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Im 7. Jahrhundert wird das Gebiet des heutigen Turkmenistan von den Arabern erobert; das schafft die Grundlage für die Islamisierung der Region. Nur allmählich bilden sich die Turkmenen unter den Mongolen als eigenständige Volksgruppe heraus. Erst im 15. Jahrhundert ist dieser Prozeß abgeschlossen. lange Zeit kämpfen Perser und die Khanate von Chiwa und Buchara um die Vorherrschaft, bis sich im 18. Jahrhundert schließlich Buchara durchsetzt. Bereits im folgenden Jahrhundert beginnt die russische Expansion nach Zentralasien. Zwischen 1865 und 1881 gerät die Region unter russischer Herrschaft. Turkmenistan wird 1918 Bestandteil der autonomen Sowjetrepublik Turkestan, die 1924 zusammen mit den Sowjetrepubliken Chiwa und Buchara die selbständige Turkmenische SSR bildet. 1990 erklärte sich Turkmenistan für souverän, das Präsidialsystem wird eingeführt. Am 27. Oktober 1991 wird Turkmenistan unabhängig. Turkmenistans Präsident und Regierungschef Saparmurat Nijasow, der aus seinem selbstverliehenen Titel "Turkmenbaschi" (Führer aller Turkmenen) diktatorische Machtfülle ableitet, hat es bisher verstanden, sein Land aus allen regionalen Konflikten herauszuhalten. Gegen Einflüsse von außen hat Nijasow Turkmenistan hermetisch abgeriegelt, im Innern betreibt er einen nur mit der verordneten Verehrung Kim Il Sungs in Nordkorea zu vergleichenden Personenkult. Nijasow kann sich seine Extravaganzen leisten. Turkmenistan verfügt über gewaltige Erdöl- und vor allem Gasvorkommen. Allein die Gasreserven des Landes entsprechen in etwa denen ganz Russlands und belaufen sich auf 4,4 Trillionen Kubikmeter. Am 21.12.2006 ist der 66-jährige turmenische Präsident Saparmurad Nijasow überraschend an Herzversagen gestorben. Seit 1985 hatte er das bettelarme, aber rohstoffreiche Wüstenland regiert. Turkmenistan war damals noch eine Sowjetrepublik - und Nijasow zunächst nur ein wenig exzentrischer als die benachbarten zentralasiatischen Republikssekretäre der KPdSU. Die Unabhängigkeit Turkmenistans im Jahr 1991 war das Startsignal für die Ausbildung einer Willkürherrschaft. Die Turkmenen sollen am 11. Februar den Nachfolger wählen. Das hat der Volksrat, ein im Prinzip vom Diktator Nijasow mit 2 500 loyalen Mitgliedern besetztes Abnick-Gremium, verkündet. Eine Wahl, wie sie hierzulande üblich ist, wird das nicht werden, sondern eine Wahlfarce, wie sie in dem Wüstenstaat am Kaspischen Meer Tradition ist. Der Präsident und Ministerpräsident von Turkmenistan, Gurbanguly Berdymuchammedow, ist am 04.08.2007 zum Vorsitzenden der Einheitspartei des zentralasiatischen Landes gewählt worden. Das Staatsfernsehen meldete am Abend, Berdymuchammedow sei von Delegierten des Parteitags der Demokratischen Turkmenischen Partei einstimmig zum Vorsitzenden gewählt worden. Der Staatschef, der seit seiner Wahl an die Spitze des Landes im Februar zum General ernannt wurde und ein staatliches Diplom als Mediziner erhielt, dankte den Delegierten für ihr "großes Vertrauen". Berdymuchammedow kündigte "grandiose öffentliche Bauwerke, eine neue Wiederauferstehung und eine grundlegende Neuorganisation" Turkmenistans an. Der Staatschef war im Februar mit 89 Prozent der Stimmen gewählt worden und scheint in die Fußstapfen seines verstorbenen Vorgängers Saparmurat Njasow zu treten. Dieser hatte sich zum Präsidenten auf Lebenszeit erklärt und einen aufwändigen Personenkult eingeführt. Der neue Staatschef setzte bei seiner Amtsübernahme einige Reformen durch. So müssen die Beamten des zentralasiatischen Landes nicht mehr jeden Morgen bei Dienstantritt einen Treueschwur auf den Präsidenten ablegen. |
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