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Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach - besonders auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten - technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch sprechende Ärzte. In den Großstädten ist die medizinische Versorgungslage deutlich besser, z. T. mit hohem Standard. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Das Medikamentenangebot in Indien ist gut. Am besten gelagert sind die Medikamente in den Krankenhausapotheken. Spezifische Medikamente sollten mitgenommen werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. Die Botschaft New Delhi und die Generalkonsulate in Chennai, Kalkutta und Mumbai verfügen für den Notfall über Ärzte- und Krankenhausadressen. In der Provinz Uttar Pradesh treten seit kurzem gehäuft Erkrankungen an Japanischer Encephalitis (JE) auf, einer von Moskitos übertragenen Virus Gehirnentzündung. Die betroffenen Gebiete sind vor allem Gorakhpur, Devaria, Basti, Maharajganj und die angrenzenden Gebiete von Bihar. Reisenden, die diese Gebiete besuchen, ist die gut wirksame Impfung gegen JE zu empfehlen, Sie sollte jedoch 4 Wochen vor Ausreise begonnen werden (3 Impftermine in 21 Tagen). Der in der Hauptstadt Delhi von Ende März bis August 2005 aufgetretene Meningokokkenmeningitis - Ausbruch (Hirnhautentzündung) vom Typ A ist inzwischen beendet. Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging , Rucksacktourist u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut, Typhus, evtl. auch gegen Meningokokken-Meningitis (ACWY) und Japanische Encephalitis sehr sinnvoll sein. Insbesondere Tollwut stellt ein besonderes Problem dar, da moderne Impfstoffe gegen Tollwut im Notfall in Indien kaum verfügbar sind. Im Zweifel wird man daher immer eine vollständige prophylaktische Tollwutimpfung vor der Ausreise durchführen (3 Injektionen innerhalb von 4 Wochen), da Tollwut beim Ungeimpften eine 100 % tödliche Erkrankung ist. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden. Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus Ländern mit einem Gelbfiebergebiet verlangt, gelegentlich aber -abweichend- auch bei Einreise aus Südafrika, Simbabwe sowie aus Trinidad und Tobago. HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen bergen ggf. ein erhebliches lebensgefährliches Risiko. Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken können viele Tropen- und Infektionskrankheiten, wie auch gefährliche Durchfälle, vermieden werden. Endemisches Vorkommen von Hepatitis E in Mumbai aufgrund wiederkehrender Verunreinigung des Trinkwassers erfordert besonders strikte Beachtung der Nahrungsmittelhygiene, da es gegen diese Art der ansteckenden Virushepatitis bisher keinen Impfstoff gibt. Durch konsequenten Mückenschutz (Mückenschutzmittel, imprägniertes Mückennetz, bedeckende Kleidung) können auch weitere spezifische Tropen- und andere Infektionserkrankungen vermieden werden. Dazu zählen u.a. das Denguefieber und die Malaria. Auch epidemische Ausbrüche von Denguefieber sind in Indien, abhängig von Jahreszeiten, Regenfällen und Höhenlagen, immer wieder möglich. Das Malariarisiko ist in den Bundesstaaten im Nordosten hoch, mittleres Risiko im ganzen Land nördlich der Linie Chennai/Goa, geringes Risiko im Süden und Osten von Tamil Nadu, Kerala, Teilen von Uttar Pradesh, den Andamanen und Nikobaren. Höhenlagen oberhalb 2000 m sind malariafrei. Für die medikamentöse Prophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. MalaroneR, Doxycyclin, LariamR) im Handel. Nicht alle Medikamente zur Prophylaxe und Therapie der Malaria sind in Indien erhältlich. Notwendigkeit, Auswahl, individuelle Dosierung, Nebenwirkungen und eventuelle Unverträglichkeiten der Malariamittel mit anderen Medikamenten sollten vor der Reise unbedingt mit einem Tropen- oder Reisemediziner besprochen werden Die Höhenkrankheit ist eine durch zu raschen Aufstieg (zu rasch heißt: mehr als hundert Meter pro Tag!) ausgelöste, gefährliche Störung verschiedener Organe wie Gehirn, Lunge, Niere. Die Erkrankung kann auch gut Trainierte und Gesunde treffen sowie Personen, die früher große Höhen trotz schnellen Aufstiegs gut vertragen haben. Todesfälle sind im Himalaja leider nicht selten und immer ausgelöst durch höhentaktische Fehler. Rettung besteht in raschem Abstieg, der oft nicht möglich ist. Eingehende Beratung durch den Facharzt vor der Reise hierzu ist sehr sinnvoll. Prophylaktische Medikamente werden in anderen Ländern (nicht in D) zugelassen, bergen aber ebenfalls Risiken. Zu beachten ist die Essensregel "Peel it, boil it or forget it!".
