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2 Expeditionen des römischen Feldherrn Gaius Julius Cäsar brachten den Ureinwohnern der Inseln 55 v. Chr. ersten Kontakt mit der römischen Weltmacht, die sich durch eine Invasion 43 n. Chr. zunächst Südost-England, später auch Wales und das schottische Flachland bis zu dem zwischen 122 und 138 errichteten Hadrianswall unterwarf. Nach dem Rückzug Roms fielen nordwestgermanische Stämme, Angeln, Sachsen und Jüten über die Inseln her und gründeten kleine Königreiche, die sich im Laufe der Christianisierung zu größeren Herrschaftsgebieten zusammenschlossen. Im ständigen Kampf gegen Invasoren aus dem Norden, vor allem gegen Dänen und Wikinger, konnte sich ab 955 ein britisches Königreich durchsetzen, das seither mit nur einer Unterbrechung von 11 Jahren existierte. Sogar der Normannenherzog Wilhelm versprach bei seiner Krönung nach dem Sieg in der Schlacht von Hastings 1066, die Gesetze seiner Vorgänger auf dem britischen Thron zu beachten. Wilhelms Nachfolger unterwarfen sich die britischen Territorien England, Schottland, Wales und Nordirland und verwickelten sich in jahrhundertelangen Auseinandersetzungen mit dem Adel. Waren die Könige schwach, mußten sie solchen Gesetzen und Institutionen zustimmen, aus denen später die britische Demokratie hervorging. So unterzeichnete König Johann I. (Johann ohne Land) nach dem Verlust von Festlandsbesitzungen 1215 die Magna Charta, welche die Feudalrechte des Adels gegen Übergriffe des Königs schützte und später zum Grundstein britischen Verfassungsrechtes wurde. Um 1230 kam es zur Einrichtung eines Parlaments, in dem seit 1265 auch Abgesandte der Städte vertreten waren. Das späte Mittelalter brachte Pest und Hungerkatastrophen auf die britischen Inseln. Der Verfall der Königsmacht wurde beschleunigt durch den Hundertjährigen Krieg gegen Frankreich (1337 - 1453) und durch die Thronstreitigkeiten des Rosenkrieges (1455 - 1485) zwischen den Häusern Lancaster (rote Rose) und York (weiße Rose). Erwiesen sich die Könige dagegen als stark, wie etwa die Tudor-Monarchen Heinrich VIII. (1509 - 1547) und seine Tochter Elisabeth I. (1558 - 1603), legten sie den Grundstein für den Aufstieg des Königreiches zur Weltmacht. Weil der Papst ihm die Scheidung von seiner ersten Frau Katharina von Aragon verweigert hatte, sagte sich Heinrich VIII. 1534 endgültig von Rom los, gründete eine eigene Kirche, enteignete die Klöster und schuf so die Grundlagen für den Aufbau des modernen britischen Zentralstaates. Auf dem Kontinent konnte England zum ersten Mal seine Rolle als Balanceur eines Gleichgewichtes zwischen den vorherrschenden Mächten , in diesem Fall zwischen Frankreich und den spanischen Habsburgern, ausüben. Mehrere Versuche, die britischen Inseln zu rekatholisieren, scheiterten. Als Heinrichs Tochter Elisabeth 1588 die spanische Flotte schlagen konnte, begann Britanniens Aufstieg zur Weltmacht mit einer energischen Expansion des Welthandels. 1571 wurde die Londoner Börse errichtet, 1600 die East India Company gegründet. Dieser Aufstieg setzte sich auch unter Oliver Cromwell fort, der mit seinen Puritanern 1649 die Monarchie gestürzt und das Commonwealth of England gegründet hatte. Durch die Navigationsakte von 1651 sicherte er britischen Kaufleuten das Recht zum Handel mit den neuen Kolonien. Nach der Restauration der Monarchie konnte England ab 1714 auch unter den Königen aus dem Haus Hannover seine Stellung als Kolonialmacht ausbauen und profitierte dabei von den kriegerischen Auseinandersetzungen der europäischen Rivalen auf dem Festland. Sogar der Verlust von 13 Kolonien auf dem nordamerikanischen Festland, die 1776 ihre Unabhängigkeit erklärten, war nur ein vorübergehender Rückschlag. Mit 3 Siegen über Napoleon (1799 Abukir, 1805 Trafalgar, 1815 Waterloo) sicherte Großbritannien seine Stellung als wichtigste Weltmacht. Ein hundertjähriges Heraushalten aus den Konflikten des Kontinents (unterbrochen nur durch die Verwicklung in den Krimkrieg 1854 - 1856) erlaubte es dem Inselreich, sich nach der industriellen Revolution auch den Rang einer "Werkstatt der Welt" zu erobern. Britische Dampfschiffe transportierten britische Waren in alle Welt. Gleichzeitig verhinderten innenpolitische Reformen einen Aufstand des Industrieproletariats, das unter elenden Bedingungen leben mußte. Der 1. Weltkrieg beendete das Zeitalter des britischen Imperialismus, in dem Königin Viktoria (1837 - 1901) auch als Kaiserin von Indien geherrscht hatte. 