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Die Skurrilität in den Pyrenäen, in einem Hochtalbecken (1079 m) gelegen, ist seit Jahrhunderten stolz auf ihre Unabhängigkeitsrechte aus der Zeit Karl des Großen, der den Andorranern mit einer Charta für ihre Hilfe gegen die vordringenden Mauren gedankt haben soll. 1278 wurde die Anomalie eines Fürstentums ohne Fürsten, dafür aber unter gleich doppelter fremder Oberhoheit festgeschrieben. Seither teilen sich die Grafen von Foix (inzwischen abgelöst durch den französischen Präsidenten) und der Bischof des spanischen Urgel die Rolle des Staatsoberhauptes. Diese Fremdbestimmung wird heute von Spanien und Frankreich eher symbolisch ausgeübt, seit der Zwergstaat 1993 für Unabhängigkeit votierte und als 184. Land der UNO beitrat. Seitdem wurden die wenigen Familienclans abgelöst durch das demokratisch gewählte Parlament mit mindestens 28 Abgeordneten, die Hälfte davon aus den sieben Gemeindebezirken. Andorra ist traditionell Währungsgebiet beider Nachbarländer und profitierte stets von cleveren Transitmauschelein und blühendem Schmuggel, vor allem mit Tabakwaren. Das Fürstentum hat keine eigene Währung, sondern arbeitet mit spanischen Peseten und französischen Francs, womit Andorra ungefragt Euro-Gebiet wurde. Wahlberechtigt ab 18 Jahre sind nur rund 10.000 der 64.000 Einwohner. Die restlichen Erwachsenen gelten als Ausländer. Denn Staatsbürger kann man erst nach 25 Jahren Aufenthalt oder auf Wunsch als in Andorra geborener Ausländer werden. Eine doppelte Staatsbürgerschaft ist nicht statthaft - mit zwei Ausnahmen: Die "Ko-Fürsten", Frankreichs Präsident und der Bischof von Urgel, sind zugleich auch Andorraner. Dafür erhalten sie traditionell alle 2 Jahre die symbolische Kopfsteuer von etwa 320 Mark beziehungsweise ein Deputat von andorranischen Kapaunen, Hühnern und Käse. |
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