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Im Jahr 2002 setzte sich die von kriegsbedingt niedrigem Niveau ausgehende Belebung der Wirtschaft von Bosnien und Herzegowina fort, gewinnt jedoch nach wie vor nicht an notwendiger Fahrt. Erstmals sprachen IWF und Weltbank gegen Ende des Jahres jedoch von wirtschaftspolitischen Erfolgen der Regierungen vor allem wegen der gezeigten Budgetdisziplin und der stabilen Inflationsrate. Die verhalten positiven Entwicklungen der Wirtschaft wurden überschattet durch den Sieg der nationalistischen Parteien bei den Parlamentswahlen vom Oktober 2002. Das Jahr 2002 war stark geprägt von Vorwahlkampf und Wahlkampf mit wenig Initiativen zur Beflügelung des wirtschaftlichen Bereichs. Eine neue Regierung konnte erst im März 2003 ihre Arbeit aufnehmen, so dass dringend notwendige richtungsweisende Entscheidungen verzögert worden sind. Meilensteine der wirtschaftlichen Entwicklung werden die noch nicht zeitlich näher spezifizierte Einführung der Mehrwertsteuer auf Staatsebene sowie die Schaffung einer Zollbehörde auf Gesamtstaatsniveau sein. Bosnien und Herzegowina ist nach wie vor ein importorientiertes Land, dem bislang eine Importsubstitution nicht gelungen ist. Ursachen sind fehlende ausländische Investitionen, mangelnde Qualität und Konkurrenzfähigkeit der einheimischen Produkte. Es mehren sich Stimmen inländischer Produzenten und Politiker, die eine pauschale Einführung von Schutzzöllen fordern, was jedoch den Bestimmungen einer angestrebten WTO-Mitgliedschaft von Bosnien und Herzegowina widerspricht. Der Reformbedarf ist unverändert hoch. Dies betrifft vor allem die Verbesserung der Bedingungen für in- und ausländische Investoren. Eine ausufernde Bürokratie, mangelnde Rechtssicherheit, Korruption und Vetternwirtschaft, die schleppende Privatisierung vor allem größerer Unternehmen wie auch das Fehlen eines einheitlichen Wirtschaftsraumes in Bosnien und Herzegowina sind wesentliche Hindernisse auf dem Weg Bosnien und Herzegowinas zu kräftigem Wirtschaftswachstum. Das vom OHR initiierte sogenannte Bulldozer-Komitee soll mit 50 kurzfristig umzusetzenden Wirtschaftsreformen unterschiedlicher Tragweite und Wirkung schnell Abhilfe schaffen. Wirtschaftliche Kennziffern:
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