Bei "Trekking"-Touren sollte unbedingt sichergestellt werden, dass ausreichend starke Funkgeräte mitgeführt werden, da anderenfalls in Notfällen eine rechtzeitige Einleitung von Rettungsaktionen nicht sichergestellt ist. Terrorismus / Reisen über Land In verschiedenen Teilen Indiens kommt es immer wieder zu Terroranschlägen, auch in Gebieten, die normalerweise nicht Hauptziel solcher Anschläge sind. So forderten am 19. Februar 2007 Brandbombenanschläge in einem Zug,100 km nordwestlich von Delhi, sowie mehrere Bombenexplosionen am 25. August 2007 in Hyderabad (Hauptstadt des ostindischen Bundesstaats Andhra Pradesh) zahlreiche Todesopfer und Verletzte. Am Abend des 11. Oktober 2007 detonierte eine Bombe nahe dem Mausoleum des in ganz Südasien verehrten Sufi-Heiligen Khwaja Moinuddin Chisti in Ajmer. Auch dieser Anschlag forderte Tote und Verletzte. Es war bereits der vierte Anschlag auf religiöse Zentren von Hindus und Muslimen in den letzten 18 Monaten. Weitere Anschläge sind nicht auszuschließen. Es wird daher generell zu Wachsamkeit geraten, besonders an Feiertagen (Tag der Republik am 26. Januar, Unabhängigkeitstag am 15. August), an denen es erfahrungsgemäß vermehrt zu Drohungen und Anschlägen kommt. Es wird empfohlen, an diesen Tagen Märkte, öffentliche Plätze und große Menschenansammlungen sowie Regierungsgebäude und nationale Wahrzeichen nach Möglichkeit zu meiden. Jammu und Kaschmir Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten wird von Reisen nach Jammu und Kaschmir dringend abgeraten. Sowohl in Srinagar als auch in Jammu ist es zu Bombenattentaten insbesondere an öffentlichen Plätzen gekommen. Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. Generell wird davor gewarnt, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen Führer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Plätzen zu zelten. Nordöstliche, östliche und südöstliche Bundesstaaten
In den östlichen und südöstlichen Bundesstaaten Kernindiens von Bihar bis zu den östlichen und südlichen Grenzgebieten von Andhra Pradesh besteht ein erhöhtes Risiko von Gewalttaten und Gewaltkriminalität durch maoistische Gruppierungen (Naxaliten), besonders außerhalb größerer Städte. Deren Aktionen richteten sich bislang allerdings nicht gegen Ausländer. Andere Regionen Besondere Reisegenehmigungen werden u.a. für Sikkim, Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur und Mizoram wie auch für die Inselgruppe der Andamanen (Andaman Islands) benötigt. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist für Touristen nicht zugänglich. Der Norden Der Westen Der Süden Karnataka, Kerala, Tamil Nadu, Andhra
Pradesh und Lakshadweep-Inseln. Der Osten Orissa, Westbengalen, Bihar, Sikkim, Andaman- und Nicobar-Inseln und die nordöstlichen Bergstaaten. WESTBENGALEN: Kalkutta ist die größte Stadt Indiens und Handelszentrum des Ostens. Die Stadt wurde im 17. Jahrhundert als britischer Handelsposten eingerichtet und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer pulsierenden Großstadt. Das koloniale Erbe bleibt erhalten in den Gebäuden der Chowringhee- und der Clive-Street, die heute Jawaharlal Nehru Road und Netaji Subhash Road heißen. Kalkutta ist ein Zentrum zahlreicher kreativer und intellektueller Aktivitäten; einige der besten Filmproduzenten des Landes sind hier zuhause. Das Indische Museum der