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Sitten & Bräuche Strafrecht Strom Unterkunft
Verkehr -Zoll - -

Gesundheit

Impfschutz: Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anläßlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden.

Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition Meningokokken-Impfung für Kinder und Jugendliche.


Literatur


Reiseziele

Die Ardennen
 
Diese Region ist für ihre Seen, Flüsse, Wälder und Höhlen bekannt; ebenso für gute Küche. Die Maas/Meuse fließt durch viele malerische Urlaubsorte: Annevoie mit seiner imposanten Burg und den herrlichen Gärten, Godinne und Profondeville (gute Wassersportmöglichkeiten), Namur (Kathedrale, Zitadelle, viele Museen) und Liwith (Kirchen, Museen). Der Semois durchfließt das geschäftige Arlon und die Kleinstadt Florenville. Ganz in der Nähe liegen die Ruinen der Abtei Orval und Bouillon mit seiner hoch über der Stadt gelegenen Festung. Das Amblève-Tal ist eines der eindrucksvollsten der Ardennen, und die Höhlen im Fond de Quarreux ziehen jährlich viele Touristen an. Interessant ist ein Ausflug zur Marveilleuse-Grotte bei Dinant und zur Höhle bei Remouchamps. Auch ein Abstecher zu den prähistorischen Höhlen bei Spy, Rochefort, Hotton und Han-sur-Lesse (unterirdischer See) lohnt sich. Die Urgeschichte des Menschen wird in Couvin lebendig. In einer der Höhlen ist ein Museum der Frühgeschichte untergebracht. Die sieben Höhlen von Goyet bei Gesves sind eine der bedeutendsten prähistorischen Siedlungen Europas und bilden ein einzigartiges unterirdisches Museum. Anschaulich wird gezeigt, wie der Alltag der Menschen von Neandertal und Cromagnon aussah. Saint-Hubert bietet interessante Museen, eine beeindruckende Basilika (Barockfassade, gotisches Interieur) und einen nahegelegenen Wildpark mit Wanderwegen. Sehenswert in La Roche-en-Ardenne sind vor allem die Ruinen einer Schloßanlage der fränkischen Könige. Fundstücke deuten darauf hin, daß hier schon in der Jungsteinzeit Menschen lebten. Auf der Ourthe sind Kajakfahrten und Rafting beliebt.

Die Küste und Westflandern
 
Die belgische Küste erstreckt sich auf 69 km von Knokke an der holländischen Grenze bis nach De Panne an der Grenze zu Frankreich. Im Sommer verbringen hier viele Belgier ihre Ferien. Windschutz und Strandkabinen werden von Hotels, Verleihfirmen und Privatvermietern zur Verfügung gestellt. Es gibt keine Kurtaxe. Man kann sich mit Segeln, Reiten, Rudern, Sandsegeln, Angeln, Golf und Tennis die Zeit vertreiben. Die Strandpromenade ist für den Verkehr gesperrt. Der Strand ist meist flach und feinsandig mit langsamem Tidenhub und daher auch geeignet für kleine Kinder. Nacktbaden ist verboten.
 
Badeorte: De Panne (für Naturfreunde, langer Strand, eine der schönsten Dünen der Nordseeküste, Schutzgebiete), Koksijde und Sint Idesbald (ruhiger Familienbadeort), Oostduinkerke (beschaulich), Nieuwpoort (modern), Westende (Stille und Natur) und Lombardsijde, Middelkerke (breites Freizeitangebot), Ostende (abwechslungsreich und international), Bredene (herrliche Dünenlandschaft), De Haan (ruhig und idyllisch, Landschaftsschutzgebiete), Wenduine (Kinderparadies), Blankenberge (belebt und beliebt, 3 km langer Strand), Zeebrügge (Fährhafen unweit von Brügge) und Knokke-Heist (von gemütlich-ruhig bis mondän).
 
Nachtleben: Ostende, Knokke, Blankenberge und Middelkerke.
 
Ruhige Strände: Zeebrügge, Nieuwpoort, Oostduinkerke.

 
Historische Städte: Brügge, Damme und Veurne.
 
Kriegsschauplätze: Ypres (Ieper) ist als einer der Hauptschauplätze des 1. Weltkrieges in die Geschichte eingegangen. Die Schlachtfelder von Passendale, Ypres und der Somme können besucht werden. Zahlreiche Gedenkstätten und Museen erinnern an die Kämpfe und die Opfer beider Weltkriege.

