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Gäbe es sie nicht, man müßte sie erfinden - diese 1190 Koralleninseln im Indischen Ozean, die sich zu 26 Atollen gruppieren. Nur rund 200 Inseln der Malediven sind bewohnt. Es ist ein Traum aus Blau, Weiß und Grün, eine Verlockung für mehr und mehr Touristen. Über 2700 Stunden im Jahr scheint die Sonne, die Durchschnittstemperatur liegt ganzjährig bei 27 Grad. Doch das Bild trügt. Die Malediven gehören zu den armen Ländern der Welt. Es gibt keine Bodenschätze und kaum Landwirtschaft. Reis, das Grundnahrungsmittel der Insel, muß importiert werden. Luxusgüter (ebenfalls Importartikel) sind nur für die Fremden erschwinglich. Die Malediver sind hervorragende Seefahrer, schließlich kamen ihre Vorfahren aus Ceylon, Indien und vom Malaiischen Archipel. So waren sie ursprünglich auch Buddhisten, wurden aber schon vom 12. Jahrhundert an von Arabern zum Islam bekehrt. Bereits im Mittelalter handelten die Malediver auf dem Seeweg. Natürlich blieben die Malediven nicht unbemerkt von den Europäern. zuerst kamen die Portugiesen, die schon im 16. Jahrhundert als Handelsniederlassung die spätere Hauptstadt Male gründeten. Dann folgten die Briten; sie machten das Land 1887 zum Protektorat, änderten jedoch nicht an den bestehenden Sultansherrschaft. Erst 3 Jahre nach der Unabhängigkeit - am 26. Juli 1965 - wurde das Sultanat durch eine Republik ersetzt. Seit 1978 ist Präsident Maumoon Abdul Gayoom an der Regierung. Einen Putsch gab es 1988, als dem Präsidenten vorgeworfen wurde, in die eigene Tasche zu wirtschaften. Doch mit Hilfe von indischen Truppen brachte Maumoon die Aufständischen bald wieder zur Ruhe. Hintergrundbericht:
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