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Gesundheit

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch , aber auch in der Medikamenten- und Impfstoffversorgung problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Bei einer Vorerkrankung oder chronischen Erkrankung kann man nicht davon ausgehen, die notwendigen Medikamente oder Hilfsmittel im Lande erstehen zu können.

In Irak sind menschliche Erkrankungen und Todesfälle an der Vogelgrippe aufgetreten.

Über die medizinischen Möglichkeiten im Irak liegen wenig verlässliche Fachinformationen vor. Deshalb wird auf der Basis der derzeit sicher schwierigen medizinischen Versorgung dort im Zweifel eher zu Impfungen und auch zu einer weitergehenden Vorsicht geraten, als sie evtl. bei optimaler Datenlage notwendig wäre.

Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Impfschutz gegen Tollwut, Typhus und Meningokokken-Meningitis (A und C) kann ebenfalls sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt.

HIV / Aids : Ob dies im Lande ein großes Problem ist, kann derzeit nicht beantwortet werden. Als weltweit verbreitete Infektionskrankheit ist aber die HIV-Infektion grundsätzlich eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen könnten ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten z.T. auch gefährlichen Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria. Als Gebiete mit Malaria gibt die WHO an: Regionen unter 1500 m Höhe in den Provinzen Duhok, Erbil, Ninawa, Sulaimaniya, Ta`min, Basrah. Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen vor, allerdings in sehr unterschiedlicher, z.T. zahlenmäßig unbekannter Gefährdung der Reisenden.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.


Literatur

Reisehinweise

ausrufezeichen2.jpg (945 Byte)Vor Reisen nach Irak wird gewarnt.

Deutschen Staatsangehörigen wird geraten, das Land zu verlassen.

Für die Föderale Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Arbil, Sulaymanya und Dohuk, wird diese Reisewarnung aufgrund einer anderen Sicherheitslage eingeschränkt.

Trotz einer statistisch verbesserten Sicherheitslage bleibt der Aufenthalt im Irak gefährlich. Bei Anschlägen und Feuergefechten, insbesondere in Bagdad und in den Gebieten nördlich von Bagdad bis nach Mossul und Kirkuk, kommen monatlich immer noch mehrere hundert Menschen ums Leben. Eine besondere Gefährdung geht von Sprengfallen aus, die an Straßenrändern installiert und deren Zünder durch vorbeifahrende Fahrzeuge ausgelöst werden. Zwischen den multinationalen Streitkräften und irakischen Sicherheitskräften auf der einen und unterschiedlichen militanten Gruppen auf der anderen Seite kommt es täglich zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Auch wahllose Anschläge durch Selbstmordattentäter im öffentlichen Straßenbild sind wieder zu beobachten. Die staatlichen Sicherheitskräfte, die in neun der achtzehn irakischen Provinzen die Verantwortung übernommen haben, sind Berichten zufolge, u.a. wegen eingeschränkter Einsatzfähigkeit und unklarer Loyalitäten, nicht schutzfähig oder -willig. Das Risiko von Entführungen ist unverändert sehr hoch. Ausländer und die sie begleitenden Personen sind in besonderem Maße gefährdet. Im ganzen Land gilt offiziell weiter der bereits 2004 verhängte Ausnahmezustand.

In der Föderalen Region Irakisch Kurdistan mit der Verwaltungshauptstadt Arbil und den beiden großen Städten Sulaymaniya und Dohuk ist die Sicherheitslage demgegenüber vergleichsweise ruhig; allerdings sind auch dort vereinzelte größere Terroranschläge zu verzeichnen. Das Risiko, durch einen gegen Dritte gerichteten Anschlag zufällig Opfer zu werden, ist dort statistisch gesehen deutlich geringer als in den anderen Landesteilen. Es liegen auch keine Erkenntnisse vor, die auf eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger in diesem Gebeit hindeuten. Trotz eines weitgehend funktionierenden Sicherheitsapparates ist aber auch in dieser Region mit Anschlägen und Entführungen zu rechnen! Eine eskalierende Destabilisierung der Sicherheitslage durch erneute türkische Militäroperationen im Norden dieses Gebietes kann zudem nicht ausgeschlossen werden. Ein Aufenthalt in dieser Region setzt eine vorherige, zeitnahe Unterrichtung über die politische Entwicklung und Sicherheitslage und die Beachtung angemessener Maßnahmen des persönlichen Schutzes voraus, je nach Aufenthaltsort.

