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Bildung: Von der Vorschulerziehung werden Kinder bis zum 6. Lebensjahr erfaßt. Die Grundschulzeit dauert 5 bis 6 Jahre, danach weiterführender Unterricht in zweistufiger Mittelschule (6 Jahre), Stipendien für Hochschüler sind (abhängig von der Leistung) verbreitet. Zugang zu Universitäten und anderen akademischen Einrichtungen nur nach Absolvierung eines "politischen Lehrjahres". Bis zum Jahr 2000 soll eine 9jährige Schulpflicht für 85% der Bevölkerung eingeführt werden. 1995 gab es 2000 Privatschulen. Der Unterricht ist gebührenpflichtig. Einschulungsquote im primären Bereich: 98,8%. Universitäten u.a. in Chengdu, Hangzhou, Hongkong, Nanking, Peking und Schanghai. 1996 hatte China 608 Universitäten und Colleges mit fast 1 Million Studenten. Ein "Helft den Armen"-Komitee gründete seit 1993 allein 20.000 Dorfbüchereien (Minimalbestand 100 Bücher) und installierte mehr als 100 satellitengestützte Sende- und Empfangsstationen für Rundfunk- und Fernsehempfang in unterversorgten Gebieten. Analphabetenrate: Männer 10,1%, Frauen: 27,3%.

Kultur: Die chinesische Kultur ist eine der ältesten Hochkulturen der Welt. Ihre Anfänge reichen etwa 3500 Jahre zurück. Bis heute wirken die kulturellen Traditionen weiter fort. Ein Beispiel für diese einmalige Kontinuität ist die chinesische Schrift, die zwar mannigfaltige Erweiterungen und Veränderungen erfahren hat, im Prinzip aber auf Zeichen basiert, die bereits vor über 3 Jahrtausenden verwendet worden sind.

Sport: Bisher errangen chinesische Sportler/innen bei den Olympischen Spielen isngesamt 167 Gold-, 133 Silber- und 119 Bronzemedaillen und sind damit im ewigen Medaillenspiegel auf dem 8. Platz.

Bildungs- und Kulturpolitik: Die chinesische Kultur- und Bildungspolitik befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel, der durch marktwirtschaftliche Reformen und den teilweisen Rückzug des Staates aus diesem Bereich bedingt ist. Zahlreiche kulturelle Einrichtungen (Orchester, Museen, Bibliotheken etc.) haben daher Existenzprobleme.

Der ideologische Anspruch an die Künstler besteht weiter fort; allerdings entziehen sich ihm viele. Viele bildende Künstler suchen auf der Grundlage chinesischer Tradition und/oder westlichen Einflusses einen eigenen Stil zu finden. Schwierigkeiten bereitet ihnen wegen der hohen Mietkosten von Museen und Galerien aber die öffentliche Präsentation ihrer Kunst.

Das klassische Musikleben in Metropolen wie Peking und Shanghai ist trotz Mangels an staatlichen Mitteln vielfältiger geworden. Bei der Unterhaltungsmusik finden populäre Produkte aus Hongkong und Taiwan sowie den USA starke Verbreitung.

Wichtigste Aufgabe der Bildungspolitik ist der weitere Ausbau des Schul-, Berufsschul- und Hochschulwesens. Als weitere Prioritäten nennt der 10. Fünf-Jahresplan (2001-2005) der Regierung die landesweite Verwirklichung der neunjährigen Schulpflicht sowie die Verringerung des Analphabetismus.Die Hochschulen haben begonnen, ihre Ausbildungskapazitäten erheblich auszuweiten. Damit soll einerseits das für die weitere Entwicklung Chinas erforderliche qualifizierte Personal ausgebildet, andererseits aber auch der erhebliche Auslesedruck, dem chinesische Oberschüler ausgesetzt sind, vermindert werden. Verstärkt sollen auch die Fachhochschulen ausgebaut werden. Die weiterhin nicht ausreichende Zahl von Studienplätzen und ein allgemein großes Interesse am Ausland führen zur einer stark ansteigenden Zahl von chinesischen Auslandsstudenten.

Weltkulturerbe: Große Mauer; Bergregion Taishan; Kaiserpalast der Ming- und der Qing-Dynastie in Peking; Höhlen von Mogao; Grabmal des ersten Kaisers von China, Qin Shi Huang; Fundstätte des "Peking-Menschen" in Zhoukoudian; Gebirgslandschaft Huangshan; Geschichts- und Landschaftspark Huanglon; Geschichts- und Landschaftspark Wulingyuan; Sommerresidenz und zugehörige Tempel bei Chengde; Konfuziustempel, Friedhof und Residenz der Familie Kong in Qufu; Historisches Gebäude in den Bergen von Wudang; Potala in Lhasa; Nationalpark Lushan; Berglandschaft Shan Emei und "Großer Buddha von Leshan"; Altstadt von Lijiang; Altstadt von Ping Yao; Klassische Gärten von Suzhou; Sommerpalast "Kaiserliche Gärten" bei Peking; Himmelstempel mit kaiserlichem Opferaltar in Peking; Felsbilder von Dazu, Mount Wuyi (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier)

Soziales

Öffentl. Gesundheitsausgaben (am BIP)(in %) 1,8
Öffentl. Ausgaben für Altersversorgung (am BIP)(in %) 2,7
Öffentl. Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP)(in%) 2,9
Med. Versorgung (Anz. Ärzte je 1000 Einw.) 1,5
Krankenhausbetten (je 1000 Einw.) 2,5
Säuglingssterblichkeit (je 1000 Geb.) 23
Muttersterblichkeit (je 100 000 Einw.) 56
Kinderunterernährung (in %) 7,8
Kinderarbeit (in %) 6
Armutsrate (in %) (2001) 16,6
HIV-Infektionsrate (in %) 0,1
Lebenserwartung Männer 70
Lebenserwartung Frauen 74

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