Historische Städte
 
Das an der Schelde gelegene Antwerpen war im Spätmittelalter eine der einflußreichsten Städte Europas. Die Kathedrale (14.-16. Jh.), der Grote Markt, das Rathaus, das Mitte des 16. Jahrhunderts von Cornelius de Vriedt erbaut wurde, und die Steen, eine Festung aus dem 12. Jahrhundert, sind nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Im Königlichen Museum der Schönen Künste findet der Besucher u. a. Gemälde von Rubens, Van Dyck, Bruegel, Tizian und Lucas Cranach. Das prächtige Rubens-Haus (frühes 17. Jahrhundert) mit Renaissance-Garten zeigt Gemälde des Künstlers und seiner Werkstatt. Das Plantin-Moretus-Museum, im 16. Jahrhundert Werkstatt und Wohnhaus des Humanisten und Verlegers Christoffel Plantijn, beherbergt historische Druckerpressen und frühe Exemplare der Buchdruckkunst. Auch der internationale Hafen stellt eine große Attraktion dar, und das geschäftige Treiben läßt sich am besten bei einer Hafenrundfahrt beobachten.
 
Der Tuchhandel verhalf dem tausendjährigen Brügge im Mittelalter zu Wohlstand. Die vielen Kanäle, die Kathedrale, die Tuchhalle, der Grote Markt und interessante Museen sind Anziehungspunkte dieser malerischen Stadt. Beliebtes Fotomotiv ist der hübsche Beginenhof am alten Hafen (1245 erbaut), ein ehemaliger Frauenstift. In der Liebfrauenkirche steht eine Madonna von Michelangelo. Die gotische Kapelle des Hl. Basilius mit romanischer Krypta beherbergt den Reliquienschrein des Heiligen Blutes. Das im mittelalterlichen Sint Jans-Spital untergebrachte Memling-Museum erinnert an den berühmten Maler (Schrein der Hl. Ursula). Im Groeninge-Museum sind die Gemälde der altflämischen Meister (u.a. Jan van Eyck) zu bewundern. Das Rathaus stammt aus dem 14. Jahrhundert; der prächtige, gotische Ratssaal kann besichtigt werden. Auf den Grachten kann man Bootsfahrten unternehmen, genauso schön ist eine Stadtrundfahrt per Kutsche. Vom alten Stadtturm hat man einen herrlichen Rundblick über Brügge und teilweise bis ins reizvolle Polderland.
 
Die Hauptstadt Brüssel, Sitz der EU und der NATO, hat Besuchern viel zu bieten. Berühmt sind die St.-Michaels-Kathedrale (13.-16. Jh.) und der herrliche Grand-Place im Herzen der Stadt. Hier stehen das im 15. Jahrhundert im gotischen Stil erbaute Rathaus und das Maison du Roi, in dem das Stadtmuseum untergebracht ist. Sehenswert sind auch der Mont des Arts, ein Park und Kulturforum, der die Ober- mit der Unterstadt verbindet, und der elegante Palais du Roi, der im Stil Ludwigs XVI. zwischen 1774 und 1780 erbaut wurde. Die Statue des Manneken Pis von 1619 symbolisiert den unbeugsamen Geist der Brüsseler. Brüssel hat unzählige Museen. Das Musée d'Art Ancien (bekannte Rubenssammlung), und das Musée d'Art Moderne (1984 eröffnet) sind zwei der interessantesten. Ilot Sacré ist ein Gewirr malerischer Gassen nordöstlich des Grand-Place. Der elegante Boulevard de Waterloo und die St. Hubertus-Galerie laden zum Flanieren ein. Nicht weit von der spätgotischen Kirche Notre Dame du Sablon aus dem 15./16. Jahrhundert findet sonntags ein Antiquitätenmarkt statt. Der Petit Sablon ist ein hübscher Platz mit gotischen Säulen, auf denen 48 kleine Bronzestatuen stehen, die die mittelalterlichen Gilden Brüssels darstellen. Die eleganten Wohnhäuser (Ende 19. Jahrhundert) des Brüsseler Architekten Victor Horta im Stadtteil Saint Gilles sind Meisterwerke des belgischen Jugendstils.
 
In Laeken, am Stadtrand, steht das Stadtschloß der königlichen Familie. Der staatliche botanische Garten, das Schlachtfeld von Waterloo (18 km südlich von Brüssel) und der Wald von Soignes sind beliebte Ausflugsziele. Als Sehenswürdigkeit nicht zu vergessen ist das anläßlich der Weltausstellung von 1958 errichtete Atomium.
 
