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Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. In der Trockenzeit kommt es regelmäßig in Kalimantan, Zentral- und Südsumatra zu großflächigen Waldbränden, die sicher in der Region als intensiver und die Atemwege reizender Dunst bemerkbar machen können. Herz- und Lungenkranke, Asthmatiker, ältere oder diesbezüglich empfindliche Personen sollten dann nicht ohne individuellen Rat ihres Arztes einreisen. Darüber hinaus wird empfohlen, sich gegebenenfalls über die für Deutschland zuständigen Auslandsvertretungen von Indonesien über die Verhältnisse vor Ort zu unterrichten. Im Zusammenhang mit der auch in Indonesien grassierenden Geflügelpest (Vogelgrippe) H5N1 kam es erstmalig zu Erkrankungen mit Todesfolge in einer Familie in Tangerang (Westjava) in der Nähe von Jakarta. Wie die Familie sich infizierte ist unklar. Es wird Reisenden empfohlen, Kontakte mit lebendem oder rohem Geflügel bzw. Vögeln zu vermeiden. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Erstmalig sind jetzt wieder Polio-Erkrankungen (Kinderlähmung) im Land aufgetreten. Insbesondere sollte daher auf einen vorhandenen Polio-Impfschutz geachtet werden. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut, Typhus und gegen Japanische Encephalitis sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden. Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen. Gelegentlich wird ein negativer HIV-Antikörpernachweis bei der Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung verlangt. Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählen auch das Denguefieber und die Malaria, die durch Mücken übertragen werden! Beide Erkrankungen nehmen in der Verbreitung zu. Denguefieber, eine von Moskitos übertragene fieberhafte Viruserkrankung, kommt in Indonesien wie auch im übrigen Südostasien häufig vor. Sie wird das ganze Jahr über übertragen mit Häufung während der Regenzeit. Alle paar Jahre finden größere Epidemien statt. So hat gegenwärtig ein Ausbruch weite Teile des Landes erfasst. Nachdem es keine ursächliche Behandlung gibt, beschränkt sich die Therapie auf die Linderung der Beschwerden. Wichtigste vorbeugende Maßnahme ist daher der Schutz vor den vorwiegend tagsüber stechenden Moskitos mit angepasster Kleidung und moskitoabweisenden Hautmitteln. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Oft sind manche dieser Medikamente in Indonesien nicht erhältlich! Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen in Indonesien vor und können ein Risiko für Reisende darstellen (Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt). Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. In letzter Zeit sind verstärkt vulkanische Aktivitäten zu verzeichnen. Nachfolgend aufgeführte Vulkane sind in die zweithöchste Gefährdungsstufe eingestuft, eine unmittelbare Gefährdung der Bevölkerung durch diese Aktiviäten ist jedoch derzeit nicht gegeben. Bitte beachten Sie aber insoweit die Medienberichterstattung. Die nachfolgend aufgeführten Vulkane wurden in die zweithöchste Gefährdungsstufe aufgenommen: Mount Kelod (Ost Java) Terrorismus In Indonesien ist es seit 2002 mehrfach zu Bombenanschlägen islamischer Extremisten gekommen. Am 12. Oktober 2002 kostete ein Anschlag auf eine Diskothek in Bali 202 Menschen das Leben. Am 5. August 2003 kamen bei einem Anschlag auf das Hotel Marriott in Jakarta 13 Menschen und am 9. September 2004 bei einem Anschlag auf die australische Botschaft 10 Menschen ums Leben. Dem jüngsten Anschlag vom 01. Oktober 2005 auf Bali fielen 19 Menschen zum Opfer. Seit dem Anschlag in Bali im Jahre 2002 wurden erhebliche Erfolge bei den Ermittlungen erzielt, die zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen geführt haben. 