Stadt ist das beste Asiens. Andere Sehenswürdigkeiten sind die Viktoria-Gedenkstätte aus weißem Marmor, das Octherlony-Institut und das Hauptquartier der Rama-Krishna-Bewegung. Auf der anderen Seite des Flusses liegen der Kali-Tempel von Dakshineshwasar und der Botanische Garten. Strand: Digha, preiswerte Hotels, Ferienhäuser. Hill Stations: Kalimpong, Mirik. Weiter westlich liegt der Bundesstaat BIHAR mit dem religiösen Zentrum Bodhgaya, einem heiligen Ort für Hindus und Buddhisten. Hauptstadt des Bundesstaates ist Patna, das im November, wenn Rindermarkt ist, eher wie eine Kleinstadt wirkt. Hill Station: Netarhat. Der Staat ORISSA hat drei Tempelstädte. Die bedeutendste ist Bhubaneswar. Hier standen einmal nicht weniger als 7000 Tempel, leider sind nur 500 davon erhalten geblieben. Der größte Tempel, Lingaraja, ist dem Hindugott Shiva gewidmet. Nach einer kurzen Fahrt Richtung Süden kommt man nach Puri, einer der vier heiligsten Städte Indiens, die wegen ihrer Strände auch als Ferienort geschätzt wird. Im Juli und August findet in Puri eines der aufsehenerregendsten Festspiele Indiens statt, das Rath Yatra oder »Wagenfest«: Götterstatuen auf riesigen hölzernen Triumphwagen werden durch die Straßen gezogen und von Pilgern verehrt. Weiter nördlich an der Küste liegt Konarak, bekannt für seine abgelegene »Schwarze Pagode« - ein riesiger, dem Sonnengott gewidmeter Tempel in Form eines von Pferden gezogenen Triumphwagens. Diese Skulptur ist ebenso bewundernswert wie die Darstellungen in Khajuraho und zählt zu den besten Indiens. Eine der malerischsten Bahnfahrten der Welt ist die Reise mit der »Spielzeugeisenbahn« von Kalkutta nach Darjeeling. Der letzte Teil der Reise führt durch Urwald, Teegärten und Pinienwälder. Das weltbekannte Teeanbaugebiet Darjeeling erstreckt sich über einen Bergabhang, der tief ins Tal abfällt, und bietet einen herrlichen Blick auf den Kanchenjunga, mit 8586 m dritthöchster Berg der Welt. Hier liegt das Hauptquartier des Himalayan Mountaineering Institute. Darjeeling ist auch die Heimat des als Sherpa Tenzing bekannten Mount-Everest-Bergsteigers Tenzing Norgay. Eine zweieinhalbstündige Busfahrt führt nach Kalimpong, einer Marktstadt am Fuße des Himalaya. Besonders ins Auge fallen die fünf Gipfel des mächtigen Kanchenjunga, es gibt aber auch sanfte Hügel und Täler mit Nadelwäldern, türkisfarbenen Seen und sanft rauschenden Bächen. und . Kurze und lange Treks sind möglich zu den Tiger Hills (herrliche Aussicht) und den Gipfeln von Phalut, Sandakphu, Singalila und Tanglu. Anmerkung: Reisen in den Nordosten Indiens sollten nur in begleiteten Gruppen vorgenommen werden. Besondere Reisegenehmigungen werden derzeit für die Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur, Mizoram und Sikkim benötigt. Der Bergstaat SIKKIM im Norden ist ein Wunderland mit Farnen und Blumen, Vögeln und Schmetterlingen, Orchideen und Bambus, Eichen- und Nadelwäldern, umgeben von sanft dahinrauschenden Flüssen, Terrassenfeldern und üppigem Rhododendron. Tief im Herzen der Region liegen Sikkims berühmte Klöster, deren weiße Gebetsfahnen sich vom strahlendblauen Himmel abheben. Die Hauptstadt und Hill Station Gangtok ist Ausgangspunkt für Abstecher in den geheimnisumwobenen Norden und Osten der Region, zum heiligen Yaksum, Pemayangtse und zu den Bergen in der Nähe von Bakkhim und