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Geographische Lage: 2º O - 8º W / 49º N - 62º N Im Westen Europas, zwischen dem Atlantischen Ozean und der Nordsee gelegen, umfaßt das Vereinigte Königreich die historischen Gebiete von England, Schottland und Wales (die auf der Insel Großbritannien liegen) sowie Nordirland (auf der gleichnamigen Nachbarinsel) und zahlreiche Inselgruppen, die es umgeben. Das Vereinigte Königreich besitzt außerdem noch verschiedenen Gebiete überall auf der Welt, die Zeuge seiner imperialen Vergangenheit sind. Zwischen der Insel Großbritannien, die die größte Europas ist, und dem Kontinent liegt ein nicht sehr tiefer Meeresarm, der Ärmelkanal. Die Irische See, mit dem Atlantik über den St.-George-Kanal verbunden, trennt Großbritannien und Irland voneinander. Der abwechslungsreiche britische Küstenstrich bietet eine Vielzahl an Landschaften. Die Küste, im allgemeinen tiefliegend und wenig hügelig, besteht aus Ebenen oder erstreckt sich in Sumpflandschaften. Je mehr man in Richtung Südosten kommt, desto schroffer wird das Relief und die felsigen Massen ragen in Form von Steilküsten in das Meer hinein. Die Ostküste ist von Buchten wie der von Cardigan zerklüftet und der Norden weist zahlreiche Einbuchtungen glazialen Ursprungs auf, die sich mit den Fjorden vergleichen lassen und Firths heißen. Die imaginäre Linie von der Trichtermündung des Flusses Exe (im Südwesten) bis zu jener des Flusses Tyne (im Nordosten) trennt die beiden Teile der Insel: die Highlands und die Lowlands. Die Highlands bedecken den nördlichen und westlichen Teil der Insel und der Berg Nevis (1 343 m), der höchste Berg des ganzen Landes, ist hier zu finden. Das Hochland besteht aus verschiedenen, sehr alten und erodierten Gebirgszügen, unter denen die schottischen Highlands hervorstechen, die man wiederum in die nördlichen Highlands und die Grampian Mountains unterteilt. Außerdem ragen im Süden die Pennines sowie die Gebirge Wales und Cornwalles empor. Ein weiteres Charakateristum dieser gebirgigen Region sind die Seen, ein Erbe der Eiszeit des Quartärs, die den überwiegenden Teil der Britischen Inseln mit Eis bedeckte und deren Erosionsaktivität tiefe Täler ausgehöhlt hat, die sich in der Folge mit Wasser gefüllt haben. Die Lowlands sind eine ausgedehnte Senkung, in der sich eine große Menge an Sediment angesammelt hat, das später bei den alpinen Orogenese angehoben wurde. Danach erodierten sie und schufen das Relief mit Neigungen und sanften Hügeln, das die heutige Landschaft prägt. Die großen und kleinen Flüsse des Landes sind vom Regen abhängig, doch dank häufiger Niederschläge haben sie das ganze Jahr eine gleichbleibende Abflußmenge. Außer dem Clyde und der Dee zählen der Tweed, die Great Ouse, die Themse und der Severn zu den wichtigsten Flüssen. Die Themse fließt durch den Süden Englands und ergießt sich, nachdem sie London durchquert hat, in einer Trichtermündung in die Nordsee. Der Severn, der größte Fluß des Landes, ergießt sich in den Bristolkanal und bildet gleichfalls eine Trichtermündung, die von Sprungwellen betroffen ist. Durch dieses Phänomen, dem Gezeitenunterschied gegenüber der Strömung des Flusses, wird die Entstehung langer, sich brechender Wellen hervorgerufen. Nordirland nimmt eine Ebene ein, die von drei Höhenzügen umgeben ist: die Sperrin Mountains, das Antrim Plateau und die Mourne Mountains. Es gibt auch mehrere Moorlandschaften und Seen wie den Lough Neagh und den Lough Erne. Die 37 000 sechseckigen Basaltsäulen, die den Damm des Riesen ("Giant's Causeway") an der Nordküste Irlands formen, bilden eine der spektakulärsten Landschaften des Landes. Diese kuriosen geologischen Formationen vulkanischen Ursprungs setzen sich auf der schottischen Inseln Staffa fort, was zur Entstehung einer Legende geführt hat, die besagt, daß ein irischer Riese einen enormen Weg über das Meer gebaut hat, um von Schottland in sein Land zurückzugelangen. Unter den Inselgruppen, die Großbritannien umgeben, sind die Hebriden, die Shetlandinseln und die Orkneyinseln. Zu den Hebriden im Westen Schottlands zählen etwa 500 Inseln, die beinahe alle unbewohnt sind. Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen: die Äußeren und die Inneren Hebriden. Einige sind bewaldet, doch ihre Vegetation ist spärlich und ihr Relief vielfältig. Das Inselinnere ist im allgemeinen hügelig und an den Küsten wechseln sich lange Strände mit hohen Steilküsten ab. Die Shetlandinseln liegen am Nördlichsten. 180 km nordöstlich von Schottland gelegen umfassen sie an die hundert gebirgige Inseln. Die Orkneyinseln, ungefähr 12 Kilometer nördlich der schottischen Küste gelegen, bestehen aus neunzig Inseln mit sanfterem Relief. Weitere wichtige Inseln sind Isle of Man (in der Irischen See), die Isle of Wight (südlich von England) und die Kanalinseln, an der Küste Frankreichs gelegen.
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