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Geographische Lage: 5º W - 8º O / 42º N - 51º N Geographie: Das kontinentale Frankreich wird im Norden durch den Ärmelkanal begrenzt, der es von Großbritannien trennt und dessen Küste ein stark zerklüftetes Relief aufweist (mit der Seine-Bucht und dem Golf von Saint-Malo). Der westliche Teil Frankreichs grenzt an den Atlantik und besitzt eine unregelmäßig geformte Küste mit zahlreichen Sandstränden. Den Südosten begrenzt das Mittelmeer. Dort findet man am Golfe du Lion und der Cote de Provence unzählige Strände und kleine Buchten. Frankreichs Relief ist abwechslungsreich mit einer mittlerer Höhe von 342 m. Man unterscheidet zwei große Regionen: den Norden und Westen mit mehrheitlich flachen Landstrichen und den sehr gebirgigen Süden und Osten. Insgesamt sind jedoch in Frankreich nahezu alle Reliefformen des europäischen Kontinents vertreten. Die beiden großen Ebenen des Landes sind das im nördlichen Teil gelegene Pariser Becken und das Becken der Aquitaine zwischen Atlantik und Pyrenäen. In ihrem mittleren Teil sind diese beiden Ebenen flach, während sie in der Nähe der Gebirgsformationen in plateauförmige Zonen übergehen. Zwischen dieses beiden Becken liegen sehr alte, von der Erosion abgetragene Massive, die zur Familie der herzynischen Reliefs gehören: Das Massif Armoricain im Nordwesten und das Massif Central, dessen höchsten Punkt mit 1 885 m der Puy de Sancy bildet. Die beiden anderen französischen Gebirgsformationen herzynischen Ursprungs sind das von der Höhe her bescheidene Massiv der Ardennen, das sich zwischen Frankreich, Belgien und Luxemburg erstreckt, sowie die Vogesen in der Nähe zur deutschen Grenze, die parallel zum Rhein verlaufen. Wenngleich die Vogesen nicht höher als 1 500 m aufragen, findet man dort in den höchsten Lagen von Gletschern der Eiszeit geformte Talkessel und Seen. Die drei anderen Gebirgszüge sind das Ergebnis alpiner orogenetischer Prozesse: Jura, Alpen und Pyrenäen. Das Jura an der Schweizer Grenze kann wie eine Verlängerung des alpinen Systems betrachtet werden. Dort findet man Zonen mit Karstrelief, die auf einem Kalksockel durch die Einwirkung des Wasser geformt wurden. Die höchste Erhebungen des Jura betragen weniger als 2 000 m. Im Süden des Jura liegen die Alpen, deren äußerste westliche Spitze sich auf französischem Gebiet befindet und deren Höhe zwischen 1 500 m in den Voralpen und 4 807 m auf dem Mont Blanc, dem höchsten Punkt des Landes und des gesamten alpinen Systems, schwankt. Die Quartärvergletscherungen haben in diesen Gebirgen ebenfalls Spuren hinterlassen. Man findet dort zahlreiche vom Eis modellierte Formen wie Talkessel, Gletscherseen und breite Täler. An der französischen Grenze beschreiben die Alpen einen großen, nach Osten hin offenen Bogen, der als imposante natürliche Grenze mit der Schweiz im Norden und Italien im Süden dient. Die am südlichsten gelegenen Alpes Maritimes ragen mit ihren Gipfeln mehr als 3 000 m hoch auf und dies in nur 40 km Entfernung von der Küste. Die Pyrenäen, die sich wie eine Barriere zwischen Frankreich und Spanien schieben, erstrecken sich über 450 km von der Atlantik- bis zur Mittelmeerküste. Die französischen Pyrenäen bilden den Nordhang dieser Gebirgskette. Höchster Gipfel der Pyrenäen ist der Vignemale mit 3 228 m. Die höchsten Gipfel konzentrieren sich im mittleren Bereich. Der allmähliche Höhenverlust ist zum Atlantik stärker ausgeprägt als zum Mittelmeer hin. Trotz des noch jungen Alters dieser Gebirgskette sind die Gletscher der Pyrenäen kleiner, seltener und liegen in Gipfelnähe über 3 000 m. Das hydrografische Netz Frankreichs umfaßt vier große Flußbecken: das der Seine, der Loire und der Dordogne-Granonne, die in den Atlantik münden, und das der Rhone, deren Wasser sich in das Mittelmeer ergießt. Das nördlichste Becken des Landes ist das Seine-Becken. Die Seine entspringt in der Nähe von Dijon in nur 471 m Höhe und mündet in den Ärmelkanal, nachdem sie 776 km mit schwachem Niveauunterschied zurückgelegt hat. Mit ihren wichtigsten Nebenflüssen Marne, Oise, Aube, Yonne und Eure dräniert sie eine Fläche von nahezu 800 000 km2. Auf einer ihrer zahlreichen Inseln - der sogenannten Ile de la Cite, auf der sich die Kathedrale von Notre-Dame erhebt - entstand die Stadt Paris. Die Loire, mit 1 010 km längster Fluß des Landes, durchströmt vom Massif Central bis zum Atlantischen Ozean die Hälfte Frankreichs. Mit ihren Hauptnebenflüssen (Vienne, Indre, Cher, Allier und Mayenne) entwässert sie rund 115 000 km2 und weist eine sehr unregelmäßige Wasserführung auf, die häufig katastrophale Überschwemmungen auslöst. Am südlichsten gelegen ist das atlantische Becken; es wird gebildet von Dordogne und Garonne, zwei großen Wasserläufen, die zusammenfließen, um sich in die Gironde zu ergießen -eines der größten Mündungsdeltas Europas. Die Dordogne entspringt im Massif Central und legt 490 km zurück, die Garonne hat ihre Quelle in den spanischen Pyrenäen und legt eine Strecke von 650 km zurück. Das von diesen beiden Wasserläufen gebildete Becken entwässert rund 85 000 km2. Die Rhone, landesweit der Fluß mit der stärksten Wasserführung, ist wichtigste Sammelstelle des einzigen, an den Vogesen, am Juragebirge und an den Alpen entlang verlaufenden großen Beckens, das eine Wasser zum Mittelmeer schickt. Die Rhone legt 812 km zurück und bewässert eine Fläche von 980 000 km2. An ihrer Mündung bildet sie die Carmague, das größte Delta Frankreichs. Untereinander kommunizieren diese vier Becken durch ein Netz von 5 000 km schiffbaren Wasserwegen.
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