Dzongri. Noch weiter östlich liegen die Bundesstaaten ASSAM und MEGHALAYA. Assam hat als Teeanbaugebiet Weltruf und ist außerdem für seine Nationalparks bekannt, die von der Hauptstadt Guwahati aus erreichbar sind. Im Manas-Tigerreservat gibt es außer Tigern auch Wasserbüffel, Elefanten und Goldene Langur-Affen in Grasland, Regenwald und Flußlandschaft; im Kaziranga-Nationalpark lebt das seltene einhörnige Indische Nashorn. Shillong ist die Hauptstadt Meghalayas, eine Hill Station und die Heimat des Khasi-Volkes. Im Golf von Bengalen liegen die ANDAMAN- UND NICOBAR-INSELN, ein üppig bewaldeter Archipel mit exotischen Pflanzen und einer großen Vielzahl von Korallen und tropischen Fischen. Viele der Inseln sind weiterhin für ausländische Besucher nur begrenzt zugänglich, um die Eingeborenen, die auf einigen Inseln völlig abgeschieden von der Zivilisation leben, zu schützen. Port Blair ist die Hauptstadt und von Chennai aus per Schiff oder Flugzeug erreichbar. Eine Sondergenehmigung für 30 Tage erhalten Besucher bei der Einreise in Port Blair auf den Andamanen. Folgende Inseln sind für Touristen zugänglich: Port Blair (Municipal Area), Havelock Island, Long Island, Neil Island, Mayabunder, Diglipur, Rangat (auch Übernachtungen möglich), sowie Jolly Buoy, South Cinque, Red Skin, Mount Harriet und Madhuban (nur Tagesausflüge). Zusätzlich sind weitere Gebiete geöffnet worden: Für mehrtägige Ausflüge: Die gesamte Middle Andaman Island außer der Stammesgebiete, alle Inseln des Mahatma Gandhi Marine Nationalpark (außer Boat, Hobday, Twin Island, Tarmugli, Malay und Pluto), die gesamte South Andaman Island außer der Stammesgebiete, Baratang Island, North Passage Island, Little Andaman Island außer der Stammesgebiete. Nur für Tagesausflüge: Ross Island, Narcondum Island, Interview Island, Brother Island, Sister Island, Barren Island (kein Landgang möglich). Die Besuche sind nur in Begleitung eines vom »Chief Wild Life Warden of Andaman & Nicobar Islands« autorisierten Führers möglich. Für die Besuche wird eine Gebühr erhoben. Tier-
und Pflanzenwelt Dachigam Wildlife Sanctuary(Kaschmir). Weites Tal, Berghänge. Die einzige Heimat des seltenen Hangul-Rotwilds; Leoparden, Schwarz- und Braunbären, Reiher. Govind Sagar Bird Sanctuary (Himachal Pradesh). Vogelschutzgebiet mit Kranichen, Enten, Gänsen und Krickenten. Corbett National Park (Uttar Pradesh). Ausläufer des Himalaya in der Nähe von Dhikala; Salwälder und -ebenen; Tiger, Elefanten, Cheetal (geflecktes Rotwild), Nilgai (indische Antilope) und verschiedene Vogelarten. Hervorragende Angelgründe im Fluß Ramganga. Dudhwa National Park (Uttar Pradesh). Nepalesische Grenze; Tiger, Faultiere und Panther. Naina Devi National Park (Uttar Pradesh). Dieser »Dachgarten« liegt auf einer Höhe von 3500 m. Sondergenehmigung erforderlich. Sariska National Park (Rajasthan). Ca. 200 km von Delhi entfernt. Wald und offene Ebenen; Sambar (größtes indisches Rotwild), Nilgai (indische Antilope), Blackbuck, Panther, Tiger; gut in der Dunkelheit. Ranthambhore (Sawai Madhopur/Rajasthan). Bewaldete Hügel, Ebenen und Seen; Simbar, Chinkara (indische Gazelle), Tiger, Faultiere, Krokodile und Zugvögel. Keoladeo Ghana Bird Sanctuary (Rajasthan). Indiens schönster Vogelpark, viele einheimische Wasservögel, Zugvögel aus Sibirien und China, Kraniche, Gänse, Störche, Reiher sowie