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Impfschutz: Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anläßlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden. Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition Meningokokken-Impfung für Kinder und Jugendliche. Die Ardennen Diese Region ist für ihre Seen, Flüsse, Wälder und Höhlen bekannt; ebenso für gute Küche. Die Maas/Meuse fließt durch viele malerische Urlaubsorte: Annevoie mit seiner imposanten Burg und den herrlichen Gärten, Godinne und Profondeville (gute Wassersportmöglichkeiten), Namur (Kathedrale, Zitadelle, viele Museen) und Liwith (Kirchen, Museen). Der Semois durchfließt das geschäftige Arlon und die Kleinstadt Florenville. Ganz in der Nähe liegen die Ruinen der Abtei Orval und Bouillon mit seiner hoch über der Stadt gelegenen Festung. Das Amblève-Tal ist eines der eindrucksvollsten der Ardennen, und die Höhlen im Fond de Quarreux ziehen jährlich viele Touristen an. Interessant ist ein Ausflug zur Marveilleuse-Grotte bei Dinant und zur Höhle bei Remouchamps. Auch ein Abstecher zu den prähistorischen Höhlen bei Spy, Rochefort, Hotton und Han-sur-Lesse (unterirdischer See) lohnt sich. Die Urgeschichte des Menschen wird in Couvin lebendig. In einer der Höhlen ist ein Museum der Frühgeschichte untergebracht. Die sieben Höhlen von Goyet bei Gesves sind eine der bedeutendsten prähistorischen Siedlungen Europas und bilden ein einzigartiges unterirdisches Museum. Anschaulich wird gezeigt, wie der Alltag der Menschen von Neandertal und Cromagnon aussah. Saint-Hubert bietet interessante Museen, eine beeindruckende Basilika (Barockfassade, gotisches Interieur) und einen nahegelegenen Wildpark mit Wanderwegen. Sehenswert in La Roche-en-Ardenne sind vor allem die Ruinen einer Schloßanlage der fränkischen Könige. Fundstücke deuten darauf hin, daß hier schon in der Jungsteinzeit Menschen lebten. Auf der Ourthe sind Kajakfahrten und Rafting beliebt. Die Küste und Westflandern Die belgische Küste erstreckt sich auf 69 km von Knokke an der holländischen Grenze bis nach De Panne an der Grenze zu Frankreich. Im Sommer verbringen hier viele Belgier ihre Ferien. Windschutz und Strandkabinen werden von Hotels, Verleihfirmen und Privatvermietern zur Verfügung gestellt. Es gibt keine Kurtaxe. Man kann sich mit Segeln, Reiten, Rudern, Sandsegeln, Angeln, Golf und Tennis die Zeit vertreiben. Die Strandpromenade ist für den Verkehr gesperrt. Der Strand ist meist flach und feinsandig mit langsamem Tidenhub und daher auch geeignet für kleine Kinder. Nacktbaden ist verboten. Badeorte: De Panne (für Naturfreunde, langer Strand, eine der schönsten Dünen der Nordseeküste, Schutzgebiete), Koksijde und Sint Idesbald (ruhiger Familienbadeort), Oostduinkerke (beschaulich), Nieuwpoort (modern), Westende (Stille und Natur) und Lombardsijde, Middelkerke (breites Freizeitangebot), Ostende (abwechslungsreich und international), Bredene (herrliche Dünenlandschaft), De Haan (ruhig und idyllisch, Landschaftsschutzgebiete), Wenduine (Kinderparadies), Blankenberge (belebt und beliebt, 3 km langer Strand), Zeebrügge (Fährhafen unweit von Brügge) und Knokke-Heist (von gemütlich-ruhig bis