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Kultur: Der Islam prägt heute die Kultur des Landes. Seine Auslegung ist in Bahrain aber weniger dogmatisch als in vielen anderen Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Möglicherweise haben die jahrtausendealten Traditionen als Umschlagplatz zwischen Ost und West und die damit verbundenen Kontakte zu unterschiedlichen Kulturen zur Ausbildung dieser Toleranz beigetragen. Bildungs- und Kulturpolitik: Das Bildungssystem ist nach britischem bzw. amerikanischem Vorbild gestaltet. Die zwei Universitäten des Landes sind kostenpflichtig. Das amerikanische Bewertungssystem wird angewandt. Viele Bahrainis lassen ihre Kinder auf eigene Kosten in Großbritannien oder USA studieren. Auch dieses Jahr wurden trotz gegenteilig bekundetem Interesse der Verantwortlichen die etwa 10 Stipendiaten aus dem Stipendienprogramm des Kronprinzen wieder ausschließlich auf Universitäten in Großbritannien und den USA geschickt. Der Fremdsprachenunterricht gewinnt immer mehr Bedeutung. Englisch ist die Fremdsprache, die am meisten gelernt wird. Im Sommer 2001 hat erstmalig eine bahrainische Stipendiatin (Kosten wurden von der Universität Leipzig getragen) an einem Deutsch-Sprachkurs teilgenommen. Der Bildungspolitik wird eine wichtige Rolle beigemessen. Die Bildungseinrichtungen werden mit ausreichend staatlichen Mitteln gefördert. Es besteht die Bestrebung, die vielen hier tätigen, zumeist westlichen Ausländer langsam durch qualifizierte bahrainische Kräfte zu ersetzen. Nennenswerte Entwicklungen in den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Literatur sind nicht zu verzeichnen, was nicht zuletzt mit der Größe des Landes (ca. 680.00 Einwohner) zusammenhängen dürfte. Die Medien sind staatlich gelenkt und beschränken sich meist auf Berichterstattung ohne große Wertung. Soziales
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