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Kuwait-Krise und Golfkrieg - es war der Augenblick, indem die Welt plötzlich Angst verspürte: nicht vor dem großen, heißen Krieg zwischen den Supermächten, sondern vor einem regionalen Flächenbrand, einem grausamen Gemetzel mit tödlichem Giftgas und vielleicht gar mit Nuklearwaffen. In den Morgenstunden des 2. August 1990 hatten irakische Truppen die Grenze überschritten, Geschäfte und Privathäuser geplündert, Greueltaten an den Kuweitern verübt und scharenweise Geiseln in den Irak verschleppt. Eine mächtige Allianz arabischer und westlicher Staaten, angeführt von den USA; warf die Invasoren zurück - aber das im Februar 1991 befreite Kuwait war ein schwelender Trümmerhaufen. Als der Krieg schon fast zu Ende war, zündeten die Irakis rund 600 kuweitische Ölquellen an und verseuchten so das Land und das Meer. Die Kriegsfolgen konnten inzwischen weitgehend beseitigt werden, das Mißtrauen aber ist geblieben - gegen die Iraker, gegen die Palästinenser und viele Gastarbeiter, die 1990 ganz offen für den Irak Partei ergriffen haben, und auch gegen die eigene Führung. Trotz aller Probleme zählt Kuwait immer noch zu den wohlhabendsten Ländern. Das Pro-Kopf-Einkommen ist noch immer das dritthöchste der Welt. Kuweiter zahlen keine Einkommenssteuer, Gesundheitswesen und Schule sind weitgehend frei. Dies gilt in vollem Umfang allerdings nur für die Staatsbürger, die rund 58% Ausländer haben wenig davon. Aktuelle Entwicklung: Nach dem Tod von Scheich Dschabir al Ahmad al Dschabir as Sabah Mitte Januar 2006 wurde der bisherige Premier Emir von Kuwait. Einen Hintergrundbericht dazu finden Sie hier. |
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