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Gesundheit

ausrufezeichen2.jpg (945 Byte)Angesichts einer Häufung von Malariafällen bei Rückkehrern / Touristen aus Goa wird auf dieses Risiko, das grundsätzlich immer dort gegeben war, besonders hingewiesen: Auf sorgfältigen Schutz vor Stechmücken in den Abend- und Nachtstunden ist in jedem Fall zu achten. Bei Fieber ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine generelle medikamentöse Prophylaxe wird derzeit noch nicht empfohlen, kann aber im Einzelfall sinnvoll sein. Eine entsprechende tropen- bzw. reisemedizinische Berstung ist daher vor der Reise dringend zu empfehlen

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach - besonders auf dem Land und in kleinen und mittleren Städten - technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch sprechende Ärzte. In den Großstädten ist die medizinische Versorgungslage deutlich besser, z. T. mit hohem Standard. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Das Medikamentenangebot in Indien ist gut. Am besten gelagert sind die Medikamente in den Krankenhausapotheken. Spezifische Medikamente sollten mitgenommen werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Die Botschaft New Delhi und die Generalkonsulate in Chennai, Kalkutta und Mumbai verfügen für den Notfall über Ärzte- und Krankenhausadressen.

In der Provinz Uttar Pradesh treten seit kurzem gehäuft Erkrankungen an Japanischer Encephalitis (JE) auf, einer von Moskitos übertragenen Virus – Gehirnentzündung. Die betroffenen Gebiete sind vor allem Gorakhpur, Devaria, Basti, Maharajganj und die angrenzenden Gebiete von Bihar. Reisenden, die diese Gebiete besuchen, ist die gut wirksame Impfung gegen JE zu empfehlen, Sie sollte jedoch 4 Wochen vor Ausreise begonnen werden (3 Impftermine in 21 Tagen).

Der in der Hauptstadt Delhi von Ende März bis August 2005 aufgetretene Meningokokkenmeningitis - Ausbruch (Hirnhautentzündung) vom Typ A ist inzwischen beendet.

Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging , Rucksacktourist u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut, Typhus, evtl. auch gegen Meningokokken-Meningitis (ACWY) und Japanische Encephalitis sehr sinnvoll sein. Insbesondere Tollwut stellt ein besonderes Problem dar, da moderne Impfstoffe gegen Tollwut im Notfall in Indien kaum verfügbar sind. Im Zweifel wird man daher immer eine vollständige prophylaktische Tollwutimpfung vor der Ausreise durchführen (3 Injektionen innerhalb von 4 Wochen), da Tollwut beim Ungeimpften eine 100 % tödliche Erkrankung ist. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus Ländern mit einem Gelbfiebergebiet verlangt, gelegentlich aber -abweichend- auch bei Einreise aus Südafrika, Simbabwe sowie aus Trinidad und Tobago.

HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen bergen ggf. ein erhebliches lebensgefährliches Risiko.

Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken können viele Tropen- und Infektionskrankheiten, wie auch gefährliche Durchfälle, vermieden werden.

Endemisches Vorkommen von Hepatitis E in Mumbai aufgrund wiederkehrender Verunreinigung des Trinkwassers erfordert besonders strikte Beachtung der Nahrungsmittelhygiene, da es gegen diese Art der ansteckenden Virushepatitis bisher keinen Impfstoff gibt.

Durch konsequenten Mückenschutz (Mückenschutzmittel, imprägniertes Mückennetz, bedeckende Kleidung) können auch weitere spezifische Tropen- und andere Infektionserkrankungen vermieden werden. Dazu zählen u.a. das Denguefieber und die Malaria. Auch epidemische Ausbrüche von Denguefieber sind in Indien, abhängig von Jahreszeiten, Regenfällen und Höhenlagen, immer wieder möglich. Das Malariarisiko ist in den Bundesstaaten im Nordosten hoch, mittleres Risiko im ganzen Land nördlich der Linie Chennai/Goa, geringes Risiko im Süden und Osten von Tamil Nadu, Kerala, Teilen von Uttar Pradesh, den Andamanen und Nikobaren. Höhenlagen oberhalb 2000 m sind malariafrei.

Für die medikamentöse Prophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. MalaroneR, Doxycyclin, LariamR) im Handel. Nicht alle Medikamente zur Prophylaxe und Therapie der Malaria sind in Indien erhältlich. Notwendigkeit, Auswahl, individuelle Dosierung, Nebenwirkungen und eventuelle Unverträglichkeiten der Malariamittel mit anderen Medikamenten sollten vor der Reise unbedingt mit einem Tropen- oder Reisemediziner besprochen werden

Die Höhenkrankheit ist eine durch zu raschen Aufstieg (zu rasch heißt: mehr als hundert Meter pro Tag!) ausgelöste, gefährliche Störung verschiedener Organe wie Gehirn, Lunge, Niere. Die Erkrankung kann auch gut Trainierte und Gesunde treffen sowie Personen, die früher große Höhen trotz schnellen Aufstiegs gut vertragen haben. Todesfälle sind im Himalaja leider nicht selten und immer ausgelöst durch höhentaktische Fehler. Rettung besteht in raschem Abstieg, der oft nicht möglich ist. Eingehende Beratung durch den Facharzt vor der Reise hierzu ist sehr sinnvoll. Prophylaktische Medikamente werden in anderen Ländern (nicht in D) zugelassen, bergen aber ebenfalls Risiken.

Zu beachten ist die Essensregel "Peel it, boil it or forget it!".


Literatur

Reisehinweise

ausrufezeichen2.jpg (945 Byte)In Goa wird aufgrund aktueller und vermehrter Übergriffe auf ausländische, insbesonders weibliche Touristen zu besonderer Vorsicht geraten.

Bei "Trekking"-Touren sollte unbedingt sichergestellt werden, dass ausreichend starke Funkgeräte mitgeführt werden, da anderenfalls in Notfällen eine rechtzeitige Einleitung von Rettungsaktionen nicht sichergestellt ist.

Terrorismus / Reisen über Land

In verschiedenen Teilen Indiens kommt es immer wieder zu Terroranschlägen, auch in Gebieten, die normalerweise nicht Hauptziel solcher Anschläge sind. So forderten am 19. Februar 2007 Brandbombenanschläge in einem Zug,100 km nordwestlich von Delhi, sowie mehrere Bombenexplosionen am 25. August 2007 in Hyderabad (Hauptstadt des ostindischen Bundesstaats Andhra Pradesh) zahlreiche Todesopfer und Verletzte. Am Abend des 11. Oktober 2007 detonierte eine Bombe nahe dem Mausoleum des in ganz Südasien verehrten Sufi-Heiligen Khwaja Moinuddin Chisti in Ajmer. Auch dieser Anschlag forderte Tote und Verletzte. Es war bereits der vierte Anschlag auf religiöse Zentren von Hindus und Muslimen in den letzten 18 Monaten. Weitere Anschläge sind nicht auszuschließen. Es wird daher generell zu Wachsamkeit geraten, besonders an Feiertagen (Tag der Republik am 26. Januar, Unabhängigkeitstag am 15. August), an denen es erfahrungsgemäß vermehrt zu Drohungen und Anschlägen kommt. Es wird empfohlen, an diesen Tagen Märkte, öffentliche Plätze und große Menschenansammlungen sowie Regierungsgebäude und nationale Wahrzeichen nach Möglichkeit zu meiden. 

Jammu und Kaschmir

Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten wird von Reisen nach Jammu und Kaschmir dringend abgeraten. Sowohl in Srinagar als auch in Jammu ist es zu Bombenattentaten insbesondere an öffentlichen Plätzen gekommen. Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. Generell wird davor gewarnt, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen Führer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Plätzen zu zelten.

Nordöstliche, östliche und südöstliche Bundesstaaten

ausrufezeichen2.jpg (945 Byte)Bei Reisen in die Nordostregion Indiens besteht wegen der seit Jahren andauernden Unruhen mit terroristischer Gewalt in Assam, Manipur und Nagaland ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Von Reisen dorthin wird abgeraten.

