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Politisches System Die Republik der Malediven, am 26.07.1965 von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen, stellt sich als eine Art "paternalistische Demokratie" dar. Staatsoberhaupt ist der mit Exekutivgewalt ausgestattete Präsident, der für jeweils fünf Jahre per Referendum bestimmt wird. Der amtierende Staatspräsident Maumoon Abdul Gayoom ist seit November 1978 im Amt. Er ist im Herbst 2003 für weitere fünf Jahre gewählt worden. Eine Wiederwahl ist unbegrenzt möglich. Die letzten Wahlen sind von unabhängigen Beobachtern als frei und fair bezeichnet worden. Die Legislative liegt bei einem Ein-Kammer-Parlament, der Majlis, dem 50 Mitglieder angehören. Je zwei Abgeordnete werden von den 20 Atollen als Verwaltungsbezirk gewählt und zwei von der Hauptstadt Male. Weitere acht Abgeordnete werden vom Präsidenten ernannt. Eine Legislaturperiode beträgt fünf Jahre. Der Gesetzgebungsprozess erfordert eine abschließende Bestätigung durch das Staatsoberhaupt. Obwohl die Gründung von politischen Parteien nicht verboten ist, gibt es keine formalen Parteien. Kandidaten für die Wahlen zur Majlis treten als Unabhängige an, vertreten aber "informell" bestimmte Richtungen. Präsident Gayoom ist zugleich Regierungschef, Oberkommandierender der Streitkräfte, Verteidigungs- und Finanzminister, sowie Gouverneur der Zentralbank. Er steht einem 25-köpfigem Kabinett vor, dessen Mitglieder von ihm ernannt werden. Die Zusammensetzung der Regierung ist fein abgestimmt und bindet die einflussreichsten Familien und Gruppierungen des Landes ein. Gerichtswesen Grundlage des maledivischen Rechtssystems ist die Sharia im Rahmen der schaafitischen Rechtsschule (islamisches Recht). Daneben hat das britische Common Law seine Spuren insbesondere im Handelsrecht hinterlassen. Verwaltungssystem Die 26 Atolle der Malediven sind in 20 Distrikte unterteilt. Verwaltet werden sie von den Atollchefs, die vom Präsidenten ernannt werden. Der Bezirk um die Hauptstadt Malé steht unter direkter Verwaltung der Regierung. Parteien Maledivische Volkspartei (DRP, Regierungspartei); Maledivian Democratic Party (MDP; wichtigste Oppositionspartei) Islamische Demokratische Partei (IDP), Adaalath Party (AD) Gewerkschaften Keine Mitgliedschaft in internationalen Organisationen Insgesamt ca. 35 verschiedene Organisationen, darunter: Vereinte Nationen (Unter- und Sonderorganisationen wie UNDP, UNICEF, FAO, WHO), Asiatische Entwicklungsbank, Mitglied der Bewegung der Blockfreien Staaten, Mitglied der Islamischen Konferenz, Mitglied des Commonwealth, Mitglied der Südasiatischen Vereinigung für Regionale Kooperation (SAARC) und Vereinigung kleiner Inselstaaten (AOSIS) Einreise Für Deutsche besteht für die Einreise in die Malediven Pass- und Visumzwang. Touristenvisa bis zu 30 Tagen werden bei der Einreise in die Malediven erteilt. Gegen eine Gebühr ist die Verlängerung des Aufenthaltes vor Ort möglich. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Kinderreisepässe werden anerkannt.
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