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Die medizinische Versorgung auf dem Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist gelegentlich - auch in der Stadt - bei scheinbar moderner Einrichtung hygienisch und / oder personell problematisch. Vielfach fehlen auf dem Land auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Deutschsprachige Ärzte gibt es in Riad und Djidda. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke kann mitgenommen werden, muss dann aber unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Erstmalig sind jetzt wieder Polio-Erkrankungen (Kinderlähmung) im Land aufgetreten. Insbesondere sollte daher auf einen vorhandenen Polio-Impfschutz geachtet werden. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut, Typhus, auch gegen Meningokokken-Meningitis sehr sinnvoll sein. Letztere ist als gültiger Nachweis zur Einreise in Zusammenhang mit der Hadsch (Hadj) vorgeschrieben. Weiterte Vorschriften für Reisende aus bestimmten Ländern können sich auch kurzfristig ändern, deshalb bleibt hierzu die Rücksprache mit der Saudi-Arabischen Botschaft empfohlen. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung können auch diese Impfung und andere Fragen entschieden werden. Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. HIV / Aids ist weltweit ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Arabische Länder wie Saudi-Arabien werden erst jetzt verzögert und zahlenmäßig noch relativ gering betroffen. Die bekannten Risiken sollte man auch hier meiden. Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten Durchfälle und andere Tropen- und Infektionserkrankungen vermieden werden. Dazu zählt in einigen Landesteilen auch die Malaria. Schubweise kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Denguefieber, insbesondere im Raum Djidda. Schutz gegen Denguefieber ist nur durch konsequenten Mückenschutz gegeben. In einigen Regionen sollte man nicht in Süßwasser baden (Gefahr der Bilharziose). Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen vor, allerdings in sehr unterschiedlicher Gefährdung der Reisenden. Medikamente zur Prophylaxe gegen Malaria können selten und im Einzelfall sinnvoll sein, Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Terrorismus Die Sicherheitslage in Saudi-Arabien ist weiterhin von möglichen terroristischen Anschlägen gegen westliche wie auch gegen staatliche Ziele geprägt. 2003 und 2004 gab es groß angelegte Bombenattentate auf Wohnanlagen, Regierungseinrichtungen und Supermärkte; kleinere Autobomben und gezielte Erschießungen sowie Entführungen mit nachfolgender Tötung von Einzelpersonen. Allerdings sind die saudiarabischen Sicherheitsbehörden seit Sommer 2004 mit aller Härte gegen die Terroristen vorgegangen und haben dabei bemerkenswerte Erfolge erzielt. Immer wieder ist es ihnen bis in die letzte Zeit gelungen, den Terroristen zuvorzukommen und bevorstehende Anschläge zu vereiteln. Eine erhebliche Anzahl von Terroristen, darunter wichtige Führungsleute, wurden inzwischen erschossen oder festgenommen. Im Jahr 2005 hat es keinen Anschlag gegeben; im Jahre 2006 konnte der Versuch eines terroristischen Angriffs auf die Ölanlage Abqaiq im Osten des Landes allerdings nicht ohne Verlust an Menschenleben vereitelt werden. Nach dem Attentat auf die 4 französischen Staatsangehörigen im Februar 2007 nördlich von Medina hat es keine erfolgreichen Anschläge gegeben. Dieser letzte Anschlag sowie die immer wieder auftretenden Feuergefechte zwischen den Terroristen und Sicherheitskräften weisen darauf hin, dass die terroristische Gefahr nicht gebannt ist. Saudi-Arabien bleibt ein Ziel von Terroristen. Dabei ist ein zunehmender grenzüberschreitender Austausch festzustellen. Der Anschlag auf Abqaiq zeigt, dass auch Industrieanlagen, insbesondere Ölindustrie, ins Visier der Terroristen geraten sind. Nicht auszuschließen