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Bildung: Schulpflicht von 7 bis 16 Jahren. 63% aller Schulabgänger streben ein Hochschulstudium an. 20 allgemeine Universitäten. Die Analphabetenrate tendiert gegen Null. Der Bildungsetat macht 13% der Staatsausgaben aus.

Kultur: Erst im 19. Jahrhundert löste sich das intellektuelle und kulturelle Leben Finnlands langsam von den schwedischen und russischen Einflüssen. Nach der 1917 erreichten Unabhängigkeit brachte das Land besonders in Literatur- und Architektur Künstler von Weltrang hervor.

Familienstruktur: Bei der Eheschließung haben beide Partner in Finnland das Recht, ihren ursprünglichen Familiennamen zu behalten oder den des Partners anzunehmen. Ihre Kinder können ebenfalls einen von beiden Nachnamen tragen. Die Familien in Finnland sind klein, ein oder zwei Kinder sind die Regel. Bei einer sinkenden Zahl von Arbeitsfähigen steht zu befürchten, dass immer weniger Erwerbstätige immer mehr Rentner unterstützen müssen. Deshalb versucht die finnische Regierung, die Geburtenraten zu steigern. Bei den Dienstleistungen während der Mutterschaft und bei der Kinderbetreuung gehört Finnland zu den großzügigsten Ländern der Welt. Frauen haben das Recht auf bis zu elf Monate bezahlten Mutterschaftsurlaub, und auch die Männer können daran partizipieren. Tagesstätten für Kinder sind in Finnland kostenlos; Mütter erhalten für jedes Kind bis zu dessen 17. Lebensjahr regelmäßig einen staatlichen Zuschuss. In Finnland sind beide Elternteile in der Regel berufstätig. Frauen machen 47,9 Prozent der Erwerbstätigen (1998) aus und haben mehr als ein Drittel der Parlamentssitze inne. Für die Finnen ist es selbstverständlich, dass auch die Männer sich an den Haushaltspflichten beteiligen. Finnland war 1906 das erste europäische Land, das den Frauen das Wahlrecht zugestand. Die meisten Familien besitzen ihr eigenes Haus, und viele haben zusätzlich ein Ferienhäuschen.

Umgangsformen: Bei der Begrüßung ist ein Händedruck üblich. Die in Finnland allgemein übliche Grußformel lautet Hyvää päivä (“Guten Morgen” oder “Guten Tag”) oder einfach Päivä. Ein weiterer Ausdruck für “Guten Morgen” ist Hyvää huomenta. Das zwanglose Ansprechen mit dem Vornamen ist heute weit verbreitet. Bei privaten Einladungen wird viel Wert auf Pünktlichkeit gelegt. Kleine Geschenke wie Blumen sind willkommen. Beliebt sind auch Einladungen in die hauseigene Sauna – eine originär finnische Erfindung.

Freizeit: Zu den bevorzugten Freizeitbeschäftigungen gehören Wandern, Angeln (auch Eisfischen), Jagen, Camping, Skifahren, Leichtathletik, Basketball, finnisches Baseball (Pesäpallo), Eishockey sowie Rad- und Bootfahren. Golf wird immer beliebter, und manche Finnen spielen sogar im Winter auf dem Eis.

Weltkulturerbe: Stadt Rauma (Holzhäuser); Festung Suomenlinna; Kirche von Petäjävesi; Sägemühlenkomplex von Verla; Friedhof von Sammallahdenmäki mit Grabstätten aus der Bronzezeit (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier)

Soziales

Öffentl. Gesundheitsausgaben (am BIP)(in %) 5,7
Öffentl. Ausgaben für Altersversorgung (am BIP)(in %) (2003) 9,0
Öffentl. Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP)(in%) 6,5
Med. Versorgung (Anz. Ärzte je 1000 Einw.) 2,6
Krankenhausbetten (je 1000 Einw.) 7,2
Säuglingssterblichkeit (je 1000 Geb.) 3
Muttersterblichkeit (je 100 000 Einw.) 6
HIV-Infektionsrate (in %) 0,1
Lebenserwartung Männer 76
Lebenserwartung Frauen 82
Zugang zu sauberem Trinkwasser (in %)
--> in städtischen Gebieten
--> in ländlichen Gebieten

100
100
Zugang zu sanitären Anlagen (in %)
--> in städtischen Gebieten
--> in ländlichen Gebieten

100
100
Frauenanteil an den Beschäftigten 47,8%

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