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Vietnam |
| Verkehr |
 |
Straßennetz: |
1 870 661 km, davon 81,0% befestigt |
| Motorisierung |
15 Kfz/1000 Einwohner |
| Verkehrsart |
Rechtsverkehr |
 |
Schienennetz |
62 200 km |
 |
Int. Flughäfen |
19 (die größten: Hongkong, Peking, Shanghai, Kanton) |
| Passagiere |
Chek Lap Kok (Hongkong): 33,9 Mio. |
| Fluggesellschaft |
Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines |
| Bef. Passagiere |
136,722 Mio. + Hongkong 20,230 Mio. |
 |
Haupthäfen |
Dalian, Fuzhou, Guangzhou, HHaikou, Huangpu, Lianyungang, Qingdao,
Qinhuangdao, Tianjin, Xiamen, Yantai |
| Binnenschifffahrt |
110 000 km |
| Handelsflotte |
3 280 Schiffe |
| Tonnage in BRT |
16,6 Mio. |
 |
Das Verkehrsnetz insgesamt wird derzeit modernisiert.
2009 soll die größte Meeresbrücke der Welt (36 km Länge) eröffnet werden, die über
die Hangzhoubucht führt und die Millionenstädte Ningbo und Shanghai miteinander
verbindet. Im August 2006 wurde auch die Verlängerung der Eisenbahnlinie
von Golmund nach Lhasa (Tibet) fertiggestellt. Das ist damit die höchstgelegene
Bahnlinie der Welt. Ein weiterer Superrekord wird mit dem Ausbau des Hafens von Hongkong
erreicht, der bereits jetzt der größte Containerhafen der Welt ist. |
| Umwelt |
 |
Geschützte Geb. |
11,8% der Landesfläche |
| CO2-Emmision |
4181,3 Mio. t |
| Verw. Süßwasser |
Landw. 78%, Industrie 18%, Haushalte 5% |
| Umweltrang nach ESI in Klammern
Vorjahrrang |
133. (129.) mit 38,6 Punkten |
| Der Umweltschutz genießt praktisch keinerlei
Priorität für die Regierung. Das Land wird von einer weit verbreiteten und industriell
erzeugten Luftverschmutzung geplagt, die Umweltzerstörung nimmt durch immer neue
Großprojekte stark zu. Siehe auch hier. 700 Millionen Chinesen haben
kein sauberes Trinkwasser, 58% aller chinesischen Flüsse sind so verschmutzt, das sie
nicht mehr zur Wassergewinnung genutzt werden können. In rund 400 Städten sinkt der
Grundwasserspiegel rapide ab. 40% der Volksrepublik sind von Verwüstung und Bodenerision
bedroht; rund 1% der Gesamtfläche Chinas verschwindet jedes Jahr unter dem Sand. 16 der
20 Städte mit der schlechtesten Luft der Welt liegen in China. Etwa 400 000 Todesfälle
sind jährlich auf Umweltverschmutzung zurückzuführen. Die jährlichen Kosten für
Folgen von Umweltschäden wie Ernteausfälle, Krankheiten und ausgetrocknete Flüsse
schätzt die Regierung auf 10% des Bruttoinlandsprodukts - so viel wie das gegenwärtige
Wirtschaftswachstum oder jährlich rund 150 Milliarden . Allein die Säuberung der
Gewässer würde rund 160 Milliarden verschlingen. Chinas Boom verursacht mehr Kosten als Wohlstand - Die
Regierung will das Ausmaß der Umweltzerstörung nun doch nicht berechnen lassen
Milliarden für Sanierung eines Sees in China -
Umweltdesaster gefährdet Trinkwasserversorgung
China will erstmals ein Umweltministerium einrichten. Im Zuge einer
Regierungsumstrukturierung sollen fünf neue sogenannte Super-Ministerien geschaffen
werden, wie die staatliche Agentur Xinhua am 11.03.2008 berichtete.
Diese Pläne, nach denen auch die bisherige Umweltbehörde Sepa in ein Ministerium
umgewandelt werden soll, stellt die chinesische Regierung dem derzeit tagenden Nationalen
Volkskongress in Peking vor.
