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Gesundheit Literatur Reisehinweise Reiseziele
Sitten & Bräuche Strafrecht Strom Unterkunft
Verkehr Zoll- - -

Gesundheit

Die medizinische Versorgung ist nicht mit der in der Bundesrepublik Deutschland vergleichbar. Zwar kann die Ausbildung der Ärzte an den großen Krankenhäusern insgesamt als gut bezeichnet werden, es fehlt jedoch an moderner medizinischer Ausstattung. Viele der in Deutschland gängigen Medikamente sind in bulgarischen Apotheken erhältlich; dennoch sollten zum Beispiel Personen, die auf regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen sind, diese mitbringen.

Ausländische Patienten haben in der Regel die Kosten für eine ärztliche Behandlung vor Ort in bar zu bezahlen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Kosten für die medizinische Behandlung von Ausländern relativ hoch sein können. Es sollte auf jeden Fall auf Ausstellung einer formellen Rechnung/Quittung bestanden werden.


Literatur

Reisehinweise

Kriminalität

Sofern Bulgarien im Rahmen einer Pauschalreise besucht wird, dürfte das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, nicht wesentlich größer sein als in anderen europäischen Urlaubsregionen.

Generell sollte auf das offene Tragen von Wertsachen und Schmuck verzichtet werden.

Das Auswärtige Amt rät vom Geldumtausch in Wechselstuben ab, da Touristen einerseits aufgrund der häufig nur in bulgarischer Sprache ausgehängten Geschäftsbedingungen und andererseits aufgrund von unlauteren Praktiken in manchen Wechselstuben häufig erheblich weniger Geld erhalten, als sie erwarten. Auch ist es in diesem Zusammenhang in Einzelfällen zu Gewaltanwendungen seitens der Wechselstubenbetreiber gegen sich beschwerende Touristen gekommen. Daher rät das Auswärtige Amt zum Geldtausch in Geschäftsbanken. 1,-- EURO entspricht ca. 2,-- Lewa.

Kfz-Diebstähle kommen häufig vor. Hochwertige Pkw aus westeuropäischer Produktion und mit ausländischem Zulassungskennzeichen sind bevorzugte Ziele von Diebstählen. In diesem Zusammenhang und wegen der schlechten Straßenverhältnisse wird von Fahrten bei Dunkelheit nachdrücklich abgeraten. Weiterhin wird darauf aufmerksam gemacht, dass bewachte Parkplätze zwar als solche ausgewiesen sind, jedoch bei Diebstahl des Fahrzeuges keine Haftung übernehmen.

Generell sollte auf „wildes“ Camping oder Zelten, sowie auf Übernachten am Straßenrand im Auto verzichtet werden.

Bei der Durchreise durch Bulgarien ist bezüglich der Zahlung von Geldstrafen folgendes zu beachten: Nach Auskunft des bulgarischen Innenministeriums sind Verkehrspolizisten verpflichtet, reflektierende Schutzwesten und einen Dienstausweis mit Lichtbild, Name und Einheit zu tragen; Geldstrafen, die wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt werden, sind grundsätzlich nie direkt an die kontrollierenden Verkehrspolizisten zu zahlen.

Sollten Sie dennoch zur Zahlung aufgefordert werden, notieren Sie sich die Kenn-Nr. des Polizisten an der Uniform sowie dessen Namen. Das bulgarische Innenministerium hat auf seiner Homepage eine Möglichkeit zur Anzeige von Korruptionsfällen eingerichtet (, Menüpunkt „Signals of Corruption at the MoI).

Geld, EC- und Kreditkarten

In Bulgarien kann Geld auch mit EC-Karte abgehoben werden. In der Vergangenheit sind besonders in den Touristenzentren in den Sommermonaten am Schwarzen Meer jedoch Fälle von EC- und Kreditkartenbetrug bekannt geworden. Bei Benutzung eines EC-Kartenautomaten besteht die Gefahr, dass die Kartendaten mitgelesen und dann später Geld abgehoben wird, insbesondere in den von Touristen stark frequentierten Gebieten. Das Auswärtige Amt rät daher zu erhöhter Vorsicht.


