und führt zu den typischen Symptomen einer schweren Viruserkrankung in der Regel ohne tödlichen Ausgang. Die Inkubationszeit beträgt 2 - 10 Tage. Ohne Vorzeichen treten abrupt Fieber, starker (symmetrischer) Gelenkschmerz und schweres Krankheitsgefühl ein. Nach wenigen Tagen kommt es zum Fieberabfall und Auftreten eines Exanthems. Die Gelenkbeschwerden können monatelang, in Ausnahmefällen auch jahrelang fortbestehen. Sehr selten wird über eine gesteigerte Blutungsneigung oder ernste und vor allem neurologische Komplikationen wie Hirn- und Hirnhautentzündungen berichtet; letzteres in der Regel bei medizinisch vorbelasteten Personen oder Neugeborenen. Eine Impfung ist nicht möglich, der Schutz vor Mückenstichen ist die einzige prophylaktische Massnahme (Repellentien, Kleidung, Verhalten etc.). Kranke oder schwangere Reisende in diese Gebiete sollten vor Abreise einen Arzt konsultieren Terrorismus Zur Begegnung von terroristischen Drohungen gilt in Frankreich der Plan "Vigipirate", der insgesamt vier Alarmstufen mit unterschiedlich intensiven Maßnahmen vorsieht. Nach den Anschlägen in London vom 7. Juli 2005 wurde die Alarmstufe in Frankreich auf die zweithöchste Stufe "rot" angehoben. Auf Bahnhöfen und Flughäfen kommt es zu verstärkten Gepäck- und Personenkontrollen. Auch am Eingang von z. B. Museen kann es zu Handtaschenkontrollen kommen. Bahnreisende sollten darauf achten, dass ihr Reisegepäck mit Namen und Anschrift gezeichnet ist. In vielen Bahnhöfen gibt es keine Möglichkeit der Gepäckaufbewahrung mehr. Reisen im Land/ Straßenverkehr, Kriminalität In der Vergangenheit gab es immer wieder Aktivitäten organisierter Banden unter teilweisem Einsatz von Betäubungsgas. Daher wird vor Übernachtungen im Fahrzeug auf Rastplätzen an französischen Autobahnen - insbesondere in der Nord-Süd-Richtung, Südfrankreich/Spanien - gewarnt. Bei Autoreisen durch Südfrankreich wird empfohlen, auch während der Fahrt Wertsachen möglichst nicht sichtbar im Auto aufzubewahren und das Fahrzeug verriegelt zu lassen, um möglichen Überfällen vorzubeugen. Reisen nach Korsika Nach der Aufhebung der (auch zuvor nicht respektierten) Waffenruhe der korsischen Separatisten am 18.07.2003 ist die Zahl der Sprengstoffanschläge auf öffentliche Einrichtungen und vereinzelt auch auf touristische Anlagen und unbewohnte Zweitwohnungen deutlich gestiegen. Die Anschläge sind politisch motiviert und richten sich bisher nicht direkt gegen ausländische Touristen. Da Ziel der Anschläge jedoch in zunehmendem Maße auch von Touristen frequentierte Einrichtungen sind (z.B. Flughafen), kann die Gefährdung von Personen nicht ausgeschlossen werden. Übergriffe mit eindeutig kriminellem Charakter auf Touristen haben zugenommen. Paris & Ile-de-France Das Zentrum von
Paris bedeckt eine Fläche von 105 qkm und ist damit klein genug, um es an einem Tag
erkunden zu können. Die Pariser Umgehungsstraßen Périphérique und Boulevard
circulaire folgen ungefähr den alten Stadtmauern aus dem 19. Jahrhundert. Die Bretagne besteht aus den Departements Côtes-du-Nord (auch unter dem Namen Côtes d'Armor bekannt), Finistère, Ille-et-Villaine und Morbihan. Seit langer Zeit schon ist die Fischerei der wichtigste Industriezweig der Bretagne. Am Finistère (Finis Terra oder Landende) kommt es vor, daß die Gischt bei hohem Seegang 30 m in die Luft spritzt. Die Küstenlandschaft ist am Pointe du Raz und am Perros-Guirec besonders eindrucksvoll. Die Gallier kamen etwa im Jahre 600 v. Chr. auf die Halbinsel. Über ihre Lebensweise ist nur wenig bekannt, und die unzähligen Kromlechs, Altäre, Menhire und Dolmen, die sie überall in der Bretagne errichteten, sind noch heute geheimnisumwittert. Carnac ist die beeindruckendste dieser Stätten. Während der Herrschaft Julius Cäsars wurden sie von den Römern vertrieben, die wiederum den Kelten weichen mußten, die 460 n. Chr. aus Britannien einwanderten. Die Kelten nannten ihr neues Land Brittanica Minor und teilten es in die Küstenregionen l'Ar Mor (das Land des Meeres) und das innere Hochland l'Ar Coat (das Land des Waldes) auf. Noch heute werden diese Gegenden l'Amor und l'Argoat genannt. Die Kelten waren hervorragende Bildhauer; die zahlreichen noch erhaltenen Calvaires, kunstvoll gemeißelte Steinkreuze, sind Zeugnisse dieser Kunstfertigkeit. Die Smaragdküste um Dinard in der nördlichen Bretagne hat viele schöne Badestrände zu bieten. Die Badeorte sind oft nach wenig bekannten Heiligen benannt: St. Egonat, St. Laumore, St. Brill, St. Acut und St. Cast sind nur einige Beispiele. Val André, Etables und St. Quay sind die schönsten der zahlreichen Badestrände, die in der Bucht von St. Brieuc liegen. Der besondere Reiz der Bretagne liegt in ihrer wilden Schönheit und dem Charme der bretonischen Kultur. Die traditionellen Prozessionen und Feste der Patrons, die in vielen Ortschaften stattfinden, scheinen sich seit den Zeiten der Kelten wenig verändert zu haben. In der Gegend um Plouha wird noch viel Bretonisch gesprochen, eine Sprache, die auf keltische Dialekte zurückgeht. Die felsige Steilküste jenseits von Paimpol birgt für die Schiffahrt viele Gefahren, die vielen Leuchttürme bezeugen dies. Die schönen Dörfer und Strände von Perros-Guirec, Trégastel und Trébeurden stehen in reizvollem Kontrast zu der harschen, zerklüfteten Küstenlandschaft. An der Spitze der Halbinsel bei Aber Vrac'h und Aber Benoit brechen die Wellen des Atlantik in tiefen Felsspalten. Die Hafenstadt Brest hat einen der besten Naturhäfen Europas und eine sehenswerte Burg (13. Jahrhundert). Eine Bootsfahrt auf dem Kanal, der von Brest nach Nantes führt, lohnt sich. Er ist jedoch nicht auf der gesamten Strecke schiffbar. Das Hinterland besteht aus bewaldeten Hügeln und Bauernhöfen (Buttes), kleinen Flüssen und engen Tälern. Viele dieser sogenannten Berge sind lediglich sanfte niedrige Hügel. Sie sind die Überreste der ältesten Bergkette der Welt. Saint-Malo an der Nordküste ist eine beeindruckende mittelalterliche Stadt. Obwohl der warme Golfstrom das Klima ganzjährig begünstigt, dauert die Urlaubssaison nur von Juni bis September. Rennes, die alte Provinzhauptstadt der Bretagne, ist ein guter Ausgangspunkt für Exkursionen in das Hochland. Die Sehenswürdigkeiten von Rennes sind der Palais de Justice, die Burg, das Museum der Schönen Künste und das Musée de Bretagne, das sich um die Bewahrung der bretonischen Kultur bemüht. Die Qualität der örtlich geernteten