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Die medizinische Versorgung in Kirgisistan entspricht nicht europäischen Verhältnissen. Es wird empfohlen, wichtige Medikamente sowie Verbandmaterial und Einwegspritzen mitzuführen, da diese auch bei Behandlung in Krankenhäusern selbst beschafft werden müssen. Ein mit Deutschland vergleichbares Rettungssystem (z.B. per Hubschrauber) mit intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten ist nicht vorhanden. Reisende, die sich besonderen Risiken aussetzen (in Kirgisistan u.a. Bergsteiger) müssen sich bewusst sein, dass auch in der Hauptstadt Notfälle meist nur unzureichend behandelt werden können. Vorsorglich wird daher empfohlen, von der Möglichkeit der Registrierung bei der Botschaft Gebrauch zu machen. So können im Notfall Angehörige und Krankenversicherung schnell kontaktiert werden. Impfschutz gegen Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A (Auffrischungsimpfungen alle 10 Jahre). Bei besonderer Exposition empfehlen sich folgende weitere Impfungen: Hepatitis B (z.B. Langzeitaufenthalte), Typhus (z.B. Aufenthalt unter einfachen hygienischen Bedingungen), Tollwut (z.B. Langzeitaufenthalt Tierkontakte). Bei Ausflügen in die bewaldete Bergwelt besteht in den Frühsommermonaten die Gefahr einer durch Zecken übertragenen FSME-Erkrankung. Da lokal zugelassene Impfstoffe nicht zu empfehlen sind, sollte entsprechender Impfschutz ggf. in Deutschland erworben werden. Im Grenzgebiet zu Kasachstan nordwestlich von Bischkek gibt es ein geringes Malariarisiko. Auch aus den südlichen Provinzen Osch, Dschalal-Abad und Batken wurden 2002 ungewöhnlich viele Malariaerkrankungen gemeldet. Es handelt sich ausschließlich um Malaria tertiana durch P.vivax Infektionen. Sollten diese Regionen im Sommer und Herbst besucht werden, ist in den Abend- und Nachtstunden eine Expositionsprophylaxe durch geeignete langärmelige Kleidung und mückenabweisende Hautmittel (Repellentien) empfehlenswert. Bei entsprechenden Symptomen (z.B. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen) muss auch an eine Malaria gedacht werden. Für die Behandlung sind Chloroquinpräparate in den meisten Fällen geeignet. Terrorismus Kriminalität In der Hauptstadt Bischkek ist es in der Vergangenheit - vor allem nach Einbruch der Dunkelheit - zu Raubüberfällen auch auf Ausländer gekommen. Reisenden wird empfohlen, auf Spaziergänge bei Dunkelheit grundsätzlich zu verzichten, sowie in der Nähe von Hotels, Restaurants, Bars und an anderen typischerweise von Ausländern frequentierten Orten besonders vorsichtig zu sein. Achtung auch vor Taschen- und Trickdiebstählen, zum Beispiel auf den zahlreichen Basaren. Bei Überfällen wird von Widerstand abgeraten, da die Gewaltschwelle sehr niedrig liegt. Geld / Kreditkarten Sprachkenntnisse Sonstiges Es kommt auch vor, dass an Polizeikontrollstellen (vor allem an Busbahnhöfen und Grenzübergängen) unter verschiedenen Vorwänden Schmiergelder in zum Teil beträchtlicher Höhe verlangt werden. Sitten & Bräuche Im Staatlichen Opernhaus in Bischkek werden sowohl russische als auch europäische Ballette und Opern aufgeführt. Volksmusik und Theaterstücke erfreuen sich seit der Unabhängigkeitserklärung erneut großer Beliebtheit, und Auszüge aus der Manas, dem kirgisischen Nationalepos werden vor vollen Häusern aufgeführt. Die Basare in Bischkek, Osch und Al-Medin sind besonders für ihre Handarbeiten und das breite Lebensmittelangebot bekannt. Besonders beliebt sind bestickte Filzmützen (sog. Kalpaks), Filzteppiche und Schachspiele mit traditionellen kirgisischen Figuren. Reiten: Die Nationalsportarten spiegeln den hohen Stellenwert