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In den 13 Jahren seit Zusammenbruch des staatlichen Zentralismus in Albanien 1991 konnten deutliche Fortschritte beim Aufbau marktwirtschaftlicher Strukturen erreicht werden. Unterstützt durch ein 1992 zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank (WB) eingeleitetes Reformprogramm wurden die Preise liberalisiert, Kleinbetriebe in allen Sektoren privatisiert und die Währung (Lek) konvertibel. Das BIP-Wachstum verzeichnete beachtliche Zuwachsraten; die Währung blieb stabil. Die EU hat Ende Januar 2003 Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Albanien aufgenommen.

Die Privatisierung der ehemaligen Staatsbetriebe ist weitgehend abgeschlossen. Die Sparkasse "Savings Bank of Albania" wurde Ende 2003 an die österreichische Raiffeisenbank für 126 Mio. USD verkauft. Der Festnetzanbieter AlbTelekom hat 2004 eine Lizenz als Mobilfunkanbieter erhalten. 2005 soll der Telekommunikationssektor liberalisiert werden, damit würde das Festnetzmonopol der AlbTelekom aufgelöst werden. 40 % der Anteile der staatlichen Versicherungsgesellschaft INSIG wurden zur Vorbereitung auf die Privatisierung an EBWE und IFC übertragen, die restlichen 60% sollen in ein bis zwei Jahren durch internationale Ausschreibungen angeboten werden. 2004 soll das staatliche Hotel Tirana International privatisiert werden.

Das Investitionsklima im Lande ist schwierig: Eine schwache Verwaltung und Justiz sind oft nicht fähig und gelegentlich nicht willens, die - häufig wechselnden - Rechtsvorschriften anzuwenden. Im Konfliktfall ist Rechtsschutz durch die Justiz kaum zu erreichen.

Wirtschaftliche Kennziffern:

BSP (in US$) 9,273 Mrd.
Zuwachsrate des BIP(in %) 5,5
Anteil am BIP
Landwirtschaft (in %) 23
Industrie (in %) 22
Dienstleistungen (in %) 55
Arbeitslosigkeit (in %) 15,0 (inoffiziell ca. 30%)
Inflationsrate (in %) 2,3
Staatseinnahmen (in US$) 1,039 Mrd.
Staatsausgaben (in US$) 1,427 Mrd.
Leistungsbilanzdefizit (in US$) 571 Mio.
Devisenreserven (in US$) 1,440 Mrd.
Militär
Allgemeine Wehrpflicht (in Monate) 12
Streitkräfte (Mann) 21 500
davon Armee 16 000
Luftwaffe 3 500
Marine 2 000
Militärausgaben (am BIP)(in %) 1,4
Im Rahmen eines 10-jährigen Umstrukturierungsprogrammes plant das Land, seine Truppenstärke bis zum Jahr 2006 zu reduzieren. Ziel ist der NATO-Beitritt und eine Berufsarmee.

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