Reiseziele

Sofia
 
Die Architektur der Hauptstadt geht auf das 5. Jh. v. Chr. zurück und ist reich an Beispielen griechischer, römischer, byzantinischer, bulgarischer und türkischer Baukunst. Zahlreiche Theater, Museen (u. a. das Archäologie- und das Völkerkundemuseum), Opernhäuser, Kunstgalerien (besonders die Nationalgalerie im ehemaligen Königlichen Palais), die Universität, Wochenmärkte, über 300 Grünanlagen und Sportstadien sorgen für Abwechslung. Die Goldkuppeln der eindrucksvollen Alexander-Nevsky-Kathedrale sind weithin sichtbar. Sie wurde Anfang des 20. Jh. nach dem Ende des russisch-türkischen Krieges als Dank für die Befreiung von den Türken gebaut und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke auf dem Balkan. In der Krypta hängen herrliche Ikonen, außerdem hat die Kirche einen ausgezeichneten Chor. Die byzantinische St. Sophienkirche stammt aus dem 6. Jh., die im 5. Jh. erbaute St. Georgskirche hat großartige Freskenmalereien (14. Jh.). Die Sveta-Petka-Samardshijskakirche wurde im 14. Jh. errichtet. In den Innenräumen der Boujouk-Moschee (der größten in Sofia, bekannt für ihre neun Kuppeln) ist ein Archäologisches Museum untergebracht. Besonders eindrucksvoll ist die Banja-Bashi-Moschee. Ein Beispiel moderner Architektur ist der Batemberg-Platz mit den Regierungsgebäuden. Ganz in der Nähe ist man beim Ausschachten eines Tunnels auf römische Ruinen gestoßen.
 
Ausflugsziele: 121 km von Sofia entfernt liegt das Kloster von Rila, hoch in den Bergen und umgeben von dichtem Nadelwald. Zu besichtigen gibt es Wandgemälde, Holzschnitzereien, alte Waffen, Münzen, auf Pergament geschriebene Handbücher und Bibeln. Der Einsiedler und Mönch Ivan Rilsky gründete es im 10. Jh. Während der türkischen Besetzung (1396-1896) dienten die Gebäude als Lager für Meisterwerke bulgarischer Kunst. Der Großteil der Gebäude wurde im 19. Jh. durch Feuer zerstört und neu gebaut, nur der Hrelioturm aus dem 14. Jh. ist erhalten geblieben. Am Rande von Sofia liegt das Naturschutzgebiet Vitoscha-Gebirge, das gute Wander- und Wintersportmöglichkeiten bietet. Sessellifte und Drahtseilbahnen führen auf den 2000 m hohen Berggipfel. Es gibt mehrere Skizentren. Außerdem kann die mittelalterliche Boyanakirche hier besichtigt werden. Ihre Freskenmalereien aus dem Jahre 1200 sollen die ältesten Bulgariens sein.

Plovdiv
 
Plovdiv, die zweitgrößte Stadt des Landes, wurde 342 v. Chr. gegründet. Durch die Altstadt fließt die Marica. Das moderne Geschäftszentrum bildet einen interessanten Gegensatz zu den Renaissancegebäuden der Altstadt. In den engen Gassen stehen malerische Häuser aus dem Mittelalter, deren obere Stockwerke sich so sehr neigen, daß sie die gegenüberstehenden Häuser fast berühren. Es gibt zahlreiche römische Ruinen und ein antikes Amphitheater. Das Archäologische Museum bietet eine ausgezeichnete Sammlung goldener thrakischer Kunstgegenstände und Küchengeräte. Das Völkerkundemuseum und die Kirchen St. Marina und St. Nedelya sind ebenfalls sehenswert.
 
