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Das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, dessen Territorium einst zu den Reichen Babylons und der Assyrer, der Perser und Alexander des Großen zählte, ist ein Flickenteppich der Kulturen- der heutige Irak wurde nach dem Ersten Weltkrieg aus den Trümmern des Osmanischen Reiches zusammengeschustert. "Es gibt noch immer kein irakisches Volk", klagte der von den Engländern eingesetzte König Feisal, "sondern nur unvorstellbare Massen, die sich gegen jede wie auch immer geartete Regierung erheben."´Saddam Hussein läßt vor allem die babylonische Vergangenheit feiern- und sich als Nachfolger des legendären Königs Nebukadnezar glorifizieren. Der Erneuerer Babylons führte seine Heere im 6. Jh. v. Chr. bis an die Grenzen des heutigen Ägypten, unterjochte dabei Syrien und Palästina, zerstörte Jerusalem und führte die Israeliten in die babylonische Gefangenschaft. Tausende von mitunter monumentalen Statuen und Bildern zeigen Saddam als Nebukadnezar. Saddams Gegenspieler im Golfkrieg von 1991, US- Präsident George Bush, verglich den machthungrigen und skrupellosen Iraker mit Adolf Hitler. Die um ihre kulturelle und eine gewisse politische Selbstbestimmung ringenden Kurden im Norden sowie Schiiten im Süden sorgen für Konfliktstoff mit der Zentralgewalt in Bagdad und schüren damit Ängste der Nachbarstaaten vor einem auseinanderbrechenden Irak. Die den Kurden nach dem Golfkrieg zugedachte Autonomiezone hat die Türkei alarmiert, die im Nordirak ein Heerlager für kurdische Separatisten sieht und das Gebiet bereits mehrfach besetzte.

Der frühere irakische Präsident Saddam Hussein ist wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit am 30.12.2006 hingerichtet worden.

Der irakische Präsidialrat hat am 29.02.2008 der Hinrichtung des als "Chemie-Ali" bekannten Kriegsverbrechers Ali Hassan el Madschid zugestimmt. Das sagte ein Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. Das genaue Datum für die Hinrichtung stehe allerdings noch nicht fest. Madschid, Cousin und "rechte Hand" des ehemaligen Machthabers Saddam Hussein, war im Juni 2007 wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tod durch den Strang verurteilt worden.

Er war neben Saddam für den Völkermord an mehr als 180.000 Kurden verantwortlich. Die Vollstreckung des Todesurteils war mehrfach verschoben worden. Saddam war im Dezember 2006 hingerichtet worden.

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