Chinas Feldzug gegen die weiße Gefahr -
Peking untersagt kostenlose Abgabe von Plastiktüten
China holt USA als größten Klimasünder ein |
| Energie |
 |
Produktion |
1 536,8 Mio. t ÖE |
| Verbrauch |
1 609,3 Mio. t ÖE |
| Anteile |
Atomenergie 0,8%, Erdgas 2,6%, Kohle 67,2%, Öl 24,0%, Sonstige
5,4% |
| Tourismus |
 |
Besucher |
46,809 Mio. Besucher + 23,359 Mio. Hongkong-Besucher |
| Trend |
11% Zunahme |
| Wichtigste Herkunftsländer |
Japan 22%, Südkorea 12%, Rußland 10%, USA 9%, Malaysia 4% |
| Einnahmen |
31,842 Mrd. $ + 13,586 Hongkong |
In den ersten zwanzig Jahren des Bestehens der Volksrepublik
China wurden Umweltthemen praktisch ignoriert, obwohl die ersten Naturreservate bereits
1956 eingerichtet wurden. Während des Großen Sprunges nach vorn rief Mao zu einem Krieg
gegen die Natur auf, um die Ressourcen zu erobern. In dieser Zeit wurden zahlreiche
Wälder abgeholzt, um für die Stahlerzeugung genug Holz zur Verfügung zu haben. Sümpfe,
Moore und Feuchtwiesen wurden trockengelegt, um Ackerland zu gewinnen. Erst seit den
1970er Jahren gibt es Ansätze für Umweltpolitik, wobei wirkliche Anstrengungen erst seit
etwa fünf Jahren unternommen werden, besonders seitdem Peking den Zuschlag für die
Olympischen Spiele 2008 bekommen hat.
Generell sieht sich China mit zwei großen Problemkreisen konfrontiert,
nämlich dass natürliche Ressourcen verschwinden oder verschmutzt werden.
Viele Regionen Chinas sind vom Verschwinden natürlicher Ressourcen betroffen.
Das betrifft etwa Grundwasser, dessen Spiegel in den trockenen Gebieten des Nordens
teilweise um einen halben Meter jährlich sinkt. Die Vegetationsdecke der Oberfläche ist
in den letzten Jahren zurückgegangen, wovon vor allem die Wälder betroffen sind. Als
Folge kommt es zu Erosion, besonders ausgeprägt das Lössplateau Zentralchinas. Durch zu
intensive Bearbeitung geht Ackerland verloren, wobei die Desertifikation von Ackerland mit
einem Tempo von etwa 2.400 km² pro Jahr voranschreitet. Illegaler Handel mit
gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, die vor allem für (pseudo-)medizinische Zwecke
verwendet werden, hat viele vom Aussterben bedrohte Arten noch weiter dezimiert. Mit
zahlreichen Projekten (z.B. "Chinas Grüne Mauer") wird versucht, die
Desertifikation und Erosion aufzuhalten; ob diese Projekte erfolgreich waren oder nicht,
wird sich jedoch erst in einigen Jahren zeigen. Daneben gibt es fast 1.000 Naturreservate,
die über 7 % des Territoriums der Volksrepublik bedecken, wobei einige dieser
Reservate nur dem Namen nach existieren.
Die Umweltverschmutzung in China hat zum Teil verheerende Ausmaße angenommen.
Je nach Studie befinden sich von den zehn schmutzigsten Städten der Welt sieben bis neun
in China. Durch den hohen Anteil von Kohle als Brennstoff ist die Belastung mit
Schwefeldioxid sehr hoch, der Regen ist in weiten Teilen des Landes sauer. In den letzten
Jahren war der SO2-Ausstoß leicht rückläufig, wohingegen die Belastung mit
Stickoxiden, besonders aus dem Straßenverkehr, stark zugenommen hat. Das
Wachstumspotential an Fahrzeugen ist zudem sehr hoch. Die Verschmutzung betrifft nicht nur
die Städte, auch auf dem Land wird der Umwelt schwerer Schaden zugefügt. Einerseits
befanden sich die boomenden TVEs die meiste Zeit außerhalb jeglicher Kontrolle,
andererseits wird in der Landwirtschaft die doppelte Menge an Düngemitteln wie im
Weltdurchschnitt verwendet. Das Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die
verschmutzten Äcker genug Nahrungsmittel für etwa 65 Millionen Menschen liefern
könnten. Etwa die Hälfte der Flüsse ist so verschmutzt, dass sie nicht einmal die
niedrigsten chinesischen Umweltstandards einhalten und nicht einmal zur Bewässerung
benutzt werden können.
Mittlerweile ist China nach den USA der weltweit größte Produzent von
Treibhausgasen, wobei es beim Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen noch recht weit
abgeschlagen ist. Es produziert mehr als 36 % der weltweiten Schadstoffemissionen,
muss jedoch als Entwicklungsland nach dem Kyoto-Protokoll seinen CO2-Ausstoß
nicht drosseln. Die Umweltverschmutzung ist für ein stark steigendes Auftreten von
Lungenkrankheiten und Krebs verantwortlich. Der China Human Development Report 2002 kommt
deshalb zum Schluss, dass China am Scheideweg stehe und sich für eine grüne Reform
entscheiden müsse. Ansonsten drohe die Umweltzerstörung, den erreichten sozialen und
wirtschaftlichen Fortschritt zu behindern oder gar wieder zunichte zu machen.

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