In den östlichen und südöstlichen Bundesstaaten Kernindiens von Bihar bis zu den östlichen und südlichen Grenzgebieten von Andhra Pradesh besteht ein erhöhtes Risiko von Gewalttaten und Gewaltkriminalität durch maoistische Gruppierungen („Naxaliten“), besonders außerhalb größerer Städte. Deren Aktionen richteten sich bislang allerdings nicht gegen Ausländer.

Andere Regionen

Besondere Reisegenehmigungen werden u.a. für Sikkim, Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur und Mizoram wie auch für die Inselgruppe der Andamanen (Andaman Islands) benötigt. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist für Touristen nicht zugänglich.


Reiseziele

Der Norden
 
Jammu und Kaschmir, Himachal Pradesh, Punjab, Haryana, Rajasthan, Delhi, Uttar Pradesh und Madhya Pradesh.
 
DELHI: Neu-Delhi: Hauptstadt und Regierungssitz, ist eine moderne Stadt mit breiten, schattigen Alleen, weitläufigen Parkanlagen und Kolonialbauten des englischen Architekten Lutyens; das alte Delhi dagegen ist eine jahrhundertealte Stadt mit engen, gewundenen Gassen, Tempeln, Moscheen und Märkten. Besondere Beachtung verdienen das »Rote Fort«, die Jama-Masjid-Moschee (größte Indiens) und der hohe Turm der Qutab Minar. Außerdem sollte man sich die Chandni-Chowk (einst reichste Straße der Welt, in der man auch heute noch zahlreiche Gold- und Silberschmieden findet), die von Jai Singh erbaute Sternwarte Jantar Mantar sowie die Gedenkstätte von Mahatma Gandhi am Ufer des Flusses Yamuna nicht entgehen lassen. Delhi zieht die besten Musiker und Tänzer des Landes an und bietet dadurch die Gelegenheit, der Musik von Sitar, Sarod und Tabla zu lauschen, zu der oft Tänze aufgeführt werden. Am Janpath, einer der Hauptstraßen Delhis, findet man eine Vielfalt an Ständen, die einheimische Ware anbieten. Wer Zeit hat, sollte dem Hotel Imperial am Janpath einen Besuch abstatten. Die altmodisch romantische Atmosphäre verleiht ihm einen ganz besonderen Charme. Delhi liegt an der Spitze des »Goldenen Dreiecks« - einer Region mit zahlreichen historischen Stätten und Baudenkmälern. 200 km südöstlich von Delhi liegt Agra mit dem weltbekannten Taj Mahal. Dieses prunkvolle Mausoleum wurde 1643 von dem Mogul-Herrscher Shah Jahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal als Zeichen seiner Liebe errichtet. Er wurde später von seinem Sohn im naheliegenden imposanten »Roten Fort« eingekerkert. Andere Wahrzeichen sind der Akbar-Palast, Jahangir Mahal, der achteckige Turm Mussumman Burj und die Perlenmoschee. Besonders interessant ist Fatehpur Sikri, die 35 km von Agra gelegene verlassene Stadt des Mogulkaisers Akbar. Sie war nur 12 Jahre Hauptstadt Akbars, bis sie wegen Wassermangels verlassen wurde.
 
Am südwestlichen Punkt des »Goldenen Dreiecks« liegt Jaipur, das Tor zum Wüstenstaat RAJASTHAN. Jaipur ist eine Stadt mit breiten Alleen und zahlreichen Palästen und ist wegen der charakteristischen Farbe ihrer Gebäude als »Rosa Stadt« bekannt. Dem Palast der Winde Hawa Mahal sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Hier konnten die Frauen des Hofes das Treiben der Stadt beobachten, ohne selbst gesehen zu werden. Das königliche Observatorium Jantar Mantar ist ebenfalls sehenswert. Wer die Pracht der alten Herrscher Indiens genießen möchte, kann sich im Rambagh Palace umsehen, der heute ein Hotel beherbergt. Etwas außerhalb liegt der besonders schöne Amber Palace (Bernstein-Palast). In der Nähe von Ajmer liegt die kleine Stadt Pushkar, wo alljährlich Anfang November einer der größten Kamelmärkte der Welt abgehalten wird. Im Anschluß gibt es eine Art Jahrmarkt mit Kamel- und Pferderennen, Riesenrad und anderen Attraktionen, die Tausende von tribal people (Angehörige von verschiedenen ethnischen Gruppen) aus der Umgebung anziehen. Im Südwesten liegt Udaipur, bekannt durch das auf einer Insel im See gebaute Lake Palace Hotel; im Norden, inmitten der Wüste Rajasthans, liegt Jodhpur, eine Stadt mit engen, gewundenen Gassen und einer imposanten Festung. Die Oase Jaisalmer war Halteplatz auf der alten Karawanenstraße nach Persien.
 
Trekking - ARAVALLI-BERGE: Die Aravallis sind Überbleibsel der ältesten Bergkette des Subkontinents und erinnern eher an große Felsbrocken; sie sind so karg, daß nur Akazien und Dattelpalmen in der Nähe von Oasen wachsen. Mount Abu ist die größte Hill Station der Region und liegt auf einer isolierten, von grünen Wäldern umgebenen Hochebene. Von hier aus können Tagesausflüge zu verschiedenen interessanten Tempeln unternommen werden. Der Arbuda-Devi-Tempel ist aus Fels gehauen, die Aussicht über die umliegenden Berge ist ausgezeichnet. Guru Shikhar, Gaumukh und Achalgarh Fort sind ebenfalls innerhalb eines Tages erreichbar.
 
Südlich des »Goldenen Dreiecks« liegt der Bundesstaat MADHYA PRADESH. Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten finden sich in der Nähe seiner Nordgrenze. Die große Festung von Gwalior erhebt sich ca. 160 km von Agra entfernt. Im Osten liegt Khajuraho mit seinen berühmten erotischen Tempelverzierungen.
 
Trekking - SATPURA RANGE: Diese Bergkette erstreckt sich entlang des mittleren Indiens, liegt größten Teils in Madhya Pradesh und stellt die nördliche Grenze des Dekhan dar. Von Pachmarhi, einer Hill Station, sind Treks zu den Gipfeln Mahadeo und Dhupgarh möglich.
 
HIMACHAL PRADESH: Die Landschaft reicht von den kahlen Felsen und reißenden Bächen der Täler von Spiti und Lahaul im Norden bis zu den Obstgärten von Kangra und Chamba. In Manali führt eine Wanderung am Fluß Bhaga entlang nach Keylong und dann weiter zum Bara-Shigri-Gletscher oder über den Baralacha-Paß nach Leh (s. u.). Kulu liegt in einem schmalen Tal zwischen dem Himalaya und dem Fluß Beas und ist berühmt für seine Tempel und religiösen Feste. Unvergleichlich ist die Aussicht vom Rohtang-Paß. Von der Stadt Dharamsala im Kangra-Tal dringt man zum Bharmaur-Tal und über den Indrahar-Paß zu noch höhergelegenen Bergpässen vor. Chamba liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Flusses Ravi und ist nach den aromatischen Bäumen benannt, die hier zwischen reichverzierten Tempeln gedeihen. Gute Trekking-Pfade führen vom nahegelegenen Dalhousie zum Gletschersee von Khajjiar und zu den Pässen von Sach und Chini. Simla, ehemals die Sommerhauptstadt der Briten, liegt hoch in den Bergen und lädt zu Treks ins Kulu-Tal über den Jalori-Paß und weiter zu den Tälern von Kalpur und Kinnaur ein. Im nahegelegenen Kufri gibt es ein Wintersportzentrum mit Eisbahn und Skipisten. In Kulu und Manali gibt es preiswerte Hotels, Blockhäuser, Ferienhäuser und Berghütten. Weniger bekannt sind die Hill Stations Dalhousie, Dharamsala, Nahan, Paonta Saheb, Keylong, Chamba und Kangra.
 