Schlangen. Bandhavgarh National Park (Madhya Pradesh). Dieser Park in den Vindhyan-Bergen hat eine große Anzahl verschiedener Tiere, einschl. Panther, Sambar und Gaur. Kanha National Park (Madhya Pradesh). Salwald und Grasland; einzige Heimat der Barasingha (Sumpf-Rotwild); Tiger, Cheetal, Gaur. Shivpuri National Park (Madhya Pradesh). Offener Wald am See; Chinkara, Chowsingha (vierhörnige Antilope), Nilgai, Tiger, Leoparden, Wasservögel. Ostindien Südindien Tadoba National Park (Maharashtra). Teakwälder und See; Tiger, Leoparden, Nilgai, Gaur. Besuche auch nach Einbruch der Dunkelheit. Sasan Gir National Park (Gujarat). Bewaldete Ebenen und See; letzte Heimat des asiatischen Löwen; Sambar, Chowsingha, Nilgai, Leoparden, Chinkara und Wildschweine. Nalsarovar Bird Sanctuary (Gujarat). See; Zugvögel; einheimische Vögel einschließlich Flamingos. Little Rann of Kutch Wildlife Sanctuary (Gujarat). Wüste; Khur-Herden (Indiens Wildesel), Wölfe, Karakal. Velavadar National Park (Gujarat). Delta-Grasland; große Blackbuck-Herden. Sitten & Bräuche Ein Nachtleben im westlichen Sinne ist in Indien schwer zu finden, nur in einigen großen Städten gibt es Nachtklubs und Diskotheken. Kulturelle Veranstaltungen mit Darbietungen indischer Tänze und Musik sind die üblichen Höhepunkte. Mumbai, Chennai und Kalkutta sind die Metropolen der Filmindustrie, die Zahl der produzierten Spielfilme ist dreimal so hoch wie in den USA. Fast jede Stadt hat mindestens ein Kino, einige zeigen manchmal Filme in englischer Sprache. Musik und Tanz, Liebesdramen und Politik spielen, zusammen mit anderen Einflüssen, eine große Rolle in der indischen Filmkunst. In Großstädten führen Theater oft Bühnenstücke in englischer Sprache auf. Die Traditionen und Methoden des indischen Kunsthandwerks sind seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben und dadurch vervollkommnet worden. Jede Region hat ihre eigene Spezialität und jede Stadt ihre eigenen Kunsthandwerker mit besonderen Fingerfertigkeiten. Seiden, Gewürze, Schmuck und viele andere typisch indische Waren sind weltbekannt. Handeln ist üblich, außer in State Emporiums und einigen anderen Läden mit Festpreisen. State Emporiums sind die Kunstgewerbeläden einzelner Bundesstaaten, deren festgesetzte Preise der Unterstützung der Kunsthandwerker zugute kommen sollen. Textilien: Die Stoffherstellung ist eine der wichtigsten Industrien; indische Seiden, Baumwollstoffe und Wollfasern zählen zu den besten der Welt. Unter den Seidenstoffen ist Brokat aus Varanasi der bekannteste, andere Variationen kommen aus Patna, Murshidabad, Kanchipuram und Surat. In Rajasthan werden bunte Batik-Baumwollstoffe hergestellt, während Chennai für einen Stoff bekannt ist, bei dem sich die Farben nach einigen Wäschen vermischen, was als besonderer Effekt geschätzt wird. Landesweit wird das Himroo-Tuch angefertigt, eine Mischung aus Seide und Baumwolle. Kaschmirwolle dürfte wohl das bekannteste Ausfuhrgut Indiens sein. Teppiche: Indiens Teppichindustrie ist ebenfalls eine der größten der Welt, und viele Beispiele dieses alten und wunderschönen Handwerks sind in Museen ausgestellt. Kaschmirs Teppiche zeigen Muster persischen Ursprungs, sind aus reiner Wolle, Baumwollgarn oder Seide hergestellt, außerordentlich erlesen und sehr teuer. Kleidung: In Darjeeling findet man die unverkennbaren bunten