![]() Themen |
Das Sultanat im Norden Borneos zählt zu den reichsten Ländern der Erde. Die Bürger zahlen keine Steuern, Ausbildung und ärztliche Versorgung sind kostenlos, das Pro-Kopf-Einkommen liegt mit 16.240 US$ deutlich über dem der Nachbarstaaten. Der Reichtum basiert auf Erdöl, aber auch auf Erdgas, das seit 1977 gefördert wird. Die Macht im Staat liegt ausnahmslos beim Sultan; ihm zur Seite stehen verschiedene Gremien mit beratender Funktion. Bei den letzten Wahlen errang 1962 die Volkspartei Bruneis die Mehrheit. Ein Parlament jedoch wurde nicht einberufen, Parteien wurden verboten oder verzichteten auf Betätigung. In jüngster Zeit scheint sich das strenge Regime des Sultans etwas zu lockern. Mit allerhöchster Erlaubnis durfte die Nationale Vereinigte Partei 1995 eine Volksversammlung einberufen. Das soziale Gefüge des Sultanats wird labiler, seit gespart und eine Alternative zur Öl-Wirtschaft geschaffen werden muß: Drogenmißbrauch unter Jugendlichen und Arbeitslosigkeit steigen. Eine Religi9nspolizei überwacht die Einhaltung des Korans und veranstaltet Razzien gegen unsittliches Verhalten ("Khalwat") und Alkoholgenuß. Nun soll der Tourismus gefördert werden, aber die Anpassung an westliche Vorlieben fällt schwer. Brunei konzentriert sich also zunächst auf die Bruderstaaten: die erste islamische Weltausstellung im August 2001 widmete sich den Werten des Islams. |
a
|