Östlich von Delhi liegt der Bundesstaat UTTAR PRADESH, durch den der heilige Ganges fließt. An seinem Ufer liegt Varanasi, das religiöse Zentrum Indiens. Die Stadt selbst ist ein Labyrinth gewundener Gassen, voller farbenfroh gekleideter Pilgerscharen und Sadhus (Heilige Männer), die den Göttern Opfergaben darbieten.
 
Trekking - GARHWAL: Diese Region liegt hoch im Garhwal-Himalaya und wird oft in den Geschichten und Legenden der indischen Götter erwähnt. In den üppigen Tälern und hochaufragenden, schneebedeckten Bergspitzen entspringen der lebensspendende »Ganga« und mehrere andere große Flüsse. Mussoorie, sehr beliebt bei den Briten der Kolonialzeit, ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Abstecher in die Täler von Gangotri und Yamounotri. Die Quelle des Ganges in Gaumukh ist ebenfalls von hier aus erreichbar. Rishikesh liegt nördlich der heiligen Stadt Haridwar, von hier aus gelangt man zum heiligen Schrein Badrinath. Der Weg dorthin führt durch das atemberaubende »Tal der Blumen«, besonders sehenswert während der Blüte im August. Weitere Wanderziele sind der Hemkund-See, das Mandakini-Tal und Kedarnath, einer der 12 Jyotirlinge des Gottes Shiva. Der faszinierende Tempel ist besonders sehenswert.
 
KUMAON: Diese Region reicht vom Himalaya im Norden bis zu den grünen Gebirgsausläufern von Terai und Bhabar, besteht aus den drei nordöstlichen Himalaya-Provinzen von Uttar Pradesh. Almora ist einer der bekanntesten Treffpunkte und eine ideale Basis für Treks durch Pinien- und Rhododendronwälder mit fantastischem Ausblick auf schneebedeckte Berge. Der Pindiri-Gletscher und das Someshwar-Tal können von hier aus erreicht werden. Nainital ist eine von großen Obstgärten umgebene Hill Station, von hier aus bieten sich kurze Ausflüge in das Bhim-Tal, Khurpa-Tal und zum Binayak-Wald an. Ranikhet ist der Ausgangspunkt für Treks zum Kausani.
 
JAMMU UND KASCHMIR ist Indiens nördlichster Bundesstaat und am bekanntesten für seine Trekking-Routen.
 
Anmerkung: Von Reisen in den Bundesstaat Jammu und Kaschmir, einschließlich der Region Ladakh, wird wegen bewaffneter Überfälle sowie Entführungen und Ermordung ausländischer Touristen dringend abgeraten.
 
Jammu, inmitten von smaragdgrünen Seen und imposanten Bergen, ist das Tor zu dieser Region. Die Tempel von Ranbirewar und Raghunath gelten als besonders eindrucksvoll. Jammu ist auch der Ausgangsort für Flüge und Bus- bzw. Autofahrten nach Srinagar, Kaschmirs historischer Hauptstadt und beliebter Aufenthaltsort der Moguls. Aus dieser Zeit stammen die vielen Wasserwege und Gartenanlagen am Dal-See, die die natürliche, märchenhafte Schönheit der Region noch unterstreichen.
 
Trekking: Die Hauptstadt Srinagar ist Ausgangspunkt für eine große Anzahl empfehlenswerter Treks, insbesondere zu den Bergen Zabarwan und Shankaracharya. Gulmarg liegt 51 km von Srinigar entfernt, von hier aus empfehlen sich Wanderungen zu den kristallklaren Bergseen von Apharwat und Alpather, den Bergseen oberhalb Vishansars und dem Gletscher von Thajiwas. Forellenangeln ist möglich, außerdem gibt es hier den höchstgelegenen Golfplatz der Welt. Die Aussicht auf den Nanga Parbat, einen der höchsten Berge der Welt, ist ausgezeichnet. Pahalgam ist eine weitere beliebte Hill Station, Stützpunkt für Pilger, die zur heiligen Grotte von Amar Nath unterwegs sind, sowie für Trekker zu den Gletscherseen des Tarsar und des Tulian. Die bergige Region Ladakh mit ihren zahlreichen Tempeln jenseits des Kaschmir-Tals ist womöglich noch exotischer, aber weniger leicht erreichbar und hat viel mit Tibet gemeinsam. Die Hauptstadt Leh liegt hoch in den Bergen der Karakoram-Bergkette; die alte Seidenstraße von China nach Indien und Europa führt durch diese Berge. Weitere Ausgangspunkte für Treks in diesem Bundesstaat sind Kishtwar, Doda und Poonch.

Der Westen
 
Maharashtra, Gujarat und Goa.
 
MAHARASHTRA: Die größte Metropole Westindiens ist Mumbai mit seiner Mischung aus geschäftigem Hafen und moderner Industrie, unzähligen kleinen und großen Märkten und glasverkleideten Wolkenkratzern. In den Mumbai-Filmstudios werden mehr Filme produziert als in Hollywood. Der Mahalaxmi-Course ist einer der besten Pferderennplätze Indiens. Das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist das Gateway to India, hier beginnen Ausflugsschiffe ihre 10 km lange Fahrt durch den Hafen zur Elephanta-Insel mit ihren Höhlentempeln aus dem 8. Jahrhundert, deren Wände mit faszinierenden großen Felszeichnungen geschmückt sind. Bekannteste Strände: Juhu Beach (überfüllt) mit 5-Sterne-Hotelkomplex. Strände außerhalb Mumbais: Madh, Marve, Manori mit preiswerten Hotels, Tithal, Ubhrat, Hajira, Diu (Unionsterritorium), Daman (Unionsterritorium), Chorwad, Dahanu, Dwarka. Preiswerte Hotels und Ferienhäuser. Hill Stations: Mahabaleshwar, Panchgani, Panhala, Matheran, Lonavla, Khandala, Erangal, Saputara. Südöstlich von Mumbai liegen mehrere schöne Bergstationen, im besonderen Matheran, Mahabaleshwar und Puna mit seinen friedlichen Bund Gardens.
 
Trekking - MAHABALESHWAR im Norden der Bergkette der Western Ghats ist die höchste Hill Station in diesem Gebiet und eine ideale Basis für Treks nach Lonavla, Khandala, Matheran und zum malerischen Bhor Ghat mit seinen Wasserfällen, Seen und Wäldern.
 
Im Nordwesten liegt der Bundesstaat GUJARAT, bekannt durch feine Seidenstoffe, als Geburtsort Mahatma Gandhis und als letzter Zufluchtsort der asiatischen Löwen tief im Gir-Wald. Im Januar 2001 ereignete sich in Gujarat ein schweres Erdbeben, das rund 20000 Todesopfer forderte; der Wiederaufbau zerstörter Städte und Siedlungen wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Ahmedabad, im Osten des Bundesstaates, ist die Textilhauptstadt Indiens und produziert die weltbekannten Seidenstoffe. Ahmedabad ist auch der Sitz des von Gandhi gegründeten Sabarmati-Ashram, in dem seine Ideologie der Gewaltlosigkeit noch heute lebendig ist. Gandhis Geburtsort ist das Fischerdorf Porbandar, 320 km weiter westlich. Östlich von Mumbai liegt Aurangabad, Ausgangspunkt für Abstecher zu zwei der bekanntesten in Felsen gemeißelten Tempel der Welt. Die buddhistischen Höhlentempel von Ajanta sind mindestens 2000 Jahre alt. Insgesamt 30 Höhlen dringen tief in die steilen Wände der Felsschlucht ein und sind mit hervorragend erhaltenen Zeichnungen des damaligen täglichen Lebens geschmückt. Die Zeichnungen in den Höhlen von Ellora erzählen religiöse Geschichten der Hindus, Buddhisten und Dschainas. Der Tempel von Kailasa ist ebenfalls sehenswert.
 
