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Seit Jahrhunderten ein Handelsplatz zwischen der arabischen Welt und Indien, stand das aus 33 Inseln bestehende Emirat abwechselnd unter persischem, arabischem und portugiesischem Einfluß. Von 1861 bis zu seiner Unabhängigkeit 1971 gehörte Bahrain zum britischen Weltreich. Die USA unterhalten dort gegenwärtig einen großen Militärstützpunkt. Zum Nachbarn Saudi-Arabien unterhält der Inselstaat enge Beziehungen. Große soziale und politische Spannungen, verursacht durch ungleiche Verteilung des Wohlstandes, hohe Arbeitslosigkeit und eine repressive Regierung, führten ab Ende 1994 zu schweren Unruhen. In der Erbmonarchie gehören Menschenrechtsverletzungen zum Alltag, es gibt kein Wahlrecht, Parteien sind verboten. Die Nationalversammlung wurde 1975 aufgelöst. Auf Druck der schiitischen Opposition, die die Mehrheit der Bevölkerung vertritt, richtete der Emir 1993 einen Konsultativrat mit 30 Mitgliedern ein, den er im September 1996 auf 40 Mitglieder erweiterte. Aktuelle Entwicklung: Seit März 2000 hat es der Bruder des Emirs schriftlich: in den vergangenen Jahren hat er mehr als 5,4 Milliarden Dollar für einen "extravaganten" Lebensstil, nämlich Autos, Diamanten, Feten und Reisen, ausgegeben. Das wäre wahrscheinlich nicht der Rede wert, wenn dies nicht der neu eingerichtete Rechnungshof Bahrains festgestellt hätte. Die Experten rätseln nun, ob sich diese neue Einrichtung einen unerlaubten Vorstoß geleistet hat oder ob der Bruder des Emirs in Ungnade beim Emir selbst gefallen ist oder ob gar doch Anzeichen von Demokratie in dem kleinen Land Einzug halten. |
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