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Bereits an den Anfang der Geschichte setzte die Überlieferung Kaiser und Dynastien. Als historisch können von diesen nur die Dynastien der Xia (2205 - 1766 v. Chr.) und der Shang gelten. Erste schriftliche Zeugnisse der Shang-Dynastie (etwa 1700 - 1025 v. Chr.). Die anschließende Zhou-Dynastie (1025 - 256 v. Chr.) organisierte sich als Lehnsstaat und zerfiel in Kämpfen, aus denen der Staat Qin unter König Zheng hervorging. Zheng nahm 221 v. Chr. den Kaisertitel Shhuangdi an, setzte brutal die Vereinheitlichung  von Maßen, Gesetzen und Schrift sowie eine zentralistische Verwaltung im vereinten Staatsgebiet durch. In der Zeit der Han-Dynastie (206 - 220 n. Chr.) fiel die Erfindung des Papiers, während der Tang-Dynastie (618 - 907) Kontakte des Reiches bis Indien und Persien. Zwischen 1279 und 1368 herrschten 10 Mongolen-Kaiser, die das Reich erobert und vereint hatten, Peking wurde Hauptstadt. Nach dem Sturz der Mongolenherrschaft regierten Kaiser der Ming-Dynastie (1368 - 1644, 20 Kaiser), danach (bis 1912) Kaiser der Quing-Dynastie (Mandschu, 11 Kaiser). 1842 erzwang Großbritannien im Opiumkrieg die Öffnung von Häfen und vereinnahmte Hongkong. China erkannte nach der Niederlage im Krieg gegen Japan (1894 - 1895) die Unabhängigkeit Koreas an, überließ Taiwan Japan und mußte bereits vorher in einer Reihe von "ungleichen Verträgen" einzelne Gebiete an Russland, Frankreich und Großbritannien abtreten. Gegen den Einfluß der europäischen Mächte richtete sich 1900 der Boxeraufstand, der von einer internationalen Truppe niedergeschlagen wurde. Die revolutionäre Bewegung erzwang 1912 die Abdankung des Kaisers. Zuvor wurde 1905 der Revolutionsbund unter Sun Yat-sen gegründet. Nachdem revolutionäre Armeen Schanghai und Nanking besetzt und einige Provinzen ihre Unabhängigkeit von der Kaiserlichen Regierung erklärt hatten, wurde Sun am 29. Dezember 1911 zum Präsidenten der Provisorischen Republikanischen Regierung erklärt. Am 1. Januar 1912 rief Sun die Republik China aus. erster Präsident wurde am 6. Oktober 1913 der kaiserliche Militärführer Yuan Shikai. 1917 trat China auf alliierter Seite in den Krieg gegen die Mittelmächte ein. Ab 1916 kam es zu Bürgerkriegen zwischen den Führern regionaler Militärgruppen, 1921 wurde in Schanghai die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) gegründet. 1928 stellte Tschiang Kaischek, militärischer Führer der nationalistischen Kuomintang, die Einheit Chinas wieder her und wurde Regierungschef. 1931 besetzten die Japaner die Mandschurei, gründeten ein Marionettenregime unter Kaiser Pu Yi und drangen weiter nach Süden vor. Die Kommunisten, die 1931 in der Provinz Jiangxi zentrale Stützpunkte angelegt hatten, schlugen sich unter Mao Ts-Tung im "Langen Marsch" 1934/35 nach Shaanxi durch. 1937 brach der offene Krieg mit Japan aus, der zur Besetzung von Schanghai, Peking und Nanking führte und die Nationalregierung zum Rückzug in die Provinz zwang. Ende 1941 Kriegserklärung an Deutschland. Nach der Kapitulation Japans verhandelten Mao und Tschiang im August 1945 über die Vermeidung eines Bürgerkrieges - erfolglos. Mit sowjetischer Unterstützung eroberte die kommunistische "Volksbefreiungsarmee" im Bürgerkrieg ab 1947 zunächst Nordchina und bis 1949 das ganze Land. Die Regierung Tschiang floh nach Taiwan, am 1. Oktober 1949 wurde in Peking die Volksrepublik ausgerufen. Die Macht übernahm die KPCh unter Mao, Ministerpräsident wurde Tschou En-lai. 1950 wurde ein Freundschaftsvertrag mit der Sowjetunion geschlossen und Tibet besetzt. 