Zutaten gibt der einfachen bretonischen Küche einen natürlichen Geschmack. Austern, Hummer und andere Meeresfrüchte, Lamm und Rebhuhn sind besonders zu empfehlen. Die Salzwiesen der südlichen Bretagne geben Wildbret, Rind- und Schweinefleisch einen unverwechselbaren Geschmack. Crêpes sind die regionale Spezialität. Man unterscheidet die süßen Suzette, die man mit Zucker, Honig, Marmelade oder Fruchtgelee als Dessert ißt, und die Sarrazin aus Buchweizenmehl, die mit Eiern und/oder Käse und Speck serviert werden. Crêpes sind leicht und bekömmlich und schmecken besonders gut mit einem Glas Cidre. Die Bretagne ist für gute Butter, die leicht gesalzen ist, bekannt. Käse wird kaum hergestellt. Zum Essen trinkt man Cidre oder Wein. Der beliebte Muscadet-Wein wird im Loire-Delta, dem äußersten Süden der Bretagne gekeltert. Muscadet ist ein trockener, fruchtiger Weißwein, der gut zu Meeresfrüchten und besonders gut zu Austern paßt. Die Normandie besteht aus fünf Departements: Seine-Maritime, Calvados, Manche, Eure und Orne. Die beiden letzten haben im Unterschied zu den übrigen drei Departements keinen Küstenstreifen. Die südliche Grenze bildet der Fluß Couesnon, der durch eine Tiefebene fließt und dessen Flußbett sich über die Jahre verlagert hat. Es bewegt sich langsam vom Mont-Saint-Michel weg, einem der bekanntesten und kuriosesten Bauwerke Europas. Der Mont-Saint-Michel und seine Bucht stehen auf der Liste der erhaltungswürdigen Naturdenkmäler und Kunstschätze der UNESCO. Die Gezeitenschwankungen sind außerordentlich stark. Der Wasserstandsunterschied zwischen Ebbe und Flut kann bis zu 15 m betragen. Das heutige Kloster von Saint-Michel ließ Bischof Aubert im 8. Jahrhundert erbauen. Um seine Entstehung rankt sich eine Legende, nach der der Erzengel Michael an dieser Stelle erschienen sein und den Bau einer Abtei bestimmt haben soll. Der angebliche Umriß seines Fußabdrucks ist noch heute zu sehen. Cabourg ist das Balbec der Romane Marcel Prousts. In den Werken Maupassants und Flauberts spielt die Handlung größtenteils in der Normandie, und die Impressionisten Monet, Sisley und Pissaro verewigten ihre Küstenszenerie. Deauville ist einer der traditionsreichsten Badeorte. Die Stadt bietet einen schönen Strand, einen Golfplatz und eine Rennbahn. Bayeux ist unter anderem wegen seines weltberühmten Wandteppichs einen Besuch wert. Die Museen in Arromanches und Bayeux erinnern an die Landung der alliierten Truppen und die Schlachten des 2. Weltkrieges. In Caen gibt es ein Friedensmuseum. Caen hat eine schöne romanische Kirche und eindrucksvolle Ruinen einer ausgedehnten Burganlage, die Wilhelm der Eroberer errichten ließ. Andere sehenswerte Baudenkmäler sind die Kirche des St. Etienne aus dem 14. Jahrhundert, die Renaissance-Kirche des St. Pierre und die Abbaye aux Dames. Im Kunstgewerbemuseum sind Kunstgewerbeartikel von der gallo-römischen Zeit bis zur Gegenwart ausgestellt. Die Hafenstadt Dieppe mit ihren vielen engen Gassen hat eine bezaubernde Atmosphäre. In der Burg aus dem 15. Jahrhundert ist das Musée de Dieppe untergebracht. Es gibt einige wunderschöne Schlösser in der Normandie, vor allem auf der Strecke Paris - Rouen. Boury-en-Vexin, Bizy bei Vernon, Gaillon, Gillard-les-Andelys, Vascoeuil und Martinville sind nur einige der klangvollsten Namen. Auf dieser Strecke kann man auch eine Reihe anderer Bauwerke besichtigen, die unter Denkmalschutz stehen: Haus und Garten Claude Monets in Giverny, die Abbaye de Martemer (Lisors) und das Dorf Lyon-la-Fôret. Es lohnt sich, einen Umweg zu machen, um diese Monuments historiques zu sehen. Die alte Provinzhauptstadt Rouen hat viele schön restaurierte Häuser und Plätze. Das Vieille Maison (1466) und der Place du Vieux-Marché, auf dem 1432 Jeanne d'Arc verbrannt wurde, sind die bekanntesten. Gute Museen und schöne Kirchen wie St. Ouen und St. Maclou machen Rouen zu einem attraktiven Reiseziel. In der Normandie wird die vielleicht beste Butter der Welt hergestellt, außerdem Sahne und ausgezeichnete Käsesorten wie der weltbekannte Camembert, Pont l'Evêque und Liverot. Meeresfrüchte gibt es in Hülle und Fülle, Sole Normande ist eine der größten Delikatessen der Welt. Es gibt Hummer aus Barfleur, Garnelen aus Cherbourg und Austern aus Dive-sur-Mur. Das Hinterland bietet weitere kulinarische Köstlichkeiten: Enten aus Rouen und Nantes, Lamm von den Salzwiesen in der Nähe von Mont-Saint-Michel, Sahne aus Isigny, Hühner- und Kalbfleisch aus dem Cotentin, Cidre und Calvados (Apfelbranntwein) aus dem Pays d'Auge Nord, Pas-de-Calais & Picardie Nordfrankreich unterteilt sich in die Departements Nord, Pas-de-Calais (franz. Flandern) und Somme, Oise und Aisne (Picardie). Amiens, die Landeshauptstadt der Picardie, hat eine schöne Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert, eine der größten Frankreichs. Das Chorgestühl ist von besonderer Schönheit. Beauvais ist für die gotische Kathedrale von St. Pierre berühmt (eine karolingische Kirche aus dem 9. Jahrhundert ist in den Gebäudekomplex miteinbezogen); wäre sie jemals fertiggestellt worden, wäre sie die größte gotische Kirche der Welt. Ihre Buntglasfenster aus dem 13. Jahrhundert sind eindrucksvoll. Compiège hat ein berühmtes Schloß, das der französischen Aristokratie ab dem 14. Jahrhundert als Landsitz diente. Die Stadt hat auch ein schönes Rathaus. Im Schloß von Chantilly befindet sich das Musée Condé. Elegante Barockgärten laden zum Spazierengehen ein, und ein Pferdestall aus dem 17. Jahrhundert kann besichtigt werden. Arras am Fluß Scarpe hat sich sein mittelalterliches Stadtbild weitgehend bewahrt. Viele der Häuser stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Die Abtei von St. Waast ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Hesdin und Montreuil mit seinen Stadtmauern und seiner Zitadelle sind schöne alte Städte. Boulogne betritt man am besten über die Unterstadt, in der sich Schutzwällen aus dem 13. Jahrhundert befinden. Von hier eröffnet sich der Blick auf die Oberstadt. Die Burg neben der Basilika ist beeindruckend. Le Touquet ist ein reizvoller Badeort mit einem 10 km langen Sandstrand. Die Hafenstadt Calais war im Mittelalter von großer strategischer Bedeutung und ist heute für die Herstellung von Spitzen und Tüll bekannt. Das nahegelegene Dorf Sangatte hat jüngst als französischer Endpunkt des Kanaltunnels Berühmtheit erlangt. Bier findet hier auch in der Küche Verwendung, besonders in Suppen und Ragouts. Wildkaninchen kocht man mit Backpflaumen und Trauben. Der Hochepot ist ein flämischer Eintopf, der alle Zutaten enthält, die man sich nur denken kann. Fischgerichte stehen häufig auf der Speisekarte, Matelotes aus Seeaal oder Caudiere (Fischsuppe). Beliebt sind die Coques, Herzmuscheln, die scherzhaft als »Austern des armen Mannes« bezeichnet werden. Der Marolles-Käse der Picardie wird aus Vollmilch gemacht, gesalzen und meist mit einem Schluck Bier heruntergespült. Trotz des winzigen Küstenstreifens gibt es in Flandern viele Heringsgerichte - Croquelts oder Bouffis sind leicht gesalzen und geräuchert. Harengs Salés und Harengs Fumés, die von den Einheimischen Gendarmes genannt werden, sind sehr beliebt. Champagne & Ardennen Die Champagne mit ihren kalkhaltigen Böden und ihrer sanften Hügellandschaft hätte wohl nie Berühmtheit erlangt, wäre da nicht der Zufall zu Hilfe gekommen. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entdeckte ein blinder Mönch, der sich in den Weinkellern der Abtei in Hautviliers um den mittelmäßigen Wein kümmerte, daß sich Kork wunderbar dazu eignete, die Weinflaschen zu verschließen. Die Reifung des Weines wurde dadurch begünstigt, daß nun keine Luft mehr an das Gebräu dringen konnte. Das Kohlendioxid konnte aber auch nicht mehr entweichen, und als er den Korken nach der ersten Gärung herauszog, knallte und schäumte es... »Ich trinke die Sterne«, soll der Mönch gemurmelt haben, als er den ersten Schluck Champagner trank. Der Nordosten besteht aus den Departements Ardennes, Marne, Aube und Haute-Marne. Die Ardennen wurden einstmals »Waldland« genannt. In den längst verschwundenen Wäldern jagte einst Karl der Große Rotwild, Wildschweine, Fasane und Rebhühner. Die Gegend hat drei Hauptwasserwege: die Seine, die Marne und die Aube. Das Marnetal zwischen Ferté-sous-Jouarre und Epernay ist eines der hübschesten Täler Frankreichs. Weingärten und Obstbäume bedecken die Hänge, und Getreide- und Sonnenblumenfelder wiegen sich in den Tälern. Im Jahre 496 wurde Chlodwig, der erste König Frankreichs, in der Kathedrale zu Reims getauft. Für die nachfolgenden Könige von Ludwig VII. bis Karl X. war es eine Selbstverständlichkeit und eine Ehre, sich dort krönen zu lassen, wo die Geschichte Frankreichs begann. Im Lauf der Jahrhunderte wurden Reims und seine Kathedrale mehrmals zerstört und wiederaufgebaut. Die im romanischen und gotischen Stil erbaute Kirche St. Rémi ist sogar noch älter als die Kathedrale. Unter der Stadt wird Champagner gelagert. Epernay ist die eigentliche Hauptstadt des Champagners. Hier in den unterirdischen Kalksteinhöhlen, die sich über insgesamt 115 km hinziehen, lagert der Wein mindestens drei Jahre lang. Die Champagnerherstellung ist eine langwierige, komplizierte Angelegenheit; eine der wichtigsten Aufgaben ist die Mischung der besten Jahrgänge. Neben dem weltbekannten Champagner gibt es den ausgezeichneten Blanc de Blanc Champagne Nature, einen nichtschäumenden Weißwein mit leichtem Biß und vielen Eigenschaften des Champagners. Die klaren Formen des Turms (12. Jh.) der im gotischen Stil erbauten Kathedrale St. Etienne in Châlons-sur-Marne haben sich gut erhalten. In der Nähe liegt die Kleinstadt St. Ménéhould. Durch eine Episode aus der Zeit der französischen Revolution ging sie in die Geschichte ein: 1791 floh König Ludwig XVI. mit seiner Familie aus Paris, er wurde allerdings vom Postmeister des Ortes erkannt und verraten. Die Bauwerke und Herrenhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert und seine Kirchen machen einen Besuch in Langres lohnenswert. Troyes, die alte Provinzhauptstadt der Region, hat ein gut erhaltenes Stadtzentrum mit einer gotischen Kathedrale, unzähligen Kirchen und Häusern aus dem 15. Jahrhundert und ein Straßennetz, das wie ein Champagnerkorken geformt ist. Im alten Bischofspalast ist das Musée d'Art Moderne untergebracht, eine Privatsammlung moderner Gemälde. Hier sind u. a. Werke von Bonnard, Degas und Gauguin ausgestellt. Im Champagne-Ardennen-Gebiet gibt es zahlreiche schöne Seen, der größte ist der Lac du Der-Chantcoq. Der Fôret d'Orient ist ein bekanntes Vogelschutzgebiet. In Châlons-sur-Marne serviert man in Champagner gegartes Huhn. Champagner macht sich auch gut in den Soßen der örtlichen Forellengerichte; Nieren und Hecht werden ebenfalls in diesem exklusiven Getränk geschmort. Das erste Euro-Disneyland liegt in der Region Marne-le-Vallée. Das 32 km von Paris gelegene Gelände ist 1942 ha groß (20% der Fläche von Paris) und umfaßt Hotels, Restaurants, einen Zeltplatz, Geschäfte, einen Golfplatz und natürlich als Hauptattraktion den Euro-Disneyland-Freizeitpark. Nach amerikanischem Vorbild kann man hier alle Disneyfiguren antreffen und darüber hinaus einige speziell auf den europäischen Geschmack zugeschnittene Attraktionen. Lothringen, Vogesen & Elsaß Diese Region besteht aus den zwei historischen Provinzen Alsace (Elsaß) und Lorraine (Lothringen), die in sechs Departements aufgeteilt sind: Vosges, Meurthe-et-Moselle, Meuse, Moselle, Bas-Rhin und das Belfort-Gebiet. In den vergangenen Jahrhunderten wechselten Elsaß und Lothringen im Zuge der wiederholten militärischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich mehrmals ihre Landeszugehörigkeit. Die großen Städte der Region sind Strasbourg (Straßburg), Metz, Nancy und Colmar. Straßburg, bei weitem die größte und wichtigste Stadt, war über Jahrhunderte hinweg genau das, was ihr Name besagt: eine Stadt an einer Straße, in diesem Fall an der Ost-West-Handelsstraße bzw. der Nord-Süd-Schiffahrtsroute. Heute ist die Stadt Sitz des Europaparlaments. Straßburg hat eine Vielzahl historischer Bauwerke und eine wundervolle Kathedrale, das bekannte Münster. Die gallo-römische Stadt Metz war ein wichtiger Handelsknotenpunkt, bevorzugt durch ihre günstige strategische Lage, die eine Verteidigung leicht machte. Bemerkenswert sind die noch erhaltenen Reste mittelalterlicher Wälle, schöne Gewölbe und einige imposante öffentliche Gebäude; der Stolz der Stadt ist jedoch die Kathedrale St. Etienne. Nancys Schmuckstück ist der herrlich angelegte Stanislas-Platz, der von eleganten, schmiedeeisernen Zäunen umgeben ist. Im ausgezeichneten Stadtmuseum kann man die Geschichte Lothringens verfolgen. Bei einem Besuch Colmars fühlt man sich in das Mittelalter zurückversetzt. Colmar ist eine der schönsten Städte des