des Pferdes in der kirgisischen Kultur wider. At-Tschabysch sind Pferderennen, die über Strecken zwischen 4 und 50 km abgehalten werden. Oodarysch ist ein Wettbewerb zu Pferd, bei dem zwei Reiter oder zwei Reiterteams versuchen, einander und oft auch ihre Pferde zu Boden zu ringen. Andere Sportarten wie Fußball, Skifahren und Schwimmen, Heli-Skiing und Wildwasser-Kanufahrten sind ebenfalls beliebt. Wird nicht erwartet, aber dankbar angenommen. Oft werden in einer größeren gemischten Runde nur die Männer per Handschlag begrüßt. Schuhe werden zu Hause und in den Jurten (kirgisische Bergzelte) ausgezogen. Häufig werden Trinksprüche mit Wodka gehalten, in der Regel nur von Männern. Geschenke sind üblich meist Blumen, Konfekt oder Alkohol. Trotz überwiegend islamischer Tradition gibt es keine Berührungsängste mit Alkohol, im Gegenteil... Eine Gegeneinladung ist nicht obligatorisch aber häufig vorkommend. Moscheen sind üblicherweise für andere Religionsangehörige tabu. Die meisten Kirgisen sind Moslems aber die anderen Volksgruppen im Lande sind auch mit ihren jeweiligen Kirchen vertreten. "Oben-ohne"-Baden ist nicht verbreitet, kommt aber an den Stränden des Issyk Kul Sees im Sommer vereinzelt vor, ohne daß es jemand stören würde. Es ist nicht verpönt, Zuneigung in der Öffentlichkeit zu zeigen, allerdings wird dies etwas zurückhaltender als in Deutschland gehandhabt. Frauen können sich frei bewegen und auch ohne männliche Begleitung alles unternehmen, ohne belästigt zu werden. Dezente und zurückhaltende Kleidung ist anzuraten, um nicht Opfer von Überfällen zu werden sei es durch die Miliz oder durch "echte" Kriminelle. Fotografieren ist - außer in den Sperrgebieten - kein Problem man sollte die Menschen aber vorher fragen. Es gibt keinerlei Beschränkungen bei der Unterkunftswahl für Ausländer. Unterkünfte außerhalb Bischkeks sind allerdings nur begrenzt vorhanden, und Reisende können weder westlichen Komfort noch Standard erwarten. Generell sind die Unterkünfte sauber. Touristen müssen einen speziellen Touristentarif in US-Dollar bezahlen, der unter Umständen zehnmal teurer als der normale Tarif ist. Spezialreiseveranstalter mit Kontakten vor Ort können fur ihre Kunden oftmals bessere Preise erzielen. Einige Hotels außerhalb der Hauptstadt haben immer noch Bedenken, Einzelreisende aus dem Ausland aufzunehmen. TURBASAS: Sogenannte »Touristenbasen«, die eine gute Alternative zur Hotelunterbringung sind. Für wenige US-Dollar in der Landeswährung bekommt man einfache Bungalow-Unterkünfte und drei Mahlzeiten am Tag.SANATORIEN: Heute beherbergen die Sanatorien an den Ufern des Sees Issyk-Kul, die ursprünglich von Kooperativen und Gewerkschaften für erholungsbedürftige Arbeiter gebaut wurden, auch Touristen. BERGSTEIGERCAMPS: Private Reiseveranstalter bieten einige Camps für Bergsteiger an, die sich an den zahlreichen Gipfeln der kirgisischen Berge versuchen möchten. Von Überlandfahrten bei Nacht wird abgeraten, da sie wegen teilweise sehr schlechter Straßen, Erdrutschen, dem häufig unsicheren technischen Zustand der am Verkehr teilnehmenden Fahrzeuge und dem wechselhaften Klima (Kälteeinbrüche) schwierig und gefährlich sind. Die schlechten Straßenverhältnisse landesweit und die von westeuropäischen Verkehrsgewohnheiten abweichende Fahrweise bedeuten eine generell erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr. Dies gilt auch für die vielbefahrene Strecke Bischkek - Almaty. Reisen in die unmittelbar an Usbekistan und Tadschikistan grenzenden Gebiete unterliegen spezifischen Gefahren. Einige Grenzabschnitte sind vermint. |
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