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An der Atlantikküste gibt es zahlreiche Buchten und kleine Inseln. Besonders bemerkenswert sind die Küstenabschnitte der Halbinsel Florida und am Golf von Mexiko. Die Pazifikküste verläuft eher gradlinig. Hier findet man zahlreiche Steilküsten und Buchten wie die von San Francisco und San Pablo. Hoch im Norden liegt die Halbinsel Alaska, die an die Berlingstraße und den Golf von Alaska angrenzt. Das sich von Nordosten nach Südwesten erstreckende Gebirgssystem der Appalachen ist relativ alt. Es verläuft parallel zur Atlantikküste, von der es durch eine Küstenebene getrennt wird. Der nördliche, fast ganz auf kanadischem Gebiet gelegene Gebirgsteil, wurde stark von Gletschern modelliert. Prägnanter ist der südliche Teil, den man im engeren Sinn als Appalachen bezeichnen kann. Er besteht aus zwei parallelen Gebirgszügen: die Blue Ridge Mountains im Osten sind deutlich höher als das Alleghenygebirge im Westen. Im Osten ist die Atlantische Küstenebene dem Gebirge vorgelagert. Der westliche Abschnitt besteht aus zahlreichen Bergfalten, die eine Landschaft aus Kämmen und Tälern bilden, in die Wasserläufe ihr Bett gegraben haben. Das Great Valley ist eine Längstalzone, die die beiden Appalachenketten trennt. Das westliche Gebirgsmassiv besteht aus zwei, vergleichsweise jungen, Bergformationen: dem Küstengebirge direkt am Pazifik und den Rocky Mountains weiter im Osten. Die in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Rockies lassen sich in vier Abschnitte einteilen. Der südliche Teil ist der höchste Gebirgsabschnitt mit zahlreichen Gipfeln von mehr als 4 000 m Höhe. Hier erhebt sich auch der Mount Elbert (4 399 m). Es folgt der mittlere Abschnitt mit dem Vinta-Gebirgszug, der im Gegensatz zum Hauptgebirge in West-Ost-Richtung verläuft. Zum Norden hin sind die Rockies dann nicht mehr so hoch. Der nördlichste Teil der Rocky Mountains liegt ganz auf kanadischem Territorium. An der Westküste der Rockies öffnet sich ein Gebiet mit weiten Ebenen. Die größten sind das Coloradoplateau mit seinen tiefen Schluchten (Grand Canyon), die Ebenen von Columbia und das Große Becken. Das abflußlose Große Becken wird von Salzablagerungen und Wüsten geprägt. Hier findet man den Großen Salzsee und das berühmte Death Valley, dessen niedrigster Punkt 86 m unter dem Meeresspiegel liegt. Die Sierra Nevada und die Kaskadenkette (Cascade Range) sind die zum Landesinneren abzweigenden Ausläufer der Kordilleren am Pazifik. Unter den den Gipfeln mit über 4 000 m Höhe findet man auch den Mount Whitney mit 4 419 m, dem höchsten Berg der USA, wenn man Alaska nicht mitrechnet. Die Cascade Range ist vulkanischen Ursprungs und besitzt eine Vielzahl von Vulkanen: Mt. Rainier (4 392 m), Mt. Baker (3 285 m), Mt. Hood (3 424 m), Mt. Adams (3 751 m), Mt. Shasta (4 317 m), Mt. Lassen (3 187 m) und der Mt. Saint Helens (2 550 m). Der Ausbruch des Saint Helens am 18. Mai 1980 war so gewaltig, daß dabei der Kraterkessel einstürzte und der Vulkan fast 400 m an Höhe verlor. Die sich unmittelbar am Pazifik entlang ziehende Küstenkette erreicht im Durchschnitt nur 2 000 m Höhe. Hier stoßen am San-Andreas-Graben die Nordamerikanische und die Pazifische Platte aufeinander und verursachen immer wieder starke Erdbeben. Die inneren Ebenen erstrecken sich zwischen Appalachen, Rocky Mountains, den Großen Seen und dem Golf von Mexiko. Man unterscheidet drei Großräume: die Ebene des Mississippi, die Großen Seen und die Großen Ebenen mit dem inneren Bergland. Das Landschaftsbild der Mississippi-Ebene wurde durch Gletscher geprägt, die dort zahlreiche Seen und Geröllablagerungen hinterlassen haben. Die Großen Seen liegen im Grenzgebiet Kanadas und der USA und werden von beiden Ländern genutzt. Eine Ausnahme bildet der Michigansee, der vollständig auf amerikanischen Gebiet liegt. Die Seen entstanden durch die von Gletschern herrührende Erosion. Zwischen dem Erie- und dem Ontariosee bildeten sich durch den großen Höhenunterschied die Niagara-Fälle. Die nördlichen Ebenen sind die Fortsetzung der kanadischen Prärien. Das innere Bergland mit dem Ozarkplateau und den Quachita Mountains trennt diese von den südlichen Küstenebenen in der Nähe des Golfs von Mexiko ab. Alaska ist der nördlichste Bundesstaat der USA. Die riesige Halbinsel wird von zwei Gebirgssystem geprägt. Die Brookskette im Norden erreicht Höhen von bis zu 2 800m. Wesentlich höher ist die Alaskakette im Süden: hier befindet sich auch der Mount McKinley, der mit 6 194 m höchste Berg der USA. Zwischen den beiden Gebirgen fließt der Yukon in einem Tal mit Ebenen und Plateaus. Die vulkanische Inselkette der Aleuten und der Alexanderarchipel gehören ebenfalls zu Alaska. Hawaii ist neben Alaska der zweite Bundesstaat, der keine direkte Verbindung zu den übrigen Staaten der USA besitzt. Es handelt sich um eine Inselgruppe vulkanischen Ursprungs inmitten des Pazifischen Ozeans. Auf der Hauptinsel Hawaii liegen zwei der größten noch aktiven Vulkane der Erde: der Mauna Loa (4 169 m) und der Mauna Kea (4 205 m). In den USA gibt es bedeutende Flüsse mit dazu gehörenden Einzugsgebieten. In den Atlantik fließen unter anderem Hudson, Delaware und Pontomac. Der Yukon durchquert Alaska, bevor er in die Beringstraße mündet. Mississippi und Rio Grande fließen in den Golf von Mexiko.
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