Weiter südlich liegt GOA. Die 100 km lange, palmengesäumte Küste birgt einige der schönsten Strände des Subkontinents. Goa war bis 1961 eine portugiesische Kolonie - die charmante Mischung romanischer und indischer Kultur ist noch heute spürbar. Panaji ist die Hauptstadt des Bundesstaates und eine der ruhigsten und schönsten Städte Indiens. Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale. Old Goa ist mit dem Bus erreichbar und weist eine erstaunliche Vielzahl architektonischer Stilrichtungen auf. Sehenswerte Gebäude sind die Basilika, das Kloster und die Kirche des Franz von Assisi. Im nahegelegenen Ponda steht der 400 Jahre alte Tempel von Shri Mangesh. Der luxuriöse Hotelkomplex in Aguada, das Taj-Urlaubsdorf und die Aguada-Einsiedelei sind nur eine kleine Auswahl der vielfältigen Unterkunftsmöglichkeiten in Goa. Goa hat mehrere Naturschutzgebiete, einschließlich Bondla in den Bergen der Western Ghats, wo Wildschwein und Sambar in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden können. Der Bundesstaat kann sich einer eindrucksvollen Vielfalt portugiesischer und indischer Gerichte sowie farbenprächtiger Feste rühmen, darunter der Karneval Mardi Gras.

Der Süden

Karnataka, Kerala, Tamil Nadu, Andhra Pradesh und Lakshadweep-Inseln.
 
Der Süden Indiens ist bisher am wenigsten von ausländischer Kultur beeinflußt worden.
 
TAMIL NADU: Chennai, Indiens viertgrößte Stadt, ist die Wiege der historischen Drawiden-Zivilisation, die eine der ältesten Schriften der Welt entwickelten. Dieses bekannte Zentrum der Tempelbildhauerei ist auch die Heimat des klassischen Stils der indischen Tänze. Trotz einer Ausdehnung von 130 qkm gibt es in der Metropole nur wenige mehrstöckige Gebäude, und Chennai hat eher das Flair einer Marktstadt. Empfehlenswert ist ein Besuch im Fort St. George, wo die Geschichte von Chennai festgehalten ist; auch der Kapeleeswar-Tempel mit seinen reichverzierten, imposanten Türmen ist interessant. Strände: Covelong, Fisherman's Cove, Urlaubsort direkt am Wasser. Mamallapuram (Chennai): Bungalows und Tempel direkt am Strand. Kanya Kumari, Tiruchendur, Rameswaram, Karikal (Unionsterritorium), Pondicherry (Unionsterritorium). Hill Stations: Ootacamund (Udagamandalam), Kodaikanal. Silvery Lake: Hotels und Ferienhäuser. Yercaud, Coonoor, Kotagiri. Im Süden gibt es mehrere wichtige religiöse Zentren, besonders Kanchipuram mit unzähligen Tempeln und den eindrucksvollen Gopurams oder Stadttoren, die mit Götterstatuen verziert sind. Im Landesinneren liegen Madurai mit einem großen, geschäftigen Tempel und Thanjavur. Tiruchirapalli ist einen Besuch wert; das Wahrzeichen der Stadt ist eine imposante Festung auf felsiger Anhöhe. Weiter südlich an der Küste liegen Pondicherry, eine hübsche Stadt in typisch-französischer Bauart, sowie die Hafenstadt Rameswaram.
 
Trekking - NILGIRIS: Die Berge im Westen von Tamil Nadu, von denen auch ein Teil in Kerala liegt, sind mit ihrer mäßigen Höhe und dem milden Klima ideal zur Erholung von der Hektik der Städte. Sie sind wegen ihrer violetten Schattierung als Blue Mountains bekannt und übersät mit Orangengärten, Teeplantagen, bewaldeten Abhängen und stillen Seen. Von Ootacamund (Ooty im allgemeinen Sprachgebrauch) aus kann man zu den Wenlock Downs, den Kalahatti-Fällen und zum Mudumali-Wildreservat trekken. Coonor ist günstig für Abstecher zum Droggs Peak und Lambs Rock, während Kotagiri, die älteste der genannten Bergstationen, durch ihre geschützte Position viele schattige Wanderwege zum Erforschen der erholsamen Nilgiris bietet.
 
Im Südwesten liegt der Bundesstaat KERALA mit seinen zahlreichen Badeorten. Einer der schönsten ist Kovalam mit feinsandigen Stränden und einem modern eingerichteten Touristenkomplex mit luxuriösen Bungalows und einem fünfstöckigen Hotel mit Swimmingpool. Die regionale Hauptstadt Trivandrum mit dem bekannten Padmanabhaswamy-Tempel liegt nur wenige Kilometer entfernt. Tiefer im Landesinneren liegt das Periyar-Wildreservat mit seiner vielfältigen Tier-und Pflanzenwelt. Cranganorre, Alleppey und Kochi sind weitere Urlaubsorte in Kerala. Hill Stations: Ponmundi, Munnar.
 
Nördlich von Kerala liegt der Bundesstaat KARNATAKA mit relativ leeren Stränden in Karwar, Mahe und Udipi. Die Hauptstadt Bangalore, eine reiche Stadt mit vielen reizvollen Gartenanlagen und Parks, ist Zentrum der elektronischen und technischen Industrie. Südwestlich liegt Mysore, wo vor allem Räucherstäbchen hergestellt werden. Einen Besuch des prunkvollen Maharaja-Palasts sollte man sich nicht entgehen lassen, am Eingang gibt man seine Schuhe ab und gleitet barfuß über edle Marmor- und Mosaikfußböden. Sonntag abends wird der Palast bei Musikbegleitung spektakulär angestrahlt. Karnataka hat eine Anzahl bedeutender religiöser und historischer Stätten, einschließlich der bizarren Ruinen in Hampi nördlich von Bangalore und der riesigen Statue von Gott Bahubali in Sravanabelagola, nördlich von Mysore. Strände: Ullal, Udupi (Hindu-Wallfahrtsort), Mahe, Mangalore. Hill Station: Mercara.
 
Die 36 Lakshadweep-Inseln liegen ca. 400 km von der Küste Keralas entfernt - ein tropisches Inselparadies mit Korallenriffen und türkisblauen Lagunen im Arabischen Meer. Die für den Besuch der Inseln erforderliche Sondergenehmigung ist in Kochi erhältlich, von wo aus dreimal die Woche Flüge zu den Inseln aufbrechen. Nur eine der zehn bewohnten Inseln, Bangaram Island, ist für den Tourismus geöffnet.
 
Trekking - Die WESTERN GHATS verlaufen vom Fluß Tapti bis zur Südspitze des Subkontinents parallel zur Westküste Indiens, ein Großteil liegt in Karnataka. Weiter südlich in Karnataka liegt Coorg auf einer grünen Kuppe in bergiger Landschaft. Madikeri ist der Ausgangspunkt vieler Treks durch dieses Gebiet. Die Upper Palani Hills in Tamil Nadu sind Ausläufer der Ghats. Zwei kürzere Wanderpfade führen von Kodaikanal zum Pillar Rock und der Green Valley View. Courtallam, ebenso in Tamil Nadu, ist von dichter Vegetation und Kaffee- und Gewürzplantagen umgeben.
 
Nordöstlich von Karnataka liegt der Bundesstaat ANDHRA PRADESH mit der Hauptstadt Hyderabad. Visakhapatnam, Indiens viertgrößter Hafen, liegt 220 km weiter östlich. Strände: Mypad, Machilipatnam, Manginipundi, Bheemunipatnam. Hill Station: Horseley Hills.

Der Osten
 
Orissa, Westbengalen, Bihar, Sikkim, Andaman- und Nicobar-Inseln und die nordöstlichen Bergstaaten.
 
