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Leichte Erkrankungen können in Georgien behandelt werden. Die deutsche Botschaft empfiehlt für ambulante Behandlungen den MediClub Georgia (englischsprachig), Tschawtschawadse Ave. 5, Tiflis, Tel. 25 19 91 (24-Std. Mobilnummer: 8 99 - 58 19 91) bzw. die Kontaktaufnahme mit dem deutschsprachigen Vertrauensarzt der Botschaft (Name und Telefon sind über die Botschaft erhältlich). Ein weiterer qualifizierter Rettungsdienst mit englischsprachigem Personal ist unter der Nummer 009 zu erreichen. Operative Eingriffe und komplizierte Zahnbehandlungen sollten besser in Deutschland durchgeführt werden, da die Ausstattung der meisten georgischen Krankenhäuser mit Geräten, Verbrauchsgütern und Medikamenten unzureichend ist. Vorgeschriebene Impfungen gibt es nicht. Auch die Vorlage von ärztlichen Attesten (z.B. HIV-Negativbescheinigung) wird nicht verlangt. Vor einer Reise nach Georgien sollte aber erforderlichenfalls der Impfschutz gegen Diphtherie, Polio und Tetanus aufgefrischt werden. Als weitere Schutzimpfung wird die Hepatitis A und Hepatitis B-Impfung empfohlen. Bei Trekking-Reisen oder Daueraufenthalten sollte auch Impfschutz gegen Tollwut erwogen werden. Ständig benötigte Medikamente und die übliche Reiseapotheke (Schmerz-, Durchfall-, Erkältungsmittel, Salben gegen Insektenstiche etc.) sollten mitgebracht werden. Im Sommer besteht aufgrund der höheren Temperaturen und der mit mehr Öl als in Deutschland zubereiteten Speisen ein erhöhtes Risiko von Durchfallerkrankungen. Weiterhin ist ein erhöhtes TBC-Ansteckungsrisiko gegeben (Infektionsrate etwa 10-mal höher als in Deutschland). Sonstige besondere Erkrankungsrisiken sind nicht bekannt. Empfehlungen hinsichtlich zu meidender Speisen bestehen nicht. Das Leitungswasser sollte nicht als Trinkwasser verwendet werden. Die Russische Föderation hat seit Oktober 2006 alle Verkehrsverbindungen von und nach Georgien unterbrochen. Die Verbindungen zwischen Georgien und anderen Staaten sind davon jedoch nicht betroffen. Die Lage im Land ist insgesamt ruhig, aber nicht in allen Landesteilen stabil. Die Lage im Land ist insgesamt ruhig, aber nicht in allen Landesteilen stabil. Reisebeschränkungen
Besondere Verhaltensmaßnahmen sollten getroffen werden für:
Kriminalität Grundsätzlich gilt in allen größeren Städten Georgiens, dass die gleichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind, die auch in Metropolen anderswo angewandt werden. In Tiflis besteht eine erhöhte Sicherheitsgefährdung durch Raubüberfälle, nicht selten auch unter brutaler Gewaltanwendung selbst auf belebten Straßen. Erst vor kurzem wurde eine Deutsche auf dem zentralen Rustaweli-Prospekt Opfer eines Raubüberfalls. Eine besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sich insbesondere auch für die von Ausländern bevorzugten Stadtviertel wie Wake, Vera und Saburtalo sowie Parks und Naherholungsgebiete (z.B. Schildkrötensee). Reisende sollten sich bei Dunkelheit nach Möglichkeit nicht alleine auf der Straße aufhalten und auf eine angemessene Sicherung ihrer Unterkünfte achten. Einsame Strecken sind unbedingt zu meiden, ebenso das Tragen von auffälligem Schmuck oder teuren Uhren. Reisen über Land Beim Besuch entlegener Gegenden ist für Reisende ohne georgische oder russische Sprachkenntnisse generell sprach- und ortskundige Begleitung zu empfehlen. In Georgien gibt es keine Campingplätze oder Parkzonen für Wohnmobile. Von wildem Camping wird aus Sicherheitsgründen dringend abgeraten, es besteht eine erhebliche Gefahr durch Überfälle. Bei Klettertouren im Hohen Kaukasus hat es in der Vergangenheit wiederholt tödliche Unfälle gegeben, meist aufgrund plötzlichen Wetterwechsels. Sitten & Bräuche Das Nachtleben beschränkt sich im wesentlichen auf die internationalen Hotels. Im Hotel Ivera gibt es ein Kasino. Das Nationale Georgische Tanzensemble ist berühmt, jedoch fast immer auf Auslandstournee, so daß man in Tbilisi kaum Gelegenheit hat, dessen Künste zu bewundern. Das Georgische Staatstheater in Rustaveli hat ebenfalls einen guten Ruf und ist vor allem für Shakespeare-Inszenierungen bekannt. Galerien und spezielle Läden für Touristen verkaufen schöne Keramikarbeiten, Stickereien und Schmuck. Eine Flasche georgischer Wein oder Branntwein ist ebenfalls ein schönes Mitbringsel. Antiquitäten (Teppiche und Ikonen) dürfen nur mit Genehmigung des Kultusministeriums ausgeführt werden, zudem werden hohe Exportzölle erhoben. Artikel, die in Touristenläden zum Verkauf stehen, haben generell bereits diese Exportgenehmigung. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-17.00 Uhr. Fußball ist eine der Lieblingssportarten. Im Kaukasus bestehen gute Wintersportmöglichkeiten, es gibt einen Helikopterservice vom Metechi Palace Hotel ins Skigebiet Gudauri. Georgier sind für ihre Geselligkeit und Gastfreundschaft bekannt. In Restaurants werden ausländische Gäste oft zu einer Flasche Wein eingeladen. Einladungen nach Hause werden ebenfalls gerne ausgesprochen. Kleine Mitbringsel wie Schokolade, Blumen oder Spirituosen sind gerne gesehen. Die Kriminalität ist trotz der Bemühungen der Regierung weiterhin ein Problem, und viele Georgier sind bewaffnet. Es ist generell ratsam, keine Wertgegenstände bei sich zu haben und möglichst nach Einbruch der Dunkelheit nicht unterwegs zu sein. Mittlerweile wurden einige Hotels privatisiert, der Standard touristischer Einrichtungen verbesserte sich im Laufe der letzten Jahre im Vergleich zu früher deutlich. Tbilisi verfügt über zwei Luxushotels (Swimmingpool, Geschäftszentrum, Fitneß-Center, Satellitenfunktelefone, zahlreiche Bars und Restaurants stehen zur Verfügung) mit entsprechend hohen Preisen. In Batumi und Kutaisi befinden sich auch mehrere gute Hotels. Kleinere Hotels und Guest houses, die üblicherweise zwischen 8 und 16 Personen beherbergen und oft nur über Gemeinschaftsbadezimmer verfügen, findet man am häufigsten. In ländlichen Gegenden kommt man vielleicht auch in einem Privathaus unter. BAHN: Veraltete Wagons und Kraftstoffknappheit lassen
Bahnreisen nicht unbedingt als ratsam erscheinen. Die Sicherheitslage hat sich jedoch
entscheidend verbessert, so daß Bahnfahrten nicht länger als bedenklich gelten.
Vorsichtsmaßnahmen gegen Diebstähle sind allerdings angebracht. Alle Züge sind
reservierungspflichtig. Kinder unter 5 Jahren fahren umsonst, Kinder im Alter von 5-9
Jahren zahlen die Hälfte. Nachtfahrten außerhalb der Hauptstadt sollten
vermieden werden. Es gibt keine zuverlässigen Karten und keine Hinweisschilder. Benzin
ist knapp, und nur Einheimische wissen, wo und wie man an versteckte Quellen herankommt.
Inzwischen verkehren wieder Busse zwischen den größeren Städten. Komfort darf man
allerdings nicht erwarten. Mit Ausnahme der international üblichen Einfuhrverbote bestehen keine Einfuhrbeschränkungen, auch nicht für größere Geldsummen. Eine Liste der Zollsätze kann beim georgischen Zollamt angefordert werden. Wer humanitäre Hilfsgüter in größerer Menge mitbringt, sollte den Empfänger veranlassen, alle Zollfragen vor Ankunft zu klären. Die Ausfuhr von Teppichen und handelsüblichen Antiquitäten erfordert eine Genehmigung des Kulturministeriums, die mit Hilfe der Verkäufer meist in kurzer Zeit erhältlich ist. Besonders wertvolle Antiquitäten und andere bedeutende Kulturgüter unterliegen einem Ausfuhrverbot. Vor Geschäftsabschluss sollte sich jeder Käufer unbedingt über mögliche Ausfuhrbeschränkungen informieren. Bei Einreise mit dem eigenen PKW nach Georgien gelten seit kurzem besondere georgische Zollbestimmungen. Diese sehen eine maximale Verweildauer von 20 Tagen (bei Transitreisenden nur 10 Tage) für das Kraftfahrzeug im Lande vor. Können diese Fristen nicht eingehalten werden, muss eine Ummeldung des KFZ erfolgen oder ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden. Bei Überschreitung der genannten Fristen drohen empfindliche Geldbußen. |
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