mondän). Nachtleben: Ostende, Knokke, Blankenberge und Middelkerke. Ruhige Strände: Zeebrügge, Nieuwpoort, Oostduinkerke. Historische Städte: Brügge, Damme und Veurne. Kriegsschauplätze: Ypres (Ieper) ist als einer der Hauptschauplätze des 1. Weltkrieges in die Geschichte eingegangen. Die Schlachtfelder von Passendale, Ypres und der Somme können besucht werden. Zahlreiche Gedenkstätten und Museen erinnern an die Kämpfe und die Opfer beider Weltkriege. Historische Städte Sitten & Bräuche Familienstruktur Viele Belgier sind vor der Hochzeit lange Zeit verlobt oder leben zusammen, ein großer Teil wählt auch die nichteheliche Gemeinschaft. Zusätzlich zur standesamtlichen Trauung entscheiden sich viele Brautpaare für eine kirchliche Heirat. Die durchschnittliche belgische Familie besteht meist aus berufstätigen Eltern mit zwei Kindern. Oft werden die häuslichen Pflichten zwar von beiden Partnern wahrgenommen, dennoch herrscht noch immer die Einstellung vor, dass in erster Linie die Frau für Haushalt und Kindererziehung verantwortlich ist. Früher wohnten in Flandern verheiratete Kinder oft mit ihren Eltern zusammen. Dies trifft heute in Ausnahmefällen nur noch für ländliche Regionen zu, wenn familieneigenes Ackerland gemeinsam bewirtschaftet wird. Auch in Wallonien war es durchaus üblich, dass sich eine Großfamilie ein großes, gemeinsames Haus teilte. Aber auch hier hat sich der Trend zur Kleinfamilie entwickelt. Umgangsformen In Belgien begrüßt man sich normalerweise mit Händedruck. Die anschließenden Begrüßungsworte hängen von der jeweiligen Region ab. Die häufigsten flämischen Formeln sind Hallo und das förmlichere goeden dag (guten Tag). Die französischen Entsprechungen lauten Salut (Hallo) und Bonjour (guten Tag). Begrüßungen auf Englisch oder Deutsch können in Brüssel und anderen Städten angebracht sein. Mit dem Vornamen sprechen sich nur Freunde und Verwandte an, ansonsten verwendet man den Nachnamen mit der entsprechenden persönlichen Anrede (z. B. Herr oder Frau). Beim Verabschieden in kleiner Runde gibt man jedem Einzelnen die Hand. Belgier laden gern Verwandte und gute Freunde zu sich nach Hause ein, während man sich mit anderen Bekannten in Cafés, Bistros und Restaurants trifft. Besuche werden nur selten ohne Vorankündigung oder vorheriges Telefonat abgestattet. Gäste achten auf Pünktlichkeit und überreichen dem Gastgeber oft ein kleines Geschenk. Freizeit Die beliebtesten Sportarten sind Radfahren und Fußball. Autorennen haben eine große Anhängerschaft, ebenso wie Basketball, Volleyball und Tennis. Die Jagd (eine umstrittene Freizeitbeschäftigung), das Angeln und Wettspiele mit Tauben sind in einigen Regionen weit verbreitet. Beim Tauben-Wettfliegen werden männliche Tauben in einiger Entfernung von ihren Weibchen freigelassen. Die Besitzer schließen Wetten ab, welches Männchen als Erstes wieder bei seinem Weibchen ist. Familien gehen in ihrer Freizeit gern in Restaurants, Theater oder Kinos. Aber auch Ausflüge in der freien Natur, am Strand oder in den Waldgebieten der im Süden liegenden Ardennen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Zu den Höhepunkten des Jahres zählen regionale und landesweite Volksfeste, wie