Ausflugsziele: 8 km von Plovdiv entfernt liegt das Kloster Batchkovo (11. Jh.). Wandmalereien, Ikonen, alte Manuskripte und Münzen können hier bewundert werden. Das Kloster liegt in Thrakien, zu dem auch die Rhodopen-Bergkette gehört. Bei archäologischen Ausgrabungen sind hier u. a. zahlreiche thrakische Goldgegenstände gefunden worden.
 
In Kazanluk gibt es ein Museum der Rosenölproduktion. Hier wird heute noch Rosenöl, einer der wichtigsten Exportartikel Bulgariens, hergestellt. Im ganzen Tal stehen Ruinen aus griechischer, römischer, thrakischer und türkischer Zeit.
 
Im 13. und 14. Jh. war Turnovo die Hauptstadt Bulgariens. Interessante Sammlungen historischer Kunstwerke können hier besichtigt werden. In der Nähe der Stadt liegen das Kloster Preobrazhenski und das Freilichtmuseum von Etur.

Am Schwarzen Meer
 
Die Urlaubsorte am Schwarzen Meer eignen sich hervorragend für Familienferien. Die Küste besteht aus kilometerlangen Sandstränden; hinter einladenden Buchten erheben sich dichtbewaldete Berge. Viele Urlaubsorte sind ideal für Kinder, weil es keine Gezeiten gibt und der Strand flach abfällt. Selbst 150 m vom Ufer entfernt erreicht das Wasser oft nur Schulterhöhe. Wo es Strömungen gibt, sind diese am Strand deutlich gekennzeichnet. Das Schwarze Meer ist eines der klarsten und saubersten Gewässer der Welt, und der Salzgehalt ist nur halb so hoch wie im Mittelmeer. Badestellen für Kinder sind mit Spielplätzen ausgestattet. In den meisten Urlaubsgegenden werden alle möglichen Wassersportarten angeboten.
 
Seebäder: Wegen ihres hervorragenden Klimas sind Druzhba (das älteste Seebad) und Varna als Seekurorte sehr beliebt. Albena, Bulgariens neuestes Seebad, wurde nach einer Dorfschönheit benannt und liegt am Waldrand. Dieses Musterbeispiel moderner bulgarischer Baukunst bietet ausgezeichnete Restaurants und ein reges Nachtleben. 15 km von Varna entfernt liegt der Goldstrand, zweitgrößter Urlaubsort am Schwarzen Meer. Die Hotels und das Unterhaltungsangebot sind ausgezeichnet. Der Sonnenstrand ist ideal für Familienurlaub mit Kleinkindern. Hier wurde 1993 die Bewegung »Blaue Flagge« ins Leben gerufen, die sich um die Aufnahme in die europäische Umweltschutzorganisation bemüht. Es werden außerdem Ökotouren in Naturgebieten angeboten. In der Nähe liegt der Fischerort Nessebar, der im 7. Jh. gegründet wurde. Hölzerne Fischerkaten und 48 byzantinische Kirchen können hier besichtigt werden.

 
Die Auswahl an Restaurants und Mehanas (einheimische Tavernen) ist in ganz Bulgarien groß. Charakteristisch für die lebhaften Bulgaren sind die freundliche Bedienung, das hervorragende Essen und der ausgezeichnete Wein. Es gibt Diskotheken, Kabaretts und Bars für jeden Geschmack und Geldbeutel. Das »Zelt des Khan« am Sonnenstrand ist einen Besuch wert, ebenso der Gorski-Zar (»Waldkönig«) in Albena. Das südbulgarische Sandansky an der griechischen Grenze hält den Sonnenscheinrekord.


