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Der gebirgige Charakter half dem Land, lange seine Selbständigkeit zu wahren und ließ Sprachen kleinerer iranischer Völker überleben. Dennoch waren die Täler Durchgangsstraßen. Im 1. Jahrhundert n. Chr. kam der Buddhismus ins Land. Muslimsche Heere kamen im 9. Jahrhundert nach Afghanistan. Im 16./17. Jahrhundert war Afghanistan zwischen Persien und den Großmoguln aufgeteilt. 1747 übernahm der Paschtunen-Führer Ahmed Durrani die Macht. Bis zu seinem Tode 1773 dehnte er die afghanische Herrschaft aus. Unter seinen Nachfolgern zerfiel das Reich wieder, doch Afghanistan blieb als Staat bestehen. Im  19. Jahrhundert lag das Land im Spannungsfeld Großbritannien - Russland. Eine Militärrevolte beseitigte 1973 die Monarchie, die Republik wurde ausgerufen. 1978 übernahm eine prosowjetische Partei die Macht. Sowjetische Truppen marschierten im Dezember 1979 ein und verstrickten sich in blutige Kämpfe mit muslimischen Rebellen. Es gelang ihnen nie, das Land vollständig zu unterwerfen, mindestens 14.000 sowjetische Soldaten ließen ihr Leben. Ein 1988 mit Hilfe der Vereinten Nationen ausgehandelter Friedensplan sah den Rückzug der Sowjets, die Unabhängigkeit des Landes und die Rückkehr der Flüchtlinge vor. Die muslimischen Rebellen lehnten das Abkommen ab, die Sowjets zogen sich gleichwohl zurück. Am 15. Februar 1989 verließ der letzte sowjetische Soldat das Land. Bald darauf resignierte der prokommunistische Präsident Nadschibullah und trat am 6. April 1992 zurück; wenig später eroberten die Rebellen Kabul.

Das afghanische Verteidigungsministerium hat 2007 als das "blutigste Jahr" seit dem Sturz der Taliban vor sechs Jahren bezeichnet. Die Taliban nutzten alle ihre Mittel, um die internationalen Verbündeten Afghanistans aus dem Land zu vertreiben, sagte ein Sprecher des Ministeriums am 02.12.2007. Die Entscheidung der Niederlande beweise aber, dass ihre Vorstellungen falsch seien. Die Niederlande haben das Mandat für ihre 1 600 Soldaten in Afghanistan um zwei Jahre verlängert.

Beim härtesten Winter seit 30 Jahren sind in Afghanistan nach Behördenangaben vom 15.02.2008 bisher fast 1000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 130.000 Tiere seien in der Kälte verendet und hunderte Häuser durch den heftigen Schneefall zerstört, teilte die Behörde für Katastrophenschutz in Kabul mit. "926 Menschen sind bisher gestorben, über 200 wurden durch Schneestürme oder Lawinen verletzt", sagte ein Behördensprecher. Besonders stark betroffen seien die westliche Provinz Herat und die benachbarten Provinzen nahe der iranischen Grenze.

Im Westen Afghanistans sollen Behördenangaben zufolge die Hälfte der Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten sein, der Schnee liegt demnach bis zu zwei Meter hoch.

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