WESTBENGALEN: Kalkutta ist die größte Stadt Indiens und Handelszentrum des Ostens. Die Stadt wurde im 17. Jahrhundert als britischer Handelsposten eingerichtet und entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einer pulsierenden Großstadt. Das koloniale Erbe bleibt erhalten in den Gebäuden der Chowringhee- und der Clive-Street, die heute Jawaharlal Nehru Road und Netaji Subhash Road heißen. Kalkutta ist ein Zentrum zahlreicher kreativer und intellektueller Aktivitäten; einige der besten Filmproduzenten des Landes sind hier zuhause. Das Indische Museum der Stadt ist das beste Asiens. Andere Sehenswürdigkeiten sind die Viktoria-Gedenkstätte aus weißem Marmor, das Octherlony-Institut und das Hauptquartier der Rama-Krishna-Bewegung. Auf der anderen Seite des Flusses liegen der Kali-Tempel von Dakshineshwasar und der Botanische Garten. Strand: Digha, preiswerte Hotels, Ferienhäuser. Hill Stations: Kalimpong, Mirik.
 
Weiter westlich liegt der Bundesstaat BIHAR mit dem religiösen Zentrum Bodhgaya, einem heiligen Ort für Hindus und Buddhisten. Hauptstadt des Bundesstaates ist Patna, das im November, wenn Rindermarkt ist, eher wie eine Kleinstadt wirkt. Hill Station: Netarhat.
 
Der Staat ORISSA hat drei Tempelstädte. Die bedeutendste ist Bhubaneswar. Hier standen einmal nicht weniger als 7000 Tempel, leider sind nur 500 davon erhalten geblieben. Der größte Tempel, Lingaraja, ist dem Hindugott Shiva gewidmet. Nach einer kurzen Fahrt Richtung Süden kommt man nach Puri, einer der vier heiligsten Städte Indiens, die wegen ihrer Strände auch als Ferienort geschätzt wird. Im Juli und August findet in Puri eines der aufsehenerregendsten Festspiele Indiens statt, das Rath Yatra oder »Wagenfest«: Götterstatuen auf riesigen hölzernen Triumphwagen werden durch die Straßen gezogen und von Pilgern verehrt. Weiter nördlich an der Küste liegt Konarak, bekannt für seine abgelegene »Schwarze Pagode« - ein riesiger, dem Sonnengott gewidmeter Tempel in Form eines von Pferden gezogenen Triumphwagens. Diese Skulptur ist ebenso bewundernswert wie die Darstellungen in Khajuraho und zählt zu den besten Indiens.
 
Eine der malerischsten Bahnfahrten der Welt ist die Reise mit der »Spielzeugeisenbahn« von Kalkutta nach Darjeeling. Der letzte Teil der Reise führt durch Urwald, Teegärten und Pinienwälder. Das weltbekannte Teeanbaugebiet Darjeeling erstreckt sich über einen Bergabhang, der tief ins Tal abfällt, und bietet einen herrlichen Blick auf den Kanchenjunga, mit 8586 m dritthöchster Berg der Welt. Hier liegt das Hauptquartier des Himalayan Mountaineering Institute. Darjeeling ist auch die Heimat des als Sherpa Tenzing bekannten Mount-Everest-Bergsteigers Tenzing Norgay. Eine zweieinhalbstündige Busfahrt führt nach Kalimpong, einer Marktstadt am Fuße des Himalaya. Besonders ins Auge fallen die fünf Gipfel des mächtigen Kanchenjunga, es gibt aber auch sanfte Hügel und Täler mit Nadelwäldern, türkisfarbenen Seen und sanft rauschenden Bächen. und . Kurze und lange Treks sind möglich zu den Tiger Hills (herrliche Aussicht) und den Gipfeln von Phalut, Sandakphu, Singalila und Tanglu.
 
Anmerkung: Reisen in den Nordosten Indiens sollten nur in begleiteten Gruppen vorgenommen werden. Besondere Reisegenehmigungen werden derzeit für die Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur, Mizoram und Sikkim benötigt.
 
Der Bergstaat SIKKIM im Norden ist ein Wunderland mit Farnen und Blumen, Vögeln und Schmetterlingen, Orchideen und Bambus, Eichen- und Nadelwäldern, umgeben von sanft dahinrauschenden Flüssen, Terrassenfeldern und üppigem Rhododendron. Tief im Herzen der Region liegen Sikkims berühmte Klöster, deren weiße Gebetsfahnen sich vom strahlendblauen Himmel abheben. Die Hauptstadt und Hill Station Gangtok ist Ausgangspunkt für Abstecher in den geheimnisumwobenen Norden und Osten der Region, zum heiligen Yaksum, Pemayangtse und zu den Bergen in der Nähe von Bakkhim und Dzongri.
 
Noch weiter östlich liegen die Bundesstaaten ASSAM und MEGHALAYA. Assam hat als Teeanbaugebiet Weltruf und ist außerdem für seine Nationalparks bekannt, die von der Hauptstadt Guwahati aus erreichbar sind. Im Manas-Tigerreservat gibt es außer Tigern auch Wasserbüffel, Elefanten und Goldene Langur-Affen in Grasland, Regenwald und Flußlandschaft; im Kaziranga-Nationalpark lebt das seltene einhörnige Indische Nashorn. Shillong ist die Hauptstadt Meghalayas, eine Hill Station und die Heimat des Khasi-Volkes.
 
Im Golf von Bengalen liegen die ANDAMAN- UND NICOBAR-INSELN, ein üppig bewaldeter Archipel mit exotischen Pflanzen und einer großen Vielzahl von Korallen und tropischen Fischen. Viele der Inseln sind weiterhin für ausländische Besucher nur begrenzt zugänglich, um die Eingeborenen, die auf einigen Inseln völlig abgeschieden von der Zivilisation leben, zu schützen. Port Blair ist die Hauptstadt und von Chennai aus per Schiff oder Flugzeug erreichbar. Eine Sondergenehmigung für 30 Tage erhalten Besucher bei der Einreise in Port Blair auf den Andamanen.
 
Folgende Inseln sind für Touristen zugänglich: Port Blair (Municipal Area), Havelock Island, Long Island, Neil Island, Mayabunder, Diglipur, Rangat (auch Übernachtungen möglich), sowie Jolly Buoy, South Cinque, Red Skin, Mount Harriet und Madhuban (nur Tagesausflüge).
 
Zusätzlich sind weitere Gebiete geöffnet worden:
 
Für mehrtägige Ausflüge: Die gesamte Middle Andaman Island außer der Stammesgebiete, alle Inseln des Mahatma Gandhi Marine Nationalpark (außer Boat, Hobday, Twin Island, Tarmugli, Malay und Pluto), die gesamte South Andaman Island außer der Stammesgebiete, Baratang Island, North Passage Island, Little Andaman Island außer der Stammesgebiete.
 
Nur für Tagesausflüge: Ross Island, Narcondum Island, Interview Island, Brother Island, Sister Island, Barren Island (kein Landgang möglich). Die Besuche sind nur in Begleitung eines vom »Chief Wild Life Warden of Andaman & Nicobar Islands« autorisierten Führers möglich. Für die Besuche wird eine Gebühr erhoben.

Tier- und Pflanzenwelt
 
Die geographische Vielfalt des Subkontinents Indien spiegelt sich auch in der Tierwelt wieder: es gibt über 350 Säugetierarten und 1200 verschiedene Vogelarten. Jede Region hat etwas Besonderes zu bieten: das Hangul-Rotwild findet man nur in den Tälern von Kaschmir, das Nashorn an wenigen Stellen des Flusses Brahmaputra im Osten, die schwarzen Langur-Affen in den Westlichen Ghats, und im Westen ist die Heimat der letzten asiatischen Löwen.
 
Der Bengalische Tiger und der Indische Elefant sind trotz drastischer Reduzierung ihrer Bestände noch in den meisten Regionen zu finden.
 
Über 200 Parks und Wildreservate bieten gute Gelegenheiten, fast alle Tierarten aus nächster Nähe zu sehen. Im Anschluß eine Aufzählung der wichtigsten Schutzgebiete. Unterkunft sollte im voraus gebucht werden, entweder beim Verkehrsamt des jeweiligen Bundesstaates oder bei der Leitung des Reservats.