tibetanischen Läufer. Kleidung ist sehr preiswert und wird in vielen Geschäften auf Wunsch innerhalb kurzer Zeit nach Maß angefertigt oder geändert. Kleider gibt es aus Seide, Himroo, Baumwolle, Brokat, Chiffon und Chinons. Kleidung aus Rajasthan ist bunt und mit unzähligen kleinen Spiegeln besetzt; auch Taschen, Mützen und Geldgürtel in diesem Stil sind zu finden. Schmuck ist traditionsreich, schwer (besonders aus Rajasthan) und überaus vielfältig. Indische Silberware ist weltberühmt. Man kann Schmucksteine direkt am Kaufort verarbeiten lassen. Außer Diamanten gibt es Lapislazuli, Rubine, Saphire, Mondsteine und Aquamarine. Hyderabad ist eines der Weltzentren für Perlen. Indische Frauen und Mädchen tragen oft eine große Anzahl Armreifen aus Silber, buntem Glas oder Plastik, die es auf jedem Markt in erstaunlicher Farben- und Größenvielfalt zu kaufen gibt. Kunstgewerbe und Lederwaren: Auch hier hat jede Region ihre eigene Spezialität. Erhältlich sind Arbeiten aus Bronze, Messing (oft mit Silber eingelegt), Flechtwerk und Keramik. Kaschmir ist bekannt für die kunstvolle Verarbeitung von Pappmaché; die fertigen Produkte werden oft mit Blattgold dekoriert. Agras Spezialität sind Marmor- und Alabastereinlegearbeiten in Schachspielen und Schmucktellern. Indische Lederwaren wie Sandalen und Hausschuhe sind von ausgezeichneter Qualität. Holzartikel: Statuen, Kästchen, Schalen und andere Gegenstände aus Sandelholz werden in Karnataka, aus Rosenholz in Kerala und Chennai, aus indischem Walnußholz in Kaschmir angefertigt. Weitere Spezialitäten: Chutneys, Gewürze und Teesorten; Parfüm, Seifen, handgefertigtes Papier, Spielkarten aus Orissa und Musikinstrumente. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.30-18.00 Uhr in den großen Geschäften. Tierfelle, aus Tierhaut gefertigte Gegenstände, Antiquitäten und Kunstgegenstände, die älter als 100 Jahre sind, dürfen nicht ausgeführt werden. Kricket ist Indiens Nationalsport und erregt hier ebenso lebhaftes Interesse wie Fußball in Europa, vor allem während der Test Season im Winter, wenn die Nationalmannschaft in allen Großstädten zu sehen ist. Fast jede Stadt hat ihr eigenes Team. Skilaufen wird immer beliebter, einige der schönsten Wintersportgebiete liegen im Norden (einschließlich Gulmarg und Kufri) inmitten herrlicher Landschaft. Wildwasserfahren ist ein weiterer relativ neuer Sport, für den die Flüsse des Himalaya besonders nach der Schneeschmelze wie geschaffen sind. Kamelritte: Safaris in die Thar-Wüste dauern zwischen einem und 15 Tagen und sind eine gute Gelegenheit, diese Gegend vom Kamelrücken aus kennenzulernen. Delhi ist das Landeszentrum für Bergsteigen, weitere Informationszentren gibt es in den Aravalli-Hills und den Western Ghats. Paragliding, Ballonfahrten und Segelfliegen nehmen an Beliebtheit zu. Autorennen ist ein beliebter Publikumssport. Das bekannteste und hindernisreichste Rennen ist die Himalayan Car Rally. Viele der großen Hotels haben Swimmingpools und bieten weitere Wassersportarten wie Segeln, Rudern und Wasserskifahren an. Zum Tauchen eignen sich vor allem die Andamanen. Fischfang ist im Kanga-Tal und in Simla, Darjeeling, Orissa und im Himalaya möglich. Angelgeräte kann man bei den örtlichen Fischereibehörden ausleihen, die auch Auskünfte über die Saison und die benötigten Genehmigungen ausstellen. Golfspieler