1954 wurde die Verfassung verabschiedet und Mao Staatspräsident. Mit der "Hundert Blumen"-Bewegung startete Mao 1957 eine öffentliche Debatte über die KP-Herrschaft, nur um anschließend in der "Kampagne gegen die Rechtsabweichler" gnadenlos alle Kritiker verfolgen zu können. Auf Maos Initiative vollzog die VR Ende der 50er Jahre ein forciertes Industrialisierungsprogramm auf dem Land ("Großer Sprung nach vorn"), das die Bauern in "Volkskommunen" zusammenschloß und in einem wirtschaftlichen Desaster endete - 30 Millionen Menschen verhungerten. Über den Streit um die Führungsrolle im sozialistischen Lager kam es 1960 zum ideologischen Bruch mit Moskau: die UdSSR zog ihre Berater zurück und strich die Wirtschaftshilfe. 1964 zündete China seine erste Atombombe. Verbittert wegen seines gesunkenen Einflusses und schwindender Autorität startete Mao 1966 einen Angriff auf seine innerparteilichen Gegner, die sogenannte "Große Proletarische Kulturrevolution". Als prominentestes Opfer der Säuberungen wurde Präsident Liu Shaoqi gestürzt, auch ZK-Generalsekretär Deng Xiaoping wurde entmachtet. Im März 1969 verschärften sich die Spannungen mit der Sowjetunion, am Grenzfluß Ussuri kam es zu Gefechten. Der designierte Mao-Nachfolger Lin Biao kam auf der Flucht in die UdSSR 1971 ums Leben. 1970 Start des ersten chinesischen Weltraumsatelliten. 1971 wurde die VR China anstelle des Kuomintang-Regimes auf Taiwan Mitglied der UNO; zugleich entspannte sich das Verhältnis zu den USA. Am 8. Januar 1976 starb Tschou Enlai, am 9. September 1976 Mao. Dem Versuch seiner Witwe Jiang Qing, zusammen mit dem links-dogmatischen Flügel der Partei, die Macht zu ergreifen, kam das Militär zuvor: sie wurde im Oktober zusammen mit drei Mitgliedern des Politbüros ("Viererbande") verhaftet, in einem Schauprozeß 1981 zum Tode verurteilt und 2 Jahre später zu lebenslanger Haft begnadigt. Die Nachfolge Maos trat 1976 Hua Goufeng an. Im Juli 1977 rehabilitierte das 3. Plenum des X. ZK Deng Xiaoping, indem er in höchste Ämter eingesetzt wurde. Er stieg zum mächtigsten Politiker Chinas auf, betrieb die Öffnung gegenüber dem Ausland und leitete umwälzende wirtschaftliche Reformen ein. 1982 wurden Verfassung und Parteistatuten geändert, das Amt des Vorsitzenden wurde abgeschafft und durch das Amt eines Generalsekretärs ersetzt. Hua Gofeng wurde aus den Führungsämtern der Partei entfernt. 1988 beschloß der Volkskongreß ein Unternehmensgesetz, das den Staatsbetrieben mehr Freiheiten einräumte. Nach dem Tod des 1987 entmachteten ehemaligen Generalsekretärs Hu Yaobang im April 1989 entstand landesweit eine Demokratiebewegung; sie kulminierte in den Dauerkundgebungen von Studenten und Arbeiter auf Pekings Platz des Himmlischen Friedens. Die Parteiführung reagierte mit Verhängung des Kriegsrechtes, die Demonstration wurde von Soldaten am 3. Juni 1989 blutig beendet; nach Augenzeugenberichten kamen bei dem Massaker 1000 Menschen ums Leben. Landesweit folgten Verhaftungen und Hinrichtungen. Der 14. Parteitag der KPCh im Oktober 1992 erhob die Errichtung einer "sozialistischen Marktwirtschaft" zum Staatsziel. Im Februar 1996 wurde der Eisenbahnverkehr zwischen Chian und Vietnam wieder aufgenommen. Strittiger Grenzverlauf in etlichen Abschnitten mit Indien, Tadschikistan, Nordkorea, Vietnam. China erhebt ebenso wie Malaysia, die Philippinen, Taiwan, Vietnam und Brunei Anspruch auf die praktische unbewohnten Spratly-Inseln, um seine Seegrenzen auszuweiten und vermutete Ölvorkommen ausbeuten zu können. Taiwans "friedliche Vereinigung mit dem Mutterland" wird mit Invasionsmanövern und gleichzeitig mit dem Versprechen "Ein Land, zwei Systeme" nach Hongkong-Muster weiterhin kompromißlos gefordert. Die Frage nach Verwirklichung der Menschenrechte betrachtet die KPCh als innere Angelegenheit. 1996 wurden zur Abschreckung 6.000 Todesurteile (oft in Schauprozessen und nach Schnellverfahren) verkündet und mindestens 3500 auch vollstreckt. 1997 erhielt China nach 100 Jahren die einstige britische Kronkolonie Hongkong zurück, die einen autonomen Status innerhalb Chinas genießt.

