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Dschingis Khan war kein bescheidener Mann. "Land der Tapferen", "Land der Unbesiegbaren" nannte er seine Heimat und die seiner Horden. Sie machten dem Namen alle Ehre und eroberten bis zum 13. Jahrhundert ganz China und Osteuropa bis nach Polen und Ungarn sowie Teile Arabiens. Nach einer Reihe von Niederlagen und Streitigkeiten um den Herrscherclan zerfiel das Reich und die Mongolei wurde zur chinesischen Provinz. Ein Teil - die Innere Mongolei - blieb es bis heute. Die Äußere Mongolei jedoch erkämpfte sich, unterstützt von der Sowjetunion, 1921 die Unabhängigkeit und wurde 1924, nach sowjetischem Muster, die zweite Volksrepublik der Erde. Nach dem Zerfall der UdSSR wurde das Land Republik und gab sich eine neue Verfassung. Die erste freigewählte Regierung begann mit Reformen und der Durchsetzung der freien Marktwirtschaft. Die Berater aus dem Ostblock verließen das Land. Wirtschaftlicher Niedergang und Verarmung waren die Folge. doch allmählich zeigen sich auch die Früchte der neuen Politik. Dem Land geht es wirtschaftlich wieder besser, die Demokratie stabilisierte sich. 1996 gewann erstmals eine Koalition demokratischer Parteien die Wahl. Mittlerweile bestehen auch rege Handelsbeziehungen zum Westen, wobei Deutschland als wichtiger Handelspartner eine bedeutende Rolle spielt. Die kommunistische Vergangenheit ist Fluch und Segen zugleich. Segen, weil das Sozialwesen gut ausgebaut und volksfreundlich ist; Fluch, weil das Land ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Vernunft durch die Sowjets industrialisiert wurde und daher die Luftverschmutzung im Bereich der Städte sehr hoch ist. |
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