2006 ist es zu keinem der befürchteten Anschläge gekommen. Einige als Drahtzieher der Bombenanschläge identifizierte Extremisten befinden sich jedoch noch auf freiem Fuß. Die Anschläge auf Bali bestätigen, dass es in Indonesien Gruppen gibt, die die Fähigkeit und Motivation zur Durchführung von (Selbstmord-) Attentaten besitzen. Mit solchen Anschlägen muss deshalb auch in Zukunft gerechnet werden. Als gefährdet gelten Orte besonders in Jakarta und auf Bali, die bevorzugt von Ausländern frequentiert oder mit dem westlichen Ausland identifiziert werden, wie Hotels, Botschaften, Einkaufszentren und touristische Einrichtungen. Die Sicherheitslage in der Provinz Aceh im Norden von Sumatra hat sich mit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der indonesischen Regierung und der separatistischen Bewegung Freies Aceh sowie den Gouverneurswahlen im Dezember 2006 verbessert. Weder der Friedensprozess noch der Wiederaufbau der Provinz werden jedoch in absehbarer Zeit abgeschlossen sein. Für Aceh gelten weiterhin besondere Aufenthaltsregeln. Ethnische und religiöse Spannungen Ethnische, religiöse oder soziale Spannungen haben in einzelnen Landesteilen wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt. In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon ist es in jüngster Zeit erneut zu Unruhen mit Toten und Verletzten gekommen. Auch in Papua (ehem. Irian Jaya) kann sich die Sicherheitslage plötzlich anspannen. Reisen in diese Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden. Für Papua gelten besondere Einreise- und Aufenthaltsregeln. Sportliche Aktivitäten Trekkingtouren, Bergbesteigungen und Tauchgänge sollten nur mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, deren Verlässlichkeit durch Empfehlung vom Hotel oder Reisebüro als sicher gelten kann. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen nur vom Hotel oder Reisebüro empfohlene Reiseführer engagieren. Hilfe im Notfall Rettungsdienste verfügen nicht über die in Europa gängige Ausbildung und Ausrüstung. In weiten Landesteilen entspricht die medizinische Versorgung nicht deutschen Standards. Reisende, die sich abseits der großen Ferienzentren aufhalten und sich aufgrund ihrer Konstitution oder Aktivitäten (z.B. Bergsteigen) besonderen Risiken aussetzen, sollten zusätzlichen Versicherungsschutz und Notfalladressen bei sich führen, die im Ernstfall ein schnelle Evakuierung nach Jakarta oder Singapur gewährleisten. Naturkatastrophen Seit dem Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12.2004, das eine zerstörerische Flutwelle auslöste, ist es an der Westküste Sumatras und den vorgelagerten Inseln wiederholt zu Nachbeben gekommen. Allgemein muss in Indonesien mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden. Die Hauptstadt Jakarta bietet eine
faszinierende Mischung verschiedenster Einflüsse. Sehenswert ist die Altstadt mit
Bauwerken aus der niederländischen und portugiesischen Kolonialzeit. Das Nationaldenkmal
erhebt sich 140 m über dem Merdeka-Platz und ist mit einer vergoldeten »Flamme«
gekrönt. Das Central Museum hat eine gute völkerkundliche Abteilung und zeigt
u.a. Skulpturen aus vor-hinduistischer Zeit. Die Portugiesische Kirche mit der
