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Kommunikation: Die Meinungsfreiheit, die in der Unabhängigkeitserklärung von 1948 garantiert wird, gilt nicht für die Militärberichterstattung. Die Medien-Kontrolle obliegt einem Militärzensor. Hörfunk und Fernsehen unterstehen zum größten Teil Israel Broadcoasting Authority und sind öffentlich-rechtlich: Hörfunk auf 6 Kanälen in 16 Sprachen, daneben Armee-Funk Galaz sowie drei Programme des Senders Kol Israel (Stimme Israels). Von Schiffen oder Verstecken aus werden zusätzlich bis zu 150 Sender illegal betrieben, viele von militanten Siedlern, Ultraorthodoxen oder arabischen Gruppierungen. Fernsehen wird auf Hebräisch, Arabisch und Englisch gesendet, neben dem staatlichem Fernsehen gibt es den kommerziellen Sender Channel 2. Auf 1000 Einwohner kommen 526 Radios, 330 Fernseher, 424 Telefone, 1120 Handys, 740 PCs und 470 Internetzugänge. Die Lese-Intensität ist hoch. Es erscheinen etwa 200 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von ca. 600 000 Stück, hauptsächlich in Hebräisch, aber auch in Arabisch, englisch, Französisch, Polnisch, Jiddisch, Ungarisch und Deutsch. Das sind 21 Exemplare je 100 Leser, wobei die meisten mehr als eine Zeitung lesen. Medien: TV: Erster Kanal (Arutz Rishon, staatlich); zwei private Sender mit Vollprogrammen: Kanal 2 (Arutz Shtaim, seit 1993) und Kanal 10 (Arutz Esser, seit 2002); zahlreiche Lokal- und Spartensender im Kabelnetz und via Satellit. Rundfunk: Acht Programme des staatlichen Rundfunks Kol Israel (Stimme Israels), Militärsender Galej Zahal (Vollprogramm), viele kommerzielle Rundfunkstationen und auch Piratensender Tageszeitungen in hebräischer Sprache: Yedioth Ahronot, Ma'ariv, Ha'aretz, Globes (spezialisiert auf Wirtschaftsthemen) u.a.; Tageszeitungen in englischer Sprache: Jerusalem Post, Haaretz; drei Tageszeitungen in russischer Sprache: Vesti, Vremia, Nowosti-Nedeli Internet: Webportale der großen Zeitungen ynet (Yedioth Ahronoth; auch auf Englisch), haaretz (auch auf Englisch), globes, jpost (Jerusalem Post) Die israelischen Behörden haben wegen des Raketenbeschusses aus dem Libanon am 21. Juli 2007 ein "schweigendes Radio" eingerichtet. Damit können auch streng gläubige Juden während des Beschäftigungsverbots am Sabbat vor Angriffen gewarnt werden. Der Radiosender verbreitet die meiste Zeit absolute Stille, nur bei konkreter Bedrohung durch Angriffe werden Warnungen übertragen, teilte die israelische Armee mit. Damit werden gläubige Juden aus einem religiösen Dilemma befreit: Während des Sabbat von Freitagabend bis Samstagabend ist ihnen jegliche Betätigung verboten - dazu zählt auch das Ein- und Ausschalten von Radiogeräten. Das "schweigende Radio" können die Gläubigen hingegen vor Beginn des Sabbats einschalten und nach Sabbat-Ende wieder ausschalten, ohne die lebenswichtigen Raketen-Warnungen zu verpassen
* Für die Rangliste hat Reporter ohne Grenzen einen Katalog von 52 Fragen zur Situation der Medienfreiheit im jeweiligen Land erstellt. Daraus wurde ein Index ermittelt. So haben die erstplazierten Länder einen Index von 0,50 (große Pressefreiheit), das Schlusslicht Nordkorea kommt auf einen Index von 109,00 (keine Pressefreiheit). |
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