Nordindien
 
Dachigam Wildlife Sanctuary(Kaschmir). Weites Tal, Berghänge. Die einzige Heimat des seltenen Hangul-Rotwilds; Leoparden, Schwarz- und Braunbären, Reiher.
 
Govind Sagar Bird Sanctuary (Himachal Pradesh). Vogelschutzgebiet mit Kranichen, Enten, Gänsen und Krickenten.
 
Corbett National Park (Uttar Pradesh). Ausläufer des Himalaya in der Nähe von Dhikala; Salwälder und -ebenen; Tiger, Elefanten, Cheetal (geflecktes Rotwild), Nilgai (indische Antilope) und verschiedene Vogelarten. Hervorragende Angelgründe im Fluß Ramganga.
 
Dudhwa National Park (Uttar Pradesh). Nepalesische Grenze; Tiger, Faultiere und Panther.
 
Naina Devi National Park (Uttar Pradesh). Dieser »Dachgarten« liegt auf einer Höhe von 3500 m. Sondergenehmigung erforderlich.
 
Sariska National Park (Rajasthan). Ca. 200 km von Delhi entfernt. Wald und offene Ebenen; Sambar (größtes indisches Rotwild), Nilgai (indische Antilope), Blackbuck, Panther, Tiger; gut in der Dunkelheit.
 
Ranthambhore (Sawai Madhopur/Rajasthan). Bewaldete Hügel, Ebenen und Seen; Simbar, Chinkara (indische Gazelle), Tiger, Faultiere, Krokodile und Zugvögel.
 
Keoladeo Ghana Bird Sanctuary (Rajasthan). Indiens schönster Vogelpark, viele einheimische Wasservögel, Zugvögel aus Sibirien und China, Kraniche, Gänse, Störche, Reiher sowie Schlangen.
 
Bandhavgarh National Park (Madhya Pradesh). Dieser Park in den Vindhyan-Bergen hat eine große Anzahl verschiedener Tiere, einschl. Panther, Sambar und Gaur.
 
Kanha National Park (Madhya Pradesh). Salwald und Grasland; einzige Heimat der Barasingha (Sumpf-Rotwild); Tiger, Cheetal, Gaur.
 
Shivpuri National Park (Madhya Pradesh). Offener Wald am See; Chinkara, Chowsingha (vierhörnige Antilope), Nilgai, Tiger, Leoparden, Wasservögel.

Ostindien
 
Namdapha National Park (Arunachal Pradesh). Tiger, Leopard, Gaur.
 
Kaziranga National Park (Assam). Elefantengras und Sümpfe; Nashörner, Wasserbüffel, Tiger, Leoparden, Elefanten, Rotwild, viele Vogelarten. Elefantenritte im Park möglich.
 
Manas Wildlife Sanctuary (Assam). An der Grenze nach Bhutan, Regenwald, Grasland und Flußbänke; Nashörner, Wasserbüffel, Tiger, Elefanten, Langur-Affen, Wasservögel. Fischen ist erlaubt.
 
Palamau Tiger Reserve (Bihar). Bewaldete Hügel; Tiger, Leoparden, Elefanten, Sambar, Dschungelkatzen, Rhesusaffen, gelegentlich Wölfe.
 
Hazaribagh National Park (Bihar). Hügellandschaft mit Salwald; Sambar, Nilgai, Cheetal, Tiger, Leoparden, gelegentlich Muntjaks (Rotwild).
 
Sundarbans Tiger Reserve (Westbengalen). Mangrovenwälder; Tiger, Rotwild, Krokodile, Delphine, zahlreiche Vogelarten. Mit gemieteten Booten zu erreichen.
 
Jaldapara Wildlife Sanctuary (Westbengalen). Tropischer Wald und Grasland; Nashörner, Elefanten, zahlreiche Vogelarten.
 
Simlipal Tiger Reserve (Orissa). Riesiger Salwald; Tiger, Elefanten, Leoparden, Sambar, Cheetal, Muntjaks und Chevrotain.
 
Chilika Sanctuary (Puri). Zahlreiche Vogelarten, Delphine.

Südindien
 
Periyar Wildlife Sanctuary (Kerala). Großer künstlicher See; Elefanten, Gaur, wilde Hunde, Schwarze Langur-Affen, Otter, Schildkröten, viele Vogelarten einschließlich des Nashornvogels. Rundfahrten per Boot.
 
Vedanthangal Water Birds Sanctuary (Tamil Nadu). Einer der größten Brutplätze in Indien. Kormorane, Reiher, Störche, Pelikane, Lappentaucher und viele andere.
 
Point Calimere Bird Sanctuary: Point Calimere Bird Sanctuary(Tamil Nadu). Vor allem für Flamingos bekannt, aber auch Reiher, Krickenten, Brachvögel, Regenpfeifer, Blackbuck und Wildschweine.
 
Dandeli National Park (Karnataka). Bisons, Panther, Tiger und Sambar. Von Goa aus leicht erreichbar.
 
Jawahar National Park (einschließlich Bandipur und Nagarhole National Parks/Karnataka und der Wildschutzgebiete von Mudumalai/Tamil Nadu und Wayanad/Kerala). Riesige Mischwälder; größte Elefantenherde Indiens, Leoparden, Gaur, Sambar, Muntjaks, Rieseneichhörnchen. Einheimische Vogelarten.

Westindien
 
Tadoba National Park (Maharashtra). Teakwälder und See; Tiger, Leoparden, Nilgai, Gaur. Besuche auch nach Einbruch der Dunkelheit.
 
Sasan Gir National Park (Gujarat). Bewaldete Ebenen und See; letzte Heimat des asiatischen Löwen; Sambar, Chowsingha, Nilgai, Leoparden, Chinkara und Wildschweine.
 
Nalsarovar Bird Sanctuary (Gujarat). See; Zugvögel; einheimische Vögel einschließlich Flamingos.
 
Little Rann of Kutch Wildlife Sanctuary (Gujarat). Wüste; Khur-Herden (Indiens Wildesel), Wölfe, Karakal.
 
Velavadar National Park (Gujarat). Delta-Grasland; große Blackbuck-Herden.


Sitten & Bräuche

Nachtleben

Ein Nachtleben im westlichen Sinne ist in Indien schwer zu finden, nur in einigen großen Städten gibt es Nachtklubs und Diskotheken. Kulturelle Veranstaltungen mit Darbietungen indischer Tänze und Musik sind die üblichen Höhepunkte. Mumbai, Chennai und Kalkutta sind die Metropolen der Filmindustrie, die Zahl der produzierten Spielfilme ist dreimal so hoch wie in den USA. Fast jede Stadt hat mindestens ein Kino, einige zeigen manchmal Filme in englischer Sprache. Musik und Tanz, Liebesdramen und Politik spielen, zusammen mit anderen Einflüssen, eine große Rolle in der indischen Filmkunst. In Großstädten führen Theater oft Bühnenstücke in englischer Sprache auf.

Einkaufstipps

Die Traditionen und Methoden des indischen Kunsthandwerks sind seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben und dadurch vervollkommnet worden. Jede Region hat ihre eigene Spezialität und jede Stadt ihre eigenen Kunsthandwerker mit besonderen Fingerfertigkeiten. Seiden, Gewürze, Schmuck und viele andere typisch indische Waren sind weltbekannt. Handeln ist üblich, außer in State Emporiums und einigen anderen Läden mit Festpreisen. State Emporiums sind die Kunstgewerbeläden einzelner Bundesstaaten, deren festgesetzte Preise der Unterstützung der Kunsthandwerker zugute kommen sollen.

