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Der Lebensraum der Menschen hat sich in Pakistan hauptsächlich im Indus-Tiefland entwickelt. Dieser große Strom entspringt im Himalaja, wo sich sein Bett aus dem Zusammenfluß von Gletscherwasser füllt. Der Indus durchfließt Gebirgslandschaften, gräbt tiefe Täler und öffnet enge Schluchten. Sein Lauf setzt sich in den Ebenen des Pandschabs und Sind fort, wo er in großen Mäandern langsam dahinfließt. Hier speist sich der Indus aus den Wassern seiner Hauptnebenflüsse: Sutlej, Ravi, Chenab, Jhelum und Bias. Die Wassermenge der Flüsse variiert je nach Jahreszeit und führt zuweilen zu großen Überschwemmungen. Diese Flüsse haben der Region ihren Namen gegeben: das Fünfstromland. Der Indus fließt bis an die Westgrenze der Wüste Thar, eine Region, in der aus zwei Gründen weniger Wasser führt: erstens versickert das Wasser im Boden und zweitens verdunstet es aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung und den hohen Temperaturen, die in dieser Region herrschen. Nachdem er 3 040 km zurückgelegt und die Wasser eines Gebietes von ca. 1 Million Quadratkilometern aufgenommen hat, mündet er in das Arabische Meer oder das Meer von Oman. Seine Mündung bildet ein 7 700 km2 großes Delta, das über 200 km in das Arabische Meer vordringt. Die Gebirgsmassive, in denen der Indus entspringt, befinden sich im Norden des Landes und umfassen einen Teil des Himalajas. Dort befindet sich die Hochgebirgskette Karakorum mit so wichtigen Erhebungen wie dem K2 - der mit 8 611 m nach dem Mount Everest der zweithöchste Berg der Welt ist. In dieser Region liegt auch das Hindukusch-Gebirge, das sich von Tadschikistan über 800 km nach Südwesten über Afghanistan und Pakistan erstreckt. Die großen Gebirgsmassive erreichen Höhen über 7 000 m wie etwa der Tirich Mir (7 706 m). Im Karakorum gibt es nach den Polargebieten die meisten Gletscher der Welt. Das Hochland von Belutschistan, geprägt von den Hochgebirgszügen des Sulaiman und des Kir Thar, befindet sich im Südwesten von Pakistan. Es ist ein großes trockenes Gebiet, in dem es Salzseen gibt. Diese seeähnlichen Gebilde sind das Ergebnis einer intensiven Wasserverdunstung. In bestimmten Gebieten läßt das komplette Verschwinden des Wassers eine dicke Salzschicht auf der Erdoberfläche zurück. Das Tiefland von Pandschab am Westufer des Indus wird von mehreren Nebenflüssen des Indus durchzogen, wie etwa dem Sutlej und dem Ravi. Im Süden des Pandschab öffnet sich das Flachland des Sindh, wo mit Hilfe von Bewässerungssystemen landwirtschaftlicher Anbau betrieben wird. Weiter im Süden erstreckt sich die Wüste Thar. Dieses extrem aride Gebiet erstreckt sich auf einer Länge von 805 km und setzt sich bis nach Indien fort, wo es am größten ist. Die Landschaft ist von Dünen und kleinen felsenartigen Hügeln durchsetzt.
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