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Bildung: Schulpflicht von 5 bis 16 Jahren (in Nordirland von 4 bis 16 Jahre). Rund 10 Millionen Kinder besuchen kostenlose staatliche, 700.000 gehen auf private Schulen, Spezialschulen oder City Technology Colleges, 15 Institutionen, die gemeinsam von der Regierung und privatwirtschaftlichen Geldgebern finanziert werden. Insgesamt entläßt das Schulsystem immer noch zu viele Schüler ohne Abschluß. Die Universitäten hingegen genießen weltweit Ruf. Jeder dritte Schulabgänger besucht eine Uni; insgesamt 1,7 Millionen Studenten.

Kultur: Großbritannien gehört zu den großen europäischen Kulturnationen. Vor allem die Literatur steht seit dem Mittelalter auf hohem Niveau. Erwähnt seien nur Thomas Morus (1478-1535), William Shakespeare (1564-1616), Jonathan Swift (1667-1745) oder - aus der neueren Zeit - Agatha Christie (1890 - 1976).

Familienstruktur: Viele Engländer haben einen ausgeprägten Familiensinn. Eheschließungen sind ab dem 16. Lebensjahr möglich, doch in der Regel liegt das Heiratsalter bei etwa 25 bis 30 Jahren. Der Wunsch zu heiraten ist nicht mehr so stark wie früher, und man lässt sich länger Zeit für diese Entscheidung. Die meisten Familien haben ein oder zwei Kinder. Die Geburtenrate ist rückläufig, und viele Frauen bringen ihr erstes Kind erst in einem höheren Alter zur Welt. Die Zahl der berufstätigen Frauen hat in den letzten 30 Jahren kontinuierlich zugenommen. Die Scheidungsrate ist gestiegen und als Folge davon auch die Zahl der Alleinerziehenden. Der Lebensstandard ist zwar niedriger als in den Vereinigten Staaten von Amerika und vieler Nachbarstaaten innerhalb der Europäischen Union (EU), doch gehören Großbritannien und Nordirland zu den zwanzig Ländern mit dem weltweit höchsten Lebensstandard. Seit Anfang der achtziger Jahre vergrößert sich die Kluft zwischen Arm und Reich immer mehr. Die meisten Haushalte gehören zur Mittelschicht. Ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung besitzen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung.

Umgangsformen: Viele Engländer beschränken sich bei der Begrüßung auf ein einfaches Hello (Hallo), unter guten Freunden gibt man sich zur Begrüßung und beim Abschied die Hand. Lernt man jemanden kennen, so fragt man How do you do? (Wie geht es Ihnen?) oder sagt Pleased to meet you (Erfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen). Der Gebrauch der Vornamen ist weit verbreitet, während die Anreden Mr. (Herr) und Mrs. (Frau) immer seltener Verwendung finden. Dies gilt auch dann, wenn Kinder Erwachsene ansprechen. In England legt man im Allgemeinen großen Wert auf die Privatsphäre. Aus diesem Grund werden Besuche meist telefonisch angekündigt.

Freizeit: Nationalsportarten sind Fußball und Rugby. Eine der bei den Zuschauern beliebtesten Sportarten ist das Pferderennen. Die traditionelle Sommersportart ist Kricket. Das moderne Rasentennis wurde erstmals in England gespielt, und auch die Regeln für den modernen Boxkampf wurden auf der Insel erfunden. Ein beliebter Zeitvertreib ist neben dem Golfspiel auch das Fischen. Die Engländer sind im Übrigen eifrige Wanderer und begeisterte Hobbygärtner, die sich bei der Gartenarbeit erholen. Von dieser Leidenschaft profitieren ganze Wirtschaftszweige (beispielsweise können in England Gartenbücher zum Bestseller werden). Weitere beliebte Sportarten sind Segeln, Rudern, Squash sowie Snooker (Billard) und Dart (Pfeilwerfen). Der Pub ist ein beliebter Ort, um sich mit Freunden zu treffen. Viele Briten verbringen ihre Freizeit jedoch auch zu Hause. Die Zeit, die sie dabei vor dem Fernseher verbringen, wird weltweit nur noch von den Amerikanern übertroffen. Als Grund führen die Briten in erster Linie die gute Qualität ihrer nationalen Fernsehprogramme an. Die kulturellen Bedürfnisse befriedigt ein breites Angebot an Musik- und Theaterveranstaltungen, und es gibt zahlreiche Kinos, Kunstgalerien und Museen.

Sport: Bei Olympischen Spielen gewannen britische SportlerInnen 215 Gold-, 258 Silber- und 262 Bronzemedaillen.

Weltkulturerbe: Die "Straße der Riesen" und ihre Küste; Burg und Kathedrale von Durham; Industriedenkmäler im Tal von Ironbrigde; Königlicher Park von Studley mit den Ruinen von Fountains Abbey; Stonehenge, Avebury und zugehörige Denkmäler der Megalith-Kultur; Burgen und befestigte Städte König Edwards I. in der Grafschaft Gwynedd (Wales); Inselgruppe St. Kilda; Schloss Blenheim; Stadt Bath; Hadrainswall; Westminster (Palast und Abtei) und Margaretenkirche in London; Südseeinsel Henderson Island; Tower von London; Kathedrale, ehemalige Abtei St. Augustin und St.-Martins-Kirche in Ganterbury; Edinburgh; Wildreservat der Insel Gough; Gebäude und königlicher Park von Greenwich; Jungsteinzeitliche Monumente auf den Orkney-Inseln (Schottland) (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier)

Soziales

Öffentl. Gesundheitsausgaben (am BIP)(in %) 7,0
Öffentl. Ausgaben für Altersversorgung (am BIP)(in %) (2003) 8,3
Öffentl. Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP)(in%) 5,5
Med. Versorgung (Anz. Ärzte je 1000 Einw.) 2,2
Krankenhausbetten (je 1000 Einw.) 4,2
Säuglingssterblichkeit (je 1000 Geb.) 5
Muttersterblichkeit (je 100 000 Einw.) 13
HIV-Infektionsrate (in %) 0,1
Lebenserwartung Männer 86
Lebenserwartung Frauen 81

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