Elsaß und Zentrum der elsässischen Weinregion. Rechts und links der engen, verwinkelten Straßen mit Kopfsteinpflaster stehen sorgfältig restaurierte Fachwerkhäuser. Das frühere Dominikanerinnenkloster von Unterlinden aus dem 13. Jahrhundert ist heute ein Museum und beherbergt einige wichtige Kunstwerke des 15. und 16. Jahrhunderts. Rhein- und Kanal-Rundfahrten werden im Sommer mehrmals täglich angeboten. Bei gutem Wetter kann man Besichtigungsflüge mit Hubschraubern oder Heißluftballons unternehmen. Nostalgische Dampfloks machen regelmäßig Rundfahrten, unter anderem nach Rosheim/Ottrat (an der Weinstraße). Die Strecke zwischen Cernay und Soultz führt am Canal d'Alsace entlang. In Wimmenau wird Glas- und Holzmalerei betrieben. Die Werkstätten und Läden der Töpferei in Betschdorf sind für den Publikumsverkehr geöffnet. Belfort überragt die Belfort-Schlucht, das Tor nach Burgund, zwischen den Vogesen und dem Juragebirge. Seine Lage an den Verkehrswegen nach Deutschland und der Schweiz machte es im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 berühmt, als es einer 108 Tage währenden Belagerung widerstand. Der riesige, steinerne Löwe von Belfort erinnert an dieses Ereignis. Er wurde von Bertholdi geschaffen, dem Erbauer der New Yorker Freiheitsstatue. Die französische Weinstraße verläuft zwischen dem Rhein und den waldreichen Ausläufern der Vogesen. Die friedliche Landschaft der weiten Ebene ist voller Weingüter und Obstgärten. Der Weinbau im Elsaß hat eine lange Geschichte, Wein wurde bereits vor der Zeit der römischen Besatzung angebaut. Die Herkunft der Reben ist ungeklärt, im Gegensatz zu anderen französischen Weinsorten ist die Rebsorte selbst hier wichtiger und bestimmender für den Geschmack des Weines als die Beschaffenheit des Bodens oder Kelterei und Lagerung. Aus dem Elsaß kommen fast ausschließlich Weißweine mit fruchtigem und trockenem Geschmack, der ausgezeichnet zur regionalen Küche paßt. Gutes Bier wird sowohl in Lothringen als auch im Elsaß gebraut. Contrexville und der Kurort Vittel sind bekannt für ihre Mineralwasserquellen, die schon von den Römern hochgeschätzt wurden. Eine der Spezialitäten des Elsaß ist Truite bleu, Forelle blau. Die herzhafte elsässische Küche ist eine Ausnahmeerscheinung innerhalb der französischen Gastronomie. Es wird mit Vorliebe scharf gewürzt. Der Münster ist ein würziger Käse mit Kümmel. Die leckeren lothringischen und elsässischen Kuchen werden mit saftigen einheimischen Früchten gemacht: Mirabellen, Kirschen, Birnen usw. Aus diesen Früchten werden auch die weltbekannten Eaux-de-Vie hergestellt, hochprozentige, klare Liköre, die man nach einer gehaltvollen Mahlzeit zur besseren Verdauung trinkt. Lothringen ist für die Quiche Lorraine berühmt, die hier in ihrer ursprünglichen Art mit Sahne, Eiern und Speck zubereitet wird. Nancys Spezialität ist eine Blutwurst, die sich Boudin nennt.´ Burgund & Franche-Comté Auvergne
& Limousin Das Loiretal Aquitanien & Poitou-Charentes Dieses von der Sonne verwöhnte Gebiet im Südwesten mit seiner frischen atlantischen Seeluft umfaßt die Departements Deux-Sèvres, Vienne, Charente-Maritime, Charente, Gironde, Dordogne, Lot-et-Garonne, Landes und schließlich die an der Grenze zu Spanien gelegene Region Pyrénées-Atlantiques. An der Küste laden Strände auf einer Länge von insgesamt 270 km zum Baden ein. Der etwa 30 km lange Küstenstreifen zwischen Hossegor und Hendaye im französischen Baskenland ist eines der besten Gebiete in Europa für Wellenreiter. Die nördlich von Bordeaux gelegene Guyenne-Region wird manchmal »Westzentrum« genannt, als ob es sich um ein einheitliches homogenes Gebiet handelte. Die Vielfalt der Landschaft ist groß, und in bezug auf die Bevölkerung kann man von einem wahren Völkergemisch sprechen. Kelten, Iberer, Holländer und Angelsachsen, um nur einige zu nennen, fanden hier eine Heimat. Die sprachliche Grenze zwischen der Langue d'oie und der Langue d'oc verläuft zwischen Poitiers (der früheren Hauptstadt des Herzogtums Aquitanien) und Limoges. Der heute in dieser Gegend gesprochene Dialekt hat seine Wurzeln in beiden Langues. Biarritz und Bayonne sind Urlaubsorte an der aquitanisch-baskischen Küste nahe der spanischen Grenze. Schon seit dem 19. Jahrhundert, als Biarritz bei der europäischen Aristokratie »en vogue« war, ist die Stadt als weltoffener Badekurort bekannt. Es gibt einige windgeschützte Strände und ein Spielkasino. Weiter im Landesinneren, einige Kilometer von Biarritz entfernt, liegt Bayonne, eine typisch baskische Stadt. Eine Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert und zwei Museen - eines davon ist der baskischen Kultur gewidmet - machen die Hauptsehenswürdigkeiten aus. Bordeaux liegt an der Garonne, etwas oberhalb des Dordogne-Zuflusses. Das Gironde-Delta an der Mündung der beiden Flüsse bildet einen natürlichen, geschützten Binnenhafen, der von Weinbergen umgeben ist, so weit das Auge reicht. Als wohlhabende Stadt, bekannt für ihre großen Weine, ist Bordeaux eine der gastronomischen Hochburgen Frankreichs. Von der Brücke, die mit ihren 17 Bögen das Hafenpanorama bestimmt, hat man eine wundervolle Aussicht auf die Stadt. Die flächenmäßig zweitgrößte Stadt Frankreichs wurde von Victor Hugo folgendermaßen beschrieben: »Nimm Versailles, denk Dir Antwerpen dazu, und Du hast Bordeaux«. Die herrliche geographische Lage und die unübertrefflichen Weinberge der Stadt strafen Hugos Vereinfachung Lügen. Bordeaux ist das Wirtschafts- und Kulturzentrum des gesamten Südwestens. Landeinwärts liegt Landes, ein Marschland, auf dem Krüppelkiefern wachsen. Die Schafhirten bewegen sich auf Stelzen in den Marschen fort. Ein zwischen den Flüssen Adour und Garonne gelegenes Hügelland bildet das Binnenland der Gascogne, das zunächst unter dem Namen Aquitania Propia, in späteren Zeiten als Novem Populania bekannt war. Die Vasconen oder Basken leben schon seit vorgeschichtlicher Zeit in dieser Gegend und südlich der Pyrenäen. Im Süden hat die baskische Sprache bis heute überlebt, der nördliche Teil der Region wurde Vasconia und später Gascogne genannt. Cyrano de Bergerac, d'Artagnan aus Dumas' Roman »Die drei Musketiere« und Heinrich IV. haben die Gascogne in der französischen Literatur verewigt. Im Zentrum der Gascogne liegt die alte Grafschaft Armagnac, der die Welt die ausgezeichneten Branntweine gleichen Namens verdankt. Der unterschiedliche Geschmack ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen - auf die verwendete Rebsorte, den Boden, das Klima, die Destillationsmethode und das Holz der Fässer, in denen der Reifungsprozeß stattfindet. In der Dordogne (wie auch im benachbarten Lot) hat der Cromagnon-Mensch, der in vorgeschichtlicher Zeit lebte, seine Spuren hinterlassen. Die Dordogne, die eine starke Strömung hat, ist einer der schönsten Flüsse Frankreichs. An ihren Ufern stehen alte Burgen und noch heute von Mauern umgebene Städte. In Montignac kann man eine maßstabsgetreue Reproduktion der einzigartigen Höhlenmalereien von Lascaux bewundern, das einige Kilometer entfernt liegt. Die Höhlen selbst mußten für Besucher gesperrt werden, da die Luftfeuchtigkeit zu hoch war und die zusätzliche Belastung durch Zehntausende von Besuchern die 16.000 Jahre alten Meisterwerke zu zerstören drohte. Ein sehr interessantes Museum und ein Zoo mit vorgeschichtlichen Artefakten und Tieren wurde in le Thot eröffnet, wenige Kilometer von Agen entfernt. Herrliche Wälder und eine attraktive Küste mit Austernbänken machen Poitou-Charentes zu einem interessanten Urlaubsgebiet. Charente-Maritime ist als »Jade-Küste« bekannt, La Rochelle liegt im Norden dieser Gegend, Royan im Süden ist ein moderner Ferienort mit einem 12 km langen Sandstrand. Das Zentrum des Departements von Charente ist eine Kleinstadt, deren Name auf der ganzen Welt bekannt ist. Sie ist von Weinbergen umgeben und in eine sanfte Hügellandschaft eingebettet. In diesem 60.000 ha großen Gebiet wird der einzige Weinbrand produziert, der den Namen Cognac tragen darf. Der Name ist gesetzlich geschützt, und nur Branntwein, der aus den sieben offiziell anerkannten, regional angebauten Traubensorten hergestellt wurde, darf sich Cognac nennen. Das nahegelegene Château Valois war der Geburtsort von König Franz I. Der alte Hafen von La Rochelle, Ausgangspunkt vieler Entdeckungsreisen in die »Neue Welt«, ist heute ein beliebter Urlaubsort und Segelhafen. Vor der Küste liegen die beiden durch Brücken mit dem Festland verbundenen Inseln Oléron und Ré. Languedoc-Roussillon Die Gebiete Languedoc und Roussillon umfassen die fünf Departements Aude, Gard, Hérault, Lozère und Pyrénées-Orientales. Die Region gehört seit dem 13. Jahrhundert zu Frankreich. Der Name Languedoc kommt von Lang d'oc, d. h. Sprache, in der das Wort für »ja« oc ist (im Gegensatz zu Langue d'oi: Sprache, in der oui »ja« bedeutet). Diese alte Sprache wird noch heute im Süden Frankreichs gesprochen. An der Mittelmeerküste zwischen Perpignan (der alten Hauptstadt des Königreiches Mallorca) und Montpellier liegt heute eines der größten Ferienzentren Europas mit modernen Hotelkomplexen, das unter anderem die Urlaubsorte von La Grande Motte, Port Leucate und Port Bacarès umfaßt. In der Region Languedoc-Roussillon wird mehr Wein produziert als irgendwo sonst in der Welt. Die Weinberge beginnen in der Umgebung von Narbonne und ziehen sich von Béziers (dem Zentrum des Weinhandels der Region) bis nach Montpellier hin. Es wird Rot-, Weiß- und Roséwein gekeltert. Der Hafen von Montpellier spielte früher eine wichtige Rolle im internationalen Gewürzhandel. Die Universitätsstadt mit ihren fünf ausgezeichneten Museen und eindrucksvoller Architektur aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist Zentrum des geistigen und intellektuellen Lebens dieser sonnenreichen Region. Die römischen und gallischen Ruinen sind sehenswert; das Maison Carré, der Tempel der Diana und die römische Arena in Nîmes, dem Rom Galliens, gehören zu den herausragendsten Beispielen griechisch-römischer Baukunst. Eines der größten architektonischen Meisterwerke ist die 2000 Jahre alte Pont de Gard. Aigues-Mortes hat sich sein mittelalterliches Stadtbild bewahrt, und St. Louis und seine Kreuzritter, die von hier aus gen Osten aufbrachen, würden sich auch heute noch ohne Schwierigkeiten zurechtfinden. Carcassonne, das von einer mit Zinnen versehenen Stadtmauer umschlossen ist, und die Türme von Uzès sind äußerst interessant. Der Canal du Midi verbindet den Atlantik mit dem Mittelmeer. Auf diesem ruhigen Wasserweg, auf dem es kaum noch gewerblichen Schiffsverkehr gibt, können Besucher gemächlich auf Motorbooten entlangtuckern. Er führt durch das verschlafene Dorf Castelnaudary, das für sein Cassoulet bekannt ist, vorbei an der Zitadelle von Carcassonne nach Montpellier. Rhône, Savoyen & Dauphiné Midi-Pyrénées Côte d'Azur & Provence Die Côte d'Azur, die französische Riviera, liegt im Departement Alpes-Maritimes. Sie zieht sich von der italienischen Grenze an der Küste entlang bis über Cannes hinaus und reicht mehr als 50 km nördlich in das Gebiet der Alpen hinein. An der französischen Mittelmeerküste werden im Juli und August mehr Feriengäste als in irgendeinem anderen Teil des Landes gezählt. Die bekanntesten Badeorte der Region sind zweifellos Cannes und Nizza; die gesamte Gegend gilt zu Recht als eines der schönsten Urlaubsgebiete der Welt. Die Kombination von Palmen, blauem Meer, wunderschönen Stränden, bezaubernden Städten und Dörfern mit eleganten Gebäuden vor dem Hintergrund der hohen Berge begeistert Reisende schon seit dem 18. Jahrhundert. Cannes wurde von dem englischen Lord Brougham im 19. Jahrhundert als Urlaubsort entdeckt (er wollte eigentlich nach Nizza, dort war jedoch die Pest ausgebrochen). Nizza (Nice), die große Küstenmetropole, ist blühendes Geschäftszentrum und ganzjähriger Urlaubsort zugleich. Der jährliche Karneval und Rosenmontagsumzug soll auf das Jahr 350 v. Chr. zurückgehen. Weitere Urlaubsorte an der Küste sind: Napoule Plage, klein, exklusiv, mit mehreren Sandstränden, einem Jachthafen und hervorragender Aussicht auf die grünen Hügel der Maure-Berge; Golfe-Juan, ein beliebter Ferienort mit exklusiven Villen und Hotels; Juan-les-Pins mit schönem Hafen, Stränden und Pinienwäldern auf den umliegenden Hügeln, die Schutz vor dem Wind bieten; Antibes und Cap d'Antibes sind sehr beliebt, aber teuer; Villefranche-sur-Mer, dessen Tiefseehafen schon seit Jahrhunderten von Jachten, Segelbooten und Flotten genutzt wird; St. Jean-Cap-Ferrat ist exklusiv und teuer, große Privatvillen und in Strandnähe gelegene Familiensitze bestimmen das Bild; Beaulieu ist ebenfalls ein schöner Urlaubsort, der jedoch weit weniger exklusiv ist; und Menton (in der Nähe von Monaco) ist ein ehemaliges Fischerdorf und Zitrusfrüchte-Anbaugebiet. Es gibt ausgezeichnete