Nach der Warnung folgte die Tat: Anfang März 2000 hatte Chinas Premier Zhu Ringji vor dem Volkskongress angedroht, korrupte Beamte in Zukunft "streng zu bestrafen". Am 08. März wurde in Nanchang nun ein hoher Funktionär wegen Bestechung hingerichtet. Beobachter vermuten, daß damit die Bevölkerung ruhig gestellt werden soll.     Hu Changqing, der ehemalige Vizegouverneur der Provinz Jiangxi, ist der ranghöchste chinesische Parteifunktionär, der bislang wegen Korruption hingerichtet wurde. Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua soll der 52-jährige in 87 Fällen insgesamt 5,4 Millionen Yuan (umgerechnet 1,3 Millionen Mark) an Bestechungsgeldern erhalten haben. Chinas Führung will offensichtlich zeigen, daß sie den Kampf gegen die Korruption ernst nimmt. "Alle großen Fälle, egal welche Stellen oder wer beteiligt ist, müssen gründlich untersucht und korrupte Beamte streng bestraft werden", hatte Zhu in seinem Rechenschaftsbericht betont. Von den Staatsmedien wurde die Hinrichtung deshalb publikumswirksam aufgegriffen. Ob die Kampagne jedoch tatsächlich die Korruption im  Land eindämmen kann, ist fraglich. Beobachter sehen dahinter eher den Versuch, das Volk zu besänftigen. Der Zeitpunkt der Hinrichtung während der jährlichen Tagung des Volkskongresses sei "sicher kein Zufall", sagt Sophia Woodman von der Menschenrechtsorganisation Human Rights in China. Auf dem Volkskongress in Peking kündigte die chinesische Führung  wie in den Vorjahren eine massive Steigerung des Militärhaushalts und der Staatsausgaben an. Mit 12,7% wird der Verteidigungsetat viel stärker wachsen als die chinesische Wirtschaft (7%). Chinas Finanzminister Xiang Huaicheng proklamierte ein drittes Jahr »aktiver Finanzpolitik« durch öffentliche Verschuldung zur Ankurbelung der Konjunktur. Wegen neuer Kriegsdrohungen der Volksrepublik gegenüber dem Inselstaat Taiwan fand der Militärhaushalt mit rund 29 Mrd DM besondere Beachtung. Die Steigerung lag ähnlich hoch wie in den Vorjahren und soll vor allem der höheren Besoldung dienen. Nach Ansicht von Militärexperten sind die realen Militärausgaben noch wesentlich höher. Nach dem Haushaltsentwurf werden die Staatsausgaben um 12,3% auf 226 Mrd DM zunehmen, die Einnahmen aber nur um 7,9% auf 169 Mrd DM. Ein Viertel der Ausgaben sind damit nicht durch Einnahmen gedeckt.

