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Bildung: Das myanmarische Bildungssystem war aufgrund der britischen Kolonialverwaltung stark britisch beeinflusst. Mit der Machtübernahme Ne Wins 1962 und der seitdem unter wechselnden Vorzeichen andauernden Militärherrschaft hat sich Myanmar allerdings in weiten Bereichen in eine selbst gewählte Isolation begeben. Aufgrund dieser Selbstisolierung sind z.B. die englischen Sprachkenntnisse (die zuvor bei vielen Myanmaren ausgezeichnet waren) stark rückläufig. Mit der seit 1988/1989 vollzogenen (teilweisen) wirtschaftlichen Öffnung des Landes haben auch die Bemühungen zugenommen, das myanmarische Bildungssystem zu modernisieren und insbesondere die englischen Sprachkenntnisse der Bevölkerung aktiv zu verbessern. Dennoch leidet das Bildungssystem nach wie vor vor allem darunter, dass kaum ausreichende Mittel bereitstehen.

Die bedeutendsten Universitäten des Landes sind die Yangon University und die Mandalay University. Insgesamt gibt es in MMR nach offiziellen Angaben 31 Universitäten und 368.000 Studenten. Deutsch wird von ca. 1.000 Myanmaren gesprochen. Die Botschaft unterstützt Deutschsprachkurse in Yangon und arbeitet mit den Deutschfakultäten der Universitäten Yangon und Mandalay bei der Förderung der deutschen Sprache zusammen. Verschiedene deutsche Institutionen vergeben Stipendien in Myanmar, die über die Botschaft vermittelt werden.

Im Gegensatz zu offiziellen Statistiken gehen Studien internationaler Organisationen davon aus, dass längst nicht alle mmr. Kinder die Grundschule besuchen und nur ein kleiner Bruchteil weiterführende Schulen besucht. Nach Schätzungen liegt die Analphabetenrate in Myanmar bei ca. 25%.

Kultur: Von Indien aus verbreitete sich der Buddhismus in Myanmar, der die Kultur des Landes bis heute prägt.

Das myanmarische Verständnis von Kultur, das von unserem „offenen" Kulturbegriff weit entfernt ist und Kultur grundsätzlich dem Primat der Politik unterordnet, führt dazu, dass die Bedingungen für einen grenzüberschreitenden Kulturaustausch nicht einfach sind.

Soziales

Öffentl. Gesundheitsausgaben (am BIP)(in %) 0,3
Med. Versorgung (Anz. Ärzte je 1000 Einw.) 0,4
Säuglingssterblichkeit (je 1000 Geb.) 75
Lebenserwartung Männer 58
Lebenserwartung Frauen 64

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