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Politisches System Mit der Verfassung von 1967 wurde eine demokratische, rechtstaatliche Präsidialrepublik verankert. Der Staatsaufbau ist zentralistisch, die 19 Provinzen (Departamentos) haben nur eine geringe Selbstverwaltung. Die Hauptstadt Montevideo, in der knapp Hälfte der Uruguayer lebt, dominiert das wirtschaftliche und kulturelle Geschehen. Die relativ früh entstandene demokratische Entwicklung wurde durch die fast zwölf Jahre dauernde Militärdiktatur (1973 bis 1984) unterbrochen. In dieser Zeit war die verfassungsmäßige Ordnung aufgrund der Kämpfe gegen die linksgerichtete Oppositionsbewegung "Tupamaros" außer Kraft gesetzt. Nach der Rückkehr zur Demokratie gelang es unter der Präsidentschaft von Sanguinetti (1985 bis 1990), das Land wieder zu befrieden, u.a. durch umfassende Amnestien für Tupamaros sowie Militärs und Polizei. Jedoch beschäftigt die Öffentlichkeit immer noch das Verschwinden von Personen in der Zeit der Militärdiktatur. Präsident Batlle setzte am 09.08.2000 eine "Kommission für den Frieden" zur Aufklärung der Verschwundenenschicksale ein, deren Aufklärungsbemühungen durch die Militärs unterstützt werden. In gleichzeitig durchgeführten Wahlen werden Staatspräsident und die zwei Kammern des Parlaments (Senat mit 30 Mitgliedern und Abgeordnetenhaus mit 99 Mitgliedern) für fünf Jahre gewählt. Der Präsident hat als Regierungschef eine starke Stellung und kann gegen Gesetzesvorhaben des Parlaments sein Veto einlegen (das wiederum mit 3/5 Mehrheit überstimmt werden kann) und unter bestimmten Bedingungen das Parlament auflösen. Gerichtswesen 1 Oberster Gerichtshof, 7 Appellationsgerichte, jedes Departamento hat 1 Gerichtshof, 224 Friedensrichter Verwaltung Zentralistisch, mit 19 Bezirksverwaltungen (departamentos), geleitet von direkt gewählten Intendenten, beschränkte Selbstverwaltung.
Regierungspartei Frente Amplio (FA, Mitte links; 16 Sitze im Senat, 52 Sitze im Abgeordnetenhaus, jeweils absolute Mehrheit) Oppositionsparteien
Gewerkschaften Zahlreiche Betriebs- und Industrie-Gewerkschaften. Dachverband PIT-CNT Mitgliedschaft in internationalen Organisationen u.a. Vereinte Nationen (VN), Internationaler Währungsfond (IWF), Weltbank, World Trade Organisation (WTO), Organisation amerikanischer Staaten (OAS), Lateinamerikan. Integrationsvereinigung (ALADI), IDB, Lateinamerikanische Wirtschaftskommission (CEPAL), MERCOSUR. Montevideo ist Sitz von ALADI und des Sekretariats von MERCOSUR. Einreise Deutsche Touristen benötigen bei Einreise mit Reisepass für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Einreisevisum. Der deutsche Kinderausweis/Kinderreisepass wird anerkannt. An der Grenzstelle erhält der Einreisende einen Einreisezettel, der bei Ausreise wieder abgegeben werden muss. Dieser Einreisezettel ist sorgsam aufzubewahren, da eine Neuausstellung zeitaufwendig ist. Ein Passverlust muss bei der nächsten Polizeidienststelle angezeigt werden. Diese Anzeige wird zur Ausstellung des neuen deutschen Passes und zur Ausreise aus Uruguay benötigt. Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern.
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