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Auung San Suu Kyi ist die wichtigste Stimme der Opposition. Seit den Parlamentswahlen 1990, als die demokratische Opposition gewann, kämpft sie - 6 Jahre aus dem Hausarrest - gegen die Militärdiktatur in Burma, das seit 1989 offiziell Myanmar heißt. Sie fordert die Einlösung des Wahlergebnisses und die Abdankung der Junta. Bereits 1991 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Das Militär denkt jedoch nicht daran, einzulenken, die Macht aufzugeben oder zu teilen, obwohl die EU 1996 ein Waffenembargo gegen das Land verhängte und seit 1997 weitreichende Wirtschaftssanktionen der USA wirksam sind. Seit der Unabhängigkeit 1948 gab es immer wieder bewaffnete Aufstände ethnischer Minderheiten. Kaum hatte die UNO 1961 den burmesischen Uno-Botschafter Sithu U Thant zum Generalsekretär gewählt (er blieb es bis 1971), da übernahm 1962 das Militär die Macht in Burma und manövrierte das Land in eine Isolation: die Militärs strebten einen Sozialismus burmesischer Prägung an, der bis in die späten 80er Jahre dauerte und Burma an den Rund des wirtschaftlichen Ruins brachte. Auch danach blieb die ehemalige Reisschüssel Südostasiens eines der ärmsten Länder des Kontinents. Im Nordosten Myanmars, an der Grenze zu Laos und Thailand, liegt das "Goldene Dreieck" mit seinen ausgedehnten Opium-Anpflanzungen. Mit den Erträgen füllen sowohl die regierenden Militärs als auch die verschiedenen Aufständischen ihre Kassen auf. Der Hausarrest der birmanischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist um sechs Monate verlängert worden. Das gab ein ranghoher Mitarbeiter des Innenministeriums in Rangun am 28.11.2005 bekannt. Suu Kyi verbrachte etwa zehn der vergangenen 15 Jahre im Hausarrest. Zuletzt hatte die Militärjunta die Friedensnobelpreisträgerin im Mai 2003 während politischer Unruhen festnehmen lassen. Der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Birma, Paulo Sergio Pinheiro, ist am 11.11.2007 seit vier Jahren zu einem Besuch in dem südostasiatischen Land eingetroffen. Bei seiner Reise will der Menschenrechtsexperte unter anderem ermitteln, wie viele Menschen bei der Niederschlagung der Proteste gegen die Militärjunta getötet wurden, und sich für die Freilassung von Regierungskritikern einsetzen. Erstmals seit langem erschien am gleichen Tag ein Bild von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi auf der Titelseite einer staatlichen Zeitung. Der birmanische Juntachef Than Shwe hat für 2010 die Übergabe der Regierungsgewalt an Zivilisten angekündigt. Bei einer Militärparade in der Hauptstadt Naypyidaw verkündete der 74-jährige General am 27.03.2008 die Absicht der seit 46 Jahren herrschenden Militärs, zu einer Verfassung mit einer Zivilregierung überzugehen. Vor sechs Monaten hatte die Junta einen von buddhistischen Mönchen angeführten Aufstand niedergeschlagen.´ Die birmanische Armee hat nach Angaben einer Hilfsorganisation im Grenzgebiet zu Thailand eine brutale Offensive gegen Flüchtlinge gestartet. Einige Dörfer seien bereits überrannt, berichtete «Helfen-ohne-Grenzen» am 06.10.2008 in Mae Sot in Thailand. Die Organisation unterhielt in dem Gebiet südlich der Grenzstadt bislang mit Spendengeldern vor allem aus Europa fünf Schulen und zwei Kliniken, die geschlossen werden mussten. Nach Angaben der Helfer rückt die Armee zusammen mit einer Miliz des Karenvolks gegen die Dörfer vor. Die Einwohner gehören selbst dem seit Jahrzehnten von der Militärjunta verfolgten Volk der Karen an. Sie flüchteten vor den brutalen Angriffen der Armee in den vergangenen Jahren aus dem Inneren Birmas an die Grenze. Die anrückenden Soldaten hätten alle Lebensmittelvorräte geplündert, Felder zerstört und Häuser niedergebrannt, berichtete «Helfen-Ohne- Grenzen». In einer der Kliniken versuchten Helfer die verletzten Opfer und Schwerkranke trotz der Kämpfe notdürftig zu versorgen. Hintergrundberichte:
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