Sitten & Bräuche

Familienstruktur

Das Heiratsalter liegt bei Frauen zwischen 18 und 25 Jahren, bei Männern etwas höher. Der standesamtlichen Trauung folgt meist eine kirchliche Zeremonie mit einem nachfolgenden Empfang, bei dem bis in die Abendstunden mit Musik und Tanz gefeiert wird. Einer der Hochzeitsbräuche ist das Anheften von Geldscheinen auf das Brautkleid, um dem Paar Wohlstand zu wünschen. Des Weiteren bringt der Bräutigam der Braut in ihrem Elternhaus ein Ständchen. Ein anderer Brauch besteht darin, dass die beiden jeweils an einem Ende eines Brotlaibs ziehen. Man sagt, dass derjenige, der das größere Stück davon abreißt, im Hause den Ton angeben wird. Flitterwochen sind eine recht junge Sitte. In bulgarischen Familien ist es selbstverständlich, sich gegenseitig zu unterstützen. Die einzelnen Familienmitglieder können auf den starken Zusammenhalt der Familie bauen. Ältere, pflegebedürftige Leute werden häufig von ihren erwachsenen Kindern versorgt. In Städten leben die meisten Familien in Mietwohnungen. Aufgrund des großen Wohnungsmangels leben ledige Erwachsene in der Regel bei ihren Eltern. Dies gilt auch für viele neu vermählte Paare, die bei den Eltern wohnen, bis sie eine eigene Wohnung gefunden haben. Familien in ländlichen Gegenden besitzen meist eigene Häuser. Viele Häuser in den Dörfern gehören Städtern, die diese als Wochenend- und Ferienhäuser benutzen oder ihren pensionierten Eltern überlassen. Familien auf dem Land sind in der Regel kinderreicher als in der Stadt. In den Städten arbeiten die meisten Frauen außer Haus, so dass die Großeltern eine wichtige Rolle bei der Kindererziehung spielen.

Umgangsformen

Die eher förmlichen Begrüßungsformeln sind Kak ste? (“Wie geht es ihnen?”) oder Zdravaite (“Hallo”). Die weniger formellen Entsprechungen sind: Kak si? und Zdrasti oder Zdrave (“Gesundheit”). Diese Formeln benutzt man unter Freunden, Verwandten und Kollegen. Andere Grüße sind: Dobro utro (“Guten Morgen”), Dober den (“Guten Tag”), Dober vetcher (“Guten Abend”) oder Leka nosht (“Gute Nacht”). Frauen küssen sich, wenn sie gut befreundet sind, auf die Wangen. Der Vorname wird zur Anrede nur bei zwanglosen Treffen verwendet. Ansonsten verwendet man den Berufstitel oder Gospodin (“Herr”), Gospozha (“Frau”) oder Gospozhitsa (“Fräulein”) zusammen mit dem Nachnamen. Zum Abschied sagt man gewöhnlich Do vizhdana (“Auf Wiedersehen”). Freunde wünschen sich auch Vsichko hubavo (“Alles Gute”) oder sagen Ciao (aus dem Italienischen übernommen). Sein Einverständnis (also “Ja”) zeigt man – im Gegensatz zu westlichen Konventionen – durch Schütteln des Kopfes. “Nein” drückt man mit einem zweimaligen Nicken des Kopfes aus. Durch Bewegen des Zeigefingers nach vorne und hinten wird das “Nein” verstärkt. Durch das gleichzeitige Aussprechen von “tsk” wird Missfallen geäußert. Der gesellschaftliche Kontakt zu Hause oder in Cafés stellt einen wichtigen Bestandteil des Lebens in Bulgarien dar. Freunde und Nachbarn kommen häufig auch ohne Ankündigung zu Besuch, und Bulgaren laden gerne Freunde zum Essen ein. Abends besucht man sich zumeist ab 20 Uhr und bleibt zu bestimmten Anlässen bis in die späte Nacht. Bulgaren sind stolz auf ihre Gastfreundschaft und unterhalten sich gerne. Es wird als unhöflich betrachtet, früh zu gehen.