sind ferner Anschläge fanatisierter Einzeltäter. Insgesamt kann jedoch eine deutliche Verbesserung der Sicherheitslage in den vergangenen Monaten festgestellt werden. Die Botschaft empfiehlt deshalb allen deutschen Staatsangehörigen, weiterhin besondere Vorsicht und Wachsamkeit obwalten zu lassen und sicherzustellen, dass sie sich auf ihre selbst getroffenen Sicherheitsmaßnahmen verlassen können. Reisen über Land Es wird darauf hingewiesen, dass das saudische Außenministerium der Botschaft notifiziert hat, alle Reisen eigener Staatsangehöriger innerhalb Saudi-Arabiens anzukündigen. Allgemeine Verhaltenshinweise sowie besondere Hinweise zum Ramadan Im Fastenmonat Ramadan sollte Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit strikt vermieden werden. Allgemein ist besondere Vorsicht an Örtlichkeiten mit größeren Menschenansammlungen, wie etwa Parkplätzen vor Supermärkten, Einkaufszentren, belebten Straßen oder Plätzen, anzuraten. Leicht nachzuvollziehende Gewohnheiten im täglichen Leben sollten vermieden werden, Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen und zu Freizeitaktivitäten möglichst auf unterschiedlichen Strecken und zu unterschiedlichen Zeiten unternommen werden. Die in Saudi-Arabien geltenden gesellschaftlichen Regeln müssen beachtet, insbesondere auffällige Kleidung und Zurschaustellung oder gar Verteilung christlich-religiöser Symbole vermieden werden. Der Verzicht auf Ausgehen zu bestimmten Zeiten (Freitagsgebet) kann das Risiko weiter senken, aber nicht aufheben. Allen Deutschen, die nach Saudi-Arabien reisen oder sich dort aufhalten, wird dringend empfohlen, sich bei der Deutschen Botschaft in Riad zu registrieren und dabei ihre Mobiltelefonnummer und, soweit vorhanden, E-Mail-Adresse anzugeben: Deutsche Botschaft Riad Asir (Süden) In dieser Region gibt es die einzige Bergkette des Königreichs, die mit einer Vegetation aus Palmen und immergrünen Büschen bewachsen ist. Hirse, Weizen und Datteln werden hier angebaut und weiterhin mit traditionellen Methoden geerntet. Die Bewohner dieser Region können ihre Abstammung teilweise auf afrikanische Sklaven zurückführen. In den abgelegeneren Gegenden leben Paviane, Gazellen, Leoparden, Honigdachse und Mungos. Die alten phallusförmigen Gasaba-Türme findet man nur im Asir, ihr genauer Zweck ist unbekannt. Interessant sind auch die Karawanenstadt Qaryat-al-Fau, in der gegenwärtig Ausgrabungen durchgeführt werden, der große Staudamm und Tempel von Najran und die nahegelegenen Ruinen der alten Städte Timna und Shiban, die inmitten von Bananen-, Limonen- und Granatapfelhainen liegen. Hasa (Osten) Diese fruchtbare Küstenebene wird von der schiitischen Minderheit bewohnt, die traditionell von Fischfang, Handel, Perlentauchen und den Erträgen der Dattelpalmenhaine lebt. Ein Großteil des saudischen Erdölvorkommens befindet sich in Hasa. In der Provinz gibt es noch einige Orte, die sich den Charakter der Hasa-Tradition bewahrt haben. Al Hofuf ist eine geschäftige Oase mit türkischem Einfluß und einem Kamelmarkt; in Djebel-al-Qara werden die Töpfereien seit acht Generationen von der gleichen Familie betrieben; in der 500 Jahre alten Salzmine von Abqaiq wird weiterhin Salz abgebaut; das verfallene Zollhaus in Uqair, ein ehemals wichtiger portugiesischer Hafen und Endpunkt der Karawanen, zeugt von der bewegten Vergangenheit. Auf der Tarut-Insel liegt die älteste Stadt der arabischen Halbinsel, heute ein malerisches Fischer- und Weberdorf. Hedschas (Westen) Nedsch
