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Alle Reisenden sollen ihren Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Poliomyelitis überprüfen und auffrischen lassen, wenn die letzten Impfungen mehr als 10 Jahre zurückliegen. Bei erhöhten Risiken(z.B. Hygienemängel, insbesondere in ländlichen Gebieten) oder bei Langzeitaufenthalten, können weitere Impfungen (z.B. Hepatitis A+B) indiziert sein. Da die ärztliche Versorgung unzureichend ist und Operationen -wenn überhaupt- nur im Notfall durchgeführt werden können, sind hier besondere Vorsorgemaßnahmen, wie z.B. Flugrettungsverträge, zu empfehlen. Kriminalität Kleinkriminalität in Albanien ist selten. Besucher des Landes werden in der Regel nicht Opfer von Verbrechen, die von der im Land weitverbreiteten organisierten Kriminalität ausgehen. Vor dem Hintergrund der weitverbreiteten Armut wird jedoch angeraten, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Sitten & Bräuche Ein besonderes Vergnügen ist das abendliche Flanieren auf den Hauptboulevards der Städte. Das kulturelle Angebot umfaßt Theater, Oper und Konzert. Man kann aber auch in die Disco gehen. Albanien hat alte kunsthandwerkliche Traditionen im Weben von Teppichen (Qilim, vom Tischläufer bis zu größten Formaten) und Stoffen, Filigranarbeiten in Silber und Kupfer, Holzschnitzerei und Keramik, Sticken und Nähen. Die Kunsthandwerksbetriebe und die Glasfabrik haben die Arbeit eingestellt. An allen touristischen Orten, vor den Hotels und Ausflugslokalen bieten Kunsthandwerker oder Kinder Handarbeiten an (vom Musikinstrument über Schnitzereien bis zur gehäkelten Bordüre). Gebrauchskeramik gibt es auf jedem Markt. Feilschen um einen akzeptablen Preis wird auch Touristen nicht übelgenommen, allerdings wird ihre Unkenntnis häufig ausgenutzt. Straßenhändler bieten außerdem Antiquitäten an. Vorsicht bei verlockenden Angeboten und Geschäftsvorschlägen. Öffnungszeiten der Geschäfte: I. allg. Mo-Sa 08.00-12.00 und 15.00-19.00 Uhr. Auch sonntags haben viele Geschäfte geöffnet. Basare, Verkaufsstände entlang der Landstraßen und fliegende Händler in den Städten haben ihre eigenen Verkaufszeiten. Trinkgeld wird in Restaurants und für Dienstleistungen erwartet und ist angesichts der niedrigen Löhne und Gehälter für den Einheimischen wichtig. Geschenke erfordern meist eine Gegenleistung. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Traditionell berühren sich Männer untereinander seitlich mit den Köpfen. Anrede: Herr (Zoti) und Frau (Zonja) mit akademischen Titeln. Ausführliches, mehrfaches Fragen nach dem Wohlbefinden des Gesprächspartners und dem seiner Familienangehörigen eröffnen das Gespräch und sind bei Begegnungen und jedem Telefonat üblich. Kenntnisse des Kanun (des traditionellen Gewohnheitsrechtes) sind angesichts des Wiederauflebens alter Sitten unentbehrlich. Es ist nicht üblich, bei häuslichen Einladungen Blumen mitzubringen. Kleine Gastgeschenke hingegen, unauffällig abgegeben, werden gern akzeptiert. Bei Todesfällen wird ein Kondolenzbesuch der Bekannten erwartet. »Ja« und »nein« wird in Albanien auf besondere Weise gezeigt, und man sollte sich spontaner Gesten mit dem Kopf enthalten. »Ja«: kurzes seitliches Kopfschütteln. »Nein«: Heben des Kopfes, unterstrichen durch einen Schnalzlaut und, wenn nötig, von einer Bewegung des Zeigefingers begleitet. Jeder Versuch, sich in albanischer Sprache zu verständigen, wird mit Sympathie aufgenommen. Es wird i. allg. legere Kleidung getragen. Rocklänge und Extravaganz der Damenmode werden nicht mehr von prüden Moralvorstellungen diktiert. Kurze Hosen bei Männern sind sowohl am Strand als auch in der Stadt akzeptabel. Sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit können mit Geldstrafen bzw. mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden. Prostitution ist in Albanien verboten und wird mit Geldstrafen bzw. mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft. Neben dem Besitz und dem Handel von Drogen ist auch das Hinterlassen von Spritzen u. ä. an öffentlichen Orten strafbar. Dafür können Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr verhängt werden. Illegaler Handel mit Kunst und Kulturschätzen wird streng geahndet. Es können Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren verhängt werden.