Museen, historische Stätten und Baudenkmäler des Altertums und der Neuzeit, außerdem Hügel, Berge, Seen, Flüsse, Schluchten und hochalpine Pisten. Die Maeght Foundation, in Paul-de-Vence, ist eines der besten Museen der Welt. Die Sammlungen der Werke Picassos, Braques und Légers sind in eigenen Museen untergebracht. Südwestlich von Cannes liegen: St. Tropez - oft überlaufen, schlecht zu erreichen, aber immer noch »in«; Port Grimaud, einer der ersten, im traditionellen Stil der hiesigen Fischerdörfer eigens errichteten Urlaubsorte - existiert mittlerweile schon so lange, daß er beinahe authentisch aussieht; St. Maxime - schick und überlaufen mit schönen Stränden und einem Hafen; Fréjus und letzendlich St. Raphael, das schon zur Zeit der Römer beliebt war und heute ein gutbürgerlicher Ferienort ist. Das herrliche Wetter ist einer der größten Pluspunkte der Provence, die sich aus den Departements Hautes-Alpes, Alpes-de-Haute-Provence, Var, Vaucluse und Bouches-du-Rhône zusammensetzt. Das einzige unwirtliche Element ist der Mistral, ein kalter stürmischer Wind, der mitunter durch das Rhônetal fegt und mehrere Tage lang anhält. Die vielfältige Flora verleiht dem Land seine zinnfarbenen, bronzenen, dunkel- und hellgrünen Farbtupfer. Die Dachziegel werden aus der tiefroten Erde hergestellt, und selbst unter den sengenden Strahlen der Midi-Sonne verblaßt diese rote Pracht nicht. Architektur, Steine, Dachziegel und die majestätischen Platanen der Straßen und Plätze der Städte fügen sich zu einer harmonischen Gesamtkomposition zusammen, die das Auge erfreut. Griechen und Römer hinterließen eine Reihe bedeutender historischer Bauwerke - von Stadtmauern umgebene, auf Hügeln gebaute Städte, Triumphbögen, Kolosseen, Amphitheater, Arenen, Brücken und Aquädukte. Dem Christentum verdankt die Provence die Paläste der Päpste in Avignon, unzählige Kirchen und hunderte kleiner Kapellen, Wegkreuze oder Oratorien stehen am Wegesrand. Herrliche Kunstwerke christlichen Ursprungs findet man in der Provence überall: von Notre-Dame-des-Doms in Avignon bis zu Notre-Dame-du-Bourg in Digne im Zentrum der Voralpen. Die Pilger bauten wunderbare Kirchen mit schön geschwungenen Halbrundbögen, runden Rosettenfenstern und Christusstatuen. Viele Städte und Dörfer hatten Trutzburgen und Wachtürme als Schutz vor einfallenden Sarazenen, den Korsaren der Rhône, und anderen plündernden Horden. Hier entlang führte die Invasionsroute - von Norden durch das Land und im Süden vom Meer her. Tarascon, Beauclair, Villeneuve, Gourdon, Entrevaux, Sisteron und viele andere Ortschaften erbauten ihre Türme und Rückzugspunkte hoch über dem Fluß oder dem Meer. Marseille wurde von den Griechen gegründet (sie nannten es Massilia), und von hier aus kolonialisierten sie das Rhônetal. Heute ist Marseille Frankreichs bedeutendster Handelshafen, und der Charakter der Stadt ist von Industrie und Handel geprägt. Marseille ist dennoch einen Besuch wert; der alte Hafen, die auf einem Hügel erbaute Kirche Notre-Dame-de-la-Garde, viele gute Restaurants (Meeresfrüchte bestimmen die Speisekarte), mehrere Museen, Le Corbusiers Unité d'Habitation, das Hospice de la Vieille Charité und natürlich das Château d'If, eine der berüchtigsten Inselfestungen Frankreichs, sind interessante Sehenswürdigkeiten. Riesige Ölraffinerien und Depots stehen überall in den dünnbesiedelten Salzmarschen nördlich und südlich der Stadt. Fauna und Flora haben sich aber trotz der Umweltprobleme noch behaupten können. In den Marschen leben eine Reihe sehr seltener Vogelarten, wie Trappen und Ziegenmelker, die im übrigen Europa kaum vorkommen. Am anderen Ufer der Rhône liegt die marschige Camargue, die seit langem für Rinder- und Pferdezucht, Salzgewinnung durch Verdunstung von Meerwasser und neuerdings auch für Reisanbau bekannt ist. Die Rinderzüchter oder Cowboys benutzen Lanzen anstelle von Lassos. Riesige Schwärme verschiedener Wasservögel nisten hier in einem Vogelschutzgebiet, darunter Flamingos und schneeweiße Reiher. 123 v. Chr. errichtete der Konsul Sextias Calvinus ein Lager neben den warmen Quellen des unteren Rhônetals und nannte es Aquae Sextiae - hier entstand das heutige Aix-en-Provence. Die vielen Olivenbäume der Provence liefern die beliebten Oliven und das feine Olivenöl, einen Hauptbestandteil der hiesigen Küche. Knoblauch, manchmal auch »Trüffel der Provence« genannt, wird hier mehr als in den anderen Landesteilen verwendet. Tomaten sind eine weitere Hauptzutat vieler der leckeren Gerichte der Provence. Eine Spezialität der Camargue ist Estouffade de boeuf. Marseille ist bekannt für Pieds et paquet (»Füße und Paket«), Schafspansen gefüllt mit gepökeltem Schweinefleisch, der über Nacht in Weißwein mit Zwiebeln, Kartoffeln und Petersilie gekocht wird. Tripe à la Niçoise wird ähnlich zubereitet, hat aber doch einen individuellen Geschmack. Vielleicht das bekannteste und weitverbreitetste Gericht der Provence ist Tomates provençales, eine himmlische Zusammenstellung hiesiger Spezialitäten: gefüllte Tomaten mit Knoblauch und Petersilie in Olivenöl gebacken. Zucchinis oder Auberginen können auf die gleiche Weise zubereitet werden. Das berühmteste Gemüse-Ragout der Provence, das Ratatouille mit Paprikaschoten, Zucchinis, Auberginen und Tomaten, wird ebenfalls kräftig mit Knoblauch gewürzt und in Olivenöl gekocht. Mayonnaise mit Knoblauch wird Aioli genannt und dient als Beilage zu gekochtem Gemüse und/oder Fisch. Wachteln, Drosseln, Forellen und Flußkrebse wurden vor nicht allzulanger Zeit noch sehr häufig gegessen, aber die Bestände sind jetzt so reduziert, daß diese Gerichte kaum noch serviert werden. Gigot (Lammkeule) steht dagegen häufig auf der Speisekarte. Die berühmte Fischsuppe Bouillabaisse ist der Stolz der provenzalischen Küstenregion. Ähnlich wie beim Cassoulet des Languedoc gibt es unzählige Variationen und selbstverständlich ist jede die »einzig wahre«. Die Zutaten ändern sich kaum: Etwas mehr oder weniger Safran, die Zugabe oder das Weglassen einer bestimmten Fischsorte geben dem Gericht je nach Lokalität eine individuelle Note. Die Weine aus dem Lubéron gelten als die besten der Provence. Vier Regionen sind für ihre Roséweine bekannt: Cassis, Bandol, Bellet und la Palette in der Nähe von Aix; die anderen erwähnten Gebiete liegen an der Küste. Die Insel
Korsika besteht aus zwei Departements: Haute-Corse (Oberes Korsika) und Corse-du-Sud
