![]() Themen |
Die Philippinen sind ein Inselstaat, der aus 7 107 Inseln besteht. Sie liegen gegenüber der Südostküste des asiatischen Kontinents im Pazifischen Ozean zwischen dem Südchinesischen Meer, der Sulusee, der Celebessee und dem Philippinischen Meer im Pazifik. Die beiden großen Inseln sind Luzon im Norden und Mindanao im Süden. Gemeinsam umfassen sie zwei Drittel der Landesfläche. Im Zentrum des Archipels der Philippinen zwischen Luzon und Mindanao liegt die Gruppe der Visayas Inseln, die aus anderen wichtigen, aber kleineren Inseln bestehen: Mindoro, Masbate, Samar, Panay, Negros, Cebu und Bohol. Im Südwesten erstreckt sich die Insel Palawan Richtung Malaysia und Richtung Borneo der kleine Archipel von Sulu. Weitere Inselgruppen (Batan, Bauyan, Clamianes ...) sind noch sehr viel kleiner. Die Philippinen liegen im sogenannten Feuerkreis des Pazifischen Ozean. Das Inselinnere ist gebirgig und trägt Vulkane. Es kommt zu regelmäßigen Vulkanausbrüchen und starken Erdbeben. Diese geologische Instabilität ist durch die Nähe zum Ozeangraben bedingt, der eine Tiefe von 10 500 m erreicht und sich parallel zur Ostseite des Archipels erstreckt, zwischen der philippinischen Insel Samar und den zu Indonesien gehörenden Molukken. Dieser Graben hat sich dort gebildet, wo die philippinische Platte im Westen auf die eurasische Platte und im Süden auf die indoaustralische Platte trifft. Die Substanz der Unterwasser-Platte schmilzt und schiebt sich an die Oberfläche, was zu katastrophalen Vulkanausbrüchen führt. Diese Gefahr ist ständig gegenwärtig: es gibt auf den Philippinen 46 Vulkane, wovon 13 aktiv sind. Der Philippinengraben bildet die östliche Grenze der gleichnamigen Platte, während der Marianengraben den äußersten Westen bildet, ein Ergebnis des Aufeinanderdriftens mit der großen Pazifikplatte. Die Naturgewalten auf den Philippinen treten nicht nur in Form von Vulkaneruptionen in Erscheinung, die Inselgruppe wird außerdem von Juni bis November von Taifunen heimgesucht. Daneben gibt es tropische Zyklone, die auf den Philippinen Baguios heißen. Auf einer Gesamtfläche von 180 172 km2 ist die Insel Luzon von drei großen, von Nord nach Süd verlaufenden Bergketten durchzogen: die Sierra Madre im Osten, die zentrale Gebirgskette und die Zambalesberge im Westen. Zwischen den beiden Gebirgszügen erstrecken sich zwei Ebenen: die erste ebene erstreckt sich vom Golf von Lingayen zur Bucht von Manila im Süden, die zweite umfaßt die tektonische Senke von Cagayan, 350 km lang und im letzten Teil schiffbar, die in die Meerenge von Babuyan mündet. Weitere große Flüsse sind der Agno, Pansangjan und Pampanga. Darüber hinaus gibt es Seen wie der Bay (1 000 km2) oder der Taal, wo sich der gleichnamige Vulkan erhebt. Auf Luzon befinden sich zwei weitere gefährliche Krater: der Pinatubo (1 780 m) - letzter Ausbruch 1991 - und im Südosten der Mayon (2 440 m). Mindanao ist flächenmäßig die zweitgrößte Insel (99 311 km2) der Philippinen. Wie die übrigen Inseln des Archipels ist auch sie von Vulkanausbrüchen nicht verschont. Insbesondere betroffen ist das Gebiet um den Golf von Davao, wo sich der Vulkan Apo (2 955 m), der höchste Berg des Landes, erhebt. Auf der Insel finden sich fünf Gebirgsketten und eine tektonische Senke, die vom Fluß Agusan durchquert wird. Die Landschaft ist von Sümpfen, Lagunen und See (der größte ist der Lanao) geprägt.
|
Navigation
|
||||||||