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Die Landschaft im Nordwesten bestimmen die beiden Nordausläufer der Anden. Die westliche Kette, die Sierra de Perija, bildet einen Teil der Grenze zu Kolumbien. Die östlich gelegene Cordillera de Merida mit dem höchsten Gipfel Venezuelas kommt vom Süden her und zieht sich weiter nordostwärts zur inselreichen Karibikküste. Dazwischen liegt die sumpfige Maracaibo-Senke mit dem breiten, seichten Maracaibo-See, als Fortsetzung des Golfs von Venezuela im Zentrum. Ganz im Süden von Venezuela, findet sich ein weltweit einzigartiges geografisches Phänomen, der Brazo Casiquiare, ein natürlicher 'Kanal', der die Flußsysteme des Orinoko und des Amazonas über den Rio Negro miteinander verbindet, so dass die riesigen Gebiete zwischen Orinoko, Amazonas und Atlantik eine 'Insel' bilden. Wie als erster bereits Alexander von Humboldt Anfang des 19. Jahrhunderts erkannte, fließen die Wasser des Brazo Casiquiare je nach relativem Wasserstand Richtung Norden in den Orinoko oder nach Süden in den Rio Negro. Im Südosten befindet sich eine der ältesten Felsformationen der Erde, das "Macizo Guayanés". Hier befindet sich auch der höchste Wasserfall der Welt, der "Salto Angel" mit einer Fallhöhe von 972 m.
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