Im ganzen Land gibt es rund 30 Hotels. Die staatlichen Touristenhotels werden von Albturist (Bulevardi Zhan D'Ark 2, Tirana; Tel: (042) 5 10 51, 5 10 46, 5 18 49; Telefax: (042) 5 10 51, 3 43 59; E-Mail: albturist.t.a@albanet.net) verwaltet. Zahlreiche neuere Hotels befinden sich in Privatbesitz. Derzeit wird eine Neuklassifizierung der Hotels in 5 Kategorien vorgenommen. Die meisten Hotels entsprechen nicht dem europäischen Standard. Der Service fällt sehr unterschiedlich aus, Komfort ist einfach bis sehr einfach. Manchmal gibt es Probleme mit der Wasser- und Stromversorgung. Sauberkeit und Hygiene lassen allgemein zu wünschen übrig. Das landesdurchschnittliche Standardhotel bietet Zimmer meist ohne eigene Dusche und WC an. Hygiene, Komfort und Qualität können nicht unbedingt erwartet werden. Die Preise sind rapide gestiegen, besonders für Touristen. Manchmal erwartet das Personal ein Trinkgeld noch bevor es bereit ist, seinen Aufgaben nachzugehen. Gute Hotels werden in Tirana meist von Geschäftsreisenden und Politikern in Anspruch genommen. Vorausbuchung ist empfehlenswert, auf Reservierungen ist jedoch nicht immer Verlaß. Alternativen sind Privatunterkünfte, Appartements oder Zimmer. CAMPING: Campingplätze an der Adriaküste bieten im Sommer 4-Bett-Wohnwagen an. Es wird davon abgeraten, frei zu zelten.Albanien verfügt über einen internationalen Flughafen (Rinas) nahe Tirana. Der Fährschiffhafen (Pkw/Lkwfähren) Durres ist von Bari, Ancona bzw. Triest zu erreichen. Daneben gibt es Grenzübergänge zu den Nachbarländern, von denen die wichtigsten Muriqan und Han i Hotit (von Montenegro), Qafe Morine (vom Kosovo), Qafe Thane (von der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien), Kapshtice und Kakavije (von Griechenland) sind. SCHIFF: Eine schnelle Personenfähre
verbindet Durrës und Vlora. Von rund 18.000 km gelten rund 7500 km als
Hauptstraßen. Sie werden vom Staat unterhalten und bisher sind nur 2850 km asphaltiert.
Drei Viertel dieser asphaltierten Straßen sind alt und durch die Belastung schwerer Lkws
sowie durch erhöhtes Verkehrsaufkommen in schlechtem Zustand. Autobahnen sind in Planung.
Auf allen Straßen ist höchste Vorsicht angebracht. Fußgänger, Tiere, Radfahrer,
Ochsenkarren, Pferdefuhrwerke und Landfahrzeuge benutzen die Fahrbahn gleichermaßen. Bus:
Immer noch das wichtigste Verkehrsmittel. Alle Strecken werden privat betrieben. Von
Tirana aus werden die Hauptrouten (Durrës, Shkodra, Peshkopia, Korça, Gjirokastra,
Saranda) teilweise mehrmals täglich befahren. Taxis findet man vor internationalen Hotels
oder in Tirana am zentralen Taxistand auf dem Sheshi (»Platz«) Avni Rustemi.
Bei Besuchen in abgelegenere Viertel vereinbart man am besten gleich die Rückfahrt, da u.
a. Telefonmöglichkeiten häufig fehlen. Mietwagen sowie repräsentative Fahrzeuge sind in
Tirana bei Verleihfirmen, auch international bekannten, zu bekommen. Ein Privatchauffeur
mit Wagen ist die bequemste und zuverlässigste Alternative, die bei guten Veranstaltern
bereits vor der Albanienreise zu buchen ist. Verkehrsbestimmungen: Strenge
Geschwindigkeitsbegrenzungen, im folgenden jeweils für Pkw/Lkw angegeben: innerhalb von
Ortschaften max. 40/35 km/h und auf Landstraßen max. 80/60 km/h. Weitere Tempolimits je
nach Gelände- und Straßenbelag: auf nicht asphaltierten Straßen im Flachland, auf
asphaltierten Gefälle- bzw. Steigungsstrecken im Flachland und generell im Bergland max.
50/45 km/h; auf Schotterstraßen im Bergland und auf asphaltierten Gefälle- bzw.
Steigungsstrecken in den Bergen max. 40/35 km/h. Für Fahrzeuge mit Anhänger und
Motorräder gelten eigene Regelungen. Die üblichen Verkehrsregeln und Schilder sind zu
beachten. Landkarten, auch die neuesten, sind lückenhaft, die Orientierung ist daher
nicht immer einfach. Erschwert wird dieser Umstand durch fehlende oder unzureichende
Wegweiser. Der Straßenzustand hat sich infolge des erhöhten Verkehrsaufkommens weiter
verschlechtert und strapaziert Fahrzeuge wie Fahrgäste. Unfälle sind häufig. Benzin ist
relativ teuer. Bleifreies Benzin gibt es nicht. Der einheimische Dieselkraftstoff ist von
minderer Qualität. Benzingutscheine (für Importkraftstoff) sind an bestimmten
Verkaufsstellen erhältlich. Tankstellen und Werkstätten sind noch dünn gesät. Doch
gibt es immer mehr private Tankstellen, die die Versorgungslage allmählich verbessern;
allerdings sind diese teurer. Es wird ebenfalls darauf hingewiesen, daß die Polizei gerne
Strafzettel für »falsches Parken« bzw. »unkorrektes Abbiegen« verteilt. Verstöße
gegen die Straßenverkehrsordnung (vor allem von Ausländern begangen) werden nicht selten
mit hohen Geldbußen bestraft. Unterlagen: Internationaler oder landeseigener
Führerschein erforderlich.
Wie auch andere Länder verbietet Albanien die Einfuhr von Drogen, Waffen, pornographischem Schriftgut. Die Einfuhr von größeren Bargeldbeträgen ist anzumelden. |
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