Zwei gebürtige Chinesen mit engen Beziehungen zu den USA und ein chinesischer Wissenschaftler sind am 25. Juli 2001 wegen Spionage für Taiwan zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Alle drei hätten direkt oder indirekt Nachrichten für taiwanische Geheimdienste gesammelt und damit die nationale Sicherheit Chinas gefährdet, zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua aus dem Urteil des Gerichts in Peking. Gao Zhan und Qin Guangguang wurden zu je zehn Jahren Haft verurteilt. Der chinesische Forscher Qu Wei, der Geheimnisse an Gao und den Mitte Juli wegen Spionage verurteilten US-Wirtschaftswissenschaftler Li Shaomin weitergegeben haben soll, soll 13 Jahre ins Gefängnis.

Auch der 39-jährigen Gao wurde vorgeworfen, dem am 14. Juli wegen Spionage für Taiwan verurteilten Li geholfen zu haben. Gao beschrieb ihren Kontakt zu dem gebürtigen Chinesen als normalen Austausch unter Wissenschaftlern. Sie habe ihm Zeitschriftenartikel und ein Buch über Taiwan und dessen Beziehungen zu China übergeben, von denen sie nicht habe wissen können, dass sie als geheim betrachtet würden.

Die Urteile drohen den Besuch von US-Außenminister Colin Powell zu belasten, der am Sonnabend in Peking erwartet wird. Am Dienstag besuchte Powell zum Auftakt seiner Asienreise Japan, wo er eine Reduzierung der auf der Insel Okinawa stationierten US-Truppen in Aussicht stellte. Rund 25 000 der insgesamt 51 500 US-Soldaten in Japan sind auf Okinawa stationiert. Übergriffe der Soldaten auf japanische Frauen riefen mehrfach Massenproteste hervor.

Nach 15-jährigen Bemühungen ist China am 11.12.2001 in die Welthandelsorganisation (WTO) aufgenommen worden. Die Pekinger "Volkszeitung" sprach von einem "historischen Moment für den Prozess der Modernisierung Chinas". Als Vorbedingung für die Aufnahme hatte China auch dem Beitritt Taiwans zur WTO zustimmen müssen.

Über eine Hinrichtungswelle in China vor dem Jahreswechsel berichtet der britische Sender BBC. Mehr als 40 Todesurteile seien allein während der vergangenen Woche vollstreckt worden. Im kommenden Monat sei mit Dutzenden weiteren Exekutionen zu rechnen. 2001 sei die Zahl der Hinrichtungen mit weit mehr als 2 000 außergewöhnlich hoch gewesen, meldete die BBC. Andere Beobachter gehen von bis zu 5 000 Hingerichteten aus.

Autonomes Gebiet Tibet: Die Zugehörigkeit des 1951 annektierten Gebietes zur VR China ist völkerrechtlich umstritten. Im 7. Jahrhundert vereinigten sich die tibetanischen Nomadenstämme zu einem Staat mit der Hauptstadt Lhasa, nach grausamer Verfolgung des tibetischen Buddhismus im 9. Jahrhundert zerfiel das Reich in Fürstentümer. Vom 13. Jahrhundert an vorübergehend unter mongolischer und seit dem 14. Jahrhundert unter chinesischer Herrschaft. Der Mönch Tsongkhapa (geboren 1357) führte strengere Regeln für den Buddhismus ein, seine Anhänger, die "Gelbmützen", ermitteln ihr Oberhaupt (Dalai Lama) seit dem 17. Jahrhundert durch Reinkarnation. Bis 1950 blieb Tibet von China de facto unabhängig, 1950 Einmarsch chinesischer Truppen und Annektierung Tibets. Nach einem blutig niedergeschlagenen Aufstand 1959 floh der Dalai Lama nach Indien. Seit 1965 Status einer "Autonomen Region". 1995 inthronisierte der Dalai Lama den sechsjährigen Gedhun Choekyi Nyima als "Wiedergeburt" Buddhas zum 11. Panchen Lama. er verschwand spurlos; ein Jahr später gab China zu, ihn "in Gewahrsam" genommen zu haben. Inzwischen hatte China den Sohn eines KP-Kaders zum 11. Panchen Lama erklärt. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, hat zum 41. Jahrestag des tibetischen Aufstandes im März 2000 die Unterdrückung seines Landes beklagt. Die Menschenrechtslage habe einen Negativrekord seit der Kulturrevolution in den 60er und 70er Jahre erreicht, sagte der Würdenträger. Am alarmierendsten sei der massive Zustrom von chinesischen Siedlern nach Tibet. So würden die Tibetaner zur Minderheit in ihrer Heimat gemacht. Der Dalai Lama warf Peking einen "kulturellen Völkermord" vor.

In China nehmen Sklavenarbeit und sexueller Missbrauch mangels wirksamer Gesetze weiter zu. Die wachsende Zahl der Fälle zeige, "dass unsere herkömmlichen Mittel gegen diese abscheulichen Verbrechen grundlegend überarbeitet werden müssen", hieß es am 27.08.2007 in einem Leitartikel der Zeitung "China Daily". Im Juni waren laut Polizei 576 Menschen in den Provinzen Shanxi und Henan befreit worden, unter ihnen Kinder und geistig Behinderte.

China will erstmals ein Umweltministerium einrichten. Im Zuge einer Regierungsumstrukturierung sollen fünf neue sogenannte Super-Ministerien geschaffen werden, wie die staatliche Agentur Xinhua am 11.03.2008 berichtete. Diese Pläne, nach denen auch die bisherige Umweltbehörde Sepa in ein Ministerium umgewandelt werden soll, stellt die chinesische Regierung dem derzeit tagenden Nationalen Volkskongress in Peking vor.