Gent kann auf eine stolze Vergangenheit zurückblicken: Geburtsort von Kaiser Karl V., Hauptstadt der alten Grafschaft Flandern und im Mittelalter bedeutendes Zentrum des Tuchhandels. Sehenswert sind die Kathedrale St. Baaf (mit dem weltbekannten Genter Altar der Brüder van Eyck), das Rathaus, die Tuchhalle (15. Jahrhundert), die imposante Burg s'Gravensteen (1180) und das mittelalterliche Schloß Geraard de Duivelsteen, das prächtige d'Hanesteenhyse-Palais, das mittelalterliche Stadtzentrum und das Museum der Schönen Künste (flämische Meister). Der Blumenmarkt am Kouter sonntagmorgens ist ein Geheimtip. Schön ist auch ein Bummel am Graslei-Kai, an dem hübsche Zunfthäuser aus dem 12.-15. Jahrhundert stehen. Alte Zunfthäuser schmücken auch den Vrijdagmarkt (Freitagsmarkt), einen großen Platz in der Stadtmitte.
 
Liège (Luik/Lüttich) ist eine Industriestadt an der Meuse (Maas) und Verkehrsknotenpunkt. Viele historische Gebäude erinnern an die bewegte tausendjährige Geschichte. Die Abteikirche St. Jakob und die romanische St. Bartholomäus-Kirche, die St. Pauls-Kathedrale, deren Grundstein im 10. Jahrhundert gelegt wurde, das Rathaus (18. Jh.), und der St. Lambert-Platz mit dem Perron-Brunnen gehören zu den Wahrzeichen der Stadt. Sehenswert sind außerdem das Curtius-Museum (Münz- und Porzellansammlung, Möbel) und das Museum für moderne Kunst, in dem u.a. Werke von Corot, Monet, Picasso, Gaugain und Chagall zu sehen sind. Tournai wurde in gallisch-römischer Zeit gegründet und ist eine der ältesten Städte des Landes. Wie viele belgische Städte wurde auch Tournai in beiden Weltkriegen zerstört. Einige bedeutende Bauwerke blieben jedoch unbeschädigt, andere wurden sorgfältig restauriert. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale von Notre Dame (12. Jh.), der Glockenturm, die Pont de Trous über die Schelde, die einen Teil der alten Stadtbefestigung bildete, das Museum der Schönen Künste und die eindrucksvolle Burg von Antoing, deren älteste Teile aus dem 5. Jahrhundert stammen. Auf dem Gelände des Château Beloeil, 28 km außerhalb der Stadt, liegt Minibel. Hier kann man das Brüsseler Rathaus, das Grand Palais, den Glockenturm von Brügge, die Coo-Wasserfälle und viele andere belgische Sehenswürdigkeiten im Kleinformat bewundern.


Sitten & Bräuche

Familienstruktur

Viele Belgier sind vor der Hochzeit lange Zeit verlobt oder leben zusammen, ein großer Teil wählt auch die nichteheliche Gemeinschaft. Zusätzlich zur standesamtlichen Trauung entscheiden sich viele Brautpaare für eine kirchliche Heirat. Die durchschnittliche belgische Familie besteht meist aus berufstätigen Eltern mit zwei Kindern. Oft werden die häuslichen Pflichten zwar von beiden Partnern wahrgenommen, dennoch herrscht noch immer die Einstellung vor, dass in erster Linie die Frau für Haushalt und Kindererziehung verantwortlich ist. Früher wohnten in Flandern verheiratete Kinder oft mit ihren Eltern zusammen. Dies trifft heute in Ausnahmefällen nur noch für ländliche Regionen zu, wenn familieneigenes Ackerland gemeinsam bewirtschaftet wird. Auch in Wallonien war es durchaus üblich, dass sich eine Großfamilie ein großes, gemeinsames Haus teilte. Aber auch hier hat sich der Trend zur Kleinfamilie entwickelt.