Textilien: Die Stoffherstellung ist eine der wichtigsten Industrien; indische Seiden, Baumwollstoffe und Wollfasern zählen zu den besten der Welt. Unter den Seidenstoffen ist Brokat aus Varanasi der bekannteste, andere Variationen kommen aus Patna, Murshidabad, Kanchipuram und Surat. In Rajasthan werden bunte Batik-Baumwollstoffe hergestellt, während Chennai für einen Stoff bekannt ist, bei dem sich die Farben nach einigen Wäschen vermischen, was als besonderer Effekt geschätzt wird. Landesweit wird das Himroo-Tuch angefertigt, eine Mischung aus Seide und Baumwolle. Kaschmirwolle dürfte wohl das bekannteste Ausfuhrgut Indiens sein.

Teppiche: Indiens Teppichindustrie ist ebenfalls eine der größten der Welt, und viele Beispiele dieses alten und wunderschönen Handwerks sind in Museen ausgestellt. Kaschmirs Teppiche zeigen Muster persischen Ursprungs, sind aus reiner Wolle, Baumwollgarn oder Seide hergestellt, außerordentlich erlesen und sehr teuer.

Kleidung: In Darjeeling findet man die unverkennbaren bunten tibetanischen Läufer. Kleidung ist sehr preiswert und wird in vielen Geschäften auf Wunsch innerhalb kurzer Zeit nach Maß angefertigt oder geändert. Kleider gibt es aus Seide, Himroo, Baumwolle, Brokat, Chiffon und Chinons. Kleidung aus Rajasthan ist bunt und mit unzähligen kleinen Spiegeln besetzt; auch Taschen, Mützen und Geldgürtel in diesem Stil sind zu finden.

Schmuck ist traditionsreich, schwer (besonders aus Rajasthan) und überaus vielfältig. Indische Silberware ist weltberühmt. Man kann Schmucksteine direkt am Kaufort verarbeiten lassen. Außer Diamanten gibt es Lapislazuli, Rubine, Saphire, Mondsteine und Aquamarine. Hyderabad ist eines der Weltzentren für Perlen. Indische Frauen und Mädchen tragen oft eine große Anzahl Armreifen aus Silber, buntem Glas oder Plastik, die es auf jedem Markt in erstaunlicher Farben- und Größenvielfalt zu kaufen gibt.

Kunstgewerbe und Lederwaren: Auch hier hat jede Region ihre eigene Spezialität. Erhältlich sind Arbeiten aus Bronze, Messing (oft mit Silber eingelegt), Flechtwerk und Keramik. Kaschmir ist bekannt für die kunstvolle Verarbeitung von Pappmaché; die fertigen Produkte werden oft mit Blattgold dekoriert. Agras Spezialität sind Marmor- und Alabastereinlegearbeiten in Schachspielen und Schmucktellern. Indische Lederwaren wie Sandalen und Hausschuhe sind von ausgezeichneter Qualität.

Holzartikel: Statuen, Kästchen, Schalen und andere Gegenstände aus Sandelholz werden in Karnataka, aus Rosenholz in Kerala und Chennai, aus indischem Walnußholz in Kaschmir angefertigt.

Weitere Spezialitäten: Chutneys, Gewürze und Teesorten; Parfüm, Seifen, handgefertigtes Papier, Spielkarten aus Orissa und Musikinstrumente.

Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.30-18.00 Uhr in den großen Geschäften.

Tierfelle, aus Tierhaut gefertigte Gegenstände, Antiquitäten und Kunstgegenstände, die älter als 100 Jahre sind, dürfen nicht ausgeführt werden.

Sport

Kricket ist Indiens Nationalsport und erregt hier ebenso lebhaftes Interesse wie Fußball in Europa, vor allem während der Test Season im Winter, wenn die Nationalmannschaft in allen Großstädten zu sehen ist. Fast jede Stadt hat ihr eigenes Team. Skilaufen wird immer beliebter, einige der schönsten Wintersportgebiete liegen im Norden (einschließlich Gulmarg und Kufri) inmitten herrlicher Landschaft. Wildwasserfahren ist ein weiterer relativ neuer Sport, für den die Flüsse des Himalaya besonders nach der Schneeschmelze wie geschaffen sind. Kamelritte: Safaris in die Thar-Wüste dauern zwischen einem und 15 Tagen und sind eine gute Gelegenheit, diese Gegend vom Kamelrücken aus kennenzulernen. Delhi ist das Landeszentrum für Bergsteigen, weitere Informationszentren gibt es in den Aravalli-Hills und den Western Ghats. Paragliding, Ballonfahrten und Segelfliegen nehmen an Beliebtheit zu. Autorennen ist ein beliebter Publikumssport. Das bekannteste und hindernisreichste Rennen ist die Himalayan Car Rally. Viele der großen Hotels haben Swimmingpools und bieten weitere Wassersportarten wie Segeln, Rudern und Wasserskifahren an. Zum Tauchen eignen sich vor allem die Andamanen. Fischfang ist im Kanga-Tal und in Simla, Darjeeling, Orissa und im Himalaya möglich. Angelgeräte kann man bei den örtlichen Fischereibehörden ausleihen, die auch Auskünfte über die Saison und die benötigten Genehmigungen ausstellen. Golfspieler werden zahlreiche Plätze finden, Hotels vermitteln Einzelheiten über die Benutzung/Mitgliedschaft. Die Kalkuttaer Amateur-Golfmeisterschaften ziehen viele Golfspieler an; der Standard ist hoch; provisorische Mitgliedschaft ist vom Royal Calcutta Golf Club erhältlich. Srinagar und Gulmarg haben ebenfalls gute Golfplätze und halten im Frühling und Herbst Turniere ab. Shillong soll den schönsten Golfplatz der Welt haben. Weitere Sportarten sind Reiten in den Bergstationen und Tennis und Squash in Hotels und Privatklubs. Fußball nimmt an Beliebtheit zu; Polo und Hockey haben den Indern viele Goldmedaillen eingebracht.

Indien ist das ideale Reiseziel für einen Trekking-Urlaub - kürzere, leicht zu bewältigende Strecken können hier durchaus mit anspruchsvollerem Bergsteigen zu den schneebedeckten Gipfeln verbunden werden, man braucht nur Ausdauer für die langen Strecken und Anpassungsfähigkeit für die ständig wechselnde, atemberaubend schöne Landschaft. Der Himalaya - die höchste Bergkette der Erde - bildet mit einer Länge von 3500 km die Nord- und Ostgrenzen Indiens. Das Schauspiel der schneebedeckten Gipfel ist unvergleichlich: Gletscher, mit Fichten bewachsene Abhänge, Flüsse und üppige, mit wilden Blumen übersäte Wiesen. Die indische Halbinsel mit ihren grünen Wäldern und duftenden Orchideen bietet eine natürliche Schönheit ganz anderer Art.

Ausrüstung: Zelt, Schlafsack, Schaum- oder Luftmatratze, Rucksack, Schirm (gleichzeitig Wanderstab), Sonnenhut, Sonnenbrille, Toilettenartikel. Kleidung: Anorak, gefütterte Jacke, Pullover, wollene Unterwäsche (für die Hochlagen), Handschuhe. Fußbekleidung: Leichte, flexible und bequeme Wanderschuhe (2 Paar für lange Wanderungen), mindestens 3 Paar Wollsocken, Fußpuder. Erste Hilfe: Sterilisierte Watte; Bandagen; Wund-Desinfektionsmittel; Tabletten zur Wasserdesinfektion; Mittel gegen Husten, Erkältungen, Kopfschmerzen, Magenschmerzen usw; Augentropfen, Creme gegen Sonnenbrand, ein wärmendes Getränk für Notfälle, Salz- und Mineraltabletten gegen Krämpfe. Verschiedenes: Taschenlampe, Thermos/Wasserflasche, Insektenschutzmittel, Spiegel, Fettcreme, Lippensalbe, Wanderstock, extra Schnürsenkel, Nadel und Faden, Konserven und Trockennahrung. Unterkunft und Verpflegung sollten unterwegs ausreichend erhältlich sein.

Im allgemeinen ist es in den Bergen am angenehmsten zwischen April und Juni und von September bis November. In den Tälern von Lahaul, Pangi, Zanskar und Ladakh können auch während der Regenzeit (Juni bis August) Wanderungen unternommen werden, da hier nur geringer Niederschlag fällt.