Freizeit

Skifahren, Fußball und Basketball sind in Bulgarien beliebte Sportarten. Viele Bulgaren gehen gerne Wandern oder machen Ausflüge ins Grüne. Beliebte Reiseziele im Sommer sind die Strände des Schwarzen Meeres und das Gebirge. Die Bulgaren lieben ihre Volkstänze und -musik. Über das ganze Jahr verteilt finden Feste statt, die die Tradition der bulgarischen Kultur aufleben lassen. Die darstellenden Künste (Ballett, Oper und klassische Musik) werden gefördert, selbst in kleineren Städten finden sich Theater.

Nachtleben

In vielen Restaurants werden Musik- und Folkloreabende veranstaltet. In Sofia kann man zur Staatsoper gehen oder zu den klassischen Konzerten des nationalen Volksensembles. Die Nachtklubs in Sofia, in den Urlaubsorten und den anderen Großstädten bieten Tanz und verschiedene Shows.

Einkaufstipps

Kunsthandwerksgegenstände, Spirituosen, Wein, Süßwaren und Rosenöl. Die besten Einkaufsmöglichkeiten in Sofia bieten die Geschäfte am Vitosha Boulevard. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 10.00-20.00 Uhr, manche Geschäfte auch Sa 08.00-14.00 Uhr.

Sport

Tennis, Minigolf, Reiten, Angeln, Wandern und Radfahren. Wintersport: S. Winterurlaub. Wassersportler können am Schwarzen Meer Ausrüstungen zum Wasserskifahren, Segeln, Surfen und Tauchen ausleihen. 

Trinkgeld

Trinkgeld ist relativ unüblich.

Umgang

Freizeitkleidung ist üblich, Abendkleidung wird nur zu besonderen Anlässen erwartet. Badekleidung gehört an den Strand. Kleine Mitbringsel werden vom Gastgeber gern entgegengenommen. Geldgeschenke sollten nicht gemacht werden. In Bulgarien wird eine Verneinung oft durch Kopfnicken ausgedrückt, während Kopfschütteln Zustimmung bedeuten kann.


Strafrecht

Bulgarien ist Transitland auf der so genannten "Balkan-Route" des internationalen Drogenschmuggels. Überführte Straftäter müssen mit empfindlichen Haftstrafen rechnen.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung werden, je nach Alter und Abhängigkeitsgrad des Opfers vom Täter, mit hohen Freiheitsstrafen geahndet.

Gegen Ausländer, die in Bulgarien einer strafbaren Handlung verdächtigt werden, können die bulgarischen Behörden ein Ausreiseverbot verhängen, das u.U. für die gesamte Dauer der Ermittlungen aufrechterhalten wird.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
230 50 -
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Unterkunft

Vorausbuchung wird empfohlen. Kategorien: Es gibt Hotels der Luxus-, ersten und zweiten Klasse. Nur etwa 6% dieser Hotels entsprechen internationalem Standard. Weitere Auskünfte erteilt die Bulgarian Hoteliers Association, 2 Sveta Sophia Street, 1000 Sofia. Tel: (02) 987 37 22, 987 81 91. Telefax: (02) 981 77 41.
 

PENSIONEN: Befinden sich meist in Küstennähe. Zimmer in Privathäusern können ebenfalls gemietet werden.
 
JUGENDHERBERGEN: Gibt es in 30 größeren Städten. Näheres vom Bulgarischen Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) oder vom Jugendherbergsverband ORBITA, Hristo Botev Boulevard, 1000 Sofia. Tel: (02) 80 01 02. Telefax: (02) 80 15 06. (E-Mail: orbita@ttm.bg)
 
CAMPING: Zeltplätze sind in die Kategorien I-III eingeteilt. Die beiden ersten Kategorien bieten Kalt- und Warmwasser, Waschgelegenheiten, Duschen, Stromanschluß, Lebensmittelgeschäfte, Restaurants, Telefon und Sportplätze. Alle Campingplätze liegen in der Nähe von Urlaubsorten.

 

Eine starke Sicherheitsgefährdung besteht für Camper - dies gilt sowohl für Übernachtungen auf Campingplätzen als auch für "wildes" Zelten.