Umgangsformen

In Belgien begrüßt man sich normalerweise mit Händedruck. Die anschließenden Begrüßungsworte hängen von der jeweiligen Region ab. Die häufigsten flämischen Formeln sind Hallo und das förmlichere goeden dag (guten Tag“). Die französischen Entsprechungen lauten Salut (Hallo“) und Bonjour (guten Tag“). Begrüßungen auf Englisch oder Deutsch können in Brüssel und anderen Städten angebracht sein. Mit dem Vornamen sprechen sich nur Freunde und Verwandte an, ansonsten verwendet man den Nachnamen mit der entsprechenden persönlichen Anrede (z. B. Herr oder Frau). Beim Verabschieden in kleiner Runde gibt man jedem Einzelnen die Hand. Belgier laden gern Verwandte und gute Freunde zu sich nach Hause ein, während man sich mit anderen Bekannten in Cafés, Bistros und Restaurants trifft. Besuche werden nur selten ohne Vorankündigung oder vorheriges Telefonat abgestattet. Gäste achten auf Pünktlichkeit und überreichen dem Gastgeber oft ein kleines Geschenk.

Freizeit

Die beliebtesten Sportarten sind Radfahren und Fußball. Autorennen haben eine große Anhängerschaft, ebenso wie Basketball, Volleyball und Tennis. Die Jagd (eine umstrittene Freizeitbeschäftigung), das Angeln und Wettspiele mit Tauben sind in einigen Regionen weit verbreitet. Beim Tauben-Wettfliegen werden männliche Tauben in einiger Entfernung von ihren Weibchen freigelassen. Die Besitzer schließen Wetten ab, welches Männchen als Erstes wieder bei seinem Weibchen ist. Familien gehen in ihrer Freizeit gern in Restaurants, Theater oder Kinos. Aber auch Ausflüge in der freien Natur, am Strand oder in den Waldgebieten der im Süden liegenden Ardennen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Zu den Höhepunkten des Jahres zählen regionale und landesweite Volksfeste, wie z. B. der Karneval.

Nachtleben

Vor allem Brüssel hat ein reges Nachtleben, mit zahlreichen Restaurants. Die zehn Theater der Stadt führen Stücke in niederländischer und französischer Sprache auf. Das Théâtre National und das Théâtre Royal des Galeries sind die großen Bühnen der Stadt. Das Théâtre Cinq-Quarante und das Théâtre de Poche sind für experimentelles Theater bekannt. Die 35 Brüsseler Kinos, die unzähligen Diskotheken und Nachtcafés konzentrieren sich auf zwei Stadtviertel: Port Louise im Norden und die Straßenzüge zwischen dem Place Roger und dem Place de la Bourse. Unter den Nacht- und Jazzklubs sind Le Crazy, Chez Paul, Maxim und Le Grand Escalier die berühmtesten. Der Jazzklub und das Bloomdido Jazz Café sind ebenfalls gut besucht. Die Programme der einzelnen Veranstaltungsorte sowie Auskünfte über die zahlreichen Festivals findet man im wöchentlichen Veranstaltungskalender BBB Agenda, der in der Tourist-Information erhältlich ist. Auskünfte über Festivals außerhalb der Hauptstadt erteilt das Belgische Verkehrsamt. Das bekannteste ist das Flandern-Festival (Konzerte mit klassischer Musik). Antwerpen, Leuven, Mons, Gent, Kortrijk und Namur bieten ähnliche Abendunterhaltung an. Die Wallonische Oper in Liège (Luik/Lüttich) hat einen guten Ruf, ebenso die städtischen Theaterensembles.

Einkaufstipps

Die besten Mitbringsel sind die berühmten belgischen Pralinen, Schokolade und Waffeln; Spitze aus Brügge, Brüssel und Mechelen (Malines); Diamanten und Schmuck aus Antwerpen; Keramik und handgefertigte Kupferartikel aus Dinat; Kristall aus dem Val Saint Lambert und Holzschnitzereien aus Spa. Die besten Einkaufsmöglichkeiten hat man in Brüssel, Antwerpen, Brügge, Ostende, Namur, Mons, Liège (Luik/Lüttich), Gent und Mechelen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Kaufhäuser: Mo-Do und Sa 09.00-18.00/18.30 Uhr, Fr 09.00-21.00 Uhr. Supermärkte: Mo-Sa 09.00-18.00 Uhr.

Trinkgeld

16% Trinkgeld ist in der Regel bereits in allen Hotel- und Restaurantrechnungen enthalten. 50-100 bfr sollte man für die Garderobe, 30 bfr pro Gepäckstück für Gepäckträger bereithalten. Toilettenpersonal erwartet 10-15 bfr, Frisöre 20% des Rechnungsbetrages (wenn der Service nicht inbegriffen ist). Im Taxifahrpreis ist das Trinkgeld inbegriffen.

