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Die medizinische Versorgung ist landesweit äußerst unzureichend. Wegen der Engpässe bei Medikamenten, Verbandsstoffen, medizinischen Instrumenten und Hilfsmitteln wird eine entsprechend ausgestattete Reiseapotheke empfohlen. Krankenhäuser, selbst die speziell für Ausländer vorgesehenen, bieten in keinem Fall westlichen Standard. Ernstere Erkrankungen müssen deshalb in anderen Ländern behandelt werden. Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Durchfall, und Hepatitis A, sind deshalb häufig auftretende Infektionen. V.a. in ländlichen Gebieten kann die Japanische Encephalitis auftreten. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Vor Reiseantritt sollten sich Reisende von einem erfahrenen Reisemediziner beraten und einschlägig impfen lassen. Seit Ende März untersuchen Spezialisten der WHO erstmals mögliche Fälle von Vogelgrippe in Geflügelfarmen des Landes, auch in Pjöngjang. Derzeit besteht jedoch kein Grund zu Reisebeschränkungen. Bei Reisen im Land, soweit überhaupt möglich, sollte jedoch auf jeden Kontakt mit Vögeln und Geflügel verzichtet werden, insbesondere auch auf den Besuch von Geflügelmärkten. Die Demokratische Volksrepublik Korea ist weltweit eines der Ausländern am wenigsten geöffneten Länder. Dem entsprechend ist Tourismus nur als Gruppen-oder Individualreise, in jedem Fall mit ständiger Begleitung durch einen Dolmetscher, zugelassen. Alle Besuche außerhalb der Hauptstadt sind genehmigungspflichtig, sie wie im Übrigen der gesamte Reiseverlauf - werden von den Sicherheitsorganen strikt überwacht. Nicht alle Regionen sind für Ausländer zugänglich. Unkontrollierte Kontakte mit Einheimischen sind praktisch unmöglich und der Bevölkerung unter Strafandrohung untersagt. Individualtourismus europäischen Zuschnitts gibt es nicht, die touristische Infrastruktur auch in den zugänglichen Gebieten hat sehr niedriges Niveau. Die Demokratische Volksrepublik Korea wird seit Jahren von einer Versorgungskrise heimgesucht, die auch Auswirkungen auf Reisende hat. Mit Strom- und Wasserausfällen muss selbst in der Hauptstadt gerechnet werden; die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs ist eingeschränkt, auf dem Lande stärker als in der Hauptstadt. Ausländische Medien sind nicht erhältlich; Zugang zu ihnen ist Einheimischen untersagt. Internetverbindungen stehen Reisenden in der Regel nicht zur Verfügung. Eine Respektierung des herrschenden Personenkults wird erwartet. Die durch das Nuklearprogramm Nordkoreas hervorgerufenen politischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben keine Auswirkungen auf die Sicherheit deutscher Staatsbürger in Nordkorea. Das Fotografieren aller als sicherheitsrelevant geltenden Bereiche (militärische Anlagen, Bahnhöfe, Flughäfen, Hafenanlagen, Brücken etc.) ist verboten. Gleiches gilt für alles, was die Staatsorgane als dem eigenen Image abträglich ansehen könnten, z. B. auch ärmlichere Teile der Städte. Im Zweifelsfall wird empfohlen, die ständig anwesende Begleitung zu fragen. Drogenbesitz wird strengstens geahndet. Spontane Unterhaltungen mit Nordkoreanern können den Angesprochenen in Schwierigkeiten bringen. Pyongyang hat Spitzenhotels, in denen Reisegruppen untergebracht werden. Allerdings weiß man nie im voraus, in welchem man letztendlich untergebracht wird. In den anderen Städten gibt es jeweils ein Spitzenhotel für Reisegruppen. FLUGZEUG: Inlandflugverkehr von Pyongyang, Hamhung und
Chongjin; Touristen dürfen Inlandflüge jedoch nicht benutzen. Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Fotoapparate, Radios, ausländische Publikationen etc. sind bei der Einreise zu deklarieren. Mobiltelefone sind zu deklarieren und zu hinterlegen. Computer werden auf Internet- und Telefoniefähigkeit untersucht. Devisen müssen bei Einreise deklariert werden. Die Währung für Ausländer ist offiziell der Euro. Alle Ausgaben müssen in Fremdwährung (EURO/US-Dollar) beglichen werden; Kreditkarten werden kaum akzeptiert. Die Einfuhr von Waffen, mit Ausnahme von Jagdwaffen, die bei der Einreise deklariert werden müssen, ist strikt untersagt. |
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