1920 schuldete das Vereinigte Königreich den USA bereits 4 Milliarden Dollar, ein Jahr später mußte es der einstigen Kolonie das Recht eingestehen, sich eine Flotte zu halten, die genauso groß war wie die britische - 400 Jahre Dominanz auf den Weltmeeren ging zu Ende. Ähnlich wie im Jahrhundert zuvor versuchte Großbritannien nach der Weltwirtschaftskrise durch eine Politik der "internationalen Befriedung" günstige Bedingungen für internes Wirtschaftswachstum zu erreichen. Doch die Appeasement-Politik des Premiers Neville Chamberlain nährte nur die Aggressionslüste Hitlers. Nach dessen Angriff auf Polen am 01. September 1939 erklärte Großbritannien aufgrund einer Garantieerklärung für das angegriffene Land Deutschland 2 Tage später den Krieg. Aus dem 2. Weltkrieg ging Großbritannien siegreich, aber geschwächt hervor. Finanzpolitisch geriet es in die Abhängigkeit der USA. Mit der Unabhängigkeit der Kolonien Indien, Birma (Myanmar) und Ceylon (Sri Lanka) begann der Prozeß der Dekoloniasierung und mit der 1956 von den USA erzwungenen Aufgabe des Suez-Kanals, dem sichtbarsten Symbol des britischen Imperialismus, erlosch Großbritanniens Rolle als Weltmacht. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beantragte der konservative Premier Harold Macmillan 1961 die Aufnahme in die Gemeinschaft, die 2 Jahre später an einem Veto Frankreichs scheiterte. Erst Edward Heath gelang nach langen Verhandlungen 1972 der Beitritt zur EG. Doch schon unter seiner Nachfolgerin Margaret Thatcher, der ersten Frau als Ministerpräsident, begann eine Periode der Distanzierung vom Kontinent. Thatcher befürchtete, die EU entwickle sich zu einem neuen Superstaat, der vom wiedervereinigten Deutschland dominiert werden könnte. Als einzige der größeren europäischen Mächte beteiligte sich Großbritannien nicht an der Einführung der gemeinsamen europäischen Währung. Erst unter dem Labour-Premier Tony Blair wurde das Klima zwischen Königreich und Kontinent wieder freundlicher. Die Labour-Partei von Premierminister Tony Blair hat die Wahlen zum britischen Unterhaus am 05.05.2005 gewonnen. Ein historischer Sieg: Blair wurde als erster Sozialdemokrat zum dritten Mal als Premier gewählt. Seine Labour-Partei musste aber erhebliche Verluste hinnehmen. Sie gewann 36,2 Prozent der Stimmen (2001: 42 Prozent) und schickt nach den letzten Ergebnissen dank des britischen Mehrheitswahlrechts 355 Abgeordnete ins Parlament (2001: 400). Aus Protest gegen den Irak-Krieg wanderten viele Labour-Wähler zu den Liberaldemokraten ab, die die Invasion ablehnten. Premier Blair räumte ein, dass der Irak-Krieg das "Land geteilt" habe und sagte: "Wir müssen den Menschen zuhören und vernünftig antworten." Die konservativen Tories errangen 33,2 Prozent (2001: 32 Prozent) der Stimmen und entsenden künftig 197 Abgeordnete ins Unterhaus (+31), darunter auch den ersten dunkelhäutigen Tory-Delegierten Adam Afriyie, der den Wahlkreis Windsor gewann. Spitzenkandidat Michael Howard kündigte nach dem schwachen Abschneiden seinen Rückzug als Parteichef an. "Da ich die nächsten Wahlen nicht bestreiten kann, denke ich, dass es für mich besser ist, besser früher als später abzutreten", sagte Howard. Der 63-Jährige hatte den Vorsitz 2004 von Iain Duncan übernommen. Schon während des Wahlkampfs hatte es Kritik an seiner Strategie gegeben. Ihm war es nicht gelungen, die Anti-Blair-Stimmung für die Konservativen zu nutzen. Die Tories erzielten lediglich leichte Gewinne in Wales und konnten nur ihre Position in London und ihrem Stammland im Südosten Englands ausbauen. Die nordirische Terrororganisation IRA hat ihren "bewaffneten Kampf" gegen Großbritannien nach fast 40 Jahren offiziell für beendet erklärt. Anders als von den pro-britischen Protestanten gefordert, will sie sich jedoch nicht auflösen. Während der britische Premierminister Tony Blair die Erklärung als einen Schritt "von beispielloser Bedeutsamkeit" würdigte, blieb sich die protestantische Gegenseite skeptisch. "Alle IRA-Einheiten sind angewiesen worden, ihre Waffen wegzuwerfen",
teilte die Irisch-Republikanische Armee am 28.07.2005 mit.
"Alle Freiwilligen sind angewiesen worden, an der Entwicklung von rein politischen
und demokratischen Programmen durch ausschließlich friedliche Mittel mitzuwirken. An
allen anders gearteten Aktivitäten dürfen sich die Freiwilligen nicht mehr
beteiligen." Die IRA wird für den Tod von etwa Zahlreiche Londoner können dank des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez billiger mit dem Bus fahren: Londons Stadtverwaltung gab am 21.08.2007 Einzelheiten eines Abkommens bekannt, das bereits im Februar zwischen dem linken Bürgermeister Ken Livingstone und der staatlichen Ölfirma Petroleos de Venezuela geschlossen wurde. Demnach kann die Stadt London damit rechnen, beim Treibstoff-Erwerb 16 Millionen Pfund (23 Millionen Euro) einzusparen. Die Einsparungen sollen gezielt für eine Absenkung der Ticketpreise für Bedürftige genutzt werden. Im Austausch für den billigen Sprit bekommt Venezuela Unterstützung bei der Planung des öffentlichen Nahverkehrs, bei der Stadtplanung, im Tourismus und Umweltschutz. Die Tories kritisierten, es sei moralisch nicht vertretbar, billigen Treibstoff aus Venezuela anzunehmen. Hindergrundberichte:
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