Umgang

Viele Flamen sprechen mit Besuchern lieber Englisch als Französisch, auch wenn diese gute Französischkenntnisse besitzen. Wird man zum Essen eingeladen, freuen sich die Gastgeber über einen Blumenstrauß oder ein kleines Geschenk. Rauchen ist überall gestattet.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
230 50 -
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Unterkunft

Große Auswahl an Hotels, Pensionen und Gasthäusern aller Preiskategorien. Kategorien: Ein Schild am Eingang kennzeichnet Hotels, die der Belgische Fremdenverkehrsverband regelmäßig auf ihren Standard überprüft. Das Schild garantiert die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Richtlinien hinsichtlich Qualität und Ausstattung. In allen Benelux-Ländern gibt es außerdem ein weiteres System, nach dem je nach Qualität bis zu 5 Sterne vergeben werden. Die Teilnahme ist freiwillig, und es gibt durchaus erstklassige Hotels, die nicht erfaßt sind. Die Aufteilung im einzelnen:
 
5 Sterne (H5): Luxushotel. Höchster Komfort, exzellente Einrichtung. 24-Std.-Zimmerservice, À-la-carte-Restaurant, Geschenkboutiquen, Park- und Gepäckservice, Reise- und Theaterkartenbuchung.
 
4 Sterne (H4): 80% der Zimmer mit Bad, Nachtportier und zeitlich begrenzter Zimmerservice. Telefon auf allen Zimmern. Fahrstuhl.
 
3 Sterne (H3): 50% der Zimmer mit Bad. Rezeption nur tagsüber. Aufenthaltsraum. Fahrstuhl (bei mehr als 2 Stockwerken).
 
2 Sterne (H2): Mittelklasse. 25% der Zimmer mit Bad/WC. Bar vorhanden.
 
1 Stern (H1): Einfacher Standard. Alle Zimmer haben fließend heiß und kalt Wasser. Frühstück.
 
Kat. H: Minimalstandard. Mind. 1 Badezimmer je 10 Zimmer.

Weitere Informationen vom Belgischen Verkehrsamt oder von den drei regionalen Hotelverbänden:

Flandern: Horeca Vlaanderen, Anspachlaan 111, BP 4, B-1000 Brüssel. Tel: (02) 513 64 84. Telefax: (02) 513 89 54. (E-Mail: fed.vlaanderen@horeca.be)

Wallonien: Horeca Wallonie, 83 Chaussée de Charleroi, B-5000 Namur. Tel: (081) 72 18 88. Telefax: (081) 73 76 89. (E-Mail: fed.wallonie@horeca.be)

Brüssel: Horeca Brussels, BP 4, 111 Boulevard Anspach, BP 4, B-1000 Brüssel. Tel: (02) 513 64 84. Telefax: (02) 513 89 54. (E-Mail: fed.bruxelles@horeca.be)
 
URLAUB AUF DEM BAUERNHOF: In einigen Gegenden im Angebot. An der Küste und in den Ardennen kann gegen eine Gebühr auch bei der Arbeit geholfen werden. Informationen und ein Adressenverzeichnis sind vom Belgischen Verkehrsamt erhältlich. Weitere Auskünfte auch von: Vlaamse Federatie voor Hoeve- en Plattelandstoerisme, Minderbroedersstraat 8, B-3000 Leuven. Tel: (016) 24 21 58. Telefax: (016) 24 24 87. (E-Mail: Hoevetoerisme@Boerenbond.be; Internet: http://www.plattelandstoerisme.be und http://www.hoevetoerisme.be) oder Belsud, 61 Rue du Marché-aux-Herbes, B-1000 Brüssel. Tel: (02) 504 0280. Telefax: (02) 514 5335. (E-Mail: belsud@opt.be; Internet: http://www.belgium-tourism.net)
 
FERIENHÄUSER UND -WOHNUNGEN: Villen, Ferienwohnungen, Zimmer und Bungalows aller Preislagen können überall in Belgien gemietet werden. In den Ardennen und an der Küste ist die Auswahl groß. Die Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind gut ausgestattet, einladend und gemütlich. Preise richten sich nach Ausstattung, Lage, Zimmerzahl und Saison. An der Küste sind viele Ferienwohnungen und Häuser in 5 Kategorien eingestuft, je nach Komfortangebot. Maklerbüros und die regionalen Fremdenverkehrsämter (s. o.) erteilen weitere Auskünfte.
 
