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Die große Vielfalt und Üppigkeit der japanischen Pflanzenwelt
ist überwiegend auf die Wärme und Feuchtigkeit im Sommer und die gebietsweise milden
Winter zurückzuführen. Ein weiterer Grund ist der Anteil Japans an mehreren Klimazonen
aufgrund der großen Längsausdehnung des Gebiets. Mehr als 17 000 Pflanzenarten sind in
Japan heimisch. Viele davon werden auch in zahlreichen anderen Ländern als Zierpflanzen
kultiviert, darunter Zierkirschen, Zieräpfel, Chrysanthemen (die japanischen
Nationalblumen) und Pfingstrosen. Besonders beliebt ist die Zeit der früh blühenden
Pflaumen- und Kirschbäume, die den Frühling einläutet. Im April sind die japanischen
Hügel mit Rhododendren und Azaleen in leuchtenden Farben übersät. Im August erscheinen
die Blüten der Lotosblumen, und im November blühen Chrysanthemen. Weitere
erwähnenswerte Wildpflanzen sind Primeln, Glockenblumen, Gladiolen und Lilien.
Charakteristisch sind die ausgedehnten, oft waldartigen Bambushaine. Unter
den Bäumen sind besonders die Nadelbäume häufig. Eine der bekanntesten Arten ist die
japanische Sicheltanne, die Höhen bis 45 Meter erreicht. Ebenfalls heimisch sind hier
Lärchen, Fichten und zahlreiche Kiefern-Arten. In Kyushu, Shikoku und im südlichen
Honshu finden sich auch subtropische Bäume wie Kampfer- und Banyanbaum. Hier werden
außerdem Teesträucher angebaut. Im zentralen und nördlichen Honshu entspricht die
Baumvegetation derjenigen der gemäßigten Klimazone; hier gedeihen Buchen, Weiden,
Kastanien und viele Nadelbäume. Maulbeerbäume werden in großem Umfang zur
Seidenraupenzucht angebaut, ebenfalls die Lackbäume, die den Grundstoff für die
berühmten japanischen (und chinesischen) Lackkunstarbeiten liefern.
In Hokkaido ist die Vegetation eher borealer Natur und ähnelt derjenigen
Südsibiriens. Fichten, Lärchen und bestimmte Kiefern zählen hier zu den häufigsten
Bäumen, teilweise finden sich aber auch Erlen, Pappeln und Buchen. Die häufigsten in
Japan angebauten Obstsorten sind Pfirsiche, Mandarinen, Birnen und Orangen. In Japan wird
eine einzigartige Form der Landschaftsgärtnerei betrieben: In den dortigen Gärten finden
sich häufig Miniaturreproduktionen natürlicher japanischer Landschaften. Eine weitere
typische Kunst ist die Bonsai-Kultur, bei der durch sorgfältiges Zuschneiden und
spezielle Pflanz- und Pflegemethoden Miniaturausgaben von Bäumen entstehen, die der
charakteristischen Wuchsform entsprechen. |
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Da Japan zur paläarktischen Faunenregion gehört, ist es von
vielen Arten besiedelt, die auch in Mitteleuropa vorkommen. Hier leben u. a. 140
Säugetierarten und 450 Vogelarten. Der Wolf wurde ausgerottet, die Verbreitung des
Braunbären ist auf Schutzgebiete beschränkt. Auf der Insel Honshu lebt die Affenart mit
der nördlichsten Verbreitung: der Rotgesichtsmakak, der im Winter gern in heißen Quellen
badet. Rotfüchse gibt es in ganz Japan, zudem leben hier Dachs, Fischotter, Hermelin,
Mauswiesel, Sibirisches Feuerwiesel und der unserem Seehund nahe verwandte Largha-Seehund.
Zu den Paarhufern gehören Wildschwein, Shikahirsch und der Goral (eine Ziegenantilope).
Kleinsäuger sind u. a. durch Schneehase, Sibirisches Streifenhörnchen, Eichhörnchen,
Flughörnchen sowie Zwerg- und Waldmaus repräsentiert. Die
Greifvogelfauna umfaßt u. a. Seeadler, Fischadler, Mäusebussard, Graugesichtsbussard,
Schwarzmilan, Sperber, Habicht, Wanderfalke und Turmfalke. An Gewässern leben Reiher
(Grau-, Silber- und Seidenreiher), Kormoran, Kleiner Löffler und die Chinesendommel. Zu
den in Japan beheimateten Hühnervögeln gehört die Japanische Wachtel. Aufgrund der
langen Küstenlinien ist die Seevogelfauna mit Möwen, Enten und Watvögeln sehr
artenreich. Zu den Singvögeln gehören die auch in Mitteleuropa weit verbreiteten Arten
Feldsperling, Eichelhäher, Tannenhäher, Rauch- und Mehlschwalbe, Schwanzmeise und
Kleiber. Ein bemerkenswerter Lurch ist der in Bergbächen lebende Riesensalamander, der
über eine Länge von über einem Meter erreichen kann. Die Küstengewässer Japans bieten
vielen Fischen wie Kabeljau, Thunfischen, Lachsen und Kugelfischen (die als Fugu gegessen
werden) Lebensraum. |
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Aufgrund seiner geographischen Lage und der Breitenausdehnung
seines Gebietes hängen die Klimaunterschiede Japans von mehreren Faktoren ab, unter
anderem den Winden und Meeresströmungen. Im Winter reduzieren sibirische Winde die
Temperaturen auf Werte, die auf der Insel Hokkaido und im Norden Honshus bis unter 0 Grad
absinken können. Diese Luftmassen bringen die Feuchtigkeit des Japanischen Meeres auf das
Festland und führen zur Nebelbildung an den Westküsten sowie zu Niederschlägen in Form
von Schnee in den höheren Lagen. Im Sommer dominieren vor allem die
Monsunwinde aus dem Südwesten und Südosten neben Taifunen oder tropischen
Wirbelstürmen, ergiebigen Regengüssen und hohen Temperaturen, die im nördlichen Drittel
der Inseln deutlich abfallen. Die Meeresströmungen beeinflussen ebenfalls das Klima. |
Klimatabelle
| Monat |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
| Min. Temp °C |
-2 |
-1 |
2 |
8 |
12 |
17 |
21 |
22 |
19 |
13 |
6 |
1 |
| Max. Temp °C |
8 |
9 |
12 |
17 |
22 |
24 |
28 |
30 |
26 |
21 |
16 |
11 |
| Feuchtigkeit % |
61 |
60 |
64 |
70 |
74 |
79 |
80 |
79 |
80 |
76 |
71 |
64 |
| Regentage |
5 |
6 |
10 |
10 |
10 |
12 |
10 |
9 |
12 |
11 |
7 |
5 |
|

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