riesigen niederländischen Pumporgel (1695) ist ebenfalls einen Besuch wert. Die moderne Istiqlal-Moschee
im Zentrum der Stadt ist eine der größten der Welt. Sehenswert sind auch der
Antiquitätenmarkt in der Jalan (Straße) Surabaya und die unzähligen Batikfabriken im
Karet-Viertel. Das Jakartaer Kulturzentrum gehört zu den größten in Südostasien. Auf der »Orchideeninsel« Sulawesi erwarten den Besucher majestätische Berge, dunstige Täler sowie zahlreiche Seen, Geysire und heiße Quellen, von denen die bekanntesten bei Makule, Kuramengan, Lahendong, Kinilon und Leilem zu finden sind. Im Süden liegt der Naturschutzpark Bantimurung mit tausenden exotischen Schmetterlingen. Torajaland ist als »Land der himmlischen Könige« bekannt; die Einwohner setzen ihre Toten in vertikalen Felsengräbern bei. Im Hafen Pinsa von Ujung Pandang, vormals Makassar, liegen die hölzernen Schoner der berühmten buganesischen Seefahrer vor Anker. Die Festung Fort Rotterdam (1660) wurde von Sultan Ala zum Schutz der Stadt gegen Piraten erbaut. Pferde- und Ochsenrennen sind beliebte Sportarten, in Ranomuut kann man noch traditionelle Pferderennen mit Wagen (Bendi) sehen. Sumatra ist die zweitgrößte Insel Indonesiens, liegt am Äquator und hat eine vulkanische Gebirgskette, heiße Quellen, unerforschte Dschungelgebiete und riesige Plantagen. Zum Schutz der teilweise vom Aussterben bedrohten einheimischen Tier- und Pflanzenwelt sind zahlreiche Naturschutzgebiete eingerichtet worden. In den Schutzgebieten Bengkulu, Gedung Wani und Mount Loeser werden geführte Safaris angeboten, bei denen man Tiger, Elefanten, Tapire und Nashörner aus der Nähe beobachten kann. Der Toba-See liegt im Krater eines erloschenen Vulkans. Er ist mit 900 m über dem Meeresspiegel einer der höchstgelegenen Seen der Welt. In seiner Mitte befindet sich die bewohnte Insel Samosir. Lingga in der Nähe von Medan ist ein traditionelles karonesisches Dorf mit hölzernen Pfahlbauten. Bei Bukkitinggi erhebt sich die alte Festung Fort de Kock. In der Nähe liegen der Zoo, der Marktplatz, eine restaurierte historische Reisscheune und das Bundo-Kandung-Museum. Die schönsten Strände Sumatras befinden sich an der Ostküste. Östliche Inseln MOLUKKEN-ARCHIPEL: Das Archipel besteht
aus 1000 größtenteils unbewohnten Inseln. Die bewohnten sind seit dem Ende des
Gewürzhandels so voneinander und vom Rest der Welt abgeschnitten, daß jede ihre eigene
Kultur und einige auch ihre eigene Sprache erhalten konnten. Halmahera ist die größte
der Molukken. An der Küste leben die Nachfahren der Großmächte, die sich im Laufe der
Jahrhunderte um die Vorherrschaft im Gewürzhandel stritten - Araber, Gujaratis, Malaien,
Portugiesen und Niederländer. Im Binnenland spricht die Bevölkerung eine Sprache, die
selbst mit anderen Eingeborenensprachen Indonesiens so gut wie nichts gemeinsam hat.
Morotai, im Norden gelegen, war während des 2. Weltkrieges ein japanischer
Luftwaffenstützpunkt. Heute werden hier Kopra und Kakao angebaut. Ternate und Tidore sind
kleine vulkanische Inseln westlich von Halmahera, die einst als weltgrößte Lieferanten
von Gewürznelken Reichtum und Macht erlangten. Weiter südlich liegt Ambon, ein weiterer
wichtiger Umschlagplatz des Gewürznelkenhandels, mit seinen 40 niederländischen
Festungen aus dem 17. Jahrhundert. Banda in der Banda-See wird oft als die ursprüngliche
»Gewürzinsel« bezeichnet und ist für ihre Muskatnuß-Anbaugebiete bekannt. Die einmalige Landschaft Balis, »Insel der Götter« genannt,
