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Bildung: Im internationalen Vergleich zählt Bangla Desh -trotz Schulpflicht- zu den Schlußlichtern. Es mangelt an Lehrern, Lernmaterialien und Schulen, die Eltern müssen teure Schulkleidung und Unterrichtsmaterialien bezahlen. Einschulungsquote im primären Bereich 62,1%. Die Analphabetenrate ist entsprechend hoch: 50,6% bei Männern und 73,9% bei Frauen. Es gibt 11 staatliche und 18 private Universitäten; die bekanntesten sind Chittagong, Dhaka und Rajshahi.

Kultur: Die kulturelle Entwicklung des Landes wurde maßgeblich von den frühen nordindischen Reichen geprägt, die den Buddhismus und den Hinduismus ins Land brachten. Ab dem 13. Jahrhundert kamen islamische Einflüsse dazu.

Bildungs- und Kulturpolitik: Bangladesch, entstanden durch die Teilung der britischen Kolonie Indien und danach durch Abspaltung von Pakistan, besitzt kulturelle Traditionen, die hinduistischen, buddhistischen wie auch islamischen Ursprungs sind. Heute dominiert die islamisch geprägte Kultur. Insbesondere dem Hinduismus entstammende Elemente prägen jedoch nach wie vor die Alltags- und Festkultur. Viele Menschen sehen die Identität des Landes in erster Linie als bengalisch und nicht als islamisch, obwohl die anderen Religionsgruppen - Hindus, Buddhisten und Christen - mittlerweile weniger als 10 Prozent ausmachen. Diese Denkweise spiegelt sich in der säkularen Haltung eines Großteils der politischen und intellektuellen Elite wieder.

Das Bengalische (oder Bangla) ist eine alte Schriftsprache. Es besteht eine lange literarische Tradition, insbesondere im Bereich der Poesie. Auch die musikalischen Traditionen und das Kunsthandwerk werden gepflegt. In den städtischen Zentren gibt es eine moderne, kreative Kunstszene und insbesondere in Dhaka zahlreiche Galerien, die moderne Kunst ausstellen und Künstler fördern. An den Kunstakademien sind viele Studenten eingeschrieben.

Schulen und Hochschulen

Der Staat ist trotz Schulpflicht kaum in der Lage, der jungen Generation ausreichend Bildungschancen zu bieten. Die Analphabetenquote bewegt sich seit langem um die 50 %. Private Erziehungseinrichtungen, von der Grundschule bis zur Universität, fangen diesen Mangel an Bildungsmöglichkeiten nur teilweise auf. An den staatlichen Hochschulen, die ohnehin an Mittelknappheit leiden, wird die Lehre häufig durch politische oder kriminelle Aktivitäten gelähmt. Seit den 90er Jahren eröffnen private Universitäten den bessergestellten Familien alternative Bildungschancen für ihre Kinder. Das Bildungssystem ist angelsächsisch geprägt und auch für Auslandsstudien wählen bangladeschische Studentinnen und Studenten Universitäten in der angelsächsischen Welt. Viele Fachkräfte wandern dorthin aus.

Medienpolitik

Bei einer Alphabetisierungsrate von rund 50 % sind Fernsehen und Radio die wichtigsten Medien im Land. Einer Untersuchung von 1998 zufolge erreichten in jenem Jahr sowohl Fernsehen als auch Radio etwas mehr als 40 % der Bevölkerung. Von den mehreren bangladeschischen Fernsehsendern erreichen jedoch nur die terrestrisch ausgestrahlten BTV (staatlich) und ETV (privat) alle Fernsehempfänger im Land. Die übrigen privaten Sender sowie international ausgestrahlte Sender wie DW-tv, BBC und CNN erreeichen über Kabel oder Satellit nur eine wesentlich kleinere Zuschauerzahl. Wegen seiner größeren Unabhängigkeit erfreut sich besonders das private Fernsehen großer Beliebtheit. Ausländische Beteiligung an privatem Fernsehen ist erlaubt.

Die weitgehend freie und überaus lebhafte bangladeschische Presse liegt großenteils in den Händen von bangladeschischen Geschäftsleuten und Industriellen. Sowohl unter den Bengalisch-sprachigen als auch unter den Englisch-sprachigen Tages- und Wochenzeitungen finden sich bemerkenswert unabhängige und investigative Blätter.

Weltkulturerbe: Historische Moscheenstadt Bagerhat; Ruinen des buddhistischen Klosters von Paharpur; Mangrovenwälder der Sundarbans (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier)

Soziales

Öffentl. Gesundheitsausgaben (am BIP)(in %) 0,9
Öffentl. Ausgaben für Bildung und Erziehung (am BIP)(in%) 2,5
Med. Versorgung (Anz. Ärzte je 1000 Einw.) 0,3
Krankenhausbetten (je 1000 Einw.) 0,2
Säuglingssterblichkeit (je 1000 Geb.) 54
Muttersterblichkeit (je 100 000 Einw.) 380
Kinderunterernährung (in %) 47,5
Kinderarbeit (in %) 27
Armutsrate (in %) 36
HIV-Infektionsrate (in %) 0,1
Lebenserwartung Männer 63
Lebenserwartung Frauen 65

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