Aus Angst vor einem Dammbruch werden im südwestchinesischen Erdbebengebiet 1,3 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht. Es wird befürchtet, dass ein natürlicher Damm aus Erde und Geröll, hinter dem sich in Tangjiashan ein großer See gebildet hatte, bersten und eine gewaltige Flutwelle auslösen könnte, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am 30.05.2008 berichtete. Der Parteichef der Stadt Mianyang in der Provinz Sichuan habe die Evakuierungen in höher gelegene Gebiete angeordnet. 158 000 Menschen waren schon zuvor aus der Gefahrenzone gebracht worden. Seit Tagen versuchen Einsatzmannschaften, einen Kanal in den Damm zu bauen, um das Wasser abzulassen. Die Zahl der Toten ist mehr als zwei Wochen nach dem Erdbeben der Stärke 8 auf 68 858 gestiegen.

Einer der letzten Vertreter der alten Revolutionsgarde in China ist tot: Der ehemalige kommunistische Regierungs- und Parteichef Hua Guofeng verstarb im Alter von 87 Jahren in Peking, wie am 19.08.2008 die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Hua sei in den Mittagsstunden an den Folgen einer Krankheit gestorben. Über die Art der Erkrankung gibt es noch keine Angaben.

Mit einer umfassenden Agrar-Reform will die chinesische Regierung die Kluft zwischen der armen Land- und der reichen Stadtbevölkerung verringern. Das am 19.10.2008 veröffentlichte Dokument enthält Regelungen für die Stärkung der Rechte von Bauern. Sie sollen künftig als Subunternehmer arbeiten können oder ihr Land gewinnbringend verpachten. Man müsse "die Gründung landwirtschaftlicher Betriebe stärken, das Einkommen der Bauern erhöhen sowie die Rechte und Interessen der Bauern sichern", hieß es.


Hintergrundberichte:

20.07.2009 Das verbotene Märchen - Vor zehn Jahren wurden die Anhänger der Falun-Gong-Bewegung in China zu Staatsfeinden erklärt. Im Ausland ist die Organisation heute jedoch einflussreicher denn je
10.07.2009 Einschüchterung und Propaganda - Nach den Krawallen in der chinesischen Uiguren-Provinz Xinjiang demonstriert Peking Stärke. Im Internet platzieren Blogger die offizielle Sichtweise des Konflikts
05.06.2009 China verbietet Weiß - Am 20. Jahrestag des Massakers auf dem Tian'anmen-Platz reagiert die Führung äußerst nervös
16.05.2009 Der tote Zhao schockt seine Genossen - Memoiren von Chinas früherem KP-Chef liegen vor
26.11.2008 Ein Polizistenmörder als Robin Hood - Yang Jia wurde hingerichtet. Viele Chinesen sehen in ihm ein Opfer der Behördenwillkür
19.10.2008 Olympia-Planer zum Tode verurteilt - Pekings früherer Vize-Bürgermeister Liu Zhihua wegen Korruption vor Gericht
02.06.2008 Chinas Feldzug gegen die weiße Gefahr - Peking untersagt kostenlose Abgabe von Plastiktüten
16.05.2008 Fünf Millionen Chinesen obdachlos
05.03.2008 Jahrestreffen der Grabenkämpfer - Chinas Nationaler Volkskongress ist inzwischen mehr als ein Abnick-Parlament
05.03.2008 Parteipolitischer Frontalunterricht - Chinas Premier nennt vor dem Parlament Stabilität und sozialen Ausgleich als Hauptaufgaben
31.12.2007 Hongkong muss auf Demokratie weiter warten - Peking sieht vor dem Jahr 2017 keine Chance
29.10.2007 Milliarden für Sanierung eines Sees in China - Umweltdesaster gefährdet Trinkwasserversorgung
22.10.2007 Der Tag der Pekinger Prinzen - Chinas Staats- und Parteichef Hu festigt seine Position und holt zwei enge Vertraute in den innersten Machtzirkel
15.10.2007 Chinas KP-Chef fordert mehr Einsatz für die Umwelt - Einwöchiger Parteikongress in Peking eröffnet
03.10.2007 Chinas Polizei trainiert für Olympia - Knapp ein Jahr vor den Olympischen Spielen verschärft die Führung in Peking die Repression
31.08.2007 Die nächste Führungsgeneration tritt ans Licht - Im Oktober erfahren die Chinesen, wer Parteichef Hu und seine Mannschaft beerben soll

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