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Politisches System Wie seinerzeit in anderen sozialistischen Staaten, existieren parallel die verfassungsmäßigen Staatsorgane und die Organe der Staatspartei. Die wichtigen Entscheidungen werden zwar in der Partei getroffen, das Militär übernimmt aber zunehmend deren Durchsetzung und Kontrolle. Das Parlament (Oberste Volksversammlung) hat 687 Sitze. Es besteht aus Plenum, Präsidium und den Ausschüssen. Die Legislaturperiode beträgt fünf Jahre; die letzte Parlamentswahl fand im August 2003 statt. Da das Parlament nur zweimal im Jahr für je eine Woche zusammentritt, obliegt dem Präsidium der Obersten Volksversammlung die gesetzgeberische Arbeit. Der Vorsitzende des Präsidiums fungiert zugleich als Staatsoberhaupt der DVR Korea. Weitere Staatsorgane sind das Verteidigungskomitee ("National Defence Commission") und das Ministerkabinett. Außerdem bestehen Örtliche Volksversammlungen und Örtliche Volkskomitees. Die Parteiorgane sind der Parteikongress, das Politbüro, das Zentralkomitee und das Militärkomitee. Gerichtswesen 1 Zentraler Gerichtshof, Provinzgerichte, Volksgerichte, Sondergerichte Verwaltung 9 Provinzen (Chagang-do, Hamgyong-bukto, Hamgyong-namdo, Hwanghae-bukto, Hwanghae-namdo, Kangwon-do, P'yongan-bukto, Yanggang-do), 2 Städte (Rason, P'yongyang-si) und 3 besondere Verwaltungsregionen (Industrieregion Kaesong, Touristenregion Kumgang-san und Verwaltungsregion Sinuiju)Parteien Partei der Arbeit Koreas (gegründet 10.10.1945) Außerdem zwei Blockparteien: Koreanische Sozialdemokratische Partei (KSDP), Partei der Jungen Freunde der Chondo-Religion. Die Partei der Arbeit Koreas sowie die beiden Blockparteien bilden zusammen eine "Einheitsfront", die Demokratische Front für die Wiedervereinigung des Vaterlands. Gewerkschaften/Massenorganisationen Allgemeine Föderation der Gewerkschaften Koreas (Verband aller Einzelgewerkschaften, 1,6 Mio. Mitglieder), Sozialistischer Jugendverband Kim Il Sung (5 Mio. Mitglieder), Bund der Landarbeiter Koreas (1,3 Mio. Mitglieder), Demokratischer Frauenverband Koreas (über 200.000 Mitglieder). Mitgliedschaft in internationalen Organisationen Vereinte Nationen und ihre Sonderorganisationen: Weltgesundheitsorganisation (WHO), VN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCOUNESCOUNESCOUNESCO), Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Weltpostverein (UPU), Internationale Fernmeldeunion (ITU), Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO - nach umstrittener nordkoreanischer Auffassung Anfang 2003 gekündigt), Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), VN-Handels- und Entwicklungskonferenz (UNCTADUNCTADUNCTADUNCTAD), VN-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDOUNIDOUNIDOUNIDO), Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO). Mitglied der Blockfreienbewegung (1975) und der "Gruppe 77" (1976), Mitglied der Interparlamentarischen Union (IPU). Einreise Visum Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise in die Demokratische Volksrepublik Korea ein Visum, das in der Regel von der Botschaft der Demokratischen Volksrepublik Korea in Berlin ausgestellt wird (in Ausnahmefällen kann das Visum auch durch eine andere DVRK-Botschaft, z.B. in Peking, ausgestellt werden). Die Bearbeitungszeit beträgt im allgemeinen mindestens 4 Wochen. Im Regelfall ist eine Einladung von koreanischer Seite erforderlich. Die Antragsunterlagen können der DVRK-Botschaft vorab auf dem Postweg zugeschickt werden. Zur Visa-Erteilung selbst ist persönliche Vorsprache nötig. Die Verlängerung des Visums ist in Ausnahmefällen vor Ort möglich, falls die koreanische Seite Interesse an einem verlängerten Aufenthalt hat. Reisedokumente Der deutsche Kinderausweis wird nicht anerkannt. Der Eintrag des Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist jedoch zur Einreise ausreichend. Das Einreisedokument sollte noch mindestens 6 Monate gültig sein. Es sind zwei Transitvisa (für die Hin- und Rückreise) für China erforderlich. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern.
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