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Tadschiken, seit dem 8. Jahrhundert in Zentralasien beheimatet, wurden in ihrer Geschichte von Usbeken, Mongolen und Afghanen beherrscht. End des 19. Jahrhundert von Russen erobert, geriet der Norden des Landes 1918 unter sowjetischer Kontrolle, 3 Jahre später besetzte die Rote Armee den Rest. 1924 wurde Tadschikistan autonomer Teil der Usbekischen Sozialistischen Sowjetrepublik, 1929 Sowjetrepublik. Russen usurpierten alle wichtigen Positionen im Staat. Nach dem gescheiterten Staatsstreich gegen Gorbatschow 1991 in Moskau und Massendemonstrationen im eigenen Land erklärte Tadschikistan im September 1991 seine Unabhängigkeit. In der Folge kämpften Kommunisten, Demokraten und islamische Gruppen aus verschiedenen Landesteilen um die Macht. Präsident Rachmon Nabijew, der ehemalige KP-Chef, wurde im September 1992 abgesetzt. Zwischen der prokommunistischen neuen Regierung unter dem Staatsoberhaupt Emomali Rachmonow und der islamischen Opposition begann ein Bürgerkrieg (bis zu 100.000 Tote). Nur mit Hilfe russischer Truppen, die auch die Grenze zu Afghanistan sichern, konnte sich das Rachmonow-Regime bisher halten. Im Dezember 1996 kam unter UNO-Vermittlung ein Friedensabkommen zustande, die Islamisten unter Said Abdullah Nuri kehrten aus dem Exil zurück und traten in die Regierung ein. Der Einfluß der Zentralregierung reicht kaum über die Grenzen der Hauptstadt hinaus. Die politische Lage ist instabil, es gibt ständig Scharmützel zwischen verfeindeten Gruppen, ausländische Helfer werden ermordet. Moskau fürchtet nach den Erfolgen der afghanischen Taliban den Einbruch des islamischen Fundamentalismus in seinen asiatischen Vorhof und engagiert sich weiter mit Waffen und Soldaten. Nach eigenen Angaben ist Tadschikistan Mitte August 1999 von Kampfjets mit usbekischem Hoheitszeichen bombardiert worden. Dabei seien im Nordosten des Landes Gebäude zerstört und Vieh getötet worden. Das usbekische Außenministerium teilte mit, von einem derartigen Vorfall sei nichts bekannt. Die Beziehungen zwischen den beiden islamisch geprägten Mitgliedern der GUS galten bisher als gut. Hintergrundberichte:
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