Achtung: in den an die Region Kurdistan-Irak grenzenden Städten Kirkuk und Mossul und deren Umgebung bestehen  hohe und zunehmende Sicherheitsrisiken. Vor Reisen dorthin wird dringend gewarnt!

Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad ist für den Publikumsverkehr geschlossen. Termine werden nur nach Vereinbarung wahrgenommen. Die Botschaft befindet sich nicht in der Internationalen Zone. Aufgrund der Sicherheitslage und der eingeschränkten Bewegungs- und Kommunikationsmöglichkeiten kann es deshalb schwierig oder unmöglich sein, in Not geratenen Deutschen zu helfen!

Die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in den Nachbarstaaten Iraks können Deutschen, die in Irak in eine Notlage geraten, erst ab dem jeweiligen Grenzübergang Hilfestellung leisten.


Sitten & Bräuche

Nachtleben

In Bagdad und anderen Städten gibt es Nachtklubs mit Kabarett, Musik und Tanz, außerdem Kinos, Theater und Bars.

Einkaufstipps

Auf den traditionsreichen Märkten in Bagdad werden Kupferwaren, Silberartikel, Gewürze, bunte Teppiche und Läufer verkauft. In Bagdad ist der geschäftige Kupfermarkt Mittelpunkt des Geschehens. Die Kupferschmiede hämmern Gefäße auf Bestellung in kunstvolle Formen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Sa-Do 08.30-13.00 und 17.00-19.00 Uhr.

Trinkgeld

10-15%. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Umgang

Der Irak ist ein kulturell reiches Land mit einer langen und bewegten Geschichte. Heute herrscht die traditionelle islamische Kultur vor, und die religiösen Gesetze des Korans bestimmen den Tagesablauf. Als Besucher empfiehlt es sich, die religiösen Sitten zu respektieren; dazu gehört auch, zurückhaltende Kleidung zu tragen. Gastgeber sollten stets mit dem Titel und dem vollen Namen angeredet werden. Die Gastfreundschaft im traditionellen arabischen Stil ist ebenfalls ein islamisches Gesetz.


Strom

230V 50 Hz C D G -
Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
220 50 -
strom_c.jpg (4004 Byte) strom_d.jpg (4082 Byte)
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Verkehr

FLUGZEUG: Es gibt gegenwärtig keinerlei zivilen Luftverkehr innerhalb des Landes. Innerhalb der Flugverbotszonen im Norden und Süden des Landes kommt es immer wieder zu kriegerischen Handlungen. Vor den Sanktionen bestanden regelmäßige Verbindungen zwischen Bagdad, Basra und Mosul.
 
BAHN: State Enterprise for Iraqi Railways betreibt die Bahnverbindungen. Das Schienennetz umfaßt über 2000 km. Weitere 300 km Schienenstrecke werden gegenwärtig gebaut. Die Hauptstrecke führt von der syrischen Grenze bei Tel-Kotchek nach Mosul, Bagdad und Basra. Es gibt außerdem Züge von Bagdad nach Kirkuk und Arbil, und drei Züge täglich zwischen Bagdad und Basra. Schlafwagen, Speisewagen und klimatisierte Abteile sind teilweise vorhanden.
 
Anmerkung: Viele Gleisanlagen sind im Krieg zerstört worden, und es ist ungewiß, ob es zur Zeit Personenverkehr im Irak gibt. Informationen von der State Enterprise for Iraqi Railways.
 
BUS/PKW: Das Straßennetz umfaßt 36.000 km asphaltierte Straßen. Die größten Straßen führen von Bagdad nach Kirkuk, Arbil, Nineve und Zakho; von Bagdad zur jordanischen Grenze; von Bagdad nach Kanaquin (iranische Grenze); von Bagdad nach Hilla und Kerbela sowie von Bagdad nach Basra und Safwan (kuwaitische Grenze). Wegen hoher Kriminalität sollten Straßen nur tagsüber und im Konvoi benutzt werden. Fernbus: Es bestehen regelmäßige Busverbindungen zwischen Bagdad und den größeren Städten. Taxi: Es gibt Kurz- und Langstreckentaxis. Preise werden am besten im voraus vereinbart. Taxis mit Taxameter berechnen den doppelten angegebenen Preis. Trinkgeld wird nicht erwartet. Mietwagen sind am Flughafen und in Bagdad erhältlich. Unterlagen: Internationaler Führerschein und Haftpflichtversicherung.
 
STADTVERKEHR: In Bagdad gibt es Linienbusse, private Minibusse und Sammeltaxis. Fahrkarten werden vor Fahrtantritt am Kiosk gekauft. Ein U-Bahnsystem befindet sich im Bau.

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