werden zahlreiche Plätze finden, Hotels vermitteln Einzelheiten über die Benutzung/Mitgliedschaft. Die Kalkuttaer Amateur-Golfmeisterschaften ziehen viele Golfspieler an; der Standard ist hoch; provisorische Mitgliedschaft ist vom Royal Calcutta Golf Club erhältlich. Srinagar und Gulmarg haben ebenfalls gute Golfplätze und halten im Frühling und Herbst Turniere ab. Shillong soll den schönsten Golfplatz der Welt haben. Weitere Sportarten sind Reiten in den Bergstationen und Tennis und Squash in Hotels und Privatklubs. Fußball nimmt an Beliebtheit zu; Polo und Hockey haben den Indern viele Goldmedaillen eingebracht. Indien ist das ideale Reiseziel für einen Trekking-Urlaub - kürzere, leicht zu bewältigende Strecken können hier durchaus mit anspruchsvollerem Bergsteigen zu den schneebedeckten Gipfeln verbunden werden, man braucht nur Ausdauer für die langen Strecken und Anpassungsfähigkeit für die ständig wechselnde, atemberaubend schöne Landschaft. Der Himalaya - die höchste Bergkette der Erde - bildet mit einer Länge von 3500 km die Nord- und Ostgrenzen Indiens. Das Schauspiel der schneebedeckten Gipfel ist unvergleichlich: Gletscher, mit Fichten bewachsene Abhänge, Flüsse und üppige, mit wilden Blumen übersäte Wiesen. Die indische Halbinsel mit ihren grünen Wäldern und duftenden Orchideen bietet eine natürliche Schönheit ganz anderer Art. Ausrüstung: Zelt, Schlafsack, Schaum- oder Luftmatratze, Rucksack, Schirm (gleichzeitig Wanderstab), Sonnenhut, Sonnenbrille, Toilettenartikel. Kleidung: Anorak, gefütterte Jacke, Pullover, wollene Unterwäsche (für die Hochlagen), Handschuhe. Fußbekleidung: Leichte, flexible und bequeme Wanderschuhe (2 Paar für lange Wanderungen), mindestens 3 Paar Wollsocken, Fußpuder. Erste Hilfe: Sterilisierte Watte; Bandagen; Wund-Desinfektionsmittel; Tabletten zur Wasserdesinfektion; Mittel gegen Husten, Erkältungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen usw; Augentropfen, Creme gegen Sonnenbrand, ein wärmendes Getränk für Notfälle, Salz- und Mineraltabletten gegen Krämpfe. Verschiedenes: Taschenlampe, Thermos/Wasserflasche, Insektenschutzmittel, Spiegel, Fettcreme, Lippensalbe, Wanderstock, extra Schnürsenkel, Nadel und Faden, Konserven und Trockennahrung. Unterkunft und Verpflegung sollten unterwegs ausreichend erhältlich sein. Im allgemeinen ist es in den Bergen am angenehmsten zwischen April und Juni und von September bis November. In den Tälern von Lahaul, Pangi, Zanskar und Ladakh können auch während der Regenzeit (Juni bis August) Wanderungen unternommen werden, da hier nur geringer Niederschlag fällt. Es ist üblich, Trägern, Kellnern, Fremdenführern und Fahrern Trinkgeld zu geben; dies ist normalerweise nicht in der Rechnung enthalten. In Indien grüßt man sich bei formellen Anlässen mit gefalteten Händen, über die der Kopf gebeugt wird, und sagt Namaste. Für indische Frauen ist es unziemlich, die Hand zum Gruß zu geben. Als Zeichen des Respekts berührt man die Füße älterer Leute zur Begrüßung. Beim Betreten heiliger Stätten wird man gebeten, die Schuhe auszuziehen. Die meisten Inder ziehen auch vor dem Betreten ihrer Häuser die Schuhe aus. In den meisten Gegenden ißt man mit der Hand, dabei wird ausschließlich die rechte Hand benutzt. Strikte, seit langer Zeit gültige Verhaltensweisen regeln vielerorts noch heute religiöse und