JUGENDHERBERGEN: Es gibt zwei Jugendherbergswerke: Die Vlaamse Jeugdherbergcentrale (VJHC) (Internet: http://www.vjh.be) in Flandern und die Centrale Wallonne (CWAJ) (Internet: http://www.laj.be) im französischsprachigen Teil Belgiens. Die flämischen Jugendherbergen sind geräumig und werden häufig von Schulklassen und Jugendgruppen besucht. Die wallonischen Jugendherbergen sind kleiner und ähneln den französischen. Eine Liste der Jugendherbergen und anderer preisgünstiger Unterkunftsmöglichkeiten ist auf Anfrage erhältlich von Fédération Infor-Jeunes Wallonie-Bruxelles, Rue Henri Lemaître 25, B-5000 Namur. Tel: (081) 22 08 72. Telefax: (081) 22 63 12. (E-Mail: federation@inforjeunes.be; Internet: http://www.inforjeunes.be) sowie von Infor-Jeunes, Rue Sainte-Catherine 9A, B-1000 Brüssel. Tel: (02) 514 41 11. Telefax: (02) 549 54 07. (E-Mail: bruxelles@inforjeunes.be). Weitere Auskünfte erteilt außerdem die Vlaamse Jeugdherbergcentrale, Van Stralenstraat 40, B-2060 Antwerpen. Tel: (03) 232 72 18. Telefax: (03) 231 81 26.
 
CAMPING: Die meisten der 500 Campingplätze liegen an der Küste oder in den Ardennen. Adressen, Preise und Informationen sind vom Belgischen Verkehrsamt erhältlich. Die örtliche »Beherbergungssteuer« (Verblijftaks/Taxe de Sejour) ist normalerweise im Standplatzpreis inbegriffen. In der Sommersaison zahlt man an der Küste 25% Zuschlag. Mit Erlaubnis des Grundstückseigentümers oder Pächters darf man auch außerhalb der ausgewiesenen Campingplätze zelten.


Verkehr

FLUGZEUG: Es gibt keinen Inlandflugverkehr. Schnellbusse der Fluggesellschaft Sabena fahren vom Brüsseler Flughafen nach Antwerpen, Gent und Liège (Luik/Lüttich). Ein Flughafenbus verkehrt zwischen Antwerpen (Stadt) und dem Brüsseler Flughafen, die Fahrt ist für manche Passagiere kostenlos (s. Reiseverkehr - International).

BAHN: Belgien hat eines der dichtesten Schienennetze der Welt, Züge verkehren in der Regel im Stundentakt, häufiger auf den Hauptstrecken. Im Inlandverkehr sind Platzreservierungen unnötig. An jedem Bahnhof gibt es Gratisfahrpläne. Kinder von 6-12 Jahren fahren zum halben Preis, unter 6 Jahren gratis. An 62 Bahnhöfen können Besucher Räder oder Tandems tageweise mieten. Ein Verzeichnis dieser Bahnhöfe sowie weitere Informationen sind von den Belgischen Eisenbahnen, Goldgasse 2, D-50668 Köln erhältlich. Tel: (0221) 141 18 70/71/74. Telefax: (0221) 141 18 79. (E-Mail: b-cargo@arcormail.be)

Fahrpreisermäßigungen: Preiswerte Wochenendfahrkarten gelten für die Hinfahrt Freitag bis Sonntag, für die Rückfahrt von Sonntag bis Montag (an langen Wochenenden verlängert sich die Gültigkeit). Erhältlich für maximal 6 Personen, dabei 40% Ermäßigung für die ersten 150 km für die 1. Person, 60% für alle übrigen. Ab dem 151. km fährt man umsonst.

Sonderfahrkarten: Netzkarten berechtigen zu unbegrenzten Fahrten auf dem gesamten belgischen Streckennetz. Sie gelten innerhalb der Landesgrenzen und können mit Bundesbahnfahrkarten kombiniert werden. An den Hauptbahnhöfen in Belgien (und an anderen europäischen Hauptbahnhöfen) können Fahrkarten gelöst werden, die erst von den Grenzbahnhöfen an gültig sind (in Verbindung mit der Netzkarte). Folgende Netzkarten sind an allen belgischen Bahnhöfen erhältlich:

(1) 5-Tage-B-Netzkarte (B-Tourrail): Berechtigt zu unbegrenzten Fahrten mit den Belgischen Eisenbahnen an 5 beliebigen Tagen innerhalb eines Monats.