Verkehr

FLUGZEUG: Balkan-Bulgarian Airlines (LZ) (Internet: http://www.balkan.com) verbindet Sofia mit den größeren Städten des Landes und den Badeorten an der Küste. Die Flugzeit von Sofia nach Varna bzw. Burgas beträgt weniger als eine Stunde. Innerhalb des Landes sind Flugreisen nur gering teurer als Reisen mit der Bahn.

SCHIFF: Von Mai bis September verkehren auf den Flüssen Linienschiffe und Tragflächenboote zwischen Vidin, Lom und Kozloduj; Orjahovo und Nikopol; Svistov, Tutrakan und Silistra und entlang des Schwarzen Meers.

BAHN: Das Schienennetz der bulgarischen Staatsbahn umfaßt über 4500 km. Verkehrsknotenpunkt ist Sofia. Es empfiehlt sich, im voraus zu buchen und Tickets erster Klasse zu kaufen. Näheres vom Bulgarischen Fremdenverkehrsamt oder vom Informationsbüro der Bulgarischen Eisenbahnen in Sofias Kulturpalast. EURO DOMINO-Netzkarte und InterRail-Paß gelten auch in Bulgarien.

BUS/PKW:

Bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, die mit einer Geldstrafe belegt werden, besteht zusätzlich die Möglichkeit des Führerscheinentzuges. In diesen Fällen werden die Führerscheine oft für ein bis zwei Monate entzogen und in der Regel durch die bulgarischen Behörden an das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg übersandt. Die Übermittlung der Führerscheine, obwohl diese nur für ein oder zwei Monate entzogen wurden, kann bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen.

Zwischen dem 01. November und dem 01. März eines jeden Jahres ist auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren.

Es besteht für alle Autobahnen und Landstraßen Vignettenpflicht. Die Vignetten können an allen bulgarischen Grenzübergängen gekauft werden. Für Pkw, Pkw mit Campinganhänger und Kleinbussen mit bis zu 8 Sitzplätzen kostet eine Jahresvignette 34,00 Euro, eine Monatsvignette (gültig vom Tag des Kaufes bis zum gleichen Tag des folgenden Monats) 13,00 Euro und eine Wochenvignette (7 Tage einschließlich des Kauftages gültig) 5,00 Euro. Für Kleinbusse mit mehr als 8+1 Sitzplätzen beträgt die Gebühr entsprechend 256,00 Euro, 87,00 Euro und 33,00 Euro. Eine Tagesvignette kostet 10,00 Euro. Die Vignette muss in der rechten unteren Ecke der Frontscheibe angebracht werden.

Bulgarien hat ein gutes Straßennetz. Es gelten die internationalen Verkehrszeichen. Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen strikt eingehalten werden: 50 km/h in geschlossenen Ortschaften, 90 km/h außerhalb von Ortschaften und 120 km/h auf Autobahnen. Promillegrenze: 0,5?; bei Verstoß müssen Strafmandate sofort bezahlt werden. Man bezahlt an jeder Tankstelle in bar in Lewa. Bei Balkantourist ist ein kostenloses Verzeichnis aller bulgarischen Tankstellen erhältlich. Taxis gibt es in allen Städten, auch für Überlandfahrten. Staatliche Taxis haben Taxameter, private Taxis nicht. Mietwagen sind erhältlich zum Beispiel von Hertz, Rent-a-Car, Europcar und anderen. Unterlagen: Eigener Führerschein ausreichend für Kurzbesuche, internationaler Führerschein jedoch empfohlen. Versicherungsschutz erforderlich.

STADTVERKEHR: Sofias Nahverkehrsnetz umfaßt Busse, eine Straßenbahn und Oberleitungsbusse; eine Linie des insgesamt 48km und 52 Stationen umfassenden U-Bahn-Netzes ist bereits in Betrieb. Es gelten Einheitstarife, Tickets müssen vor Fahrtantritt gekauft werden. In allen größeren Städten stehen Busse und Taxis zur Vergfügung. In Plovdiv und Varna gibt es auch Oberleitungsbusse.