gesellschaftliche Anlässe. Zahlreiche Hindus sind Vegetarier und viele, besonders Frauen, trinken keinen Alkohol. Sikhs und Parsis rauchen nicht. Es ist wichtig, diese Bräuche zu beachten. Kleine Geschenke als Anerkennung der gebotenen Gastlichkeit sind angebracht. Frauen sollten sich dezent kleiden, kurze oder sehr enge Kleider sollten vermieden werden, sie rufen nur unwillkommene Beachtung hervor. Ausgebildete englischsprachige Fremdenführer gibt es in allen Touristengegenden, manche sprechen auch deutsch, französisch, italienisch, spanisch, russisch oder japanisch. Die Gebühren sind festgelegt, das regionale Fremdenverkehrsamt gibt gern Auskunft. Offizielle Fremdenführer besitzen einen Ausweis des Ministeriums für Tourismus. Bestimmte, geschützte Sehenswürdigkeiten dürfen von inoffiziellen Fremdenführern nicht betreten werden. Der Besitz von - selbst kleinster Mengen - Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso für die Ausfuhr von geschützten Tierhäuten und Pflanzen. Auch der illegale Aufenthalt in Indien ohne gültigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis kann mit langen Haftstrafen geahndet werden.
Moderne Hotels von internationalem Rang gibt es in allen großen Städten und Urlaubsorten. Im allgemeinen wird erstklassige europäische und indische Küche angeboten. Die bekannte Hotelkette Taj Group bietet erstklassige Unterkunft sowohl in ihren 8 Luxusshotels als auch in Ihren diversen gut ausgestatteten Geschäftshotels. Einige sogenannte Palast-Hotels sowie Freizeitanlagen in atemberaubender Landschaft und Hotels in Regionen von kultureller Bedeutung gehören ebenfalls zu dieser internationalen Kette. Die Preise sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern niedrig. Meistens werden 10% Bedienung und 7-15% Luxussteuer berechnet. Ein Hotelverzeichnis ist beim Fremdenverkehrsamt erhältlich oder von The Federation of Hotel and Restaurant Associations of India, M-75 (Market), Greater Kailash II, New Delhi 110048. Tel: (11) 648 26 90, 648 47 79. Telefax: (11) 646 41 94. (E-Mail: hotels@planetindia.net; Internet: http://www.fhraindia.com). Kategorien: Luxuriöse 5- und 4-Sterne-Hotels mit
Klimaanlagen, komfortable 3-Sterne-Hotels mit klimatisierten Räumen und einfache 1- und
2-Sterne-Hotels. Die Unterkünfte bestehen aus sauberen Einzel-, Doppel-
und Familienzimmern, zumeist mit Bad und Gemeinschaftsküchen, einige haben eigene
Kochmöglichkeiten. Buchungen (Anzahlung wird verlangt) sollten entweder durch den
Direktor der Corporation oder direkt mit dem Verwalter des Bungalows gemacht werden. Devisen ab einem Betrag von 5000 USD (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenstände (z.B. Videokameras) müssen deklariert werden. Die Einfuhr von Goldmünzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausländer indischer Abstammung (NIO) können bis zu 10 kg Gold einführen, Höhe der Zollabgaben 250 IRS per Gramm. Voraussetzung ist eine Mindestaufenthalt im Ausland von 6 Monaten. Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. INR 5000,- gestattet. Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten. Die Ausfuhr von geschützten Tierhäuten und Pflanzen ist verboten; Verstöße werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet. Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise. |
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