besteht aus vulkanischen Bergen, Seen und Flüssen, Reisterrassen, riesigen Obst- und
Palmenplantagen und an der Küste aus stillen Buchten mit feinsandigen Stränden. Obwohl
die Insel nur 5633 qkm groß ist, hat sie ca. 3 Mio. Einwohner. Im Gegensatz zum übrigen
Indonesien sind die Einwohner hier Anhänger des Agama-Hinduismus, einer Variante
des Hinduismus. Eine vulkanische Bergkette zieht sich von Ost nach West quer über die
Insel. Der kegelförmige Gipfel des mächtigen Gunung Agung (»Heiliger Berg«)
erhebt sich 3170 m über dem Meeresspiegel. Nördlich der Bergkette werden Kokosnüsse,
Kaffee, Kakao, Nelken und Gemüse angebaut, wo immer der Boden es zuläßt. Die
bekanntesten Urlaubsgebiete und der internationale Flughafen liegen im Süden, in der
Gegend um Kuta, Sanur und Benoa sowie Nusa Dua jenseits der schmalen Landenge auf
der Halbinsel Bukit Badung. Der Nordwesten Balis ist Naturschutzgebiet, das man auf
geführten Tagesausflügen erkunden kann. 15 Flugminuten (oder eine Überfahrt mit der Fähre) von Bali entfernt liegt Lombok, eine wunderschöne Insel, deren Name »Chilipfeffer« bedeutet. Hier befindet sich einer der größten Vulkane der indonesischen Inselgruppe, der Mount Rindjani, dessen meist wolkenverhangener Gipfel 3745 m hoch ist. Der Norden ist gebirgig mit dichten Wäldern und dramatischen Ausblicken, der Westen besteht aus fruchtbaren Ebenen mit Kokos- und Reisplantagen und Reisterrassen, während der Osten öde und trocken und die Südküste felsig ist. Die Bevölkerung - nur etwa 750.000 Menschen - setzt sich aus islamischen Sasaks, hinduistischen Balinesen und Malaien zusammen. Mataram, die Hauptstadt der Insel, und die geschäftige Hafenstadt Ampenan sind die beiden einzigen größeren Städte der Insel und bieten sich für einen Ausflug an. Auf Lombok findet man auch einige wundervolle Strände, manche mit weißem, andere mit schwarzem Sandstrand, letzteren z. B. bei Ampenan. In Narmada, das über eine gut befahrbare Straße erreicht werden kann, gibt es eine riesige Palastanlage zu bewundern, mit einem »Jungbrunnen«, der für einen balinesischen König errichtet wurde. In Pamenang kann man Boote mieten und mit der Taucherbrille die kristallklare Wasserwelt der herrlich bunten Korallen und neugierigen tropischen Fische erforschen. Sitten & Bräuche In Jakartas Nachtlokalen spielen oft internationale Sänger und Gruppen; die Nachtklubs sind an Wochenenden bis 04.00 Uhr geöffnet. Die Stadt hat über 40 Kinos, einige davon zeigen Filme in englischer Sprache oder mit englischen Untertiteln. Viele größere Hotels, besonders auf Bali, bieten Tanzaufführungen an, begleitet von den typisch indonesischen Gamelan-Orchestern. Das ganze Jahr über finden vielerorts Mondscheinfeste statt, am besten erkundigt man sich an Ort und Stelle. Indonesisches Schattentheater ist weltberühmt. Vorsicht vor Falschspielerbanden, die versuchen, Touristen um ihr Geld zu bringen. Da Glüchsspiele in ganz Indonesien verboten sind, machen sich auch die Geschädigten strafbar. Schöne Mitbringsel sind Batikstoffe, Holzschnitzarbeiten, Silberschmuck, Stroh- und Bastkörbe, Bambusartikel, Krise (kleine Dolche), Gemälde und gewebte Stoffe. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 10.00-22.00 Uhr. Märkte sind fruhmorgens und abends geöffnet. Wassersport: Indonesien ist ein Paradies für Windsurfer, besonders beliebt sind die Inseln Bali (Ulu Watu, Kuta), Bintan, Java, Lombok, Sumatra, Sumbawa, Flores and Sumba. Zwischen April und September gibt es die beste Brandung. Spezielle Surf Camps wie Lagundri Bay (Nias) oder Cempi Bay (Sumbawa) bieten einfache Unterkunft und Verpflegung. Schwimmen: Die herrlichen Strände bieten unbegrenzte Badefreuden, außerdem haben viele Hotels Swimmingpools. Tauchen: Indonesien bietet erstklassige Tauchgründe. Der französische Meeresforscher Jacques Cousteau nahm einige seiner berühmten Unterwasserfilme bei den Tukang Besi-Inseln auf. In den meisten größeren Strandurlaubsorten gibt es Tauchzentren, die Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Bergsteigen: Indonesiens zahlreiche Vulkangipfel eignen sich für ausgedehnte Bergwander- und Trekkingtouren. Golfplätze findet man in den Touristenzentren. Reiten: In den Sportanlagen im International Saddle Club in Jakarta kann man auch Reitunterricht nehmen. Publikumssport: Pferderennen finden jeden Sonntag nachmittag in Pulo Mas, JLJ Ahmed Yani, statt. Jai Alai (dem baskischen Pelota ähnlich) wird täglich in Halai Jaya Ancol, Bina Ria und Tanjung gespielt. Hahnenkämpfe sind zwar verboten, finden aber dennoch auf Java und auf Bali statt. Chinesische Schattenbox-Wettkämpfe werden in Loki Sari und JL Mangga Besar ausgetragen. Trinkgeld ist üblich, aber nicht obligatorisch. In manchen Hotels und Restaurants werden für Bedienung 10% extra berechnet. In Indonesien gibt es über 200 unterschiedliche Sprachen und Dialekte. Seit der Unabhängigkeit haben viele Indonesier einen starken Nationalstolz entwickelt. An den überlieferten Tänzen und den traditionellen Techniken der Malerei, Holschnitzerei und Bildhauerei wird weiterhin festgehalten. Tanzen ist in Indonesien eine wichtige Kunstform und wird von frühester Kindheit an gefördert und praktiziert. Das umfassende Repertoire basiert auf alten Legenden und Überlieferungen. Aufführungen finden in Dorfhallen und auf Dorfplätzen statt, außerdem in einigen der führenden Hotels. Einige der berühmtesten Tänze Balis sind der Legong, ein langsamer, graziöser Tanz göttlicher Nymphen; der Baris, eine rasante, lautstarke Darstellung männlichen, kriegerischen Verhaltens, und der Jauk, fesselnder Solotanz eines maskierten und reich kostümierten Dämons. Beim dramatischen Kecak-Tanz mit 100 oder mehr Teilnehmern agieren nur mit Lendenschurz bekleidete junge Männer als wilde Affenschar, Untertanen des hinduistischen Affengottes Hanuman. Indonesische Gamelan-Orchester bestehen in erster Linie aus verschiedenen Xylophon-ähnlichen Schlaginstrumenten, Flöten und Instrumenten, die der Harfe ähneln. Diese Klänge sind in vielen indonesischen Geschäften und Restaurants zu hören und gehören zu jeder Tanz- und Schattentheateraufführung. Schattentheaterstücke werden landesweit aufgeführt, hierfür werden die traditionellen Wayang-Kulit-Schattenpuppen aus Holz und Leder benutzt. Gegenstand der Stücke sind oft die Geschichten der Ramayana und Mahabharata, berühmte alte Hindu-Legenden. Es werden jedoch auch moderne Stücke gezeigt. Für Besucher, die kein indonesisch verstehen, ist es am interessantesten, hinter der Bühne zu sitzen, weil man dort dem Puppenspieler am besten bei seiner Arbeit zusehen kann. In Gesellschaft ist man oft recht formell, zum Beispiel sollte man bei einer Mahlzeit nicht mit dem Essen oder Trinken anfangen, bevor der Gastgeber dazu auffordert. Man sollte nie mit dem Finger auf Personen oder Gegenstände zeigen oder Kinder am Kopf berühren. Essen oder Geld wird immer mit der rechten Hand genommen