z. B. der Karneval. Vor allem Brüssel hat ein reges Nachtleben, mit zahlreichen Restaurants. Die zehn Theater der Stadt führen Stücke in niederländischer und französischer Sprache auf. Das Théâtre National und das Théâtre Royal des Galeries sind die großen Bühnen der Stadt. Das Théâtre Cinq-Quarante und das Théâtre de Poche sind für experimentelles Theater bekannt. Die 35 Brüsseler Kinos, die unzähligen Diskotheken und Nachtcafés konzentrieren sich auf zwei Stadtviertel: Port Louise im Norden und die Straßenzüge zwischen dem Place Roger und dem Place de la Bourse. Unter den Nacht- und Jazzklubs sind Le Crazy, Chez Paul, Maxim und Le Grand Escalier die berühmtesten. Der Jazzklub und das Bloomdido Jazz Café sind ebenfalls gut besucht. Die Programme der einzelnen Veranstaltungsorte sowie Auskünfte über die zahlreichen Festivals findet man im wöchentlichen Veranstaltungskalender BBB Agenda, der in der Tourist-Information erhältlich ist. Auskünfte über Festivals außerhalb der Hauptstadt erteilt das Belgische Verkehrsamt. Das bekannteste ist das Flandern-Festival (Konzerte mit klassischer Musik). Antwerpen, Leuven, Mons, Gent, Kortrijk und Namur bieten ähnliche Abendunterhaltung an. Die Wallonische Oper in Liège (Luik/Lüttich) hat einen guten Ruf, ebenso die städtischen Theaterensembles. Die besten Mitbringsel sind die berühmten belgischen Pralinen, Schokolade und Waffeln; Spitze aus Brügge, Brüssel und Mechelen (Malines); Diamanten und Schmuck aus Antwerpen; Keramik und handgefertigte Kupferartikel aus Dinat; Kristall aus dem Val Saint Lambert und Holzschnitzereien aus Spa. Die besten Einkaufsmöglichkeiten hat man in Brüssel, Antwerpen, Brügge, Ostende, Namur, Mons, Liège (Luik/Lüttich), Gent und Mechelen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Kaufhäuser: Mo-Do und Sa 09.00-18.00/18.30 Uhr, Fr 09.00-21.00 Uhr. Supermärkte: Mo-Sa 09.00-18.00 Uhr. 16% Trinkgeld ist in der Regel bereits in allen Hotel- und Restaurantrechnungen enthalten. 50-100 bfr sollte man für die Garderobe, 30 bfr pro Gepäckstück für Gepäckträger bereithalten. Toilettenpersonal erwartet 10-15 bfr, Frisöre 20% des Rechnungsbetrages (wenn der Service nicht inbegriffen ist). Im Taxifahrpreis ist das Trinkgeld inbegriffen. Viele Flamen sprechen mit Besuchern lieber Englisch als Französisch, auch wenn diese gute Französischkenntnisse besitzen. Wird man zum Essen eingeladen, freuen sich die Gastgeber über einen Blumenstrauß oder ein kleines Geschenk. Rauchen ist überall gestattet.
Große Auswahl an Hotels, Pensionen und Gasthäusern
aller Preiskategorien. Kategorien: Ein Schild am Eingang kennzeichnet Hotels, die der
Belgische Fremdenverkehrsverband regelmäßig auf ihren Standard überprüft. Das Schild
garantiert die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Richtlinien hinsichtlich Qualität
und Ausstattung. In allen Benelux-Ländern gibt es außerdem ein weiteres System, nach dem
je nach Qualität bis zu 5 Sterne vergeben werden. Die Teilnahme ist freiwillig, und es