Fahrzeiten: von Sofia zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

- Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Varna 1.00 7.00 8.00
Burgas 1.00 6.00 7.00
Plovdiv 0.40 2.00 2.00
Ruse 1.00 8.00 9.00
Turnovo - - 3.30
Vitosha - - 0.30
Borovets - - 1.30
Pamporovo - - 3.30
Goldstrand *0.45 - *7.00
Albena *0.45 - *7.00
Sonnenstrand **0.35 - **6.30

Anmerkung: [*] Vom Flughafen Varna. [**] Vom Flughafen Bourgas.


Zoll

Die Ein- bzw. Ausfuhr von ausländischen Devisen und Landeswährung (bgr. Landeswährung ist der Lev; 1,-- Euro hat den Gegenwert von 1,95500 Leva, Kurs der Nationalbank).

Die Ein- und Ausfuhr von Summen ab 10.000 Euro ist gegenüber den bulgarischen Zollbehörden schriftlich zu deklarieren. Entsprechende Formulare sind u.a. auch in deutsch, englisch und französisch beim Zoll erhältlich. Mit Bargeld sind auch verschiedene Wertpapiere, Travellerschecks u.a. gemeint.

Beim Export eines Betrages im Gegenwert von über 25.000,-- Leva ist zwischen folgenden Fällen zu unterscheiden:

  • wenn vorher keine oder eine geringere Summe eingeführt worden sind, ist der  (Differenz-) Betrag sowie dessen Herkunft beim Zollamt anzumelden und eine Bestätigung der zuständigen Steuerbehörde vorzulegen, dass keine offenen Schulden gegenüber dem bulgarischen Staat bestehen.
  • wenn vorher im gleichen oder höheren Wert Geldmittel eingeführt und angemeldet worden sind, genügt für die Ausfuhr die Anmeldung des Betrages und der Art der Geldmittel beim Zollamt sowie die Vorlage der Einfuhrerklärung.

Grundsätzlich ist die Ein- und Ausfuhr von Devisen durch Postsendungen verboten, es sei denn, dass der Inhalt der Postsendung vorher angemeldet wird.

Bei Nichtbeachtung der Deklarationspflichten wird der gesamte im- oder exportierte Devisen- oder Levabetrag entschädigungslos zu Gunsten des bulgarischen Staates eingezogen. Außerdem werden Geldbußen zwischen 1.000,-- und 3.000,-- Leva für natürliche Personen und zwischen 2.000,-- und 6.000,-- Leva für juristische Personen verhängt.

Ausländer dürfen ferner Edelmetalle, -steine und -erzeugnisse ein- und ausführen, ohne sie zu deklarieren:

  • bis zu 37 Gramm Gold und Platin (Roh- oder halbbearbeiteter Zustand und Münzen)
  • 60 Gramm Gold- oder Platinschmuck
  • 300 Gramm Silber (Roh- oder halbbearbeiteter Zustand und Münzen, Schmuck)

Bei größeren Mengen ist eine schriftliche Zollerklärung abzugeben.

Bei Münzen mit archäologischem, historischem oder numismatischem Wert und Gegenständen unter Denkmalschutz ist eine Ausfuhrbescheinigung des Kulturministeriums vorzulegen.

Pro erwachsene Person dürfen weiterhin folgende Mengen nach Bulgarien eingeführt bzw.aus Bulgarien ausgeführt werden: - bis zu 200 Stück Zigaretten oder 100 Stück Zigarillos oder 50 Stück Zigarren, - bis zu einem Liter Spiriuosen mit einem Alkoholgehalt über 22% oder bis zu 2 Liter mit einem Alkoholgehalt unter 22%, - 500 g Kaffe oder 200 g Kaffeeextrat, - 100 g Tee oder 40 g Teeextrat, - 50 g Parfüm und 250 g Eau de Toilette - Arzneimittel für den persönlichen Bedarf während der Reise.

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