(Südkorsika). Die 8720 qkm große Insel hat nur etwa 250.000 Einwohner. Sie gehört zu
den wenigen Gegenden Europas, die in der Urlaubssaison nicht mit Zelten und Wohnwagen
übersät sind. Sitten & Bräuche Familienstruktur Eine Ehe wird nur dann offiziell anerkannt, wenn sie standesamtlich geschlossen wird. Viele Paare lassen sich aber zusätzlich kirchlich trauen. Immer mehr Menschen leben in eheähnlichen Gemeinschaften ohne Trauschein zusammen. Innerhalb der Familien ist das Verhältnis zueinander sehr eng und von großer Loyalität geprägt. Die durchschnittliche Familie hat höchstens zwei Kinder, und viele Kinder verlassen bald, nach Beendigung der Schule, ihr Elternhaus. Der Lebensstandard Frankreichs ist einer der höchsten in Europa. Während der letzten vierzig Jahre haben sich die Wohnverhältnisse deutlich verbessert: Über fünfzig Prozent der Bevölkerung besitzen ein Eigenheim. Umgangsformen In Frankreich ist es üblich, sich zur Begrüßung die Hand zu reichen. Unter Freunden wird Frauen oft ein Begrüßungskuss auf die Wange gegeben (von Männern und Frauen); oft wird dabei auch nur die Wange berührt. Die allgemein üblichen Begrüßungsformeln lauten Bonjour (Guten Tag) und Comment allez-vous? oder das weniger förmliche Ça va? (was beides so viel wie Wie geht es Ihnen/Dir? bedeutet). Die Abschiedsformel lautet Au revoir (Auf Wiedersehen) oder das lockerere A bientôt (Bis bald!). Unter Freunden und guten Kollegen nennt man sich beim Vornamen, ansonsten ist der Gebrauch von Titeln wichtig und üblich. Daneben zählen zur Anrede auch Monsieur (Herr), Madame (Frau) und Mademoiselle (Fräulein). Das örtliche Café ist das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens, viele Franzosen verbringen ihre Abende aber auch zu Hause. Ausgehen ist oft für das Wochenende reserviert. Unangekündigter Besuch ist in Frankreich eher die Ausnahme. Zu einer Verabredung mit fünfzehn bis zwanzig Minuten Verspätung zu kommen, stellt nichts Ungewöhnliches dar, doch noch später einzutreffen gilt als sehr unhöflich. Dem Gastgeber wird meistens eine Flasche Wein oder eine kleine Aufmerksamkeit überreicht. Französische Gastgeber fühlen sich dazu verpflichtet (und genießen dies auch), einen feierlichen Anlass zu organisieren und zu planen, indem sie z. B. eine Sitzordnung erstellen und die Konversation führen. Von den Gästen wird erwartet, dass sie dem Gastgeber eine gewisse Achtung entgegenbringen, und dass sie sich nicht zu sehr zu Hause fühlen, außer sie sind sehr enge Freunde. Es ist wichtig, das Essen und den Wein zu loben, da viele, gerade auf ersteres, sehr stolz sind. Freizeit Rugby und vor allem Fußball ziehen viele Zuschauer an; außerdem wird die alljährliche Tour de France mit Begeisterung verfolgt. Fast zwei Millionen Menschen sind Mitglieder in Fußballklubs, außerdem sind Fahrrad fahren, Fischen, Tennis, Wandern, Ski fahren und Segeln beliebte Freizeitbeschäftigungen. Auch die Jagd, Reiten und Golf sind populär. Besonders im Süden des Landes, dem Ursprungsgebiet dieses Spiels, wird oft Pétanque (oder Boule) gespielt. Bei Pferderennen schließt man gerne Wetten ab. Stierkämpfe finden in Südfrankreich, hauptsächlich im Languedoc-Roussillon und im Baskenland, statt. Im Sommer werden in ganz Frankreich Musikfestivals veranstaltet. Kulturelle Ereignisse wie Konzerte, Theater und die Oper erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Großzügige staatliche Subventionen haben zu einem Erblühen der Theaterlandschaft geführt. Das Kino ist noch immer sehr beliebt, und auch die vielen Museen werden stark frequentiert. In vielen Pariser Nachtlokalen und Diskotheken wird kein Eintrittsgeld erhoben, dafür sind die Getränke teuer. Oft ist ein Getränk (Consommation) im Eintrittsgeld enthalten. Nachtschwärmern stehen Nachtklubs und Nachtbars zur Verfügung. Bei den Fremdenverkehrsämtern sind kostenlose monatlich und jährlich erscheinende Veranstaltungskalender erhältlich. Broschüren und Führer mit Informationen über Aktivitäten, Stadtrundfahrten, Exkursionen und Ausstellungen in Paris sind ebenfalls erhältlich. Einige der besten sind Pariscope, 7 à Paris, L'Officiel des Spectacles und das englischsprachige Paris Passion. Außerhalb von Paris verbringen viele Franzosen die Abende in Restaurants und Bars, aber vor allem in den Urlaubsorten findet man auch Diskotheken. Auf dem Land finden im Sommer an den Wochenenden häufig Festivals statt. Es gibt über 130 Kasinos in Frankreich. Besonders zu empfehlen sind Spitze, Kristall, Käse, Kaffee, Wein, Spirituosen und Liköre. Arques, die Heimat des Cristal d'Arques, liegt zwischen St. Omer und Calais. Lille, die größte Stadt in Französisch-Flandern, ist für ihre Textilien und feine Spitze bekannt. In vielen Städten ist samstags Markttag, i. allg. für Obst und Gemüse. Hypermarchés, riesige Supermärkte, in denen man von Eßwaren, Kleidung und Hi-Fi-Geräten bis hin zu Möbeln alles kaufen kann, werden immer beliebter. Sie liegen meistens am Stadtrand und haben einen eigenen Parkplatz. Öffnungszeiten der Geschäfte: Kaufhäuser: Mo-Sa 09.00-18.30 Uhr, Lebensmittelläden: 07.00-18.30/19.30 Uhr. Manche Geschäfte, besonders Bäckereien, öffnen auch am Sonntagmorgen, dafür bleiben sie gewöhnlich montags geschlossen. Die meisten Geschäfte schließen zwischen 12.00 und 14.30 Uhr. Einige Geschäfte sind montags ganztägig oder nachmittags geschlossen. Hypermärkte sind in der Regel bis 21.00 oder 22.00 Uhr geöffnet. Tennis wird fast überall gespielt, die Platzmieten sind aber mitunter teuer. Reiten ist sehr beliebt. Golf gewinnt an Popularität, es gibt einige Golfplätze, besonders im Süden. Pferderennen, Fußball und Rugby sind die Publikumsmagneten. Segeln und Bootfahren sind im Ärmelkanal, der Bucht von Biskaya, an der Riviera und auf größeren Flüssen (Loire, Rhône und Saône) möglich. Boote können an der Rhône, am Canal du Midi und am Burgund-Kanal, Jachten vor allem im Süden des Landes gemietet werden. Mehrere tausend Kilometer gut markierter Wanderwege stehen zur Verfügung. Diese Sentiers de Grande Randonnée sind in Wanderkarten eingezeichnet. Wintersport: In den französischen Alpen liegen einige der weltbesten Skiorte. Sie bieten über 480 km Piste, über 150 Skilifte, unzählige Skischulen und alles, was sonst noch dazugehört. Pauschalreisen gibt es in alle größeren Orte. Die Saison dauert von Anfang Dezember bis Ende April. Die Hochsaison ist von Februar bis März, mit höheren Preisen muß gerechnet werden.
