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Einleitung

"Seenlabyrinth" und "Sandbüchse": mit nur zwei Begriffen läßt sich die Naturlandschaft Brandenburgs gut beschreiben. Wie eine überdimensionale Halskrause umschließt das ländliche Brandenburg die schillernde Metropole Berlin. Das Havelland und der Spreewald bieten Rückzugsgebiete für streßgeplagte Hauptstädter. Im Spreewald trifft man auch auf das kleine Volk der Sorben, das seine Traditionen bis heute bewahrt hat. Brandenburg ist das größte der neuen Bundesländer, dennoch hat es weniger Einwohner als die Hauptstadt in seiner Mitte und weis nach Mecklenburg-Vorpommern die geringste Bevölkerungsdichte in Deutschland auf.   

Landschaftsräume

Brandenburg gehört zum Norddeutschen Tiefland. Im Norden und Nordosten umfaßt es noch Ausläufer der Mecklenburgischen Seenplatte. Den Löwenanteil nimmt das sogenannte Brandenburgische Platten- und Tiefland ein, das im Westen bis nach Sachsen-Anhalt an die Elbe reicht und im Osten an der Oder endet. Im Südwesten grenzt es an den Fläming und im Südosten geht es in die Hügellandschaft der Niederlausitz über. Das Brandenburgische Platten- und Tiefland zeigt vielfältige Spuren der Weichseleiszeit. Drei Urstromtäler markieren die unterschiedlichen Vorstöße der Eiszeitgletscher und gliedern die Landschaft in große Platten. Das nördlichste ist das Eberswalder Urstromtal, das mit der Elbe verbunden ist. Heute führt hier der Oder-Havel-Kanal durch. Von Berlin aus erstreckt sich das Berliner Urstromtal, das der Oder-Spree-Kanal belegt, nach Osten. Das Brandenburgische Plattenland endet im Süden am Baruther Urstromtal. Nördlich von Cottbus verläuft hier ein Teilstück der Spree.

Zwischen Berliner und Baruther Urstromtal liegt der Spreewald. Zahlreiche Seen, Flußschlingen und Kanäle machen ihn zu Berlins wichtigstem Naherholungsgebiet. Östlich der Hauptstadt, im Havelland, stehen sich die fruchtbaren Niederungen der  Havel und trockene Moränenhügel gegenüber. Auf den Hügeln läßt der Sand nur eine recht karge Vegetation mit Kiefernwäldern zu.

Kiefern schmücken auch den bis zu 200 m hohen Endmoränenbogen des Fläming in der Grenz-Region zu Sachsen-Anhalt. er ist Teil des "südlichen Landrückens", der sich über die Niederlausitz nach Polen fortsetzt. Das Oderbruch an der polnischen Grenze ist ein besonderer Naturraum: eine etwa 60 km lange und 10 km breite Senke mit steilem Rand. Fachleute nehmen an, daß das Oderbruch während der Saale-Eiszeit entstanden ist und das Becken einen uralten Gletscherzunge darstellt.

Natursehenswürdigkeiten

Im äußersten Nordosten Brandenburgs soll der Nationalpark Unteres Odertal (224 km2) eine urwüchsige Stromauenlandschaft erhalten. Beeindruckend sind die Steilhänge der Oder, wie die Steile Wand von Lossow südlich von Frankfurt/Oder.

Bodenschätze/Landwirtschaft

Östlich und südlich von Cottbus befinden sich die größten Braunkohlevorkommen der neuen Bundesländer. Das Havelland ist das größte b Obstanbaugebiet der neuen Bundesländer. Weit verbreitet ist auch der Gemüseanbau mit Schwerpunkten im Spreewald und innerhalb des Oderbruches.

Wirtschaft/Verkehr

Ein Industriegürtel umschließt halbkreisförmig den Westen Berlins von Oranienburg bis nach Königs Wusterhausen. Alte Industriestandorte befinden sich an der polnischen Grenze, von Norden nach Süden: Schwedt, Frankfurt/Oder und Eisenhüttenstadt, ein zu DDR-Zeiten aus dem Nichts gestampftes Zentrum der Schwerindustrie. Cottbus ist ein wichtiger Standort der Textilindustrie. Der Tourismus hat in den Wald-Seen-Gebieten große Bedeutung. Der Straßen- und Schienenverkehr ist auf die zentral gelegene Hauptstadt Berlin als wichtigstem Knotenpunkt ausgerichtet. Der Oder-Spree-Kanal im Berliner Urstromtal und der anschließende Elbe-Havel-Kanal stellen die Verbindung zu den alten Bundesländern her.

Bedeutende Kulturstätten

Schloß Rheinsberg; Schloß Sanssouci in Potsdam; Insel Werder und Schloß Babelsberg bei Potsdam

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