(Zentrum) Sitten & Bräuche Abgesehen von Restaurants und Hotels gibt es kein Nachtleben im westlichen Stil. Schmuck, Bronze- und Messingartikel und Truhen mit Messingbeschlägen. Handeln ist üblich, auch für Kameras und andere elektrische Artikel, die teilweise sehr preisgünstig sind. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 09.00-13.00 und 16.30-20.00 Uhr (Ramadan 20.00-01.00 Uhr), regionale Unterschiede. Die 50 km nördlich von Jeddah gelegene Obhir-Bucht bietet gute Bade-, Wasserski-, Angel- und Segelmöglichkeiten. Die Strände der Golfküste südlich von Al Khobar sind ebenfalls sehr schön. In den anderen Landesteilen haben die Hotels meist eigene Swimmingpools. Die britische und amerikanische Botschaft betreiben Fitneßcenter nur für Männer mit Swimmingpools, Golfklubs, Tennis- und Squashplätzen. Firmen, die ausländische Arbeitnehmer beschäftigen, haben meist auch eigene Sportplätze. Die Wüstenlandschaft ist ideal zum Motorradfahren, allerdings ist dies nicht überall gestattet. Fußball ist sehr beliebt, und in den größeren Städten gibt es moderne Stadien. Kellner, Hotelportiers und Taxifahrer erwarten 10-15%. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Einladungen in Privathäuser sind selten, die Bewirtung findet meist in Hotels oder Restaurants statt. Obwohl es üblich ist, mit der rechten Hand zu essen, steht auch Besteck zur Verfügung. Ein kleines Firmengeschenk oder ein Mitbringsel aus der Heimat wird gern angenommen. Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Männer sollten in der Öffentlichkeit keine Shorts tragen oder sich mit bloßem Oberkörper zeigen. Nichtraucherzonen sind ausgeschildert und sollten beachtet werden. Während des Ramadan sollten auch Besucher nicht in der Öffentlichkeit essen, trinken oder rauchen. Das saudische Strafrecht ist die islamische Sharia mit den bekannten, ggfls. bis hin zu Prügel- und sonstigen Körperstrafen reichenden Strafsanktionen. Drogen- und Alkoholbesitz sind strafbar. Prostitution und homosexuelle Handlungen werden in Saudi-Arabien nach Ermessen des Richters mit Freiheitsentzug und/oder Stockschlägen bestraft; in schweren Fällen kann die Todesstrafe verhängt werden. Uneinheitlich angewendetes Fotografierverbot. Wer fotografiert, muss zumindest damit rechnen, dass Kamera und Filme konfisziert werden.
Die Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten ist landesweit sehr gut, die Preise richten sich nach dem Standard und den jeweiligen Einrichtungen. Während der Pilgerzeit empfiehlt sich Vorausbuchung. In Luxus- und Spitzenhotels werden 15% für Bedienung und in allen anderen Hotels 10% Bedienungsgeld berechnet. In Mekka und Medina sind die Hotelpreise zur Pilgerzeit doppelt so hoch. In den Sommermonaten wird in den Urlaubsorten wie Taif, Abha, Kamis Mushait und al-Baha ein Zuschlag von 25% verlangt. Kategorien: Einstufung in sieben unterschiedliche Hotelklassen: Deluxe, 1. Klasse A und B, 2. Klasse A und B sowie 3. Klasse A und B. FLUGZEUG: Es gibt 19 Verkehrsflughäfen, und Flugzeuge
sind bei weitem das beste Verkehrsmittel für Reisen innerhalb des Landes. Saudia (SV)
verbindet die größeren Städte miteinander. Der Arabische Express
(Touristenklasse, 75 Min.) verbindet Jeddah mit Riyadh und Riyadh mit Dhahran. Man holt
sich eine Platzkarte am Abend vor dem Abflug ab. Während des Hadsch gibt es zahlreiche
Sonderflüge von und nach Jeddah. Ein- bzw. Ausfuhr von Devisen: Devisen (Bargeld, konvertierbare Mittel), Edelmetalle und Edelsteine dürfen nur bis zu einer Höhe von Saudi Riyal 60.000 eingeführt werden. Darüber hinausgehende Beträge bzw. Wertgegenstände müssen angemeldet werden. Hierzu muss beim Zoll eine Declaration Form vom SAU Ministerium für Finanzen ausgefüllt werden (Angabe von Reisegründen, Persönliche Daten, Art und Höhe der eingeführten Werte). Die Einfuhr von Alkohol, Waffen und Schweinefleisch ist strengstens verboten. Harte Strafen bei Einfuhr von natürlichen und künstlichen Drogen aller Art - u.a. auch Captagon-Tabletten - (auch bei geringen Mengen kann die Todesstrafe drohen) und pornografischen Materials. Pornografisches Material ist jegliche Darstellung von körperlicher Freizügigkeit, auch auf DVDs und CDs. |
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