(2) Benelux-5-Tage-Rundfahrkarte (Benelux-Tourrail): Berechtigt zu beliebig vielen Fahrten auf dem belgischen, niederländischen und luxemburgischen Streckennetz an 5 Tagen innerhalb eines Zeitraumes von einem Monat. Erhältlich nur an größeren belgischen Bahnhöfen. Es gibt auch Wochenendermäßigungen für Einzelpersonen und Gruppen innerhalb der Benelux-Staaten.

(3) Go Pass: Für Personen unter 26 Jahren. 6 Monate gültig für 10 Fahrten der 2. Klasse innerhalb Belgiens. Übertragbar. Werktags ab 08.00 Uhr gültig (außer Juli und August).

(4) Multi Pass: 2 Monate gültig für 2 einfache Fahrten (zwischen 2 Bahnhöfen) oder eine Hin- und Rückfahrt für 2-5 Personen. Übertragbar. Werktags ab 08.00 Uhr gültig (außer Juli und August).

Rail Europ Senioren-Bahnpaß (RES): Erhältlich für Personen über 60 Jahre (unter Vorlage des Personalausweises). Gewährt 30% Ermäßigung auf internationale Fahrkarten in 24 europäischen Ländern.

Der InterRail-Paß und die EURO DOMINO-Netzkarte gelten auch in Belgien.

BUS/PKW: Anschnallpflicht für Fahrer und alle weiteren Autoinsassen. Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht auf dem Vordersitz sitzen, sofern Platz auf dem Rücksitz ist. Ein Warndreieck muß mitgeführt werden. Bleifreies Benzin (sans plomb/loodvrij) ist an jeder Tankstelle erhältlich. Promillegrenze: 0,8?. Geschwindigkeitsbegrenzungen: 50 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften, 90 km/h auf Landstraßen und 120 km/h auf Autobahnen. Schienenfahrzeuge haben Vorfahrt. Automobilclub: Royal Automobile Club de Belgique a.s.b.l., 53 Rue d'Arlon, B-1040 Brüssel. Tel: (02) 287 09 11. Telefax: (02) 230 75 84. (Internet: http://www.racb.com). Notruf: 100 (Krankenwagen/Feuerwehr), 101 (Polizei). Bus: Der staatliche SNCV ist für den Nahverkehr zuständig. Das regionale Busliniennetz ist ausgezeichnet, Fahrpläne sind u. a. von den Verkaufsstellen des SNCV erhältlich. Überlandbusse verkehren zwischen zahlreichen Städten. Abgesehen von den Flughafenbussen der Sabena (s. o.) gibt es keine Schnellbuslinien. Taxi: Das Trinkgeld ist bereits im Fahrpreis enthalten. Mietwagen mit und ohne Chauffeur sind erhältlich. Unterlagen: Der Führerschein des eigenen Landes ist ausreichend. Die Mitnahme der Internationalen Grünen Versicherungskarte ist Pflicht.

STADTVERKEHR: Alle größeren Städte haben ein gutes Nahverkehrsnetz. In Brüssel und Antwerpen gibt es U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen; Buslinien und/oder Straßenbahnlinien in allen anderen Städten. Einheitstarif, preisgünstig sind die Sammelfahrscheine (5 oder 10 Fahrten). Darüber hinaus gibt es Tages- und Touristenkarten.

Fahrzeiten: von Brüssel zu den wichtigsten Großstädten Belgiens und der Nachbarstaaten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

- Flugzeug Bahn Pkw/Bus
Arlon - 2.20 3.00
Antwerpen - 0.41 0.40
Brügge/Brugge - 0.53 1.00
Gent - 0.28 0.50
Liège/Luik/Lütt. - 1.20 1.10
Ostende - 1.10 1.20
Namur - 0.56 1.00
Paris 0.50 2.30 -
Amsterdam 0.40 3.00 -
Rom 2.00 20.00 -
Köln - 3.00 -
London 0.55 *2.40/**8.30 -

Anmerkung: [*] Schnellzugverbindung durch den Kanaltunnel. [**] Fahrzeit per Zug und Fähre. Bei Überfahrt per Tragflächenboot verkürzt sich die Fahrzeit auf 5 Std. 30.

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