gibt durchaus erstklassige Hotels, die nicht erfaßt sind. Die Aufteilung im einzelnen: Weitere Informationen vom Belgischen Verkehrsamt oder von den drei regionalen Hotelverbänden: Flandern: Horeca Vlaanderen, Anspachlaan 111, BP 4, B-1000 Brüssel. Tel: (02) 513 64 84. Telefax: (02) 513 89 54. (E-Mail: fed.vlaanderen@horeca.be) Wallonien: Horeca Wallonie, 83 Chaussée de Charleroi, B-5000 Namur. Tel: (081) 72 18 88. Telefax: (081) 73 76 89. (E-Mail: fed.wallonie@horeca.be) Brüssel: Horeca Brussels, BP 4, 111 Boulevard
Anspach, BP 4, B-1000 Brüssel. Tel: (02) 513 64 84. Telefax: (02) 513 89 54. (E-Mail: fed.bruxelles@horeca.be) FLUGZEUG: Es gibt keinen Inlandflugverkehr. Schnellbusse
der Fluggesellschaft Sabena fahren vom Brüsseler Flughafen nach Antwerpen, Gent
und Liège (Luik/Lüttich). Ein Flughafenbus verkehrt zwischen Antwerpen (Stadt) und dem
Brüsseler Flughafen, die Fahrt ist für manche Passagiere kostenlos (s. Reiseverkehr -
International). (1) 5-Tage-B-Netzkarte (B-Tourrail): Berechtigt zu unbegrenzten Fahrten mit den Belgischen Eisenbahnen an 5 beliebigen Tagen innerhalb eines Monats. (2) Benelux-5-Tage-Rundfahrkarte (Benelux-Tourrail): Berechtigt zu beliebig vielen Fahrten auf dem belgischen, niederländischen und luxemburgischen Streckennetz an 5 Tagen innerhalb eines Zeitraumes von einem Monat. Erhältlich nur an größeren belgischen Bahnhöfen. Es gibt auch Wochenendermäßigungen für Einzelpersonen und Gruppen innerhalb der Benelux-Staaten. (3) Go Pass: Für Personen unter 26 Jahren. 6 Monate gültig für 10 Fahrten der 2. Klasse innerhalb Belgiens. Übertragbar. Werktags ab 08.00 Uhr gültig (außer Juli und August). (4) Multi Pass: 2 Monate gültig für 2 einfache Fahrten (zwischen 2
Bahnhöfen) oder eine Hin- und Rückfahrt für 2-5 Personen. Übertragbar. Werktags ab
08.00 Uhr gültig (außer Juli und August). Der InterRail-Paß und die EURO DOMINO-Netzkarte gelten auch in Belgien. BUS/PKW: Anschnallpflicht für Fahrer und alle weiteren Autoinsassen. Kinder
unter 12 Jahren dürfen nicht auf dem Vordersitz sitzen, sofern Platz auf dem Rücksitz
ist. Ein Warndreieck muß mitgeführt werden. Bleifreies Benzin (sans plomb/loodvrij) ist
an jeder Tankstelle erhältlich. Promillegrenze: 0,8?. Geschwindigkeitsbegrenzungen: 50
km/h innerhalb geschlossener Ortschaften, 90 km/h auf Landstraßen und 120 km/h auf
Autobahnen. Schienenfahrzeuge haben Vorfahrt. Automobilclub: Royal Automobile Club de
Belgique a.s.b.l., 53 Rue d'Arlon, B-1040 Brüssel. Tel: (02) 287 09 11. Telefax: (02)
230 75 84. (Internet: http://www.racb.com).
Notruf: 100 (Krankenwagen/Feuerwehr), 101 (Polizei). Bus: Der staatliche SNCV ist
für den Nahverkehr zuständig. Das regionale Busliniennetz ist ausgezeichnet, Fahrpläne
sind u. a. von den Verkaufsstellen des SNCV erhältlich. Überlandbusse verkehren
zwischen zahlreichen Städten. Abgesehen von den Flughafenbussen der Sabena (s. o.)
gibt es keine Schnellbuslinien. Taxi: Das Trinkgeld ist bereits im Fahrpreis enthalten.
Mietwagen mit und ohne Chauffeur sind erhältlich. Unterlagen: Der Führerschein des
eigenen Landes ist ausreichend. Die Mitnahme der Internationalen Grünen
Versicherungskarte ist Pflicht.
Anmerkung: [*] Schnellzugverbindung durch den Kanaltunnel. [**] Fahrzeit per Zug und Fähre. Bei Überfahrt per Tragflächenboot verkürzt sich die Fahrzeit auf 5 Std. 30. |
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