12-15% Bedienungsgeld ist in Rechnungen von Hotels, Restaurants und Bars enthalten, es ist aber üblich, ein paar Münzen auf dem Tisch zu lassen. Platzanweiser, Gepäckträger, Hotelpagen, Garderoben- und Toilettenpersonal, Friseure und Kosmetikerinnen erhalten Trinkgeld. Taxifahrer erwarten 10-15% der Fahrtkosten als Trinkgeld.
Es gibt zahlreiche Hotels mit angeschlossenem
Restaurant; Einzelzimmer sind nicht sehr verbreitet. In der Regel wird in Doppelzimmern
gegen einen Aufpreis von 30% ein zusätzliches Bett aufgestellt, bei Kindern unter 12
Jahren verlangen die großen Hotelketten keinen Aufpreis. Bei einem Aufenthalt von mehr
als drei Tagen wird den Gästen meist Vollpension angeboten. Halbpension (Demi-pension)
bekommt man normalerweise in der Vor- und Nachsaison. Logis de France sind kleine
oder mittelgroße Hotels, oft Familienbetriebe, die preiswerte, gute und komfortable
Unterkunft anbieten. Alle haben ein eigenes Restaurant. Ihre Adressen findet man in einem
von der Logis de France herausgegebenen Hotelführer, aus dem die jeweilige
Ausstattung und die Extras ersichtlich sind. Relais-Châteaux sind zu Hotels
umgebaute Schlösser. Auskünfte erteilt auch der Hotelverband: Union des Métiers et
des Industries Hôtelières, 22 Rue d'Anjou, F-75008 Paris. Tel: (01) 44 94 19 94.
Telefax: (01) 42 65 16 21. (E-Mail: fnih@imaginet.fr) Kategorien: Hôtels de Tourisme und Motels de Tourisme sind je nach Standard in 5 Kategorien eingeteilt. Die Einteilung bzw. die Vergabe der Sterne erfolgt anhand von gesetzlichen Vorschriften und wird von den Präfekturen der Departements überprüft. Es gibt folgende Kategorien: 4 Sterne L: Gehobene Luxusklasse. 4 Sterne: Luxusklasse. 3 Sterne: Erste Klasse. 2 Sterne: Touristenhotel. 1 Stern: Preiswert. Auch die Hotels der Logis de France werden
regelmäßig auf ihren Standard überprüft. Villen und Häuser können direkt vor Ort gemietet
werden, es muß nicht unbedingt im voraus gebucht werden. Das örtliche Fremdenverkehrsamt
ist gern bei der Auswahl behilflich. FLUGZEUG: Die nationale Fluggesellschaft Air France (AF) (Internet: http://www.airfrance.de), aber auch Air Liberté, AOM und andere regionale Fluglinien bieten Verbindungen in alle Teile des Landes. Die meisten Fluggesellschaften bieten auf ihren Inlandsflügen Spezialtarife für junge Leute, Paare und Familien. Darüberhinaus gibt es regelmäßig diverse Sonderangebote. Anmerkung: 1968 tauschten die französische und die
schweizerische Regierung beim Flughafen Genf/Genève (GVA) kleine Landstriche aus,
um auf ursprünglich schweizerischem Boden einen französischen Sektor zu schaffen. Flüge
zwischen französischen Flughäfen und dem französischen Sektor gelten als Inlandflüge.
Von dort können Passagiere nach ihrer Ankunft ohne Paßkontrolle mit Auto, Bus oder Zug
zu französischen Destinationen weiterreisen; es ist auch kein Visum für die Schweiz
erforderlich. Blau (Außerhalb der Stoßzeiten): In der Regel Mo 10.00 Uhr - Fr 12.00 Uhr bzw. Sa 24.00 Uhr - So 15.00 Uhr. Weiß (Standard): In der Regel Fr 12.00 Uhr - Sa 24.00 Uhr und So 15.00 Uhr - Mo 10.00 Uhr und an einigen Feiertagen. Rot (Hauptreisezeiten): Betrifft etwa 20 Tage im
Jahr, an denen alle Ermäßigungen entfallen. Vorfahrtsregelungen: Generell rechts vor links.
Besonders in Ortschaften muß von rechts kommenden Fahrzeugen Vorfahrt gewährt werden. Im
Kreisverkehr gilt diese Priorité-Regelung oft nicht. Das Schild mit der Aufschrift
»Vous n'avez pas la priorité« signalisiert allen Fahrern, daß die Fahrzeuge im
Kreisverkehr Vorfahrt haben. Die sogenannte Passage protégé gewährt Fahrzeugen
auf allen größeren Straßen außerhalb von Ortschaften Vorfahrt. Sie sind in der Regel
mit einem »X« auf dreieckigem Untergrund beschildert. Darunter steht Passage
protégé. Alles, was man über das Autofahren in Frankreich wissen sollte, ist in der
Broschüre »Bienvenue en France par l'Autoroute« nachzulesen, die vom Maison de la
France erhältlich ist. Linie A: St. Germain-en-Laye nach Boissy-St. Leger oder Marne-la-Vallée; Linie B: Remy-les-Chevreuses nach Roissy über Châtelet-les-Halles und den Gare du Nord; Linie C: Gare d'Austerlitz nach Versailles. Für diese Linien gilt eine Zonenregelung. Die
Fahrpreise richten sich nach Fahrzeit bzw. Entfernung. Eine Ausnahme bildet das
Stadtgebiet, für das, wie bei der Métro, ein Einheitstarif gilt. Vorortzüge der SNCF
ergänzen das Angebot des Pariser Nahrverkehrsnetzes. Seit dem 15. Juni 2007 müssen Reisende gemäß dem neuen § 12 a Absatz 1 Zollverwaltungsgesetz /ZollVG) mitgeführte Barmittel (Bargeld, Reiseschecks, Zahlungsanweisungen, Solawechsel, Aktien, Schuldverschreibungen und fällige Zinsscheine/Kupons) ab 10.000 Euro bzw. bei anderen Währungen die entsprechenden Gegenwerte bei der Einreise in die EU oder der Ausreise aus der EU bei der zuständigen nationalen Behörde, in der Regel bei den Zollbehörden, schriftlich von sich aus anmelden. Bei Reisen innerhalb der EU sind mitgeführtes Bargeld und gleichgestellte Zahlungsmittel ab 10.000 Euro oder bei anderen Währungen die entsprechenden Gegenwerte mündlich auf Aufforderung anzuzeigen. Werden Verstöße gegen die Anmeldepflicht durch Nicht- oder Falschanmeldung festgestellt, drohen Geldbußen bis zu 1 Million Euro. Für weitergehende Fragen können sich Reisende an folgende Behörde wenden: Zollinfocenter |
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