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Die Republik Indonesien umfaßt den größten Teil des malaiischen Archipels und das gesamte ehemalige Niederländisch-Indien. Das größte Archipel der Welt besteht aus mehr als 13 000 Inseln, darunter die Sunda-Inseln (Sumatra, Teil von Borneo, Java, Bali, Sumba, Lombok, Sumbawa, Timor, Flores und Celebes), die Molukken und der Westteil von Neuguinea, bekannt unter dem Namen Irian Jaya. Die Seegrenzen von Indonesien sind der Pazifische Ozean, die Celebesee, das Südchinesische Meer und das Andamanische Meer sowie im Norden die Straße von Amlakka, im Süden und Westen die Arafurasee und der Indische Ozean.

Die Insel Sumatra (473 606 km2), schmal und lang gezogen, zeigt ein Küstenprofil, das charakterisiert ist durch Mangroven im Überfluß. Ab den östlichen Ebenen, wo die Hauptflüsse der Insel, nämlich Musi und Betang Inderagiri fließen, erhebt sich das Relief Richtung Westen. An diesem äußersten Ende erhebt sich parallel zur Küste die große Gebirgskette von Barisan, wo man zahlreiche Vulkane findet. Im nordwestlichen Drittel liegt der See Toba, der größte See der Insel.

Borneo (539 460 km2 für den indonesischen Teil), die drittgrößte Insel der Welt nach Grönland und Neuguinea, ist zwischen der Republik Indonesien, dem Sultanat Brunei und der Föderation von Malaysia aufgeteilt. Das Relief des indonesischen Teils, bekannt unter dem Namen Kalimantan, kennzeichnet sich durch eine große Küstenebene mit Sumpfgebieten an den West- und Südküsten und Flüssen wie den Kapua (der längste des Archipels mit 1 143 km), den Mahakan, den Kahayan und den Barito.

Java (132 187 km), das sich parallel zum Äquator erstreckt, wird von einem Gebirgszug mit Vulkanen wie dem Merapi, der 1998 ausbrach, durchquert. Der Semeru, ein  weiterer Vulkan mit einer Höhe von 3 676 m, ist der höchste Gipfel der Insel. Das Relief fällt sanft gegen Nord ab, während es zur Südküste steil abfällt.

West-Irina (421 981 km2) belegt die Westhälfte der Insel von Neuguinea. Es ist durchzogen von einem Gebirgssystem, das mit dem Puncak Jaya eine Höhe von 5 029 m erreicht, dem höchsten Gipfel von Indonesien, und hat auch einige aktive Vulkane. Niedrigere Berge befinden sich an der Nordküste, während sich der Süden der Insel zu einer großen Ebene öffnet, die aus großen Sumpfgebieten besteht.

Celebes ist die andere große Insel des indonesischen Archipels. Sie ist gekennzeichnet durch vier große Halbinseln an der Ostküste, zwischen denen sich breite Buchten bilden: Golf von Tomini, von Tolo und von Bone. Das Relief ist bergig und im äußersten Nordosten kann man mehrere Krater erblicken.

Mehrere kleinere Inseln sind auch vulkanisch wie Bali, Sumbawa oder Flores. Im Gegensatz dazu kennen die Inseln Sumba, Timor, Buru und Ceram sowie die Molukken keine Vulkane.

Die Inseln von Borneo, Sumatra und Java liegen auf der Kontinentalplatte von Sunda in der Verlängerung der indonesischen Platte, während sich Neuguinea auf der Plattform von Sahul befindet, in der Verlängerung der australischen Platte. Diese Kontinentalplatten, die sich in mindestens 200 m Tiefe befinden, bilden die unterseeische Verlängerung ihrer jeweiligen Kontinente. An den Plattengrenzen erscheint die Kontinentalmasse, die an ihren Hängen von den tieferen ozeanischen Becken getrennt ist. Die Plattengrenze ist gekennzeichnet durch mehrere ozeanische Gräben wie dem von  Neuguinea im Pazifischen Ozean und dem von Java mit einer Tiefe von
7 455 m im Indischen Ozean. Dieser Zentralgraben durchquert fast 4 500 km und nimmt die Form einer Kurve von Nordwesten nach Südosten an, entlang der Südküste von Sumatra, Java und der anderen indonesischen Inseln. Die Gräben entstehen in den Kontaktzonen zwischen den tektonischen Platten. Die hohen Temperaturen, die aus der Reibung entstehen, lassen die Kruste von einigen Platten schmelzen, eine Kruste, die über die zahlreichen Vulkane des indonesischen Inselbogens zutage tritt.

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indonesienk1.gif (172 Byte) Die Nationalflagge geht auf die erste Unabhängigkeitserklärung zurück und wurde 1949 offiziell bestätigt.
Davor hatten indonesische Freiheitskämpfer sie seit etwa 1924 in ihrem Kampf gegen die Holländer verwendet, ihre Farben lassen sich aber noch bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Das Weiß steht, wie immer, für Reinheit und Gerechtigkeit und das Rot für Edelmut und Freiheit.

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