Trinkgeld

Es ist üblich, Trägern, Kellnern, Fremdenführern und Fahrern Trinkgeld zu geben; dies ist normalerweise nicht in der Rechnung enthalten.

Umgang

In Indien grüßt man sich bei formellen Anlässen mit gefalteten Händen, über die der Kopf gebeugt wird, und sagt Namaste. Für indische Frauen ist es unziemlich, die Hand zum Gruß zu geben. Als Zeichen des Respekts berührt man die Füße älterer Leute zur Begrüßung. Beim Betreten heiliger Stätten wird man gebeten, die Schuhe auszuziehen. Die meisten Inder ziehen auch vor dem Betreten ihrer Häuser die Schuhe aus. In den meisten Gegenden ißt man mit der Hand, dabei wird ausschließlich die rechte Hand benutzt. Strikte, seit langer Zeit gültige Verhaltensweisen regeln vielerorts noch heute religiöse und gesellschaftliche Anlässe. Zahlreiche Hindus sind Vegetarier und viele, besonders Frauen, trinken keinen Alkohol. Sikhs und Parsis rauchen nicht. Es ist wichtig, diese Bräuche zu beachten. Kleine Geschenke als Anerkennung der gebotenen Gastlichkeit sind angebracht. Frauen sollten sich dezent kleiden, kurze oder sehr enge Kleider sollten vermieden werden, sie rufen nur unwillkommene Beachtung hervor. Ausgebildete englischsprachige Fremdenführer gibt es in allen Touristengegenden, manche sprechen auch deutsch, französisch, italienisch, spanisch, russisch oder japanisch. Die Gebühren sind festgelegt, das regionale Fremdenverkehrsamt gibt gern Auskunft. Offizielle Fremdenführer besitzen einen Ausweis des Ministeriums für Tourismus. Bestimmte, geschützte Sehenswürdigkeiten dürfen von inoffiziellen Fremdenführern nicht betreten werden.


Strafrecht

Der Besitz von - selbst kleinster Mengen - Drogen ist verboten und wird mit hohen Haftstrafen geahndet. Dies gilt ebenso für die Ausfuhr von geschützten Tierhäuten und Pflanzen.

Auch der illegale Aufenthalt in Indien – ohne gültigen Pass und /oder Aufenthaltserlaubnis – kann mit langen Haftstrafen geahndet werden.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
240 50 -
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Unterkunft

Moderne Hotels von internationalem Rang gibt es in allen großen Städten und Urlaubsorten. Im allgemeinen wird erstklassige europäische und indische Küche angeboten. Die bekannte Hotelkette Taj Group bietet erstklassige Unterkunft sowohl in ihren 8 Luxusshotels als auch in Ihren diversen gut ausgestatteten Geschäftshotels. Einige sogenannte Palast-Hotels sowie Freizeitanlagen in atemberaubender Landschaft und Hotels in Regionen von kultureller Bedeutung gehören ebenfalls zu dieser internationalen Kette. Die Preise sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern niedrig. Meistens werden 10% Bedienung und 7-15% Luxussteuer berechnet.

Ein Hotelverzeichnis ist beim Fremdenverkehrsamt erhältlich oder von The Federation of Hotel and Restaurant Associations of India, M-75 (Market), Greater Kailash II, New Delhi 110048. Tel: (11) 648 26 90, 648 47 79. Telefax: (11) 646 41 94. (E-Mail: hotels@planetindia.net; Internet: http://www.fhraindia.com).

Kategorien: Luxuriöse 5- und 4-Sterne-Hotels mit Klimaanlagen, komfortable 3-Sterne-Hotels mit klimatisierten Räumen und einfache 1- und 2-Sterne-Hotels.
 
HERITAGE HOTELS: Einzigartigen Komfort und besonderes Ambiente bietet die Kategorie der Heritage Hotels. Ehemalige Maharadschapaläste, Jagdhäuser und prächtige Wohnhäuser reicher Händler und Bankiers wurden zu stilvollen Hotels umgebaut, ohne dabei den ursprünglichen Glanz und Charakter zu verändern. Mittlerweile stehen mehr als 50 dieser luxuriösen Heritage Hotels in Rajasthan, Gujarat und Madhya Pradesh zur Verfügung. Weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt oder der Heritage Hotels Association (E-Mail: inquiries@heritagehotels.com; Internet: http://www.heritagehotels.com).
 
TOURIST BUNGALOWS: Stehen in fast jedem Urlaubsort zur Verfügung (als Holiday Homes in Maharashtra und Gujarat und als Tourist Lodges in Westbengalen bekannt) und stehen unter Kontrolle der jeweiligen State Government Tourist Development Corporation, mit Ausnahme der Großstädte Delhi, Kalkutta, Chennai, Mumbai und Bangalore.

Die Unterkünfte bestehen aus sauberen Einzel-, Doppel- und Familienzimmern, zumeist mit Bad und Gemeinschaftsküchen, einige haben eigene Kochmöglichkeiten. Buchungen (Anzahlung wird verlangt) sollten entweder durch den Direktor der Corporation oder direkt mit dem Verwalter des Bungalows gemacht werden.
 
HAUSBOOTE: Können in Srinagar auf dem Fluß Jhelum und den Dal- und Nagin-Seen gemietet werden. Die Boote sind 24-38 m lang und 3-6 m breit und verfügen über zwei Wohnzimmer, 2-3 Schlafzimmer, Badezimmer, Strom und fließend warmes und kaltes Wasser. Die komfortablen Hausboote sind komplett ausgestattet mit Geschirr, Besteck, Radios, Paddelboot sowie teilweise Beiboot mit separater Küche und Schlafräumen für das Dienstpersonal. Kategorien: Deluxe, A, B und C.
 
JUGENDHERBERGEN: Sind praktische und preiswerte Stützpunkte für organisierte Touren, zum Wandern und Bergsteigen. Die 16 Herbergen des Ministeriums für Tourismus sind über alle Regionen verteilt und ideal gelegen, um sowohl die Tiefebene als auch Bergstationen (die besten Erholungsorte während der heißen Sommermonate) zu erforschen. Jede Herberge hat ca. 40 Betten in getrennten Schlafsälen. Matratzen, Bettwäsche, Decken, abschließbare Schränke, Steckdosen, Gemeinschaftsküchen sowie Parkplätze stehen zur Verfügung. Weitere Informationen von der Youth Hostels Association of India, 5 Nyaya Marg, Chanakyapuri, New Delhi 110021. Tel: (11) 687 19 69, 611 02 50. Telefax: (11) 611 34 69. (E-Mail: yhostel@del2.vsnl.net.in)
 
CAMPING: Adressen der Zeltplätze für Pfadfinder vom General Secretary for India, All India Boy Scouts Association. Informationen über Bharat-Zeltplätze (ebenfalls Pfadfinder) vom National Secretary, Bharat Scouts & Guides.


Zoll

Devisen ab einem Betrag von 5000 USD (bar oder Reiseschecks) sind bei der Einreise zu deklarieren. Auch andere hochwertige Gegenstände (z.B. Videokameras) müssen deklariert werden.

Die Einfuhr von Goldmünzen und -barren sowie von Waffen ist streng verboten. Ausländer indischer Abstammung (NIO) können bis zu 10 kg Gold einführen, Höhe der Zollabgaben 250 IRS per Gramm. Voraussetzung ist eine Mindestaufenthalt im Ausland von 6 Monaten.

Die Ein- und Ausfuhr der indischen Währung ist verboten. Grundsätzlich ist jedoch in Indien ansässigen Personen die Ein- und Ausfuhr von max. INR 5000,- gestattet.

Die Einfuhr pornografischen Materials ist verboten.

Die Ausfuhr von geschützten Tierhäuten und Pflanzen ist verboten; Verstöße werden mit hohen Geld- und Haftstrafen geahndet.

Bei einem Verstoß gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

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