oder gegeben. Indonesier sind höflich und freundlich und erweisen Ausländern, denen sie vertrauen, unzählige Gefälligkeiten und Freundschaftsdienste. Händeschütteln zur Begrüßung ist gebräuchlich. Bei Einladung in ein Privathaus ist ein Geschenk gern gesehen. Legere Kleidung ist üblich, aber einige elegante Etablissements erwarten Abendgarderobe zu den Mahlzeiten. Islamische Sitten und Gebräuche, die die Bekleidung der Frauen betreffen, sollten beachtet werden. Tempel sollten nur mit Sarong und Schultern/Arme bedeckenden Oberteilen betreten werden. Rauschgiftdelikte werden strafrechtlich verfolgt und mit drakonischen Strafen bedroht. Schon der Besitz geringer Drogenmengen führt oft zu hohen Freiheitsstrafen, und bei Drogenhandel droht u.U. die Todesstrafe. Angesichts einschlägiger Haftfälle wird daher eindringlich vor dem Erwerb, dem Besitz, der Verteilung sowie der Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften aller Art gewarnt. Auch die Mitnahme bzw. der Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann verhängnisvolle Folgen haben. Sexueller Missbrauch von Kindern steht unter Strafe und ist darüber hinaus auch dann nach deutschem Recht strafbar, wenn diese Taten von Deutschen im Ausland begangen werden. Hiesige Gerichtsverfahren entsprechen nicht immer deutschen rechtsstaatlichen Standards. Bei Verstößen gegen hiesige Gesetze muss ggf. mit langer Untersuchungshaft, teurer und dennoch manchmal unzureichender anwaltlicher Verteidigung sowie mit gesundheitsgefährdenden Haftbedingungen gerechnet werden. Die deutsche Botschaft kann die Länge von Strafverfahren und die Haftumstände erfahrungsgemäß nur wenig beeinflussen.
Internationale Hotels gibt es in allen Großstädten und Touristenzentren,
einige bieten auch einen Konferenz-Service an. Die Hotelsteuern sind hoch (10% Bedienung,
außerdem 10% Steuer). In vielen Touristengegenden, z. B. auf Bali, ist von Hotels der
internationalen Luxusklasse bis zu Strandhütten fast jede Art von Unterkunft erhältlich.
Auch Hotels der Mittelklasse haben oft Swimmingpools und verleihen die gängigsten
Sportausrüstungen. Kategorien: Hotels sind nach vorhandenen Einrichtungen eingestuft.
Weitere Informationen erteilt die National Hotel Association, Wisma Nugra Santana,
4th Floor, Jendral Sudirman 8, Jakarta 10220. Tel: (021) 570 69 09. Telefax: (021) 570 68
88. Die Verkehrsinfrastruktur in Indonesien leidet häufig an technischen Mängeln und generell am mangelnden Risikobewusstsein der Verkehrsteilnehmer. Die Sicherheitsanforderungen und -vorkehrungen liegen deutlich unter europäischem Niveau. Der Straßenverkehr insbesondere außerhalb der Großstädte ist unfallträchtig, in den letzten Jahren häuften sich zudem Flugzeug- und Schiffsunglücke. Indonesische Flugunternehmen dürfen daher derzeit keine EU-Flughäfen anfliegen. Innerhalb Indonesiens gibt es zur Benutzung indonesischer Flugunternehmen allerdings selten Alternativen. Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka ist durch Piraterie gefährdet. FLUGZEUG: Indonesien hat ein gutes
nationales Flugnetz, das die meisten größeren Städte mit Jakarta verbindet.
Inlandsflüge starten von Terminal 1 von Jakartas Soekarno Hatta International. Bouraq
Indonesia Airlines (BO), Garuda Indonesia (GA), Merpati Nusantara Airlines (MZ) und Sempati
Air (SG) betreiben den Inlandflugverkehr. Flughafengebühren: 11.000 Rp, ausgenommen sind Kinder
unter 2 Jahren. |
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