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Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch , aber auch in der Medikamenten- und Impfstoffversorgung problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Bei einer Vorerkrankung oder chronischen Erkrankung kann man nicht davon ausgehen, die notwendigen Medikamente oder Hilfsmittel im Lande erstehen zu können. In Irak sind menschliche Erkrankungen und Todesfälle an der Vogelgrippe aufgetreten. Über die medizinischen Möglichkeiten im Irak liegen wenig verlässliche
Fachinformationen vor. Deshalb wird auf der Basis der derzeit sicher schwierigen
medizinischen Versorgung dort im Zweifel eher zu Impfungen und auch zu einer
weitergehenden Vorsicht geraten, als sie evtl. bei optimaler Datenlage notwendig wäre.
Deutschen Staatsangehörigen wird geraten, das Land zu verlassen. Für die Föderale Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Arbil, Sulaymanya und Dohuk, wird diese Reisewarnung aufgrund einer anderen Sicherheitslage eingeschränkt. Trotz einer statistisch verbesserten Sicherheitslage bleibt der Aufenthalt im Irak gefährlich. Bei Anschlägen und Feuergefechten, insbesondere in Bagdad und in den Gebieten nördlich von Bagdad bis nach Mossul und Kirkuk, kommen monatlich immer noch mehrere hundert Menschen ums Leben. Eine besondere Gefährdung geht von Sprengfallen aus, die an Straßenrändern installiert und deren Zünder durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgelöst werden. Zwischen den multinationalen Streitkräften und irakischen Sicherheitskräften auf der einen und unterschiedlichen militanten Gruppen auf der anderen Seite kommt es täglich zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Auch wahllose Anschläge durch Selbstmordattentäter im öffentlichen Straßenbild sind wieder zu beobachten. Die staatlichen Sicherheitskräfte, die in neun der achtzehn irakischen Provinzen die Verantwortung übernommen haben, sind Berichten zufolge, u.a. wegen eingeschränkter Einsatzfähigkeit und unklarer Loyalitäten, nicht schutzfähig oder -willig. Das Risiko von Entführungen ist unverändert sehr hoch. Ausländer und die sie begleitenden Personen sind in besonderem Maße gefährdet. Im ganzen Land gilt offiziell weiter der bereits 2004 verhängte Ausnahmezustand. In der Föderalen Region Irakisch Kurdistan mit der Verwaltungshauptstadt Arbil und den beiden großen Städten Sulaymaniya und Dohuk ist die Sicherheitslage demgegenüber vergleichsweise ruhig; allerdings sind auch dort vereinzelte größere Terroranschläge zu verzeichnen. Das Risiko, durch einen gegen Dritte gerichteten Anschlag zufällig Opfer zu werden, ist dort statistisch gesehen deutlich geringer als in den anderen Landesteilen. Es liegen auch keine Erkenntnisse vor, die auf eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger in diesem Gebeit hindeuten. Trotz eines weitgehend funktionierenden Sicherheitsapparates ist aber auch in dieser Region mit Anschlägen und Entführungen zu rechnen! Eine eskalierende Destabilisierung der Sicherheitslage durch erneute türkische Militäroperationen im Norden dieses Gebietes kann zudem nicht ausgeschlossen werden. Ein Aufenthalt in dieser Region setzt eine vorherige, zeitnahe Unterrichtung über die politische Entwicklung und Sicherheitslage und die Beachtung angemessener Maßnahmen des persönlichen Schutzes voraus, je nach Aufenthaltsort. Achtung: in den an die Region Kurdistan-Irak grenzenden Städten Kirkuk und Mossul und deren Umgebung bestehen hohe und zunehmende Sicherheitsrisiken. Vor Reisen dorthin wird dringend gewarnt! Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Termine werden nur nach Vereinbarung wahrgenommen. Die Botschaft befindet sich nicht in der Internationalen Zone. Aufgrund der Sicherheitslage und der eingeschränkten Bewegungs- und Kommunikationsmöglichkeiten kann es deshalb schwierig oder unmöglich sein, in Not geratenen Deutschen zu helfen! Die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in den Nachbarstaaten Iraks können Deutschen, die in Irak in eine Notlage geraten, erst ab dem jeweiligen Grenzübergang Hilfestellung leisten. Sitten & Bräuche In Bagdad und anderen Städten gibt es Nachtklubs mit Kabarett, Musik und Tanz, außerdem Kinos, Theater und Bars. Auf den traditionsreichen Märkten in Bagdad werden Kupferwaren, Silberartikel, Gewürze, bunte Teppiche und Läufer verkauft. In Bagdad ist der geschäftige Kupfermarkt Mittelpunkt des Geschehens. Die Kupferschmiede hämmern Gefäße auf Bestellung in kunstvolle Formen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.30-13.00 und 17.00-19.00 Uhr. 10-15%. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Der Irak ist ein kulturell reiches Land mit einer langen und bewegten Geschichte. Heute herrscht die traditionelle islamische Kultur vor, und die religiösen Gesetze des Korans bestimmen den Tagesablauf. Als Besucher empfiehlt es sich, die religiösen Sitten zu respektieren; dazu gehört auch, zurückhaltende Kleidung zu tragen. Gastgeber sollten stets mit dem Titel und dem vollen Namen angeredet werden. Die Gastfreundschaft im traditionellen arabischen Stil ist ebenfalls ein islamisches Gesetz.
FLUGZEUG: Es gibt gegenwärtig keinerlei zivilen
Luftverkehr innerhalb des Landes. Innerhalb der Flugverbotszonen im Norden und Süden des
Landes kommt es immer wieder zu kriegerischen Handlungen. Vor den Sanktionen bestanden
regelmäßige Verbindungen zwischen Bagdad, Basra und Mosul. |
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